Beschreibung

Abi - und nun? Das fragen sich viele junge Leute. Viele zieht es ins Ausland. Die Möglichkeiten sind groß - Travel & Work, Freiwilligenarbeit und Praktika, und das auf der ganzen Welt. Wenn man sich nicht entscheiden kann? Macht man einfach alles. Angefangen in Nepal arbeitet sich die Autorin Kulturschock für Kulturschock um den Globus, von Ost nach West, von arm nach reich. Nach dem 26. Mal Abhebens mit dem Flugzeug ist sie 240 Tage später um einige Erfahrungen reicher: Stehklos und Mäuse in einem Waisenhaus in Nepal, fünfmal täglich Reis sowie Exotenstatus in einem kleinen Dorf in Kambodscha, Verkehrschaos in Vietnam. Darauf folgen ein entspanntes Surferleben in Sydney, eine Durchquerung Neuseelands mit Rucksack und Zelt, paradiesische Zustände in Samoa und den Fidschis sowie schließlich die Tätigkeit als Deutschlehrerin für verwöhnte Highschoolkids in einem Vorort von Washington, D.C. Farbenfroh und anschaulich berichtet die Autorin von ihrem Eintauchen in die diversen Kulturen, dem Kennenlernen von Land und Leuten und ihrem Erstaunen über fremde Gebräuche. Das Buch bietet wunderbare Möglichkeiten, sich in die verschiedenen Arten des Reisens einzudenken. Hier gibt es Reisetipps und individuelle Einblicke in verschiedene Sitten, gewürzt mit einer gehörigen Portion Selbstironie, purem Optimismus und Gottvertrauen. Eine Hymne auf die Möglichkeiten, die uns diese Welt bietet, die wunderbare Herzensgüte der Menschen und den Mut, Träume in die Tat umzusetzen.

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Sammlungen



Abi und dann weg

Freiwilligendienst, Working Holiday, Praktikum, Reisen

Asien, Australien, Neuseeland, Südsee, USA

Isabella Naujoks

interconnections

Die Autorin

Isabella Naujoks, Jahrgang 1992, reist für ihr Leben gern.

Fremde Kulturen ziehen sie magisch an. Mit 15 Jahren zog sie los und führte ein Jahr lang das Leben einer typisch amerikanischen Highschoolschülerin in einem Vorort von Washington, D.C.

Wieder zurück kümmerte sie sich um einen türkischen Jungen und arbeitete weiter ehrenamtlich für ihre Austauschorganisation. Vor zwei Jahren wurde das Abi abgelegt, und gleich darauf zog sie mit 18 Jahren acht Monate allein um die Welt. Heute studiert sie Jura in Hamburg.

Wenn sie grad mal nicht das Fernweh packt, macht sie für ihr Leben gerne Fotos, unterhält enge Kontakte zu Ausländern, um ihre Kenntnisse diverser Sprachen zu verbessern, und lebt nach dem Motto "carpe diem". Zu ihren Vorbildern zählt u.a. Tiziano Terzani, der als Spiegel-Reporter jahrelang durch Asien gereist ist. Die Reise hat sie in ihrer Ansicht bestärkt, dass sich Träume verwirklichen lassen.

Impressum

Abi und dann weg

Freiwilligendienst, Working Holiday, Praktikum, Reisen

Asien, Australien, Neuseeland, Südsee, USA

Isabella Naujoks

copyright interconnections Freiburg

ISBN 978-3-86040-256-6, Erste E-Book-Auflage 2016

ISBN 978-3-86040-186-6, Buch, ReiseTops Bd 10

interconnections, Schillerstr. 44, 79102 Freiburg

Tel. +49 761 700 650, Fax +49 761 700 688

[email protected]

www.interconnections-verlag.de

www.reisetops.com

Inhaltsverzeichnis

Abi und dann weg

Einleitung

Jeder Mensch hat einen Traum.

I now walk into the wild

Nepal

Neues Motto: Heat it, peel it, or don't eat it!

Faszination Kathmandu

Schnupperkurs in Nepali

Neue Umgebung, neue Mitbewohner

Ein Lob der Handwerkskunst

„Miss, only one plaay!“

„Zeit“ auf Nepali

Wäschewaschen für Anfänger

Perspektivwechsel

Laptopbestückte Bergkämme

Ausflug nach Manakamana

Leckere Bergziegen

Tihar

Segen ohne Ende

Das Leben ist nicht fair

Ausflug in den Himalaya

Abschied

Namaste, Nepal

Kambodscha

Bammel vor Kambodscha

Phnom Penh im Ausnahmezustand

Rote Khmer

Gastfreundschaft

Nächstes Zuhause

Alles Roger in Kambodscha

Hilfloses Improvisieren

Die spinnen, die Weißen!

Bettelei und böse Buben

Ein Boot ist im Hafen sicher, aber dafür ist es nicht gebaut

Tourismus-Tücken

Minen und andere Gefahren

Ständiger Gewissensbiss

Nervenstrapazen

Ausflug nach Kampuchea

Eintauchen in die Kultur

Tempelalarm

Hindu-Mutti und Bollywood-Barbie

Aufgeben gibt's nicht!

Angkor What?!

Malaria-Alarm

Kambodscha bei Nacht

Erfolg

Neue Heimat

Vietnam

Ankunft!

Da, wo der Pfeffer wächst...

Durchs Verkehrschaos

Millionenstadt

Vietnam: Kitsch, Karaoke, Aberglaube

Touriprogramm

Traum in Wellblech

Betonung und andere Besonderheiten

Ein anderer Lebensstil

Weihnachten auf Vietnamesisch

Krieg

Und wieder ein bisschen Kommerz

Zu Fuß im Stau

Tschüss und Auf Wiedersehen, Asien

Hanoi

Das neue Jahr beginnt

Ende der Magie

Australien, Sydney

Was für ein Leben!

Eine multikulturelle Großfamilie

Surfer's Paradise

Australisches Lebensgefühl

Neuseeland Nordinsel

You gain some, you lose some.

Organisation

Das Abenteuer geht los

Lebensretter

Papas zauberhafte Tomaten

Nichts los

Zweiter Versuch

Freiheitsgefühl mit Schaufel

Das Leben, wie es sein sollte

Vulkane und Nudisten

Kleinfamilie

Abenteuerliches Kaputtauto

Mehr Glück als Verstand

Outdoor-Erfahrung

Fliegende Karnickel

Schicksalsberg

Außenspiegelbaseball

Schwulenclubs und Bitch-Fights

Neuseeland Südinsel

Auf in den Süden

Kajaktour

Verregnete Schokoladenseite der Südinsel

Gletschergekraxel

Gitarrenspiel und Lagerfeuer

Action-Hauptstadt

Aotearoa

Fjorde über Fjorde

Mehr Tiere als Menschen

Der Osten

Erschütterte Stadt

Working-Holiday-Freuden

Work & Travel Mafia

Aufbruchsstimmung

Wale

Hummeln im Hintern

Resumée

Samoa

Das Paradies

Samoanische Bus-Erfahrung

Südpazifische Exotik

Die Seele baumeln lassen

Fidschi

Touristenmekka

Amerika

Amerikanisches Tiefkühlleben

Erste Kulturschöcke

Epizentrum des Tourismus

Typischer Samstag eines Teenagers

If you're going to San Francisco …

Der berühmte Highway One

Going through San Francisco

Kleine Prinzen

Praktikum an der High School

Meine amerikanische Desillusionierung

Countdown

Wieder amerikanisch leben

Die zwei Gesichter Amerikas

Alles hat ein Ende…

Das Leben pulsiert

Angesteckt vom schnellen Lebenstakt

Home sweet home

Der Weg war das Ziel.

Der harte Boden der Realität

Anhang

Buch- und Filmtipps

Nepal

Kambodscha

Vietnam

Neuseeland

Die USA

Zum Reisen generell:

Glossar

Zu guter Letzt

Abi und dann weg

Einleitung

Jeder Mensch hat einen Traum.

Manche möchten sich ein teures Auto kaufen, manche ein erfolgreicher Musiker werden.

Ich möchte einmal um die Welt reisen.

Das Wort „Weltreise“ hatte für mich seit langem einen faszinierenden Klang. „Weltreise“, das klingt nach Abenteuer, fremden Kulturen und Exotik, Palmen, weißen Sandstränden, Chaos und Tempel. Menschen, die anders aussehen, anders sprechen, anders reagieren und anders denken als ich. Kurzum: Alles anders.

Voller Unruhe und Zweifel stellten sich alle möglichen Befürchtungen ein, und ich wälzte böse Gedanken. Warum konnte ich mir nicht etwas Einfacheres aussuchen? Mache ich wirklich das Richtige? Was ist, wenn? Wenn mir das alles nicht gefiele, alles eine große Enttäuschung werden würde? Wenn ich mit den fremden Sprachen nicht klarkäme, einsam und mit Heimweh im Hotelzimmer hocken würde, das Essen verabscheuen oder die hygienischen Bedingungen mir über den Kopf steigen würden? Was, wenn ich mir Malaria einfinge und alleine in einem ganz und gar schrecklichen Krankenhaus auf meine Diagnose wartete?

Schließlich waren die ganzen, langen Wochen voller Visumsanträge, Flugsuche und Überzeugungsarbeit nicht umsonst. Während einige meiner Freunde an verschiedenen Unis anfangen, als Au-pair nach England oder Italien gehen oder ein freiwilliges soziales Jahr in Indien ableisten, mache ich mich bereit, von Land zu Land zu reisen. Mit einer gehörigen Portion Ungewissheit, aber auch unglaublich viel Spannung und Vorfreude naht die Abreise.

Morgen fliege ich in die Dritte Welt, nach Kathmandu, Nepal.

I now walk into the wild

Okay, vielleicht übertrieben, aber der große Tag ist gekommen. Ein Tag, den ich nie vergessen werde. Die ganzen Monate voller Vorbereitungen stecken in einem dicken Ordner voll wichtiger Papiere; die ganze mühevolle Arbeit wird endlich eingelöst.

Als ziemlich sentimentale Person habe ich eine Menge Vorarbeit geleistet und abends still und heimlich im Bett geweint, ganze Wochen, in denen ich vor Aufregung fast nicht schlafen konnte. Wie immer mache ich mir viel zu viele Sorgen, aber lieber zu viel als zu wenig – so bin ich geistig auf fast jede Situation vorbereitet! Oft überkommen mich Selbstzweifel. Gehe ich nicht viel zu naiv an diese ganze Sache heran? Aber mit Offenheit und Neugier sollte fast alles zu bewältigen sein. Ich erwarte einen Haufen an Erlebnissen in Form von Kulturschocks, wie zum Beispiel das Opferfest in Kathmandu, wo gerade Autos mit Tierblut beschmiert werden. Ich bin gefasst auf Einsamkeit, vielleicht Langeweile, Sehnsucht, weiß, das Montezumas Rache und Übelkeit sicher sind, ferner ein sich Sichfremdfühlen sowie Stehklos. Am Flughafen von Abu Dhabi, lausche ich arabischen Anweisungen. Neben mir ein Mann in arabischer Kutte, komplett in Weiß und barfuß. Das macht mich jetzt schon neugierig! Ich will die Welt erkunden, tolle Menschen kennenlernen, Paul Herrmann – meinen Schutzengel – vor Denkmälern fotografieren, auf einem Hügel den „Into-the-Wild Schrei“ loslassen und Leben verändern, auch das meine. Für diverse Hilfsprojekte stehen mir 2.900 Euro an Spenden zur Verfügung, die ich bei meinen Einsätzen in Nepal und Kambodscha hoffentlich gut anlegen kann. Ich hoffe auch auf Veränderungen: Mehr Spontaneität, Genießen und Loslassen. Mehr aus mir herausgehen, Lebensfreude und nicht immer einem Erfolgsdruck ausgesetzt sein.

Ganz gleich, welchen Ausgang diese Reise hat: Im Moment ist es die Erfüllung meines Traums. Ich bin glücklich, aufgeregt, nervös und habe auch Angst. Ich hoffe, nichts bereuen zu müssen, aber eine Menge zu lernen und zu erfahren und wirklich über den Tellerrand zu gucken. Dass die positiven die negativen Erfahrungen überwiegen und ich – egal was auch passiert – hinter meiner Entscheidung, diese verrückte Reise mit achtzehn Jahren und alleine zu unternehmen, stehe. Abenteuer – du kannst kommen!

Nepal

Neues Motto: Heat it, peel it, or don't eat it!

4 Wochen

Ich habe Glück und sitze neben Anita, einer BWL-Studentin aus Hamburg. Ein perfekter Start – die Vorstellung, allein im Hotel in Kathmandu mit Heimweh zu sitzen, kann ich zum Glück streichen. Im Gegensatz dazu bin ich mir noch nicht sicher, was ich von den Nepalesen auf meinem Flug halten soll – sie scheinen unorganisiert, planlos und laut zu sein. Naja, solche gibt es ja auch bei uns. Erstmal heißt es: Die ersten drei Tage wird nicht gemeckert!

Ich weiß fast nichts von meinem ersten Reiseziel. Nepal, das ist klar, hier ist der Mt. Everest zu Hause – der Wohnsitz der steinernen Götter. So nennt man hier zumindest die vielen Achttausender, die das Himalaya-Gebirge schmücken. Warum gerade dieser Eindruck von Nepal dominiert, zeigt der Flug nach Kathmandu. Oh ja, ich sehe es! Zunächst verwechsle ich die weißen Bergspitzen mit den schönen Schäfchenwolken, an denen wir schon die gesamte Zeit vorbeifliegen, doch dann macht mir meine Sitznachbarin klar: Das da ganz hinten sind Berge des Himalaya! Mit der Zeit tauchen immer mehr Riesen aus den Wolken aus; es sieht so aus, als würden die Bergspitzen einfach nur auf den Wolken fliegen. Ihre Höhe kann man sich auch kaum vorstellen – wir fliegen auf ca. 10.000 m, und diese Berggipfel sollen nur knapp zwei Kilometer unter mir liegen? Unbegreiflich. Dann macht uns etwas nepalesisches Chaos noch ein Geschenk: Wir sind in der Warteschleife über dem Flughafen, unter uns kreist ein anderes Flugzeug, und unser Pilot dreht Runde um Runde und zeigt uns immer wieder die großen weißen Ungeheuer. Auch der Blick nach unten lohnt: Es breitet sich eine grüne Hügellandschaft aus, durch die sich ein ziemlich schlammiger Fluss schlängelt. Vereinzelt schmücken kleine Häuser die Hügel. Es sieht aus wie eine riesige Modellandschaft – das ist auch der Eindruck, der beim Landen entsteht. Wir überfliegen ein Hochhäusermeer, ab und zu blinzeln ein paar Wellblechdächer durch, und schon drückt der Pilot kräftig auf die Bremse, damit wir nicht über die Landebahn hinausschießen. Angenehm warme, aber feuchte Luft empfängt uns beim Verlassen des Flugzeugs, doch bevor wir wirklich nepalesischen Boden betreten können, ist noch eine Stunde bei der Visumvergabe auszuharren. Die Rucksäcke haben es zum Glück auch bis nach Kathmandu geschafft, so dass wir endlich den Flughafen verlassen!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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