2068 - Klaus Dieter Külow - E-Book

2068 E-Book

Klaus Dieter Külow

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Beschreibung

Das Buch beschreibt die Entwicklung in Deutschland und auf der Erde in den kommenden 50 Jahren. Neben Umwelt, Flüchtlingen und Millionen von Arbeitslosen in Deutschland kommt aber auch der Ausblick auf die Wirtschaft und Technik nicht zu kurz. K. D. Külow macht sich Sorgen um die Zukunft und möchte mit seinem Buch bewusst machen, dass weltweit vieles aus dem Ruder gelaufen ist.

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Seitenzahl: 56

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhalt

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Vorwort

Kapitel 1: Menschen und Arbeitsmarkt in Deutschland

Kapitel 2: Gesundheit

Kapitel 3: Sport

Kapitel 4: Politik

Kapitel 5: Wirtschaft und Finanzen

Kapitel 6: Technik

Kapitel 7: Umwelt

Kapitel 8: Was sonst noch geschah und offene Fragen

Nachwort

Vorwort

Dieses Buch soll niemandem Angst machen, sondern nur zum Nachdenken anregen. Vielleicht trägt es aber dazu bei, in dem einen oder anderen Fall die Weichen anders zu stellen.

Lesen Sie dieses Buch nicht vor dem Schlafengehen. Es könnte sein, dass Sie nicht mehr einschlafen können.

Kapitel 1

Menschen und Arbeitsmarkt in Deutschland

Wir schreiben das Jahr 2068. In den letzten 50 Jahren hat sich viel in unserem schönen Land verändert.

Das sorglose Leben der Menschen, wie es zwischen 2000 und 2020 war, ist vorbei.

Seit dem Jahr 2042 bekommen alle Kinder in Deutschland kurz nach der Geburt einen Chip in den rechten Unterarm implantiert.

Der Chip hat die Größe einer Knopfzelle, wie sie in Armbanduhren zur Verwendung kommt.

Auf diesem Chip sind alle wichtigen Daten wie Geburtstag, Geburtsort, Land, Name und Namen der Eltern gespeichert. Neben diesen genannten Daten werden alle Informationen wie Bankkarte, Kreditkarte, Steuernummer, Rentenversicherung, Krankenkasse usw. erfasst. Alle Daten werden mit zunehmendem Alter ergänzt.

Für Erwachsene gab es eine Übergangszeit von fünf Jahren bis 2047, um den Chip kostenlos implantieren zu lassen.

Mit diesem Chip kann jeder - im wahrsten Sinne des Wortes - durch „Handauflegen“ bezahlen.

Über den implantierten Chip ist es möglich, jeden Menschen im Notfall in Sekundenschnelle zu orten. Dies ist auch bei der Verbrechensbekämpfung sehr hilfreich.

Das Bargeld wurde 2048 abgeschafft.

Bucht man eine Reise, einen Flug oder bestellt etwas im Internet, erfolgt die Bezahlung durch ein am Computer angeschlossenes Lesegerät.

Das Gleiche gilt für Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel. Der Chip ist Zugangskarte für alles, ob Konzert, Zugfahrt, Flugzeug oder Busfahrt, aber auch Haus- und Wohnungsschlüssel.

Das Hauptproblem der Bundesregierung sind die vielen Arbeitslosen und dass immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Rentner sorgen sollen. Auch die Überalterung der Bevölkerung ist sehr problematisch, da zu wenige Kinder geboren werden.

Das Renteneintrittsalter liegt mittlerweile bei 72 Jahren.

Nur Personen, die in ihrer Jugend auf das richtige Pferd gesetzt haben, haben heute einen sicheren Arbeitsplatz, zum Beispiel in der Internetbranche, in der Elektronikbranche, im Versandhandel und bei Speditionen, aber auch in Handwerksberufen und bei Pflegediensten.

Viele Berufe, wie zum Beispiel Kraftfahrer, sind ausgestorben.

Durch die Abschaffung der Verbrennungsmotoren und Einführung der Elektromobilität fielen allein in Deutschland Hunderttausende von Arbeitsplätzen weg.

Elektroautos werden zu 90 % von Robotern zusammengesetzt, viele Bauteile entstehen im 3D-Drucker. Aufwendige Einspritz- und Abgasreinigungsanlagen, Getriebe, Ventile, Kolben, Zahnriemen usw. sind nicht mehr notwendig.

Seitdem man die Steuerungstechnik im Griff hat, werden auch keine Bremsen mehr benötigt.

Es wird elektrisch gebremst und dabei sogar die Batterie aufgeladen.

Elektrofahrzeuge brauchen so gut wie keine Wartung und keinen Ölwechsel, also auch keine Werkstätten, mehr. Es gibt nur noch kleine Servicebetriebe.

Autos werden grundsätzlich, ebenso wie die meisten Waren, im Internet bestellt. In jeder Großstadt gibt es nur einen Showroom, wo alle Hersteller ihre Autos ausstellen.

Die Autohersteller sind aus wirtschaftlichen Gründen dazu übergegangen, wesentlich weniger Modelle zu produzieren, in der Regel drei bis fünf Stück.

In Deutschland werden nur noch hochwertige Fahrzeuge hergestellt, ab Mittelklasse aufwärts. Alle anderen Fahrzeuge kommen inzwischen aus China und Indien.

Baden-Württemberg, das Bundesland mit der stärksten Auto-Industrie (Daimler, Audi und Porsche) und mit Hunderten von Zulieferern, unter anderem Bosch, gab Millionen von Menschen Vollbeschäftigung und ein sorgenfreies Leben.

Ende der 40er-Jahre war dieses Land in einem wirtschaftlich schlechten Zustand wie das Ruhrgebiet nach Schließung der Zechen. Trotz massiver Strukturförderungsprogramme ist Baden-Württemberg immer noch ein Bundesland mit extrem hohen Arbeitslosenzahlen.

Das autonome Fahren machte Millionen von LKW-, Bus-, Straßenbahn- und Taxifahrern, Chauffeuren, Lokführern und sogar Flugzeugpiloten und Schiffsoffiziere arbeitslos.

Fahrschulen und Fahrlehrer sowie Tankstellen und deren Mitarbeiter werden nicht mehr gebraucht.

Statt die Bildungsmöglichkeiten zu verbessern, wurden seit 2047 viele Schulen geschlossen und der Lehrstoff wird – ähnlich wie bei einem Fernstudium – über das Internet vermittelt. Durch die Abschaffung der Schreibschrift und verschiedener Schulfächer – man kann ja alles mit dem Taschenrechner rechnen oder googeln – drohen große Teile der Bevölkerung zu verblöden.

Wir sind dabei, unsere Zukunft zu verspielen und zum Entwicklungsland zu werden. Nur noch bestens ausgebildete Menschen hatten in den letzten Jahrzehnten gute Möglichkeiten im Berufsleben.

Eine kleine Story am Rande:

Vor kurzem stiegen fünf Schüler in den Regionalzug ein und hatten wohl eine Gruppenfahrkarte gelöst.

Schüler 1 fragt: „Was hast du bezahlt?“

Schüler 2 antwortet: „26 Euro.“

Schüler 3 fragt: „Was bekommst du denn jetzt von uns?“

Schüler 4 nimmt sein Handy und sagt: „Das haben wir gleich… 5,20 Euro.“

Schüler 5 sagt: „Das geht ja noch.“

Als ich das hörte, ist mir der Schweiß ausgebrochen.

Dazu muss man natürlich sagen, dass es auch sehr fleißige, engagierte, clevere junge Leute gibt.

Kassiererinnen, Briefträger, Reisebüromitarbeiter, Schaffner und ein Großteil der Beamten sind arbeitslos geworden, nicht zuletzt aus Kostengründen, aber auch, da durch den verstärkten Einsatz von Computern und Robotern viele Arbeitsplätze wegfielen.

Es gibt kaum noch Banken und Versicherungsbüros, ihre Unterlagen erhalten die Kunden nur noch über Internet und PC. Gewerkschaften haben es schwer, viele Unternehmen sind aus den Verbänden ausgetreten und halten sich nicht mehr an die vereinbarten Tarife.

Die Wintersportorte, zumindest in den Mittelgebirgen, existieren nicht mehr. Die Hotels stehen leer. Schneekanonen werden nicht mehr eingesetzt, weil es im Winter nicht mehr kalt genug wird.

Zurzeit haben wir in Deutschland rund 14 Millionen Arbeitslose, das sind circa 29% der erwerbstätigen Bevölkerung.

Die Arbeitslosenzahl wäre noch wesentlich höher, wenn man nicht schon frühzeitig für die meisten Berufstätigen die Wochenarbeitszeit auf 18 Stunden reduziert hätte.

Die Menschen sind unzufrieden, weil ihnen das Salz des Lebens fehlt, „ihre Arbeit“.

Viele werden krank, weil sie kein Selbstwertgefühl mehr haben, da sie ja nicht mehr gebraucht werden.

Freizeit ist eine schöne Sache, aber nur, wenn man Geld hat und etwas unternehmen kann.

Die massive Vernichtung der Arbeitsplätze hat zu einem starken Verlust der Kaufkraft geführt. Der Konsum ist stark zurückgegangen und die Wirtschaft hat an Stabilität verloren.

Dazu kommt noch, dass viele Dinge des täglichen Lebens extrem teuer geworden sind. Zum Beispiel kostet Trinkwasser heute zehnmal so viel wie 2020.

Mit Anhebung des Trinkwasserpreises sind natürlich auch andere Getränke wie Bier und Limonade exorbitant im Preis gestiegen.

Drei große Aktiengesellschaften beherrschen in Europa den Wassermarkt.

Auch die Strompreise sind wesentlich höher als in den 30er-Jahren. Die Konzerne haben erkannt, was Strom für ein unentbehrliches Produkt ist.

Man muss nur einmal darüber nachdenken:

Ohne Strom geht nichts.

Es läuft

keine Maschine, keine Pumpe, kein Zug, kein batteriebetriebenes Auto; keine Straßenbahn, kein Kühlschrank, keine Waschmaschine; kein Staubsauger, keine Mikrowelle, keine Heizung;

kein Fahrstuhl, keine Beleuchtung, keine Klingel;