Abenteuer im Räuberwald - Karin Deuster - E-Book

Abenteuer im Räuberwald E-Book

Karin Deuster

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Beschreibung

In den ausgedehnten Wäldern des Schwarzwaldes verbreitet der Räuberhauptmann Hannikel mit seiner Räuberbande Furcht und Schrecken. Doch davon ahnen die Geschwister Mathilda und Franz nichts, als sie mit ihren Eltern in einer Kutsche den Schwarzwald bereisen. Plötzlich stecken sie mittendrin in einer turbulenten Räubergeschichte. 200 Jahre später. Die pferdebegeisterte Sophia zieht mit ihrer Familie in eine alte Sägmühle im Schwarzwald. Dort kommt sie zusammen mit ihrem neuen Freund Felix etwas Unglaublichem auf die Spur. Denn irgendwie hängen die Ereignisse aus den verschiedenen Jahrhunderten auf rätselhafte Weise zusammen …

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 64

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Karin DeusterAbenteuer im RäuberwaldEin Schwarzwald-Krimizum Miträtseln

Karin Deuster wurde 1967 in Stuttgart geboren und verbrachte ihre Kindheit in Bietigheim-Bissingen. Mit ihrer Familie lebt sie heute in einem beschaulichen kleinen Schwarzwalddorf in einer umgebauten Sägmühle. Sie veröffentlichte mehrere Kinderbücher zum Teil mit heimatgeschichtlichen Bezügen.

www.boesinger-saegmuehle.de.

Karin Deuster

Abenteuer imRäuberwald

Ein Schwarzwald-Krimizum Miträtseln

© 2019 Karin Deuster

Umschlag, Illustration: Karin Deuster

Lektorat: tredition GmbH

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback

978-3-7482-8727-8

Hardcover

978-3-7482-8728-5

E-Book

978-3-7482-8729-2

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Überall gibt es Spannendes zu entdecken.

Man muss nur die Augen offen halten.

Inhalt

Einsame Wälder

Die alte Sägmühle

Arbeitseinsatz

Umbau

Eine aufregende Entdeckung

Das neue Zuhause

Überfall!

Das Backhausfest

Das geheimnisvolle Papier

Spaziergang zur Ruine

Der unheimliche Besucher

Nachforschungen

Feuer!

Felix‘ Geheimnis

Auf der Burg

Nächtlicher Ausritt

Abreise

Flucht mit Folgen

Unerwartetes Ende

Anhang

Einsame Wälder

Mathilda warf einen Blick aus der Kutsche. Lustig tanzten ihre blonden Haarlocken im Fahrtwind. „Wie lange dauert es noch?“

Schon seit einer Stunde fuhren sie auf holprigen Wegen durch Wiesen und Felder. „Nur noch etwas Geduld, wir sind bald da“, antwortete Mathildas Vater Johannes und verfolgte den Weg mit dem Finger auf der Landkarte.

Nach einer Weile bemerkten sie einen glitzernden klaren Bachlauf mit frisch sprudelndem Wasser. „Das hier ist die Waldach“, erklärte der Vater. „Diesen Fluss soll ich mir genau ansehen und Notizen darüber machen, ob er mit Flößen befahren werden kann. Deshalb sind wir in den Schwarzwald gekommen.“ „Kann ich dir bei deiner Arbeit helfen, Vater?“, fragte Franz, Mathildas zwei Jahre älterer Bruder.

„Aber natürlich! Es freut mich, dass du dich so für meine Arbeit interessierst!“, erwiderte Vater Johannes.

Es dauerte nicht lange und ihre Kutsche wurde von dunklen schwarzen Wäldern verschluckt.

„Schwarzwald pur!“, lachte Mutter Margarete. „Genau so habe ich mir das vorgestellt!“

Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt auf schlechten Wegen durch die dunklen Wälder gelangten sie schließlich an eine alte Sägmühle. Nur wenige Häuser standen in der Nachbarschaft.

„Hier muss es sein!“, sagte der Vater. „Hier werden wir die nächsten Tage wohnen.“

Mathilda blickte zweifelnd nach draußen: „Sieht aber ziemlich verlassen und einsam aus.“

Schnaubend blieben die Pferde nach der langen Fahrt vor einem der Häuser stehen. Plötzlich öffnete sich die Türe eines der Fachwerkhäuser. Heraus kam eine ältere Frau und begrüßte sie herzlich: „Guten Tag, die Herrschaften! Hatten Sie eine angenehme Reise? Ihre Zimmer sind schon gerichtet. Kommen Sie bitte herein!“

Nachdem sie ihre Zimmer bezogen hatten, gingen sie gemeinsam in die Wirtsstube, um etwas zu essen.

Mehrere ältere Männer saßen an einem großen runden Holztisch und sahen neugierig zu ihnen herüber. Einer sprach sie an: „Da haben Sie aber Glück gehabt, dass Sie heil hier angekommen sind! Seit einiger Zeit treibt nämlich wieder einmal der Räuber Hannikel mit seiner Bande sein Unwesen. Erst letzte Woche ist ein Bauer in einem Nachbartal überfallen und ausgeraubt worden.“

Mathilda und Franz wurde ganz mulmig zumute und es liefen ihnen kalte Schauer den Rücken hinunter. Räuber gibt es hier? Nein, so hatten sie sich ihre Reise in den Schwarzwald nicht vorgestellt!

Nach der langen und anstrengenden Anreise waren sie hundemüde. Gleich nach dem Essen gingen sie deshalb auf ihr Zimmer und schlüpften nach einer Katzenwäsche ins Bett. Sogleich fielen ihnen die Augen zu.

Doch plötzlich schreckte Mathilda auf. Was war das? Der Mond stand bleich am Nachthimmel und helles Mondlicht fiel in ihr Zimmer. Da war es wieder! Ein leises Kratzen. Mathilda hielt den Atem an. Langsam öffnete sich die Zimmertür und ein Schatten kam direkt auf sie zu. Ein Räuber? Ein Überfall? Sie wollte schon schreien, doch dann lachte sie los: „Mama, hast du mich aber erschreckt!“ Erleichtert fiel sie ihrer Mutter um den Hals.

Mittlerweile war auch Franz aufgewacht: „Was ist denn los?“, murmelte er verschlafen.

„Ihr seid ja schon im Bett?!“, staunte ihre Mutter Margarete ungläubig. „Ich wollte nur noch einmal nach euch sehen. Na dann: Gute Nacht, ihr zwei! Schlaft gut!“ Sie verließ das Zimmer und schloss leise hinter sich die Türe.

Die alte Sägmühle

Zwei Jahrhunderte später …

Erschrocken fuhr ich hoch. „Sophia, wir sind bald da!“ Die Stimme meiner Mutter holte mich in die Gegenwart zurück. Fast wäre ich auf unserer holprig einschläfernden Autofahrt eingenickt. Kein Wunder! Kilometerlang fuhren wir bereits auf einer schmalen, mit unzähligen Schlaglöchern übersäten Straße durch dunkle, ausgedehnte Wälder des Schwarzwaldes. Die Sonnenstrahlen schafften es kaum, das dichte Tannengrün zu durchdringen. Die Landschaft wirkte beinahe gespenstisch.

„Ob es hier früher einmal Räuber gegeben hat?“, schoss es mir plötzlich, einer kurzen Eingebung folgend, durch den Kopf. „Die großen Waldgebiete boten sicherlich gute Versteckmöglichkeiten für zwielichtige Gestalten!“

Doch so flüchtig wie mir der Gedanke gekommen war, so schnell war er auch schon wieder verflogen. Denn nun lichtete sich der Wald und gab die Sicht frei auf eine alte, fast verfallene Sägmühle.

Verträumt lag sie auf einer sonnigen Lichtung mitten im Tannenwald. Sie hatte wohl jahrelang einen Dornröschenschlaf gehalten, denn alle Wege und Teile des Gebäudes waren von Pflanzen und Gestrüpp überwuchert.

Heiß flirrende Luft stand über einem nahegelegenen grünen Blättermeer. Surrend bahnte sich eine Biene ihren Weg über die weitläufigen Wiesen und ein Schmetterling segelte tänzelnd einem unbestimmten Ziel entgegen. Einige Grillen zirpten und in der Nähe plätscherte gemächlich fließend ein Bach. Sonst war es ruhig – fast unheimlich ruhig.

„Und hier sollen wir wohnen?“, fragte ich ungläubig und starrte auf die meterhohen Brennnesseln, die das Gebäude umgaben. „Das ist doch jetzt nicht euer Ernst, oder?“, stellte ich nochmals entrüstet fest.

„Aber die Gegend ist einfach herrlich und so ruhig hier! Und wenn die Wiese erst einmal gemäht, das Haus umgebaut und hergerichtet ist, werden wir ein fantastisches Zuhause haben“, schwärmte meine Mutter dagegen begeistert und ließ ihren Blick über die schier endlosen Wiesen und die angrenzenden Tannenwälder schweifen. „Wir werden dort wohnen, wo andere Leute Urlaub machen. Und denk an die Pferde, Sophia! Sie haben hier große Weiden und den Stall direkt am Wohnhaus.“

Meine Mutter wusste, wie sie mich rumkriegen konnte, denn unsere beiden Pferde Alifa und Mona waren mein Ein und Alles. „Ja!“, musste ich zögernd zugeben, „die Pferde hätten hier tatsächlich ein wunderbares Leben.“ Im Geiste sah ich sie schon mit wehender Mähne frei und glücklich über die Wiese galoppieren. Aber ob ich hier in der Einöde Freunde finden würde, bezweifelte ich sehr.

„Jetzt schauen wir uns doch alles erst einmal in Ruhe und gründlich an“, meldete sich mein Vater nun zu Wort. „Dann werden wir weitersehen und gemeinsam eine Entscheidung treffen, ob dies unser zukünftiges Heim werden soll.“

Wir kämpften uns schließlich durch die hohen Brennnesselfelder bis zum Gebäude vor. „Aua!“, entfuhr es mir plötzlich. „Blöde Brennnesseln!“ Auf meiner Hand ließen sich schon die weißen Pusteln sehen und es tat höllisch weh.

„Na, na, nur nicht so zimperlich, mein Fräulein!“ meinte mein Vater verharmlosend.

Schließlich hatten wir es durch das rankende Grün bis zum Gebäude geschafft und betraten die Sägewerkshalle. Angenehm kühl war es darin, roch aber auch ein bisschen modrig. Unsere Augen mussten sich erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen, denn es gab nur sehr wenige kleine Fenster, die über und über mit Spinnweben überzogen waren und fast kein Licht hereinließen. „Whow, so groß!“, stellte ich fest. Die Halle war riesig. Und überall lag Sägemehl – auf dem Boden, auf den Balken, ja sogar an den Wänden hatte es sich festgesetzt.

„Wir werden hier sehr großzügige Zimmer einbauen können und wenn wir