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Am 30. Juni 2022 wurde der Däne Torben Søndergaard, der damals in den USA als Evangelist tätig war, in Orlando aufgrund von falschen Anschuldigungen inhaftiert, aber nie offiziell angeklagt. Er musste schließlich 412 Tage hinter Gittern verbringen, ohne zu wissen, ob oder wann er freigelassen würde. Doch inmitten der Dunkelheit fand er etwas Unerwartetes: Die Gegenwart Gottes. Von Momenten tiefer Verzweiflung und seinem Schrei „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ bis hin zu unerklärlicher Freude erzählt er, wie es schließlich zu einer Erweckung kam, die seinen ganzen Zellentrakt veränderte. Das Manuskript dieses Buches musste er mit einem Sicherheitsstift in seiner engen Zelle schreiben. Es ist eine Geschichte der Hoffnung inmitten des Leidens, eine prophetische Botschaft über die kommende Verfolgung, eine Erinnerung an die Kraft des Reich Gottes – und eine Ermutigung, standhaft zu bleiben, wenn die Stürme toben. Du wirst zurückgeführt zum unverfälschten und authentischen Christentum der ersten Apostel, die wie Torben aus dem Gefängnis schrieben, um die Gläubigen zu ermutigen, den Weg weiterzugehen, egal was es kostet.
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Seitenzahl: 609
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Torben Søndergaard
412 Tage
Wegen Christus verfolgt – Wie ich im Gefängnis Hoffnung, Freiheit und Erweckung erlebte
GloryWorld-Medien
1. Auflage 2025
© Copyright 2024 The Last Reformation.
Originally published in English under the title „412 Days“ by The Last Reformation
All rights reserved.
© der deutschen Ausgabe 2025 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de
Alle Rechte vorbehalten
Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, für das Neue Testament der Neuen Genfer Übersetzung, 2009, entnommen, für das Alte Testament der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 2006 (ELB). Weitere Bibelübersetzungen:
LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 2017
NeÜ: Neue evangelistische Übersetzung © 2013 Karl- Heinz Vanheiden
Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.
Übersetzung/Satz: Manfred Mayer und Marcel RomanLektorat: Klaudia Wagner-Diehl, www.wortwirkt.deUmschlaggestaltung: The Last Reformation / Jens Neuhaus, www.7dinge.de
ISBN (epub): 978-3-95578-753-0ISBN (Druck): 978-3-95578-653-3
In meinen über 40 Jahren als Journalist habe ich noch nie eine christliche Führungspersönlichkeit erlebt, die von „demokratischen“ Regierungen so hart und ungerecht behandelt wurde wie Torben Søndergaard. Doch inmitten all der schrecklichen Dinge, die er ertragen musste, und angesichts dessen, was wie die Zerstörung seines Lebens und seines Dienstes aussah, verwandelte Torbens Entscheidung, Gott zu glauben, die schreckliche Verfolgung in eine außergewöhnliche Explosion von Gottes Güte und der Kraft des Heiligen Geistes. Der englische Evangelist Henry Varley sagte: „Die Welt muss erst noch sehen, was Gott durch einen Menschen tun kann, der sich ihm völlig hingibt.“ Als ich dieses Buch las, hatte ich das Gefühl, diesen Mann zu sehen. „412 Tage“ ist eine Pflichtlektüre für alle Gläubigen, die schon sehr bald der gleichen Verfolgung ausgesetzt sein könnten.
Dale Hurd, leitender News-Reporter von CBN
Ich kenne Torben nun schon seit einigen Jahren und hatte das Privileg, mit ihm in verschiedenen Trainingsschulen, Zelttreffen, Kickstarts und anderen Dienstprojekten zusammenzuarbeiten. Wir haben sowohl unglaubliche Momente als auch einige wirklich harte Zeiten miteinander geteilt. In den letzten Jahren habe ich ihn immer wieder über die kommende Verfolgung in Amerika sprechen hören. Dieses Buch spiegelt wirklich das wahre Herz von Torbens Leben und die tiefe Last wider, die er für den Leib Christi trägt.
Als ich gebeten wurde, an dem Buchcover zu arbeiten, war ich sehr begeistert. Das Cover war bereits entworfen worden; meine Aufgabe war es deshalb, es zu verfeinern. Der erste Entwurf ließ den Leser in die Umgebung eintauchen, in der Torben sich befand – er zeigte die Gefängniszellen, die Kojen und das Gebäude selbst. Aber je mehr ich mir das Konzept ansah, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass zu viel visuelles Material verwendet wurde und dass die emotionale Verbindung fehlte, die die Geschichte eigentlich vermitteln sollte, und daher habe ich neu angefangen.
Angesichts der Art des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Konzentration auf Torbens Gesicht eine stärkere Wirkung haben würde. Es war jedoch schwierig, das richtige Bild zu finden. Ich sah mir eines seiner Interviews an, in dem er über Schlüsselmomente aus seiner Zeit im Gefängnis sprach. Es gab einen Moment, in dem er gerade seine Geschichte erzählte, und es machte einfach Klick. Dieser Moment fängt die Emotionen und die Essenz des Buches perfekt ein. Mit diesem Foto von Torben auf dem Cover wollte ich mehr als nur den Autor zeigen – ich wollte das Herz, den Kampf und das Gefühl der Freiheit vermitteln, das die Leserinnen und Leser auf den Seiten des Buches entdecken werden.
Die Rückmeldungen waren überwältigend positiv. Eine Person kommentierte: „Man sagt, dass man ein Buch nicht nach seinem Umschlag lesen kann, aber ich habe das Gefühl, dass man so viel aus diesem Bild herauslesen kann! Es stimmt, dass man ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen kann, aber dieses Coverbild erzählt eine Geschichte für sich allein. Ich glaube, dass es dem Buch bereits eine Note setzt, bevor eine einzige Seite aufgeschlagen wird. Es ist eine kraftvolle Geschichte, die es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden, denn sie offenbart sowohl die Zerrissenheit unserer Welt als auch die Beständigkeit von Gottes Treue.
Ever CalamacoGrafikdesigner, Gründer und Mitwirkender bei One Way GospelEverCalamaco.com
Ich bin so froh, dass du dieses Buch in die Hand genommen hast, denn du wirst einen anderen Torben Søndergaard kennenlernen als den, der in den Nachrichten, auf YouTube und in den sozialen Medien dargestellt wird. Dieses Buch wird dir den wahren Torben Søndergaard zeigen – einen mitfühlenden Vater, einen liebevollen Ehemann, einen fürsorglichen Freund und einen geistlichen Vater für Tausende von Menschen auf der ganzen Welt. Ich bin stolz darauf, ihn meinen Freund und Bruder nennen zu dürfen.
Ich habe 18 Jahre lang in den USA gelebt und gedient, aber ich bin Däne wie Torben und kenne ihn seit fast 25 Jahren. Torben und ich haben in Dänemark zusammengearbeitet, aber wir waren uns nie wirklich nahe. Wir verloren den Kontakt, als ich in die USA zog, um für Matt Sorger Ministries und später als Pastor in einer Gemeinde hier auf Long Island, New York, zu arbeiten. Wir haben uns wiedergetroffen, als Torben und seine Familie 2019 in die USA zogen.
Ich besuchte einige seiner Treffen und wurde hungrig nach dem Leben, das er als wahrer Jünger Christi führte. Ich wollte es auch, aber ich fühlte mich in meinem als traditioneller Pastor festgefahren, wo ich hauptsächlich Verwaltungsarbeit machte. Vor drei Jahren erhielt ich einen göttlichen Anruf von Torben, in dem Gott zu mir sprach, dass es an der Zeit war. Ich machte den größten Glaubensschritt in meinem Leben: Ich kündigte meinen Job als Pastor und gründete meinen eigenen Dienst. Seitdem hat Gott erstaunliche Dinge in meinem Leben getan und ich habe gesehen, wie Menschen wie nie zuvor verändert und zu wahren Jüngern wurden, die unserem Herrn gehorchen.
Während Torbens Zeit im Gefängnis habe ich oft mit ihm telefoniert. Als seine Frau Lene krank wurde, wurde ich gebeten, die tägliche Kommunikation mit Torben zu übernehmen. Das war wie ein Action-Thriller. Es war eine schwierige und stressige Zeit; so etwas habe ich noch nie erlebt. Torben fragte mich oft, wie es mir ging, und meine Probleme schienen klein im Vergleich zu seinem Leben im Gefängnis. Ich fühlte mich überführt – würde ich es schaffen, Jesus bis zum Ende zu folgen?
Eines Tages wurde mir klar, dass Torben mich tiefer in das Leben in der Apostelgeschichte eingeladen hatte. Wir erlebten und lebten die Apostelgeschichte. Torben war wie der Apostel Paulus im Gefängnis und „schrieb“ Briefe an seine Jünger nach draußen, während diese damit beschäftigt waren, zu taufen, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und Jesus-Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu gründen. Ich fühlte mich wie Tychikus, dem es anvertraut war, Briefe zu überbringen und über Torbens Lebensumstände zu berichten. Es war lebensverändernd, so nah an den Ereignissen dran zu sein, auch wenn das Warten extrem hart war.
Ich werde nie den Morgen des 16. August 2023 vergessen, als ich mit Torben telefonierte und er plötzlich sagte: „Kim, Kim, sie rufen meinen Namen … Ich gehe nach Hause …“ Es war der Moment, für den wir so lange gebetet und über den wir gesprochen hatten – die Freude und die Gefühle waren so überwältigend, dass wir beide zu weinen begannen. Sie versuchten Torben zu entmutigen und zu zerstören, indem sie ihn einsperrten, aber ich erlebte, dass er immer freier wurde.
Ich werde nie wieder derselbe sein, und ich danke Gott für die einmalige Gelegenheit und die Zeit, die ich mit einem Diener seines Königreichs hatte. Ich weiß, dass du durch die Lektüre dieses Buches herausgefordert und verändert werden wirst. Lass den Heiligen Geist etwas Neues in dir tun, damit du bereit bist für das, was bald kommen wird.
Kim Nielsen, Die Begegnung mit dem Königreich
Ich traf Torben kurz nach seiner Entlassung aus seiner schrecklichen 412-tägigen Haft und war natürlich neugierig, ihm nach sehr langer Zeit wieder in die Augen zu schauen.
Ich werde mich immer an unser erstes Treffen erinnern, als er 2016 zu uns in unser Haus kam, um uns das Evangelium zu verkünden. Er war damals ein großer, jugendlicher und charismatischer Mann, dessen vom Heiligen Geist erfülltes Auftreten jeden dunklen Fleck in uns zum Vorschein brachte. Es war ein lebensveränderndes Wochenende, an dem ich und meine Familie für immer verändert wurden.
Jetzt, sieben Jahre später, stand ein dünner, bärtiger Mann vor mir. Er schien gebrochen zu sein, aber nicht zusammengebrochen. Seine sanfte Stimme und sein milder Blick erzählten die Geschichte eines Dieners Christi, der wegen ungerechter Verfolgung gelitten und ausgehalten hatte, wie es sich keiner von uns vorstellen kann. Torben 2.0 ist immer noch der Torben, der unseren Haushalt auf radikale und wunderbare Weise zur Wiedergeburt geführt hatte, aber er scheint durch das Leiden im Gehorsam eine neue Schöpfung geworden zu sein, während er bis zum Ende treu blieb.
Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die nicht begreifen können, dass die angekündigte Verfolgung der Christen weltweit schneller kommen wird, als die meisten sich vorstellen können. Freut euch wie Torben: „Glücklich zu preisen seid ihr, wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verfolgt und euch zu Unrecht die schlimmsten Dinge nachsagt“ (Mt 5,11-12).
Lou BegaGrammy-nominierter Musiker und Singer-Songwriter,der vor allem für seine Hitsingle „Mambo No. 5“ bekannt ist.
Als Torben ins Gefängnis kam, war ich gesegnet und hatte das Privileg, ihm dabei zu helfen, dieses Buch aus Sprachaufnahmen zu schreiben, die er im Gefängnis gemacht hatte. Da ich mehrere Jahre an seiner Seite gearbeitet habe und die Wahrheit und Authentizität gesehen habe, in der er lebt, und die Integrität, die er in jeder Situation an den Tag legt, war es überwältigend, solch lächerliche Anschuldigungen gegen ihn zu hören. Ich weinte mit ihm, als er weinte, aber ich spürte auch den Sieg und die Kraft, als der Heilige Geist inmitten dieser unglaublichen Ungerechtigkeit starke Wahrheit durch ihn sprach.
Torben kam nach Amerika, um uns vor der kommenden Verfolgung zu warnen, und dann wurde er selbst zu einem lebendigen Beispiel für diese Wahrheit. Durch Torbens leuchtendes Beispiel für unerschütterlichen Glauben und Gehorsam während dieser Tortur ruft Gott sein Volk zu sich! Wir täten gut daran, seinem Ruf zu folgen! Er allein ist würdig! Es war ein unglaublicher Segen, Torben in diesem Prozess zu begleiten, und es ist sehr aufregend zu sehen, dass dieses Buch nun zur Veröffentlichung bereit ist. Ich bete dafür, dass jeder, der es liest, hört, was Gott durch diesen hingegebenen Diener Jesu Christi sagt, und dass es jeden dazu anregt, sich Gott vollständig und bedingungslos hinzugeben!
Sandra Mancine, Gottesdienstbegleiterin, New Jersey
Vor vier Jahren hat sich unser Leben für immer verändert! Im Januar 2020 entdeckten wir Torben Søndergaard und The Last Reformation auf YouTube. Gott benutzte diesen Mann, um Wahrheit in unser Leben und ein echtes Verständnis des Evangeliums zu bringen. Meine Frau und ich besuchten schließlich die Lukas-10-Schule, die sein Dienst in jenem Jahr in North Carolina veranstaltete. Wir blieben dann und halfen Torben bei den nächsten vier Schulen und den Zelterweckungen, bei denen wir erlebten, dass viele Menschen geheilt, befreit und auf Jesus Christus getauft wurden.
Wir lernten nicht nur, wie wir so leben können, wie es in der Apostelgeschichte steht, sondern wir konnten es auch selbst ausleben. Das Evangelium wurde Teil unserer DNA und wir können uns nicht vorstellen, anders zu leben. Wir sind Torben und Lene und ihrem Gehorsam gegenüber Jesus Christus für immer dankbar.
Monate nachdem Torben inhaftiert wurde, hatten meine Frau und ich das Privileg, den Jüngern Gottes die Füße zu waschen. Torbens Frau und seine Töchter wurden von Gott dazu geführt, von Kalifornien nach Florida zu ziehen, um näher an dem Gefängnis zu sein, in dem Torben eingesperrt war. Das führte dazu, dass sie drei Monate lang in einem Wohnmobil direkt neben uns wohnten. Wir erlebten aus erster Hand den emotionalen und körperlichen Schmerz, den sie in dieser Zeit der Prüfung und Verfolgung durchmachten. Aber was wir dort gesehen haben, war ihr unerschütterlicher Glaube und ihr Vertrauen auf Gott! Sie ließen nicht zu, dass ihre Lebensumstände definierten, wer sie waren, egal wie schwierig es war. Im Gegenteil, wir sahen, wie Lene ihren Glaubenskampf führte und mit allem, was sie hatte, an Gottes Treue festhielt, auch wenn manchmal nicht mehr viel übrig war.
Während sie das tat, predigte Torben weiterhin das Evangelium, heilte Kranke, trieb Dämonen aus und taufte Menschen in Jesu Namen. Dieses Buch schildert nicht nur, was Torben und seine Familie durchgemacht haben, sondern soll auch jeden von uns auf die schwierigen und herausfordernden Zeiten, die vor uns liegen, vorbereiten.
Andrew Nakhla, Missionar und Geschäftsinhaber
Das Problem mit Torben Søndergaard ist, dass er sich zu 100 Prozent für das Evangelium von Jesus Christus einsetzt und es ihm egal ist, was andere denken. Deshalb erleidet er oft Verfolgung. Er ist wie ein moderner Apostel Paulus. Nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde, zog er nach Mexiko. Über einen gemeinsamen Freund lud ich ihn ein, mit mir nach Kolumbien zu gehen, wo wir 8 Prozent von Barranquilla für Christus gewinnen wollten. Ich brauchte jemanden, der Hunderte von Pastoren und Tausende von Menschen für diese gewaltige Aufgabe schulen konnte.
Was mir an Torben auffiel, war seine Bescheidenheit und seine Leidenschaft für die Menschen. Er war es gewohnt, unabhängig zu arbeiten, und demütigte sich zum ersten Mal nach seiner Inhaftierung, um die Vision eines anderen Mannes auf eine neue Art zu unterstützen. Wir evangelisierten gemeinsam in Einkaufszentren und erlebten, wie Menschen zusammenbrachen und Dämonen ausgetrieben wurden, was sogar dazu führte, dass Torben aus einem Einkaufszentrum hinausgeworfen wurde.
Dadurch wurde mir klar, warum er immer wieder aus Ländern ausgewiesen wird: Er liebt die Menschen aufrichtig, aber er wandelt auch in der Kraft Gottes, was ihm der Feind übelnimmt. Torben wagte sich furchtlos in die gefährliche Stadt Malambo, in der sich 70 Gemeinden mit ihren Versammlungen zusammengeschlossen haben. Er predigte mit ganzem Herzen in den härtesten Vierteln. In Barranquilla hatten wir etwa 2.500 Menschen aus rund 100 verschiedenen Gemeinden. Ich bat Torben, für alle Personen zu beten, die sich der Wand entlang aufgestellt hattten. Obwohl er so etwas noch nie gemacht hatte, demütigte er sich und tat es, mit dem Ergebnis, dass Menschen unter der Kraft Gottes umfielen, Dämonen ausgetrieben wurden und andere anfingen, in Zungen zu reden.
Neben dem Lehren und Dienen bildet Torben auch Leiter aus. Er trainierte mein Team und mich. Als wir Dämonen austrieben, suchte ich seine Führung und er coachte mich, indem er betonte, dass wir durch den Glauben an den Namen Jesu mehr Autorität erlangen sollten. Seine Botschaft über die Taufe hat mich so tief beeindruckt, dass ich ihn trotz meiner 25 Jahre im Dienst darum bat, mich noch einmal richtig zu taufen, nicht wie beim letzten Mal vor vielen Jahren, als ich nicht mit dem Herzen dabei war.
Torben ist heute einer der besten Evangelisten der Welt. Er ist unverfälscht, authentisch und zu 100 Prozent dem Missionsbefehl verpflichtet. Dieses Buch ist eine fesselnde und herausfordernde Lektüre, da es die realen Verfolgungen dokumentiert, denen ein moderner Missionar ausgesetzt ist. In 2. Timotheus 3,12 heißt es: „Im Übrigen sind Verfolgungen etwas, womit alle rechnen müssen, die zu Jesus Christus gehören und entschlossen sind, so zu leben, dass Gott geehrt wird.“ Die Lektüre dieses Buches wird dich herausfordern, dich selbst zu fragen: Auf welche Weise leide ich für die Sache Christi?
Steven KokoPräsident von Cities for ChristMitbegründer von Nations for ChristTV-Persönlichkeit in der christlichen Reality-Show Mission Extreme
Als ich Torben Søndergaard zum ersten Mal traf, lernte ich nicht nur ihn, sondern auch Gott kennen. Nach diesem Tag war mein Leben nie wieder dasselbe. Ich war geheilt, erfüllt und völlig entflammt für Gott. Kurze Zeit später besuchte ich die Schulung von The Last Reformation (TLR) und gehörte schließlich zum Leitungsteam von TLR. Im Laufe der Jahre hat Torben mich als Mentor begleitet und mir geholfen, zu einem starken Christen heranzuwachsen. Einige Zeit später begannen wir zu reisen.
Etwa ein Jahr nach unseren Reisen meldete sich Torben bei mir und sagte, er werde nach Florida kommen, weil er einen Brief vom Heimatschutz erhalten habe, in dem er aufgefordert worden sei, zu einem Treffen wegen seines Asylverfahrens zu kommen. Da ich zu der Zeit in Florida war, war ich damit einverstanden, ihn zu dem Treffen zu bringen.
Ich setzte ihn ab und ging etwas zu essen holen. Er sollte mir eine SMS schicken, wenn er fertig war, damit ich ihn abholen konnte, aber ich habe nie eine SMS erhalten. Zwei Stunden später wollte ich ihn abholen, aber der Parkplatz war leer, und er war nicht da. Zu diesem Zeitpunkt schrieb ich seiner Frau Lene eine SMS, um zu fragen, was los war, und sie rief mich an, um mir mitzuteilen, dass sie ihn eingesperrt hatten. Völlig schockiert rief ich meine Frau an und konnte nicht verstehen, wie oder warum sie das getan hatten.
Etwa drei Monate später hatte ich das starke Gefühl, dass ich Lene helfen musste, die in Kalifornien war, während wir an der Ostküste waren. Ich fing an, dafür zu beten, und nach etwa drei Tagen rief mich Torben an und bat mich, nach Kalifornien zu kommen, um der Familie zu helfen. Wir kamen in Kalifornien an und sahen nach Lene, der es wegen des Stresses mit den Anwälten, dem Leben und dem Fehlen ihres Mannes nicht gut ging.
Wir blieben fast vier Monate lang und es war einer der größten geistlichen Kämpfe, die wir je erlebt hatten. Der Feind versuchte, Lene und alle, die ihr und Torben nahestanden, auf jede erdenkliche Weise anzugreifen. Das war einer der härtesten Kämpfe, die wir je erlebt haben – und wir haben schon viele Kämpfe erlebt. Wir waren auch dabei, als Lene mit den Mädchen quer durch die USA zurückfuhr, weil sie meinte, sie solle nach Florida kommen, um näher am Gefängnis zu sein, in dem Torben saß. Ich habe noch nie einen Mann erlebt, der so stark und positiv geblieben ist und sich auf Gott konzentriert hat wie Torben. Was für eine Inspiration!
Durch diese ganze Tortur bin ich in meinem Weg gestärkt worden. Ich verstehe nicht, wie ein Mann wie Torben so lange geschlagen und von seiner Familie getrennt werden konnte und trotzdem weiß, dass Gott gut ist. Ich möchte so etwas nie wieder durchmachen, aber ich bin so froh, dass Gott mich dazu auserwählt hat, für ihn und seine Familie in dieser schweren Zeit da zu sein. Wir alle müssen uns gegenseitig lieben und lernen, ein Leib zu sein. Lies dieses Buch und lass Gott dein Leben verändern, so wie er es mit mir und meiner Familie getan hat.
Dewayne Smith,Pastor und Vollzeitmissionar bei Sent by Two Ministries
412 Tage ist eine Pflichtlektüre für Skeptiker und Gläubige gleichermaßen. Es liest sich wie eine Epistel eines modernen Paulus. Søndergaard beschreibt sowohl natürliche als auch übernatürliche Erlebnisse mit so vielen nachprüfbaren Details, dass der Leser keinen Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit hat. Diese Erfahrungen und die Liebe des Autors zur Bibel bilden die Grundlage für die solide Lehre, die der Autor aus seinem Leben im Gehorsam gegenüber Jesus und aus der üblen Verfolgung, die Søndergaard sowohl in Europa als auch in Amerika erlebt hat, ableitet. Das Schöne an diesem Werk sind die vielen gottgegebenen Offenbarungen, die der Autor mit uns teilt, sowie seine endgültigen Schlussfolgerungen über den Preis des Leidens und seine überzeugende Ermutigung, dass der Schatz der Nähe zu Gott, der aus der Not geboren wird, dies alles wert ist. Dieses erstaunliche Buch beweist das Gute, das Gott aus dem beabsichtigten Bösen machen kann, und ist ein entscheidender Weckruf an den schlummernden Leib Christi über das, was immer mehr seiner Mitglieder in diesem bösen Zeitalter erleben werden, und über die Frucht, die daraus entstehen wird.
Jim Boatman, Esq.geschäftsführender Gesellschafter, Anwaltskanzlei Boatman Ricci
Nur wenige Menschen haben mein Leben so beeinflusst wie Torben Søndergaard … Von dem Moment an, als wir uns trafen, spürte ich eine kraftvolle und doch zärtliche Gegenwart Gottes, die mich während unseres Gesprächs überflutete. Ich wusste, dass dieser Mann anders war. Er hatte etwas Außergewöhnliches in seinem Leben, das mich faszinierte, vor allem sein Engagement, Jünger zu machen. Wir schlossen Freundschaft und ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich einen Freund wie ihn für die Reise brauchen würde, auf die Gott mich mitnahm.
Auf unserem gemeinsamen Weg lernte ich einen verletzlichen und doch tapferen Mann kennen. Ich beobachtete ihn dabei, wie er sich Schritt für Schritt den Herausforderungen stellte, die in seinem Buch 412 Tage beschrieben sind, und dennoch geriet sein Glaube nie ins Wanken. Erstaunlicherweise hat er Wege gefunden, um so viele andere zu ermutigen, mich eingeschlossen, auch an einigen der tiefsten Punkte seines Lebens. Er verhielt sich wie Jesus, als der hörte, dass Johannes der Täufer, sein Cousin, gerade enthauptet worden war. Daraufhin wollte Jesus eigentlich allein sein. Doch er schob seine Emotionen beiseite und kümmerte sich um die Menschenmenge, die verzweifelt eine Berührung von ihm erwartete. So heilte Jesus voller Mitgefühl die Kranken und kümmerte sich um alle, die verletzt waren. Er stellte die Bedürfnisse der anderen vor seine eigenen …
Wie Eisen das Eisen schärft, bewies Torben, dass er lernbereit war. Er war kein YouTube-Star, der voller Ego und Stolz ist. Er war bescheiden genug, um Anregungen und Weisheiten von Menschen anzunehmen, die weit weniger erreicht hatten als er selbst. Das ist eindeutig eine Eigenschaft, die der Leib Christi heute viel mehr braucht. Sein Herz für die Ortsgemeinde ist nur noch stärker geworden. Als jemand, der der Ortsgemeinde für ihren Einfluss auf sein Leben sehr viel zu verdanken hat, bin ich sehr dankbar dafür.
Sein Wunsch, auch mit denjenigen im Leib Christi zusammenzuarbeiten, die lehrmäßig vielleicht nicht in jeder Einzelheit mit ihm übereinstimmen, hat mich persönlich und unzählige andere gesegnet. Torbens Strategien sind effektiv. Seine Leidenschaft ist unvergleichlich. Sein Engagement ist unerschütterlich. Seine Aufopferung ist bemerkenswert. Seine Früchte sind unermesslich. Seine Hingabe an seine Familie ist beispielhaft. Er ist ein Geschenk, sowohl für den Leib Christi als auch für diejenigen, die Jesus Christus noch nicht als ihren persönlichen Herrn und Erlöser kennen. Vor allem aber bin ich stolz darauf, ihn meinen Freund nennen zu dürfen. Verschlinge dieses Buch, ich glaube, es wird dein Leben verändern.
Josiah EliasHauptpastor der Faith Chapel, San Diego
Vorwort
Einleitung: Aus Zelle N, Trakt B6
1 Mache mein Volk bereit
2 Ankommen in Amerika
3 Zeit, aufzuwachen
4 Ein erfülltes Leben
5 Eine Veränderung wird kommen
6 Du wirst inhaftiert!
7 Isolation
8 Apollos
9 Der Traum
10 Die Wahrheit wächst
11 Gott goss seinen Geist im Gefängnis aus
12 Zellgruppen
13 Die Verfolgung beginnt
14 Das Leben außerhalb
15 Mein Gott, mein Gott
16 Offenbarung
17 Das Evangelium
18 Das Reich Gottes
19 Das Kreuz und die Errettung
20 Freiheit hinter Gittern
21 Gut gemacht!
22 Lene in der Zerreißprobe
23 Glaube und Hoffnung
24 Liebt einander
25 Bedrohung der nationalen Sicherheit
26 Sei auf der Hut!
27 Unser Kampf
28 Gottes Plan, Gottes Wille
29 Endlich draußen
30 Schließlich war der Tag da
Fazit: Der weniger beschrittene Weg
Anhang: Mehr erfahren
Über den Autor
Von Anfang an hat Amerika die Fahne der Religionsfreiheit hochgehalten. Sowohl die Pilger als auch die Gründerväter wussten, dass die Religionsfreiheit die wichtigste und grundlegendste Freiheit der Menschheit ist. In der Tat hängen alle anderen Freiheiten von ihr ab.
Doch die Religionsfreiheit wird zunehmend angegriffen, nicht nur auf der ganzen Welt, sondern sogar in den Vereinigten Staaten. In diesen gefährlichen Zeiten ist die Geschichte von Torben Søndergaard ein Leuchtfeuer der Hoffnung und ein dringender Aufruf zum Handeln. Als Anwalt und Pastor, der sich für die Religionsfreiheit einsetzt, finde ich Torbens Weg zutiefst fesselnd – ein Zeugnis für die unnachgiebige Kraft des Glaubens im Angesicht scheinbar unüberwindbarer Hindernisse.
Als er aufgrund religiöser Verfolgung aus Dänemark fliehen musste, bewies Torben außergewöhnlichen Mut und Glauben.
Torbens Ankunft in Amerika hätte der Beginn von Sicherheit und neuen Möglichkeiten sein sollen. Stattdessen brachte sie eine weitere Schicht der Verfolgung ans Licht.
Trotz dieser Prüfungen wurde Torbens Glaube nie wankend. Er inspirierte und sammelte weiterhin Gläubige, sogar in einer Gefängniszelle, und spiegelte so den apostolischen Eifer der frühen Kirchenführer wider.
Seine Zeit in der Haft hat die verändernde Kraft des Glaubens gezeigt. Seiner Freiheit beraubt, verwandelte Torben das Gefängnis in einen Zufluchtsort. Er initiierte tägliche Gottesdienste und erlebte eine Erweckung unter den Insassen. Durch Gebet und die Weitergabe von Gottes Wort brachte er Hoffnung und Licht in einen Ort der Verzweiflung. Seine Geschichte zeigt, dass wahre Freiheit nicht in unseren Umständen liegt, sondern in unserem unerschütterlichen Engagement für Christus.
Torbens Erfahrungen unterstreichen die Notwendigkeit, unsere religiösen Freiheiten zu schützen. Seine Reise ist ein deutlicher Aufruf an die Kirche, aufzuwachen und sich auf die zunehmende Verfolgung vorzubereiten. Wir müssen fest in unserem Glauben stehen, auf Gottes Versorgung vertrauen und unsere Rechte aktiv verteidigen. Die Aushöhlung der Religionsfreiheit in einer Nation stellt einen gefährlichen Präzedenzfall für andere dar. Es ist unsere Pflicht, diese kostbare Freiheit zu schützen, nicht nur für uns, sondern für alle Gläubigen weltweit.
Die Geschichte von Torben Søndergaard ist eine Inspiration für uns alle. Sie fordert uns heraus, unseren Glauben zu vertiefen, unsere Berufung anzunehmen und auf Gottes unerschütterliche Liebe und Versorgung zu vertrauen. Seine Reise ist ein anschauliches Beispiel für die Kraft des Glaubens und die Notwendigkeit, unsere religiösen Freiheiten gegen jede Bedrohung zu verteidigen. Mögest du beim Lesen dieser Seiten zum Handeln angeregt, ermutigt und in deiner Entschlossenheit gestärkt werden, für Wahrheit und Freiheit einzutreten.
Möge es uns alle dazu inspirieren, mit einer Königreichsmentalität zu leben, bereit, unseren Glauben und unsere Freiheiten zu verteidigen, im Vertrauen auf die Verheißung, dass unser Herr sagen wird: „Gut gemacht, guter und treuer Diener.“
Richard HarrisGeschäftsführer von Truth and LibertyLeiter der Practical Government School am Charis Bible College
Willkommen zu diesem außergewöhnlichen Buch. Ich habe schon mehrere Bücher geschrieben, aber keins wie dieses. Ich schreibe mit einem Sicherheitsstift (der sich verbiegen lässt, damit ich niemanden verletzen kann), während ich in meinem unteren Etagenbett sitze – in Zelle N, Trakt B6, im Baker County Detention Center in Macclenny, Florida.
In diesem Moment bin ich seit mehr als neun Monaten, genauer gesagt seit zweihundertachtundsiebzig Tagen, eingesperrt. Meine Zelle ist 2,5 mal 4,5 Meter groß, mit einem Etagenbett an der Wand, einer Metalltoilette mit Waschbecken auf der einen und einer Dusche auf der anderen Seite. Dem Wasserhahn entnehme ich das lauwarme Wasser für meinen Kaffee und im Waschbecken wasche ich meine Kleidung. Ich verbringe fast zweiundzwanzig Stunden am Tag in meiner Zelle, so wie jetzt gerade, während ich dir diese Zeilen schreibe.
Ich habe keine Ahnung, wie es für mich weitergehen wird oder wann ich wieder rauskomme.
Vor ein paar Tagen sagte der für mich zuständige Beamte beim ICE1, dass sie meinen Pass bräuchten, um mich notfalls abschieben zu können. Ja, er glaubt, dass ich noch einige Monate hier sein werde und dann zurück nach Dänemark abgeschoben werden kann. Aber wir werden sehen, was passieren wird.
Meinem Anwaltsteam zufolge habe ich einen erfolgversprechenden Asylfall, aber sie haben so etwas noch nie gesehen, mit all den Lügen und der Energie, die der Feind aufgewendet hat, um mich hierher zu bringen und hier festzuhalten.
„Torben, der Feind hasst dich wirklich“, sagte ein Mitglied dieses Rechtsteams vor ein paar Tagen. Meine Situation ist also in vielerlei Hinsicht einzigartig. Nein, sie ist beispiellos.
Der Feind will, dass ich zerstört werde. Er will, dass ich aufhöre, das Evangelium weiterzugeben, und er tut alles, was er kann, um meinem Dienst ein Ende zu setzen. Aber ich weiß, dass Gott alles unter Kontrolle hat, und auch wenn ich leide, ist Gottes Hand über allem, was geschieht. Auch bei Jesus, der am Kreuz unter der Hand des Feindes litt, hatte Gott immer noch die Kontrolle. Der Feind dachte, er hätte den Sieg errungen, aber es führte zu seiner Niederlage.
Ich glaube, das Gleiche wird auch hier passieren.
Mein Glaube stützt sich nicht auf das, was mein ICE-Beamter, mein Anwaltsteam oder der Feind sagt. Mein Glaube ruht auf Gott, da er hat immer das letzte Wort hat.
Dies ist die anspruchsvollste Zeit, die ich je erlebt habe. Gleichzeitig ist sie aber auch diejenige, die mich am meisten verändert hat. Auch wenn es manchmal brutal war, hatte ich einige der schönsten Momente überhaupt.
Ich habe in meinem Leben schon mehrmals vierzig Tage lang gefastet. Jeder von euch, der mal ein langes Fasten ausprobiert hat, weiß, wie hart es ist, aber auch, wie erstaunlich und fruchtbar es sein kann. Hier zu sein ist wie ein langes Fasten. Ich bin jetzt am zweihundertachtundsiebzigsten Tag dieses Fastens und ich weiß nicht, wann es zu Ende sein wird.
Fasten ist eine Herausforderung. Ich habe in der Vergangenheit schon oft Fasten abgebrochen. Ich habe mit dem Fasten begonnen und dachte, ich würde vierzig Tage durchhalten, aber dann habe ich es mir anders überlegt. Ich habe nur zwanzig oder dreißig Tage lang gefastet – manchmal auch nur ein paar Tage –, weil es einfach zu schwer war und die Versuchung zu groß. Hier im Gefängnis wird mir klar, dass ich nicht den Charakter und die Stärke hatte, die ich brauchte, um diese Fasten zu beenden. Aber dieses Mal ist es anders: Ich habe nicht die Möglichkeit, auszusteigen.
In den letzten neun Monaten war der Druck häufig zu groß für mich. Ich habe Freunden am Telefon oft gesagt, dass ich, wenn ich durch einen Telefonanruf hier herauskommen könnte, den Hörer nehmen und sagen würde: „Lass uns aufhören, lass uns sofort aufhören, ich gebe auf.“
Aber während die Wochen vergehen und langsam zu Monaten werden, kann ich Gottes Hand darin sehen und seine Veränderung in meinem Leben. Die Dinge fügen sich zusammen, und ich weiß, dass Gott die Kontrolle hat. Das hat es mir ermöglicht, den Lauf, der vor mir liegt, weiter zu laufen.
Ich habe prophetische Worte von außerhalb dieses Gefängnisses erhalten, die mir geholfen haben. Jemand von außerhalb erzählte mir, nachdem ich bereits eineinhalb Monate hier war, dass er einen sehr ermutigenden Traum in Bezug auf mich hatte, was mir während meines Aufenthalts hier viel Hoffnung gab.
Etwas mehr als einen Monat später kam ein weiteres zuverlässiges prophetisches Wort zu mir in dieser dunklen Zeit. Zunächst verstand ich es nicht, als ich es las. Aber im Laufe der Wochen und Monate bewahrheitete sich das prophetische Wort immer mehr und wurde Stück für Stück zur Realität. Mit jedem Ereignis begann ich zu erkennen, wie sehr Gottes Hand über allem liegt, wie er mich hierhergeschickt hat und dass er derjenige ist, der mich von hier entlassen wird, wenn er getan hat, was er in meinem Leben tun muss. Ja, es geht hier um viel mehr als nur um mich, und ich weiß, dass Gott einen perfekten Plan für alles hat.
Hier zu sein und Gottes Hand am Werk zu sehen, lehrt mich eine Menge über Glauben, Hoffnung, Leiden und Ausdauer. Auch wenn der Druck manchmal sehr groß ist, vor allem, wenn meine Familie kämpfen muss und meine Frau stark angegriffen wird, bin ich Gott dankbar, dass er mich hierhergeschickt hat. Ich weiß, dass er alles im Griff hat. Hier bin ich also, in vielerlei Hinsicht ein anderer Mensch als vor neun Monaten.
Gott hat mir in seinem Wort so viel Wahrheit offenbart, und ich habe erstaunliche Erfahrungen gemacht, bei denen das Leben meiner Mitgefangenen durch Befreiung und die Taufe auf Christus verändert wurde. Erst vor ein paar Tagen kam ein Muslim in meine Zelle und sah mich an.
„Torben, was ist los mit dir?“, fragte er. „Du leuchtest. Ich sehe die Herrlichkeit auf deinem ganzen Gesicht“, sagte er mit einem Anflug von Gottesfurcht in der Stimme.
Ich zögerte, weil ich nicht wusste, was ich antworten sollte. Bevor ich etwas sagen konnte, fuhr er fort und sagte: „Ich weiß nicht, was es ist, aber du bist bei Gott gewesen.“
Er wusste, woher die Herrlichkeit kam; er sah sie überall an mir. Er verstand, dass sie von meiner Zeit hier drinnen allein mit Gott stammte.
Am nächsten Tag kam er zurück und sagte: „Torben, warum bist du so glücklich? Du dürftest dich eigentlich nicht so freuen, bei all dem, was dir hier widerfährt. Warum bist du so glücklich?“
Bevor ich die Gelegenheit bekam, ihm zu antworten, fuhr er fort: „Ja, ich weiß, warum. Du liest Gottes heilige Worte“, und dabei deutete er auf die Bibel auf meinem Bett. Ich fragte ihn, ob er sie lesen wolle, aber er sagte: „Nein danke.“ Aber schon am nächsten Tag kam er wieder und holte sich eine meiner Bibeln, um sie zu lesen.
Genau das ist die Wahrheit: Ich habe hier auf eine Weise Gemeinschaft mit Gott, wie ich es noch nie zuvor hatte, und Gott wirkt hier auf so viele Arten.
Wenn ein Mensch so viel Zeit allein in seiner Zelle mit dem Wort Gottes und mit Gott im Gebet verbringt, verändert es ihn. Ein Drittel des Neuen Testaments wurde im Gefängnis geschrieben, und wenn du im Gefängnis sitzt und es liest, wird es auf eine Weise lebendig, wie es noch nie zuvor war.
Nachdem ich so viel gelesen, studiert und mich mit dem Wort Gottes beschäftigt hatte wie nie zuvor, sprach Gott zu mir und gab mir eine neue Lehrreihe über das Reich Gottes. Während ich dies schreibe, habe ich vierundzwanzig Lektionen fertiggestellt, die veröffentlicht werden, sobald ich entlassen werde. Sie beginnen in Eden im 1. Buch Mose und enden in Eden in den letzten Kapiteln des Buches der Offenbarung mit dem neuen Himmel und der neuen Erde.
Diese neue Lehrserie wird viele Menschen segnen, sie befreien und sie auf das vorbereiten, was kommen wird. Sobald ich diese Lehrreihe beendet hatte, fragte ich: „Gott, was jetzt?“ Und dann sagte er zu mir: „Jetzt fängst du an, ein Buch zu schreiben.“
Das war eine Überraschung für mich. Ich habe das nicht kommen sehen, aber ich war sehr begeistert, also schreibe ich euch allen hier.
Ich weiß nicht, wie lang dieses Buch sein wird; ich bin mir nicht sicher, was ich schreiben soll, also werde ich einfach ein Kapitel nach dem anderen niederschreiben.
Ich weiß auch nicht, was mit mir passieren wird oder wann ich entlassen werde. Ob ich ein paar Kapitel hier in meiner Zelle schreibe, entlassen werde und den Rest außerhalb der Gefängnismauern schreibe, ist mir egal. Wenn Gott hier noch mehr für mich zu tun hat, bevor ich entlassen werde, füge ich mich in seinen Plan. Ich weiß so vieles nicht, aber ich weiß, dass Gott die Kontrolle hat. Ich muss dieses Buch schreiben und weiß, dass Gott es benutzen wird, um viele Menschen weltweit zu verändern.
Ehrlich gesagt, bin ich mehr als bereit, diesen Ort zu verlassen. Jeden Tag träume ich davon, hier wegzukommen und bei meiner Familie zu sein. Aber Gott weiß es besser. Ich war schon vor sechs Monaten bereit, diesen Ort zu verlassen, aber es ist nicht passiert. Ich habe gehört, wie die Leute da draußen über mich geredet haben und warum ich meinen Asylantrag nicht einfach aufgegeben habe. Sie haben gehört, dass ich, wenn ich das tue, sofort gehen kann.
Ich wünschte, es wäre so einfach, aber das ist es nicht. Erstens: Wenn ich mein Asylverfahren verliere, werde ich freigelassen, aber nicht heute oder morgen. Es wird noch einige Wochen oder Monate dauern, wenn ich das tue, und dann werde ich für viele Jahre nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen. Ich habe die ganze Zeit daran geglaubt, dass ich früher freikomme, wenn ich zu meinen Rechten und der Wahrheit stehe und kämpfe, anstatt einfach aufzugeben.
Wenn ich am ersten Tag aufgegeben hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich schon draußen. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass das eine Option war, und ich hätte auch nie gedacht, dass ich so lange hier sein würde. Es hieß immer: „Bald, sehr bald wirst du frei sein.“
Ein weiterer Grund, nicht aufzugeben, ist, dass ich wirklich nicht weiß, was mich da draußen erwartet. Ich sehe keine Möglichkeit, nach Dänemark zurückzukehren und dort weiterzuarbeiten. Schließlich gibt es einen Grund, warum ich hierhergekommen bin, um Asyl zu beantragen, und jetzt gibt es all diese Lügen und die Korruption, gegen die ich ebenfalls kämpfe – die Dinge sind sehr kompliziert.
Ich weiß nicht, wer hinter all dem steckt, und deshalb muss ich standhaft bleiben und dafür kämpfen, meinen Namen von all den falschen Anschuldigungen gegen mich reinzuwaschen. Ja, hier geht es um so viel mehr als um mein Asyl. Ja, es geht auch um viel mehr als „nur“ um mein Leben. Ich habe das Gefühl, dass ich für alle anderen da draußen kämpfe, die nach mir kommen werden, und deshalb darf ich nicht aufgeben.
Aber der Hauptgrund, warum ich nicht einfach aufgeben kann, ist natürlich Gott. Wenn Gott wollte, dass ich meinen Antrag aufgebe und einfach aufhöre, würde mein Fleisch das lieben, denn ich sehne mich so sehr nach einem Ende. Wie schön wäre es, von hier wegzugehen und wieder bei meiner Familie zu sein. Aber das wäre nicht richtig. Gott hat mir nicht die Möglichkeit gegeben, mein Asylantrag aufzugeben, und ich muss für euch alle da draußen kämpfen, die auf einen ähnlichen Weg gehen wie ich.
Gott will, dass ich an der Wahrheit festhalte und sie nicht einfach aufgebe – egal, wie schwer es ist. Und wie ich schon einmal gesagt habe, sehe ich Gottes Hand über all dem. Das kann ich heute wirklich sehen. Ich werde Gott für immer dankbar sein, dass ich vor sechs Monaten nicht freigelassen wurde. Ich wollte befreit werden, aber ich sehe jetzt, dass ich nicht bereit dafür war. Ich wäre voller Angst und Sorge herausgekommen. Ich hätte zu allen Kindern Gottes da draußen gesagt: „Seid vorsichtig, geht nicht ins Gefängnis! Seid vorsichtig, lasst das nicht mit euch geschehen!“
Ich hätte allen nur Angst eingejagt; es hätte niemandem außerhalb dieser Mauern geholfen.
Gott hat mich über das Leiden und viele andere Dinge, die ich lernen musste, auf eine Weise gelehrt, die ich sonst nie erfahren hätte. Jetzt kann ich dich einladen, mich auf dieser Reise zu begleiten und die Wahrheit zu hören, die Gott mir offenbart hat. Ich bete, dass sie in deinem Leben eine tiefe Wirkung entfaltet und dich auf das vorbereitet, was auf dich zukommt.
Dieses Buch wird voll mit dem Wort Gottes sein. So schön Zeugnisse auch sind, wir müssen auf das Wort Gottes bauen.
Das Wort Gottes ist unser festes Fundament, und durch das Wort Gottes stehen wir.
Es ist das Wort Gottes, das unseren Glauben wachsen lässt. Und wir brauchen den Glauben zusammen mit der Hoffnung und der Ausdauer, um den Lauf, der vor uns liegt, zu beenden, besonders in der Zeit, in der wir leben.
Ich hoffe und bete, dass dieses Buch eine spannende Lektüre ist und dir tiefere Einblicke in meine verrückte Reise gibt, damit du stark bist und standhaft bleibst in den Tagen der Prüfungen und Bedrängnisse, von denen die Bibel sagt, dass sie über die ganze Erde kommen. Ich weiß, dass Gott mich als Pionier berufen hat, vorauszugehen und anderen den Weg zu bereiten – ja, den Weg für die Menschen, die später folgen, leichter zu machen.
Im Moment erleben nur einige wenige Verfolgung. Gott hat uns jedoch gezeigt, dass bald viele sie erleben werden und am Ende schließlich alle, die Christus als seine Jünger nachfolgen.
Gerade jetzt sehen wir, wie die Ernte reif wird. In Matthäus 13 lesen wir, wie Weizen und Unkraut Seite an Seite aufwachsen. Jesus sagte, dass es so bleiben würde bis zum Tag der Ernte, an dem er das Unkraut nehmen, es ins Feuer werfen und den Weizen in die Scheune sammeln würde. Das ist es, worauf wir jetzt zusteuern.
Jesus erzählte der Menge noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Eines Nachts, als alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut zwischen den Weizen und machte sich davon. Als dann die Saat aufging und Ähren ansetzte, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Arbeiter zum Gutsherrn und fragten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt jetzt dieses Unkraut? – Ein Feind von mir hat das getan, gab er zur Antwort. Die Arbeiter fragten: Möchtest du, dass wir hingehen und das Unkraut ausreißen und einsammeln? – Nein, entgegnete der Gutsherr, ihr würdet mit dem Unkraut auch den Weizen ausreißen. Lasst beides miteinander wachsen, bis die Zeit der Ernte da ist. Dann werde ich zu den Erntearbeitern sagen: Reißt zuerst das Unkraut aus, sammelt es ein und bündelt es, um es zu verbrennen; und dann bringt den Weizen in meine Scheune! (Mt 13,24-30).
Der Weizen und das Unkraut werden beide gerade reif. Sie werden weiß, und wir können immer deutlicher den Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit, Gut und Böse, den Kindern Gottes und den Kindern Satans erkennen. Ich bin mir sicher, dass den meisten von euch in den letzten Jahren die Augen geöffnet wurden angesichts all der Verrücktheiten, die auf der Welt passieren. Das wird immer mehr zunehmen, bis zum Tag der Ernte, wenn unser Herr wiederkommt. Ich glaube, Gott hat mich dazu berufen, euch vorzubereiten und bereit zu machen.
Gott segne dich und heiße dich willkommen auf dieser spannenden Reise, die ich hier in meiner Zelle im Baker County Detention Center geschrieben habe.
Torben SøndergaardEin Jünger Jesu Christi
1 Abkürzung für „Immigration and Custom Enforcement“, eine US-amerikanische Polizeibehörde, die sich unter anderem mit illegaler Einwanderung beschäftigt (Anm. d. Übers.).
Ich würde diese Reise gerne in Dänemark beginnen, wo ich herkomme.
Ich wurde 1995 ein Jünger Jesu, heiratete im Jahr darauf meine fantastische Frau Lene und bin seit 1999 bis heute im Vollzeitdienst tätig, zuerst als Gemeindegründer in verschiedenen Städten Dänemarks und dann als Evangelist.
Von 2002 bis 2004 war ich oft im dänischen Fernsehen zu sehen, um das Evangelium zu predigen und für kranke Menschen zu beten. Gott hat in dieser Zeit viele wunderbare Dinge getan, und viele Leben wurden verändert.
Aber von 2005 bis etwa 2011 führte Gott uns durch unsere erste große Wüstenzeit. Es war eine Zeit der Prüfung und des Leids, aber auch eine wunderbare Zeit mit Gott, in der er ein neues Werk in unserem Leben tat. Die letzten neun Monate, in denen ich hier in Amerika eingesperrt war, erinnern mich an diese Zeit, aber jetzt ist es noch viel schwieriger als damals.
Doch wie wir in der Bibel lesen, glaubte David, als er einem Riesen namens Goliath gegenüberstand, dass er ihn töten könnte. Warum? Weil David schon gegen einen Löwen und einen Bären gewonnen hatte. Und weil er diese beiden Siege schon errungen hatte, besaß David bereits Vertrauen, als er diesem Riesen gegenüberstand.
Da sagte David zu Saul: Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater. Wenn dann ein Löwe oder ein Bär kam und ein Schaf von der Herde wegtrug, so lief ich ihm nach und schlug auf ihn ein und entriss es seinem Rachen. Erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei seinem Bart, schlug ihn und tötete ihn. So hat dein Knecht den Löwen und den Bären erschlagen. Und diesem unbeschnittenen Philister soll es genauso ergehen wie einem von ihnen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt hat! Und David fuhr fort: Der HERR, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären gerettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters retten. Und Saul sagte zu David: Geh hin, der HERR sei mit dir! (1 Sam 17,34-37).
Diese früheren Schlachten in unserem Leben bereiten uns auf die nächste große Schlacht vor, die uns auch auf noch größere Schlachten vorbereiten wird. Meine Frau und ich und viele andere Gläubige haben das immer wieder erlebt, und das ist der Grund, warum wir auch jetzt noch zu Gott stehen und an ihn glauben. Eine stärkere Beziehung zu Gott, ein erneuerter Geist und ein besseres Verständnis dafür, was es bedeutet, ein Jünger Christi zu sein, werden das Ergebnis sein. Ja, wir glauben, dass wir bei all dem eine Menge Wahrheit lernen werden.
Vor Jahren hat Gott in einer schwierigen Zeit viele neue Dinge in unserem Leben getan. Eines Tages sagte er zu mir: „Torben, wir brauchen Pioniere. Gründe eine Pionierschule.“
Aus diesem Wort entstand unsere kostenlose Online-Pionierschule, die inzwischen von Zehntausenden von Menschen gesehen und in viele Sprachen übersetzt wurde und durch die Tausende von Leben verändert wurden.
Aus dieser Pioneer Training School gingen viele neue Dinge hervor: Wir reisten um die Welt, veranstalteten Trainingswochenenden und gründeten Trainingsschulen, und es entstand eine Bewegung, die bis heute auf der ganzen Welt wächst. In den letzten vier Jahren, in denen ich in Amerika war und nicht außerhalb des Landes reisen konnte, gab es Pioneer Training Schools in über dreißig Ländern – in Polen, Spanien, Deutschland und ganz Europa sowie in Russland, der Ukraine, Kasachstan und anderen Ländern des ehemaligen Sowjetblocks, aber auch in Neuseeland und Argentinien – ja, überall auf der Welt wächst die Bewegung. Seit 2016 haben wir außerdem drei Filme veröffentlicht, die von Millionen von Menschen gesehen wurden, sowie Bücher, die in über dreißig Sprachen übersetzt wurden.
Gott hat gewirkt; wir haben in dieser verrückten Wüstenzeit fantastische Früchte gesehen. Viele Menschen auf der ganzen Welt wurden befreit, um Christus zu folgen und täglich Frucht zu bringen. Wir glauben fest daran, dass Jesus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Und wenn er gestern, heute und für immer derselbe ist, dann ist auch der Heilige Geist heute und für immer derselbe. Was wir in der Apostelgeschichte über die Urgemeinde und ihr Leben lesen, ist auch heute noch dasselbe. Es ist der gleiche Heilige Geist, die gleiche Kraft, das gleiche Evangelium, die gleiche Frucht und die gleiche Verfolgung. Die Wahrheit, die Gott in dieser Zeit offenbart hat, hat mich nicht mehr losgelassen.
Im Jahr 2015 haben wir das Jesus Hotel in Dänemark gegründet. Ein berühmter dänischer Fußballspieler namens Peter Rasmussen war einige Jahre zuvor durch unsere Videos zum Glauben an Jesus gekommen. Er kaufte ein Mini-Hotel, das wir als Ausbildungsstätte nutzen konnten, und zu dieser Zeit begannen die Dinge zu wachsen, als wir unseren ersten Film, The Last Reformation: The Beginning, veröffentlichten. Menschen aus ganz Europa und der Welt kamen zu uns, um sich als Jüngerinnen und Jünger Christi ausbilden zu lassen, was wirklich wunderbar war.
Als der Hoteldienst wuchs, fragte das dänische Fernsehen an, ob sie mir folgen und eine Sendung über Buße und Umkehr machen könnten und darüber, wie Menschen im Glauben wandeln und das Leben leben können, das wir lebten. Wie die Bibel sagt, hätte ich aufmerksamer sein sollen, denn die Welt wird uns hassen, wie Jesus sagte, und wir sind aufgerufen, auf der Hut zu sein. Aber damals hatte ich nur positive Erfahrungen mit dem dänischen Fernsehen gemacht, also war ich unvorsichtig und sagte ja. In den nächsten anderthalb Jahren filmten sie, was wir taten.
Alles explodierte auf eine gute Art und Weise. Das Jesus Hotel und die Ausbildungsschule waren ein solcher Erfolg, dass viele aus der ganzen Welt kamen, aber das brachte auch Verfolgung mit sich.
Die Feuerwehr kam, um uns zu überprüfen. Die Polizei wollte unsere Pässe kontrollieren, weil sie gehört hatte, dass bei uns Einwanderer ohne Papiere arbeiten. Der Brandinspektor, die Lebensmittelkontrolle und so viele andere Leute kamen, um uns zu überprüfen, weil sie dachten, dass etwas nicht stimmt. Doch alles war so, wie es sein sollte. Aber schon nach kurzer Zeit wurde der Laden zu klein für uns.
Also fand der Fußballspieler Rasmussen einen prominenteren Ort, den wir bekommen konnten: ein sechzigtausend Quadratmeter großes, altes Internat, und wir zogen dorthin. Wir hatten Menschen aus über fünfunddreißig Nationen gleichzeitig in unseren Bibelschulen. Zur selben Zeit fand zwei Monate lang die so genannte „Lukas-10-Schule“ und eine dreiwöchige Pionierschulung statt.
Dann nahm die Verfolgung noch mehr zu und wurde immer persönlicher. Einmal kamen Regierungsbeamte und wollten sich unsere Kinder ansehen und mit ihnen reden. Das passierte während einer Männerreise, die ich leitete. Eine unserer Ausbildungsstätten nahm Männer mit auf einen Ausflug, bei dem wir zehn Meilen in den Wald liefen und im Freien schliefen. Während wir zelteten, schlachteten wir Hühner, die wir mitgebracht hatten, und aßen sie zum Abendessen. Wir verbrachten Zeit damit, Gott anzubeten und mit ihm zusammen zu sein, schliefen im Wald und fuhren dann wieder nach Hause. Es war ein guter Survival-Trip für Männer, bei dem es um Gemeinschaft und Jesus ging.
Aber ein paar Tage später kamen zwei Frauen im Auftrag der Behörden zu uns nach Hause und wollten mit meinen Mädchen reden. Warum? Weil ich auf einem Männertrip gewesen war und ein Huhn geschlachtet hatte.
„Aber es ist nicht illegal, ein Huhn zu schlachten“, sagte ich ihnen.
„Nein, aber wir müssen trotzdem mit deinen Mädchen reden.“
„Ja, aber es ist nicht schlimm, ein Huhn zu schlachten. Es ist nicht illegal, Hühner zu essen.“
„Nein, aber wir müssen trotzdem mit deinen Mädchen reden.“
„Aber unsere Mädchen waren nicht auf der Reise. Es waren nur Männer. Es war ein Männerausflug“, sagte ich.
„Ja, aber wir müssen noch mit deinen Mädchen reden.“
Die Dinge machten keinen Sinn und wir machten uns Sorgen, dass sie uns die Mädchen wegnehmen könnten. Einer der Hauptgründe war unsere Entscheidung, unsere Mädchen zu Hause zu unterrichten. Das war in Dänemark noch nicht weit verbreitet. Zu dieser Zeit gab es in ganz Dänemark nur etwa vierhundert Kinder, die zu Hause unterrichtet wurden. Wegen dieses Besuchs gaben wir den Hausunterricht auf und schickten unsere Tochter auf eine christliche Privatschule, in der Hoffnung, dass die Regierung uns dann in Ruhe lassen würde.
Dann, im Januar 2019, explodierte alles. Das dänische Fernsehen, das uns schon seit eineinhalb Jahren folgte, brachte drei Sendungen über uns heraus. Es handelte sich um einen staatlichen Fernsehsender, der größte in Dänemark, und jetzt brachten sie drei Sendungen zur Hauptsendezeit über uns, die alle drei ziemlich schlecht waren. Als das passierte, ging alles in die Luft. Ich war nicht nur dreimal in diesem Monat im Fernsehen, sondern in den nächsten drei Wochen über siebzehn Mal. Neben den Sendungen, die sie erstellt hatten, war ich auch immer wieder in den Nachrichten zu sehen, und viele andere Sendungen und Zeitungen haben ebenfalls darüber berichtet.
Die Sendungen waren böse und manipulativ, sie sollten den Menschen Angst einjagen und mich angreifen. Nach jeder Sendung wurden Politiker und Regierungsvertreter interviewt, die darüber sprachen, dass sie mich aufhalten müssten und dass das Land Gesetze brauche, um mich zu stoppen. Das war in vielerlei Hinsicht sehr manipulativ. Sie versuchten zum Beispiel, uns in den Sendungen mit anderen Diensten in Verbindung zu bringen, in denen Leute schreckliche Dinge getan hatten.
Ein Pastor hatte vor Jahren wegen Missbrauchs im Gefängnis gesessen, was damals eine große Geschichte war. Ein anderer Evangelist hatte ein paar sehr üble Affären, was in Dänemark sehr bekannt wurde. Und jetzt brachten sie mich in diesen Sendungen mit diesen Kerl in Verbindung, obwohl ich nichts mit ihm zu tun hatte.
Nach jeder Sendung kamen Hunderte von Hass-E-Mails. Ich erhielt Nachrichten wie: „Torben, du musst wieder ins Gefängnis gehen“, aber ich war nie im Gefängnis gewesen. „Torben, du musst aufhören, Frauen zu missbrauchen“, aber es waren andere Pastoren, die das getan hatten.
Die Leute konnten nicht unterscheiden, wer wer in diesen Programmen war.
Ein Teil der Sendung, in dem es um Dämonen und Befreiung ging, wurde so geschnitten, dass ein völlig anderes Bild von dem vermittelt wurde, was wirklich passiert, wenn Menschen frei werden. Sie drehten den Lärm auf und ließen die Befreiung schrecklicher und entsetzlicher aussehen, als sie war, und zeigten nie die absolute Freude und Freiheit, die auf die Befreiung folgten. Stattdessen ließen sie es so aussehen, als ob die Menschen durch die Erfahrung geistig missbraucht worden wären. Ich wurde durch diese Befreiungen als Kinderschänder gebrandmarkt.
Zusammen mit diesen Sendungen und den Nachrichten haben sie es geschafft, die Einstellung der Menschen in Dänemark zu verändern und es uns sehr schwer zu machen, weiterhin zu dienen. Das Gerede über neue Gesetze, die die Menschen vor Diensten wie dem unseren schützen sollten, wurde immer lauter.
Sie diskutierten auch darüber, den Kinderschutzorganisationen mehr Macht zu geben, damit sie Kinder aus den Familien herausnehmen können, die durch die „Praktiken“ unseres Dienstes geschädigt wurden.
Es ist schwer zu erklären, wie dunkel und böse es war, vor allem, als sie anfingen, darüber zu reden, die Kinder wegzunehmen. Wir waren sehr nervös und besorgt, dass sie uns die Kinder wegnehmen.
Am 9. Januar 2019 war die Sendung, die an diesem Abend ausgestrahlt wurde, so schlecht, dass alles für mich dunkel wurde, als ich sie sah. Ich dachte: „Ich bin am Ende. Ich bin am Ende. Jetzt ist es vorbei. Ich kann nie wieder einen Dienst tun. Niemand würde mich jemals mehr ernst nehmen.“
Irgendetwas brach tief in mir zusammen, und ich war verzweifelt. Ich weiß noch, wie ich auf ein Feld in der Nähe unseres Hauses rannte, weinte und zu Gott schrie: „Gott, wie kann das geschehen?“
Und da geschah etwas. Gott sagte zu mir: „Torben, schau mich an.“ Und ich dachte nur: „Was?“
„Sieh mich an. Ja, du wurdest im nationalen Fernsehen für alle sichtbar ins schlechteste Licht gerückt, aber sieh mich an. Ich hing nackt am Kreuz.“
An diesem Abend erlebte ich das Schlimmste, was ich je erleben musste, aber es war nichts im Vergleich zu Jesus, der nackt ans Kreuz genagelt wurde. Am selben Abend hatten wir eine Gemeinschaft, in der ein Freund über Jesus und das Leiden sprach.
Er sagte: „Torben, Menschen haben im Schmerz eine stärkere Beziehung zueinander als in der Freude. Nehmen wir zum Beispiel an, eine Frau hat ein Kind verloren. In diesem Fall können die Leute um sie herum sagen: ‚Wir verstehen dich, wir können das nachvollziehen.‘ Aber wenn sie dann eine andere Frau trifft, die auch ein Kind verloren hat, können diese beiden eine innige Gemeinschaft haben und sich auf eine Art und Weise miteinander verständigen wie keiner von uns.“
„Oder Menschen, die im Krieg waren“, fuhr er fort, „wenn eine Person im Krieg war und einen Freund verloren hat und dann später eine andere Person trifft, die auch im Krieg war und einen Freund verloren hat, auch wenn es nicht derselbe Krieg ist, können sie trotzdem eine Beziehung zueinander aufbauen, wie es sonst niemand kann. Und warum? Weil man sich mit jemandem, der leidet und Schmerzen empfindet, besser versteht als mit jemandem, der sich freut und dem es gut geht.“
Das rückte alles in eine neue Perspektive. Ich sah in einem neuen Licht, was Jesus erlebte und was es für ihn bedeutete, als er am Kreuz starb. In Hebräer 12,2-3 heißt es: „Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt, und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Weil Jesus wusste, welche Freude auf ihn wartete, nahm er den Tod am Kreuz auf sich, und auch die Schande, die damit verbunden war, konnte ihn nicht abschrecken. Deshalb sitzt er jetzt auf dem Thron im Himmel an Gottes rechter Seite. Wenn ihr also in der Gefahr steht, müde zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von sündigen Menschen angefeindet, und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren.“
Der 9. Januar wurde zu einer besonderen Zeit mit Jesus. Aber am 24. Januar änderte sich alles, als ein Freund mich anrief und mir sagte, wie ernst die Lage für uns sei. Ich wusste sofort, dass wir Dänemark verlassen mussten. Also verabschiedeten wir uns innerhalb von zwei Tagen von einigen der Menschen, die uns am nächsten standen, und von Lenes Eltern (meine Eltern waren ein paar Jahre zuvor gestorben) und verließen Dänemark in Richtung Amerika.
Ich stand unter Schock, als wir den Amsterdamer Flughafen Schiphol in den Niederlanden betraten. Alles war so schnell gegangen. Ich konnte nicht verstehen, wie das passieren konnte. Ich war so stolz darauf gewesen, Däne zu sein. Seit über zwanzig Jahren war ich in fünfundvierzig Ländern im Dienst unterwegs und hatte noch nie solche Probleme gehabt.
Ja, ich hatte Verfolgung erlebt, wie andere Menschen auch.
Ja, ich hatte Leute gegen mich, die Lügen verbreiteten.
Aber ich hatte noch nie etwas auf dieser Ebene erlebt und ich konnte nicht verstehen, dass es so weit kommen konnte.
Hätte man mir noch vor ein paar Monaten gesagt: „Torben, hättest du dir jemals vorstellen können, dass es so weit kommen könnte, dass du wegen der Verfolgung für das Evangelium aus deinem Land fliehen musst?“
Ich hätte gesagt: „Nein, nicht Dänemark! Dänemark ist ein gutes Land. Das wird hier nie passieren.“ Aber es passierte, und wir verließen deshalb Europa in Richtung Amerika.
Während ich so unter Schock stand und betete, sprach Gott wieder zu mir. (Ich möchte an dieser Stelle hinzufügen, dass ich die Worte „Gott sprach zu mir“ nicht leichtfertig verwende, und es ist nicht so, dass ich die Stimme Gottes oft höre. Es war keine hörbare Stimme, aber ich habe gelernt, seine stille, sanfte Stimme zu erkennen, und manchmal weiß man es einfach.) Er sagte: „Ich sende dich nach Amerika, um mein Volk bereit zu machen, denn mein Volk ist nicht bereit für das, was kommen wird. Mein Volk ist nicht bereit für das, was auf Amerika zukommt, also sende ich dich dorthin, um dabei zu helfen, sie vorzubereiten.“
Am 26.Januar kamen wir auf dem Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport in Atlanta, Georgia, an. Ich weiß noch, wie nervös wir waren: Wir waren in einem neuen Land und hatten noch nicht entschieden, ob wir in irgendeiner Weise Asyl beantragen würden. Wir mussten einfach nur weg und hofften, dass sich die Sache irgendwie beruhigen würde, damit wir nach Hause nach Dänemark zurückkehren konnten.
Vier Jahre später sitze ich nun hier im Baker County Detention Center, bin wieder einmal schockiert und überrascht und denke: „Wie kann dies alles geschehen?“
Die Welt verändert sich tatsächlich, und ich weiß nicht, was auf uns zukommt. Aber ich möchte sagen, dass ich damit einverstanden bin. Als ich inhaftiert wurde, hatte ich keine Ahnung, wie verrückt diese Reise sein würde und dass ich immer noch hier sein würde. In vielerlei Hinsicht bin ich froh, dass ich das alles nicht wusste, denn es wäre zu viel für mich gewesen, zu wissen, dass ich so lange hier sein würde. Aber ich weiß, dass Gott die Kontrolle hat und ich muss ihm einfach vertrauen.
Ich habe gelernt, einen Tag nach dem anderen zu nehmen, wie Jesus es in Matthäus 6,31-34 sagt: „Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um diese Dinge geht es den Heiden, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel aber weiß, dass ihr das alles braucht. Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben. Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag! Der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last mit sich bringt.“
Ja, jeder Tag hat genug eigene Probleme. Deshalb müssen wir lernen, uns keine Sorgen zu machen, sondern stattdessen das Reich Gottes zu suchen, in unserem Glauben stark zu bleiben und zu lernen, dass Gott die Kontrolle hat. Das ist nicht immer einfach. Es bedeutet, loszulassen und Gott täglich alles zu überlassen.
Während ich dir das schreibe, höre ich Lärm vor meiner Zellentür. Ich gehe hinaus, um zu sehen, was los ist, und da findet ein Kampf statt. Normalerweise sind die Kämpfe hier nicht körperlich. Es ist meistens Geschrei und Gebrüll. (Ich war bei drei dieser Schlägereien dabei, nicht weil ich geschrien, gebrüllt und geflucht habe, sondern weil die Leute auf mich losgegangen sind.) Aber heute wurde ich Zeuge einer körperlichen Auseinandersetzung.
Es endete damit, dass jemand eine andere Person auf den Kopf schlug. Vier Beamte kamen herein und wir wurden alle in unsere Zellen gesperrt.
