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Eine Fau hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Es geht zunächst nur um Sex. sie treffen sich in den Hotels ihrer Stadt, in noblen und in Absteigen. Wenn die Frau durch die Stadt geht, werdn es zunehmend mehr Fassaden, hinter denen etwas von ihr geblieben ist. Dunkle Kindheitserinnerungen spielen in diese Affäre hinein, und eines Tages verliebt sie sich. Wie in ihrem ersten Buch „Zu dritt" beschreibt Wessel teilweise drastisch-direkt, dabei stets ehrlich und realistisch die abgründige Sexualität und die sie begleitende Gefühlswelt ihrer Helden, fern romantisierender Vorstellungen von Liebe. Auch in Zeiten des marktkompatiblen "anything goes" hat Sex nichts von seiner Sprengkraft verloren. In einem klaren, häufig lapidaren Stil, durchsetzt mit anschaulichen Schilderungen von Tagträumen und Fantasien, gelingt ihr eine außergewöhnlich lebendige Darstellung, die einen Blick unter die Oberfläche gewährt. So, wie die Sehnsüchte der Hauptfiguren deren Alltag durchbrechen, unterläuft Wessel die Erwartungen des Lesers, und auf einmal ist nichts mehr vorhersehbar.
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Seitenzahl: 160
Veröffentlichungsjahr: 2009
Claudia Wessel, Affäre
Roman
konkursbuchVerlag Claudia Gehrke
Zum Buch:
Eine Frau hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Es geht zunächst nur um Sex. sie treffen sich in den Hotels ihrer Stadt, in noblen und in Absteigen. Auch in Zeiten des marktkompatiblen „anything goes“ hat Sex nichts von seiner Sprengkraft verloren ...
Inhaltsverzeichnis
Titelseite & Klappentext
Teil I Nutte
Teil II Bettlerin
Teil III WIR
Epilog
Zur Autorin Claudia Wessel
Impressum
„Was soll das heißen, du kannst mit geöffneten Beinen nicht zum Orgasmus kommen?“
Das fragst du, quer über dem Bett ausgestreckt, ein Fischkörper, deine Hände kleine Quallen. Tentakel, die schon so viele berührt haben. Du liegst vor meinem Schamdreieck. Meinem Spalt.
„Was soll das heißen, ich lecke nicht gut genug?“
Es ist ein Wochentag, zirka 17 Uhr. Du hast dein Büro früher verlassen. Ich habe einen Termin vorgeschürzt. Wir sind in die Bahnhofsgegend gekommen. Unsere Gegend. Hier haben wir uns kennen gelernt. Hier wollen wir finden, was wir schon an jenem Tag gesucht haben.
„Du leckst nicht so, dass ich davon kommen kann. Deine Zunge fliegt weg, alle zwei Sekunden. Sie kreist um die Stelle, die vielversprechend wäre, an der ich mich hineinsteigern könnte, doch dann lässt sie mich allein, ändert ihren Rhythmus, wird zu weich, hat nicht genug Druck, meine Beine kommen mir so breit vor wie eine Felsspalte, es fehlt die Enge, das sich Zusammenziehen, das sich von allen Seiten um die Mitte Drängende, das Spitze, das Grau-same, das verdammte Gefühl, alles hingeben zu wollen für die letzten drei Millimeter, wenn du doch bloß für drei Sekunden bei ein und demselben Rhythmus bleiben würdest, wenn ich meine Beine zusammen machen könnte, zugleich deinen harten Schwanz in mir spüren, aber trotzdem auch deine Zunge…“
Wir befinden uns im Hotel Belle Blue in der Schillerstraße. Ein neu renovierter, weiß blauer Kasten inmitten der roten Puffs rundherum. Gleich um die Ecke von dem verruchten Ort, an dem wir uns an einem Novemberabend trafen. Du hast früher Feierabend gemacht. Du hast ein Hotel gebucht. Du hast es bezahlt. Wieder einmal haben wir ein Bett zu unserer Verfügung. Ein frisch bezogenes Leinenviereck, auf dem sich unsere Lust abspielen soll.
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