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10 bilingual stories – portraits, descriptions and reports – about Zambia, a country which is easy to spot on a map of Africa because of its embryo like shape. Little known as a holiday destination in spite of its huge potential, vast national parks and the fabulous Victoria Falls in the south-west of the country close to bordering Zimbabwe. The stories reveal the sharp contrast between rich and poor, between tradition and trendiness, between black and white. They feature a country which has only just managed to leap into the club of countries with middle income and whose policy-makers are faced with tremendous challenges after the latest presidential election – to preserve the achievements and reduce the remaining rather substantial poverty.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Karin Moderhttps://adventurezambia.wordpress.com
Für alle, die bereit sind, eine andere Welt kennen zu lernen und sich auf unterschiedliche Weise berühren zu lassen.
To everyone who is willing to find out about new places and be touched in different ways.
Das Buch
10 zweisprachige Geschichten – Porträts, Beschreibungen, Berichte – über Sambia, das wegen seiner Embryo-Form auf der Landkarte leicht zu erkennen ist. Es ist ein wenig bekanntes Urlaubsland trotz seines großen Potenzials, riesiger Nationalparks und der sagenhaften Victoria Falls im Südwesten an der Grenze zu Simbabwe. Ein guter Ausgangspunkt, um benachbarte Länder im südlichen Afrika kennenzulernen.
Die Geschichten zeigen die starken Kontraste von arm und reich, von Tradition und Moderne, von schwarz und weiß. Sie zeigen ein Land, das gerade so den Sprung in den Club der Länder mit mittlerem Einkommen geschafft hat und dessen politische Führung nach der jüngsten Präsidentschaftswahl vor großen Herausforderungen steht – das Erreichte zu bewahren und die weiterhin große Armut zu verringern.
Die Autorin
Für Karin Moder war das Lesenlernen in der Schule eine Offenbarung, und viele Bücher haben seither ihr Leben begleitet. In den 90er Jahren – neben Studium und Beruf – hat sie als freie Mitarbeiterin für Zeitungen wie die „Frankfurter Rundschau“ gearbeitet und insbesondere über Arbeitsmarkt-Themen geschrieben.
2006 ging ihr beruflicher Weg in Richtung Erwachsenen-Bildung und Beratung, wobei sie auch in intensiven Kontakt mit Angehörigen sozialer Randgruppen kam. Seit 2006 ist sie auch als Bloggerin aktiv, aktuell mit „Neue Schritte“ und „highlight story“. Mit „Adventure Zambia“ möchte sie Hintergründe aufzeigen und gleichzeitig Menschen und Situationen plastisch beschreiben.
The Book
10 bilingual stories – portraits, descriptions and reports – about Zambia, a country which is easy to spot on a map of Africa because of its embryo like shape. Little known as a holiday destination in spite of its huge potential, vast national parks and the fabulous Victoria Falls in the south-west of the country close to bordering Zimbabwe. It is indeed a useful gateway to familiarize with neighbouring countries of Southern Africa.
The stories reveal the sharp contrast between rich and poor, between tradition and trendiness, between black and white. They feature a country which has only just managed to leap into the club of countries with middle income and whose policy-makers are faced with tremendous challenges after the latest presidential election – to preserve the achievements and reduce the remaining rather substantial poverty.
The Author
For Karin Moder learning to read at school has been a major experience in childhood, and a large number of books have escorted her through life ever since. In the 1990s – besides university and work – the Economics degree holder has written for newspapers such as the “Frankfurter Rundschau“, focusing especially on labour-market topics.
In 2006 her career moved forward towards adult education, counselling and facilitation bringing her into close contact with members of fringe groups. Starting in 2006 she has also been an active blogger, currently contributing to “Neue Schritte” and “highlight story“. Through „Adventure Zambia“ she wishes to provide background information and simultaneously picture people and narrate real life episodes.
© 2015 Karin Moder
Selbstverlag
https://adventurezambia.wordpress.com
Alle Rechte, insbesondere die des Nachdrucks, der Übersetzung, des Vortrags, der Radio- und Fernsehsendung, der Verfilmung sowie jeder Art der fotomechanischen Wiedergabe, der Telefonübertragung, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Verwendung in Computerprogrammen, auch auszugsweise, sind vorbehalten!
Fotos Cover: Oliver Danner, Dorothea Behnke
Fotos Innenteil: Karin Moder
Umschlaggestaltung: Dorothea Behnke, Frankfurt am Main
eBook-Erstellung: Corinna Rindlisbacher, ebokks.de
Dieser Titel ist auch als Taschenbuch erhältlich.
Geschichten klären das Erlebte und zeichnen Bilder für die Anderen.
Sambia und ich – wir kennen uns nun gut 10 Jahre lang. Anfang 2004 kam ich aufgrund von engen persönlichen Kontakten erstmalig in dieses schöne, anstrengende Land und kehrte im Oktober gleich wieder zurück. Kurz nach dem darauf folgenden Jahreswechsel bekam ich die Chance, Land und Leute in einem zweimonatigen Projekt mit der „gtz“ näher kennen zu lernen und mit Gewerbetreibenden und Angehörigen der Verwaltung zusammen zu arbeiten. Ich lebte in einer Kleinstadt in der Provinz und bekam dort mehr vom Leben der einfachen Menschen mit, als mir das in der Hauptstadt Lusaka möglich gewesen wäre.
Schließlich kam ich Anfang 2006 erneut zu einem privaten Besuch nach Sambia und konnte auch eine Stippvisite in Zimbabwe machen. Doch da mein damaliger Freund und ich von da an unterschiedliche Wege gingen, endete für mich das Kapitel Sambia – mit Ausnahme von sehr gelegentlichen E-Mail-Kontakten. Die Geschicke meiner Familie zu unterstützen, stand in den Folgejahren im Vordergrund meines Interesses.
Knappe acht Jahre später keimte in mir die Idee, meinem älteren Neffen, einem Studenten der Sozialen Arbeit, „mein“ Sambia zu zeigen, in dem ich Jahre zuvor viele tiefgehende Erfahrungen gemacht und im Vergleich zu Deutschland ganz andere Lebensweisen kennen gelernt hatte. Glücklicherweise ließen sich einige alte Kontakte ganz unkompliziert neu beleben, und so nahm unsere Reiseplanung bald Konturen an.
Schon im Vorfeld betonten zwei meiner Ansprechpartner, ich würde überrascht sein, wie sehr Sambia sich verändert hätte, gerade auch der Verkehr in der Hauptstadt. Es fiel mir schwer, an dieser Stelle nicht von überschwänglichen Übertreibungen auszugehen. Doch schon am Tag unserer Ankunft, merkte ich am Flughafen, dass Altbekanntes und Neues ganz nahe beieinander lagen, so wie die mir vertrauten altmodischen, aber gut gepflegten Toiletten am Rande der Ankunftshalle und die Scanner in den Passkontroll-Stationen, die eingeführt wurden, um von jeder neu eingereisten Person sämtliche Fingerabdrücke digital zu erfassen.
Im Laufe der folgenden zwei Wochen erlebte ich wiederholt, dass Sambia immer noch Sambia ist und gewisse Rituale und Traditionen weiter dieselbe Bedeutung haben. Doch ich habe auch die praktischen Auswirkungen des 10 Jahre andauernden Wirtschaftswachstums mitbekommen, das Sambia etwas Abstand zu den ärmsten der armen Länder und den Zugang in den Club der Länder mit mittlerem Einkommen verschafft hat – wenn auch im unteren Bereich.
Bauboom, gigantische Verkehrsprobleme in der Hauptstadt, rasante Verbreitung von Shopping-Malls, WhatsApp-Begeisterung und so weiter prägen das neue Sambia. Durch meinen jüngsten Besuch im Dezember 2014 wurde mein Bewusstsein für die wachstumsgetriebene Seite in Sambia noch geschärft, da ich diesmal kaum in touristische oder ländliche Gegenden mit traditioneller Lebensweise kam.
Mit dem vorliegenden Geschichten-Band möchte ich eine Brücke schlagen zwischen dem alten und dem neuen Sambia, möchte ich Menschen, ihre Rituale und unterschiedlichen Lebensbereiche beschreiben. Im Gegensatz zu der kurzen Sammlung an Texten, die ich Ende 2005 erstellt hatte, finden sich in der neuen Sammlung nicht nur Geschichten, die von Gepflogenheiten berichten, die wir Europäer aus einer hoch technisierten und wenig religiösen Gesellschaft kaum kennen. Tatsächlich lässt sich in den Beschreibungen auch einiges von dem wieder finden, was wir oftmals gerne hinter uns lassen wollen, wenn wir Europa verlassen und eine Reise nach Schwarzafrika unternehmen.
Die Sammlung speist sich somit aus älteren Texten, sofern sie ihre Relevanz beibehalten haben, sowie aus zu Beginn des Jahres 2015 neu verfassten Texten. Abgesehen von den Erlebnissen auf den vergangenen zwei Reisen und den dort geführten Gesprächen ist auch viel an Hintergrundrecherche in das Schreiben der Geschichten eingeflossen. Vor allem das persönliche Erleben des Präsidentschaftswahlkampfs Ende 2014, der für meinen Geschmack mehr als nur hitzig geführt wurde, hat mich herausgefordert, mir Informationen zu beschaffen, um Geschehnisse in ihren Zusammenhänge zu sehen und möglichst zu verstehen.
Frankfurt am Main, Januar 2015
Stories clarify what happened and draw pictures for others.
Zambia and me – we have known each other for about 10 years now. Early in 2004 I travelled to this beautiful and demanding country for the first time because of close personal contacts, and in October I went straight back there. Shortly after the upcoming turn of the year I was given the chance to learn more about the country and its people and work together with business people and local government representatives in a two-months-project with “gtz”. I lived in a small town in the countryside and realized more about ordinary people’s life than I would have been able to in the capital Lusaka.
And finally I came to Zambia again for a private visit early in 2006 which also included a flying visit to Zimbabwe. With my then companion and me however starting to go different ways, the chapter Zambia came to an end – except from very occasional e-mail-contacts. To be a supportive force in my family became the focus of my interest in the following years.
Almost eight years later the idea grew in me to reveal my “Zambia” to my older nephew, a social work student, the “Zambia” where I had made profound experiences some years ago and compared to Germany had come to know quite different ways of life. Luckily some of the old contacts could be revived quite easily and our travel plans soon started to take shape.
Already in preliminary stages two of my contacts pointed out that I would be surprised to see how much Zambia had changed, especially concerning the traffic in the capital. At that point I found it hard not to assume exuberant exaggerations.
Yet as early as on the day of our arrival I noticed at the airport that well-known and new things were rather close together, such as the familiar old-fashioned toilets on one side of the arrivals hall and on the other side the scanners in the passport checkpoints, which had been introduced to create a digital register of all fingerprints for every newly arrived person.
In the course of the following two weeks I repeatedly learnt that Zambia still is Zambia and that certain rituals and traditions still have the same meaning. Yet, I also witnessed the practical consequences of the 10 years of continuing growth, which secured Zambia some distance to the poorest of the poor countries and at the same time access to the countries with middle income – albeit in the lower range.
Construction boom, tremendous traffic problems in the capital, rapid spread of shopping malls, WhatsApp buzz and so on do shape the new Zambia. Due to my last visit in December 2014 I became even more aware of the growth-driven aspects of Zambia, because this time I hardly got to the touristy or rural areas with their traditional ways of living.
With this present story collection I’d like to build a bridge between the old and the new Zambia, describing people, their rituals and different areas of life. As opposed to the short collection of writings which I composed in 2005, one doesn’t exclusively find stories in this new collection which talk about practices and habits hardly known to us Europeans living in a highly technical and hardly religious society.
In the descriptions one can actually find a great deal of what we often would like to leave behind, when we leave Europe and embark on a journey to sub-Saharan Africa.
