Absent*Presence/Present*Absence - Klaus-Dieter Regenbrecht - E-Book

Absent*Presence/Present*Absence E-Book

Klaus-Dieter Regenbrecht

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Beschreibung

Absent-Presence /Present-Absence - ein Theaterstück in 8 Memen für 8 Darsteller, Smartphone 1 bis Smartphone 7 (SP1-SP7), und Alextra, die Computerstimme. In acht Memen: Messaging, Darkness, Silence, Messaging, Darkness, Chat Show, Darkness-Silence und Void präsentiert Klaus-Dieter Regenbrecht ein Theaterstück, das zwar vor dem Hintergrund einer Pandemie spielt, sich aber allgemeinen Themen wie Abgeschlossenheit in Dunkelheit und Stille, Sprache und Kommunikation widmet. Dies mit sehr zeitgenössischen Mitteln, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass es keine Personen gibt, sondern die Akteure sind Smartphones und eine Computerstimme. Regenbrecht setzt Displays ein, choreografische und filmische Elemente, sowie Musikeinspielungen. Absent-Presence/Present-Absence ist ein Stück, das sich hervorragend für eine Online-Inszenierung eignet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 22

Veröffentlichungsjahr: 2021

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In tiefer Nacht, als alles im Schlosse längst

schlief, öffnete sich eine Tapetentüre in

meinem Zimmer, die ich selbst noch nicht

bemerkt, und Euphemie trat herein mit

einem zerstörten Wesen, wie ich sie noch

niemals gesehen.

Aus: Die Elixiere des Teufels

von E.T.A. Hoffmann

In Nacht an Sternen bloß,

von Liebesdrang glühend zum Ziel

gerichtet –

o wunderseliges Los! –

entging ich ungesichtet,

mein Haus in Stille lassend, unbeschwichtet.

Aus: Die dunkle Nacht der Seele

von Johannes vom Kreuz (1542–1591)

Inhaltsverzeichnis

Meme 1: Messaging.

Meme 2: Darkness.

Meme 3: Silence.

Meme 4: Messaging.

Meme 5: Darkness.

Meme 6: Chat show.

Meme 7: Darkness*Silence.

Meme 8: Void.

Meme 1: Messaging.

Dunkle Bühne. Insgesamt sieben Akteure (SP1 bis SP7) und Alextra (mit Computerstimme, also eine weibliche Stimme mit Intonation, die nach Maschine klingt). Die Geschlechtszuordnung bleibt der Regie überlassen, was die Möglichkeit eröffnen soll, unterschiedliche Akzente zu setzen, vielleicht sogar in aufeinanderfolgenden Vorstellungen. Es sind eingeschlechtliche Realisationen möglich genauso wie heterosexuelle in verschiedenen Konstellationen.

Auf einer schwarzen Leinwand leuchtet das Display eines Smartphones (SP1) auf. Man hört aber nichts. Die Texte erscheinen so, wie sie eingegeben werden, wobei Tippfehler vorkommen und korrigiert werden. Das aktive SP ist jeweils in der Mitte und größer als die inaktiven.

SP1: Wo bin ich?

Ein zweites leuchtet auf.

SP2: Wer bist du und warum sind wir in Dunkelhaft.Quarantäne?

Ein drittes.

SP3: Ich glaube, wir sind in einem Knast. Hallo? Winkhändchen.

SP3: Internierungslager. Geiselhaft. Lunatic asylum. You name it ...

Dann ein viertes.

SP4: We got it. Wir warten im Dark Net.

Quatsch. Wir sind in einem Puff, dark room, C-Tactile Mediated Erotic Touch Perception und warten auf das GO! Die GO? Der GO? Die Mango? Der Tango? A tergo. Jawolljaa!

SP1: Sexistisches Arschloch, du.

Das fünfte.

SP5: Knallkopp, dir wird die Ironie schon noch vergehen. Kompletter system breakdown. Schont eure Akkus. So bald wird es nicht wieder hell werden.

Das sechste.

SP6: Das Jüngste Gericht, wir kommen alle in die Hölle. Da ist es heiß und hell. Immer heiß und immer hell. Und immer laut. Ohrenbetäubend krachlaut.

Donner. Wieder Stille.

Sp2: Ich will nicht isoliert sein, ich will nicht krank sein, ich will nicht sterben.

Das siebte.

SP7: Jammer nicht rum. Es ist doch gar nichts passiert. Mein Gott, kaum ist es mal ein bisschen dunkel, schon machen sich alle in die Hose. Seid doch mal still, hört ihr nichts?

Es sind leise Detonationen zu hören, das Geräusch von Drohnen? Von Flugkörpern? Auch Sirenen. Elektronische Geräusche.

Alextra: Frühe Milch des Frühlings. Niemand da zum Erinnern, keine Erinnerung an violett. Jenseits der Aufgänge: der letzte Vorhang. Violett verklungen, verwest. Verblasst im gleißenden Mittag.