Ach!lles Versolophie - Felix Hartmann - E-Book

Ach!lles Versolophie E-Book

Felix Hartmann

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Beschreibung

„Dreidimensionale“ Wortspiele, Streifzüge durch Flora und Fauna, Nachdenkliches… Moderne, anspruchsvolle Lyrik.

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Seitenzahl: 71

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Lass lange die Gedanken weilen

Nutz Geist … bis Ungeschriebenes

Zu Tage tritt, lies zwischen Zeilen

Weil dieses Buch nicht »fürs Gesäß!«

Für meine Familie in memoriam

Gasthaus Zum Adler

vor1800 † 2014

INHALTSVERZEICHNIS

VorSchrift

Sonntags Pflicht?

»Nachruf« zum Adler

in memoriam

Wahnnehmung

OM

Sibirischer Frühling

Frühlingstag

Printemps

Es ist Frühling

Feuchtes Märchen

Heisser Tag

Nur einen Sommer

Laubatio

Herbst I

Herbst zeitlos

Sextett

@vent

Alle Jahre wieder

Zwei Links, Zwei Rechts, …

Winter I

Winter II

Winter III

Jahreswechsel

Trickdiebe

Der Holzwurm

Schädlings-Dreisatz

Glück-Lichter

Hot Spot

Überraschung!

Aurelio

Pubertäre Energie

Unfragen

Deutschlandsucht

Diät?

En Wok

Dönerlittchen

Kalorieecho

Mittagsschläfchen

Studien-Gang

Diss-Counter

»Mc Spyware«

Ede V

.

Under Cover

FanKurven

Synchron

AQuatschYoga

Saturday Fight Fever

Schach

Après Sotschi

Ohne Skrupel

Leichtzinsfehler

Must Haves

Schalt-Greis

Eiserne Lady

Nervenkitzel

Linie 8

Wo ist die Zeit geblieben?

Taktpause

Nerd

Totemismus?

In vier Zeilen 2.0

In vier Zeilen 2.0

Signs Fiction

Feature

Milde Standpauke

Je später der Abend

Foot stuff

Wie Motten das Licht

Fou(s)fetischistin

SheGebiet

VegetArie

Bornout Syndrom

Quel Blamage

Aqua … waRum?

Ü 30

Wanderlismus

Zeitungs(st)Erben

Beteuerungen

2013

Wahlkürenritt

KoCouleures

Steuerfluch(t)

Die Schere klafft

¥€$

Vitamin€

Edle Einstellung

Fairantwortung

KarriEhre

Stadtaufstellung

Flirt-Exkursion

Farewell

Jahrtausendsommer?

Ozapft is

All Inclusive

Andere Sphäre

Was ein Traum!

Cette journée inoubliable

Glück

Bettszene

Optische Abwechslung

Grenzgänger

Dampftreffen

Unbrauchbare Noten

Abgas-Skandal

POsitYve geladen

Indianernatur

Herbst II

Archäooptik

Der Mensch denkt

Am jüngsten Tag

Vielleicht

Ill,egal?

Strafsache

Sterbliche Bilanz

Nachrufe

Nachtoderfahrung

Bestimmt

Bange Fragen

Tod

Traum vom Himmel

Danksagung

Quellen- und Bildnachweis

VorSchrift

Philosophie

beschäftigt sich mit

dem Kern der Dinge,

Lebenskunst

mit dem Fruchtfleisch.

Sir Alec Guinness

Geschätzte Leser,

der Titel VERSOLOPHIE spiegelt MEINE PHILOSOPHIE vom VERS wider, bei der ich als eine Art Wortmarionettenspieler häufig „kursive Fäden“ benutze, damit Zusammenhänge, Mehrdeutiges, Sinn komplexer „Kryptogramm-Texte“ (ggf. durch notwendige Fußnoten) etc. leichter erkennbar, und verständlich werden. Vergleichbar mit Komponisten, die ihrer Musik durch INSTRUMENTe (auch der GESANG zählt als solches!), sphärische Sounds, Effekte, usw. auf der „Achterbahn der Töne“ Harmonie und Tiefe verleihen, um so dem Ohr dank unerwartet angenehmer Überraschungen (zumindest bei mir) ein einzigartiges Audiogenusserlebnis zu bieten.

Vom Gasthaus ADLER (Baujahr unbekannt) erzählten meine Eltern immer gerne mit einem Lachen, es sei MEIN ALLERERSTES WORT - noch vor Mama und Papa! – gewesen.

Neben Gedichten aus Flora und Fauna, hier und da mit einem Blick zu den Sternen verwoben, haben Sie (nicht nur) bei horizontal, bzw. vertikal verpackten Lebenslagen reichlich Gelegenheit, sich von Ihrem Zwerch so richtig das Fell über die Ohren ziehen zu lassen.

«Cette journée inoubliable» stellte mich dabei vor eine ungleich höhere Herausforderung als bisher. Die (stellenweise leicht übertriebene!) Geschichte schildert eine Hochzeit in Frankreich (worüber sicher auch die dortigen Freunde amüsiert wären), die sich in einem kleinen Ort nahe Orléans ereignet hat. Wer dabei nur BAHNHOF, besser gesagt wessen Französisch sich auf „Wu lait wu Kuh schae …?“ („Wollen Sie Milch von einer schönen Kuh?“) beschränkt, sollte wissen, dass eine Übersetzung nur sinngemäß, jedoch nicht 1:1 möglich ist.

Als gewissermaßen SCHRIFTLICHER AUFSCHREI treten politische, real kritische Themen, bis hin zu abscheulich UNMENSCHLICHSTEN MISSSTÄNDEN! (z.B. Ill,egal? S.129) ins Prangerrampenlicht. NEVERENDING ALPTRÄUME, wie sie uns von den Medien fast täglich als BAD NEWS rund um den Globus präsentiert werden, lassen mir – in einem Gefühl zwischen Ohnmacht und Entsetzen – nicht selten die Tränen aus den Augen schießen … (You Know What I Mean)

„Is This The World We Created …?“

Freddie Mercury

„Endzeit-Texte“ (Tod, Bange Fragen, etc.) mit zum Teil lebhafter Phantasie, rücken erneut das Jenseits in den Fokus. „WIE und OB überhaupt“ bleibt jedoch weiterhin die zentrale Schlüsselfrage, da es kein auf Erden lebender Mensch wissen kann. Dennoch - glauben Sie mir! - geschehen Dinge zwischen Himmel und Erde, da ich sie selbst schon erlebt habe, die unseren menschlichen Verstand BEI WEITEM! übersteigen. Daher steht für mich außer Frage, dass eine Macht – nach meinem Dafürhalten GOTT - existiert, der uns mit Nachsicht und Gnade unvorstellbarer Größe einmal an seiner immerwährenden Glückseligkeit teilhaben lässt.

In diesem Sinne darf ich Ihrem Kopf nun viel Vergnüg-Gen auf der Entdeckungstour seiner „Ach!lles-Verse“ wünschen. Vielleicht dringt IHR GEIST dabei ja in Tiefen vor, worin er bisher noch nie gewesen ist.

SONNTAGS PFLICHT?

Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie.

Albert Schweitzer

Karl, guter Christ, er tut’s mit Freude!

Eilt schnellen Schrittes zu, Gebäude

Was Schall entlädt mit hellem Klang

Vom Turm, im Fünftongussgesang.

Sieht, wie ein »Weißer Stock«, igitt!

In frisch gezapften Brownie tritt

Den Vierfuß, bis zum letzten Rest

Aus dunklen Kotflügeln gepresst,

Weil Frauchen Tatort voller Schwung

Verließ, statt Spurensicherung.

Dabei, obwohl ihm Galle stieg

Blieb’s bei ’nem kurzen Blickblitzkrieg.

Dafür handgreiflich, hinterm Gitter,

Reißt Unkraut junger Jäti-Ritter.

Ein ältrer Knirps, paar Meter weiter

Bohrt, qualmend, Löcher auf der Leiter …

Im Schiff indes, gibt Bachkantate

Karl, ersten Noten-Anpfiff grade,

Laut! – Organist am Rundrippchor,

Vom Spieltisch aus, direkt ins Ohr.

Den zweiten (Predigt der Gardine),

Erhält von Klara – Konkubine –

Weil, alter Religion treu, klar!

Danach, sein Gang »Zum Adler« war.

»NACHRUF« ZUM ADLER

Gern steuerte aus Dorfes Stamme

Gast, Wirtschaft an, die damals STAR.

Jetzt geht von Bord (a. D.) ein Name

DER: – Ade, Ade!… ADLER – »war«.

Jahrzehntelang auf Kneip(p)es Spuren

Wandten geschickt wir, Glas um Glas,

Kalt, Thekenkeepers Wellness-Kuren

An, aus des Berges Bräu vom Fass!

Brüder sah am runden Tische

Hier sonntagmorgens spielen Skat

Indes ich, … Butter bei die Fische,

Bestellte Schnitzel, mit Salat!

Zukünftig bleiben Wehmutstropfen

Gedanklich – nun Erinnerung –,

Die sehnsuchtsvoll im Herzen klopfen

Bis … alte Zeiten – wieder jung?

EIN PAAR TAGE SPÄTER …

Als Diljemer, nicht drüber froh!

Steh’ ich nun hier: – –

»Am Ground, seh’ roh«,

Dass Abrissbagger Bruch begangen

Grad’ mit Geschichte angefangen.

Diljemer – St. Ilgener Bürger

IN MEMORIAM

Humor ist nichts anderes, als eine Erscheinungsform der Religion – nur wer über den Dingen steht, kann sie belächeln.

„Pater Brown“ – alias Heinz Rühmann

Von dreien Einen der Tankstelle

Mimte verliebt, voller Esprit.

Als Pater Brown, des Herren Wille?

Bewies motorisches Genie.

Nach winz’gem Schluck hat »3f Pfeiffer«

Des Alkohols Gärung erklärt, …

In jener Feuerzangenbowle

Die legendär ins Zwerchfell fährt.

Der Menschlichkeit schillernde Farbe

Strahlt’ aus, nur vor der Kamera?

Hauptmann von Köpenick, welch Gabe!

Worin der Vielfalt Können sah …

Brillierte stets in jeder Rolle

Noch heut’ geht Herz auf, höre zu

Wobei ich höchste Achtung zolle

Beim Klange seines La, Le, Lu.

Zum 20. Todestag (3. Oktober!)

WAHNNEHMUNG

Unter Drogen findet man nicht sich selbst, sondern nur den Teufel.

Konstantin Wecker

Ein Joint

Erwies als Arshitekt

Sich, böse!

Bei ’nem Buben

Als Halluzinogen,

Versteckt,

In dessen

Oberstuben.

Mephisto griff

Nach grauen Zellen

Ging, sitzend drin

Ans Höllenwerk

Bespukte ihn

Mit Sendewellen

Flößte, wie süß!

Folgenden Dreck:

Ja, trau dich nur

Spring’ aus dem Fenster (Im 8.!)

Du kannst fliegen – –

Zu spät erschienen

Schreckgespenster

Kam unten –

Zum Erliegen.

OM

Die Natur gab uns nur Dasein; Leben gibt uns die Kunst und Vollendung die Weisheit.

Schiller

Aus Tasse, noir, in aller Früh

Trinkt Hindu im Café Grand Brüh

Bestellt, zu meditativem Zweck

Voller Erleuchtung! Zen-Gebäck.

Das setzt sofort ihm, sonst Asket!

Weil sie von Karma was versteht?

Samt kleiner Schale frischer Buddha

Vor, junges schleierhaftes Luder.

Im Magen führt nun die Empfängnis

Bis zum Nirwana an Erkenntnis;

Erreicht, infolge Appetits!

Den Zustand – jenseits des Sanskrits.

SIBIRISCHER FRÜHLING

Wind fährt,

Statt zart in erste Halme

Samt Frost

Im leisen Nacht-Zug vor

Natur treibt’s langsam

Auf die Palme!

Denkt wohl,

Wir hätten noch Humor.

Nicht nur

Saisonbedingter Schläfer

Fiebert