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4 Mal Gold, 4 Mal Silber, 4 Mal Bronze! Die Erfolgsstory der deutschen Nationalmannschaft, eingebettet in die Geschichte der Fußballweltmeisterschaft. - Eine Hommage "Ausnahmsweise muss das Eckige (das Buch) in das Runde (den Kopf)." Plator "Eine Hommage? - Nee, ein Gedicht!" A. Möller
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2018
Worldcup 2018
Liebe Leser,
mag der Fußball nicht jedermanns Geschmack sein, so zieht die Weltmeisterschaft doch alle vier Jahre Männlein und Weiblein, alt und jung in ihren Bann. Tausende reisen hin, trotz aller Mühen vor Ort, Abermillionen hocken daheim gebannt vor ihren Fernsehern und bekunden bereits nach den Anfangsminuten selbstsicher Sieg oder Niederlage, richtige Taktik und falsche Schiedsrichterentscheidung. Deutschland sieht sich bei aller Zerrissenheit im täglichen Leben einig: im Erfolg über Jogis Wertschätzung, umgekehrt beim vorzeitigen Ausscheiden über seine und der Spieler mangelnde Qualitäten – so viel Bundestrainer kann der DFB niemals einfordern, wie sich zehn oder zwanzig oder gar dreißig Millionen selber einordnen. Wie mitreißend! Aber auch wie erschreckend!
Wir sehnen uns nach Worldcup-Tagen,
nach Abwechslung mag niemand fragen.
Ein jeder tippt nach bestem Wissen,
dass Deutsche wieder siegen müssen.
Seit Neunzehndreißig Uruguay
ist banges Zittern stets dabei.
Schon viermal fand der DFB
den Worldcup-Titel-Sieger-Dreh.
Auch wenn Zweiachtzehn einmal mehr
für Jogis Team wird richtig schwer,
so halten wir vier lange Wochen
die Siegeszuversicht am Kochen.
Und steht der fünfte Titel fest
gefolgt dem Spruch: BEST NEVER REST!
bangt flugs die ganze Fußball-Schar
gen Richtung Worldcup in Katar!
Das vorliegende Booklet zeigt, mit viel Liebe und Sachverstand von ‚Gerd Forahn‘ in Versform umgesetzt, die Entwicklung der Weltmeisterschaften vom ersten Start 1930 in Uruguay (damals noch ohne Deutschland) bis zu den vor uns liegenden Tagen in Russland.
Man erinnert sich gerne…
Viel Spaß beim Lesen und bei der WM
Rainer Holzschuh
Herausgeber Kicker
Vorwort
Vorspiele
1954
1966
1974
1982
Halbzeitpause (Pelé, Pelé, Pelé + Oranje-Double)
1986
1990
2002
2014
Vergessenes, Nachspiele und Ausblicke
Nachwort
Schon vom All sieht man‘s genauer -
großer Ball und kleine Mauer.
So schien es immer sonnenklar,
dass dieses Spiel besonders war.
Das Ringelreih‘ mit Fuß und Hand -
zuerst vollführt im Engelland.
Stürmer heißt auf Englisch: forward -
passt ja trefflich - für ein Vorwort!
(Spricht man’s Deutsch aus, liest’s sich Forward -
und den Kreis schließt hier der Torwart.)
Herr Woolfall hieß der Fifaboss,
der 1908 beschloss,
dass jener Sport dazu gehört! -
Und niemanden hat’s schwer empört.
Verbreitet sich gar rasend schnell:
„Olympia - jetzt offiziell!“
Das runde Leder folglich rollt
beim Kampf um Bronze und auch Gold.
Briten dürfen‘s zweimal feiern,
dann wird’s hier auf Erden bleiern…
…mit Belgien geht’s wieder los;
und wer stoppt diese Urus bloß?
In Himmelblau wird meist gelacht -
sie sind die erste Fußballmacht!
Jeder Spaß hat seine Dauer -
Fußballprofis werden sauer!
Sie bleiben nämlich außen vor,
wenn Amateure zieh’n zum Tor.
Wer kümmert sich um den Betreff?
Monsieur Rimet, der höchste Chef.
Er handelt wie er handeln muss
und fasst ‘nen weisen Endbeschluss:
„Wir spielen eine Meisterschaft,
wo alle Welt mit vollster Kraft -
mal hier, mal dort, landauf, landab -
erringen möcht‘ den größten Cup!“
-
So geschieht es 19 30 -
glaubt mir Leute, denn das weiß ich -
dass 13 Teams beisammen sind,
zu taufen unser liebstes Kind:
Der Weltpokal im Fußballsport!
Nun lest genau, ich fahre fort:
Eröffnungsspiel im tiefen Schnee;
Franzosensieg in Übersee!
Beim ersten Tanz in Uruguay
ist Alemania nicht dabei.
Sie richten’s aus und siegen auch -
so Mancher macht sich das zum Brauch.
Beispielsweise vier Jahr‘ später
wird Italien erstmals Täter.
Auch die Squadra siegt zu Hause
bis zum Titel ohne Pause.
(Deutsche Elf nutzt erste Chance;
schlagen Austria um Bronze.
Im allerersten(!) deutschen Spiel
tatsächlich gleich ein Hattrick fiel.)
In Frankreich stieg das letzte Ding
bevor die Welt das Feuer fing.
Und eh‘ man’s an den Nagel hing,
der Pott erneut zum Stiefel ging.
(Die Schweiz hat zweimal reichlich Kraft;
besiegt die deutsche Mischmannschaft.)
Der Erdenball scheint jetzt verflucht,
erfolglos man nach Spiele(r)n sucht.
Alle Welt will nicht mehr spielen,
lieber auf den Gegner zielen…
19 50 geht es weiter
und das Heimteam wird „nur“ Zweiter.
