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Mein Buch beschreibt die Irrungen und Wirrungen von zehn jungen marokkanischen Menschen, die ihren fast aussichtslosen Traum vom "guten Leben" verwirklichen wollen. Mit großem Elan werfen sie sich in den Kampf um den besten Platz. Sie gewinnen, scheitern und gewinnen am Ende doch. Das Buch sollte ein jeder lesen. Die Menschen, die zur "Willkommenskultur" gehören, und vor allem die Zweifler und Ablehner der Migration. Die Geschichte ist gleichermaßen informativ, streift die Religion und die Kultur, und beschreibt in lockerer Art, ohne Beschönigungen, den mühsamen Weg in die "Freiheit".
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Seitenzahl: 114
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Gerd Wenninger
Agadir-Allgäu
Auch so kann Mi(Inte)gration
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Inhaltsverzeichnis
Titel
„Agadir - Allgäu, einfacher Flug, bitte ! “
Einwanderung als Chance
Ein Happy End ?
Aller Anfang. . .
Eine Reise in die Vergangenheit
Zahras kleines Leben
Hassan
Hamid erinnert sich
Agadir - Allgäu „ einfacher Flug “ bitte !
Ortswechsel
Andorra
Ein Licht am Ende des Tunnels
Au-Pair-Aufenthalt in Deutschland
Karin
Ein Albtraum
Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein ent- gegenkommender Zug sein
Der Rettungsanker heißt Karin
Hamid ist ein findiges Kerlchen
Die Leiden des jungen Hamid
Wirklich ein Happy End ?
Rückblick
Soumia
Nora
Noras Gratwanderung
Noras Aufstieg
Ouardia, die Sanfte
Prof. Hans Küng in seinem Buch
Alkoholverbot im Koran
Asia
Saida
Saidas Absprung
AUS !
Latifa
Latifa - die Macherin
HeiratsmigrantInnen
Houria
Hourias blauer Prinz
Tausche Attraktivität gegen Versorgungsanspruch
Innehalten
Latifa‘s Chance
Fatima
Flüchtige Begegnung
Fatimas Drama
Das Asyl
Hermann tritt erneut auf
Fatimas Maryrium
Fatimas neues Glück
Der Traum vom Fliegen
Volker,
Chaos
Zweckverbindung
Mounia
Mounias Weg in die Freiheit
Eine marokkanische Stimme
Wolfram, der Erlöser
Mounias Gastspiel
Mounias neue Welt
Migrantenschicksal
Amina
Kandidatenkür
Amina, die Pfiffige
Altruismus oder Helfersyndrom
Latifa‘s Panik
Laila
Latifas Canossagang
Latifas Entscheidung
Hamids 2016
Epilog
151 Breaking News:
Impressum neobooks
1
Auch so kann
MI(INTE)GRATION
Gerd Wenninger
2
Meine tragikomische Erzählung handelt von jungen hoffnungs- frohen, marokkanischen Leuten, die versuchen, seit nunmehr 15 Jahren ihre Würde zurück zu erlangen. Ahmed, der Hauptak- teur, ist von seinem Vater, von Imamen und rücksichtslosen Arbeitgebern ausgebeutet worden. Die Mädchen waren in Ma- rokko dem ständigen Druck der Familie, der Sittenwächter und der rigiden muslimischen Gesellschaft ausgesetzt.
Sie kommen als Au - Pairs nach Deutschland, ohne die Absicht zu haben, unser schönes Land je wieder zu verlassen.
Zum besseren Verständnis habe ich immer wieder Informati- onen eingeflochten, die es Ihnen, liebe Leserin und Leser, er- leichtern, die manchmal unverständlichen Aktionen der Ak- teure zu verstehen.
Bert und Zippi, das Diplomatenehepaar, helfen ihnen in kurio- ser Weise, und immer schön am Rande der Legalität, Ehepart- ner zu finden. Dass dabei die kaum wiedererlangte Würde zum Teufel gehen könnte, haben sie nicht bedacht.
„ Ende gut, Alles gut “ ? Nach nunmehr zehn Jahren, und zur Hälfte in zweiter Ehe, haben sich alle Kandidaten frei gestram- pelt, und leben so gut oder so schlecht, wie jedes deutsche Paar auch. Mit der Würde ist das so eine Sache. Wenn ich mich abends noch im Spiegel, ohne Scham, betrachten kann, sollte dies in Ordnung gehen.
4
Wenninger Eigenverlag 2016
Satz: Amend & Linder GbR, Oberstaufen Bildbearbeitung: Dietmar Roth, Taunusstein Sekretariat: GürHöl, Oberstaufen
Umschlag: Wenninger, Amend & Linder GbR ISBN: 978-3-00-046613-7
Meine Geschichte habe ich jenen 3.800 marokkanischen Men- schen gewidmet, die in den letzten Jahren ihr Leben in der Stra- ße von Gibraltar verloren haben, bei dem Versuch, ein würdige- res Leben in Europa zu führen.
Bert
Der Autor des Sachbuches „ Das Methusalem-Komplott “, Frank Schirrmacher, beschreibt mit eindringlichen Worten das Hor- rorszenario der allernächsten Zukunft:
„ Während die Alten leben und nicht sterben, werden die Jungen, die wir für die Zukunft benötigen, niemals geboren.
Alle Weigerung wird uns auf Dauer nichts nützen. Wir brauchen junges Blut von außen. Rückläufige Geburtenzahlen, selbst in ka- tholisch geprägten Südländern und die Tatsache, dass wir stän- dig älter werden, zwingt uns zum Handeln.
Die neun Mittelmeer-Anrainerstaaten von Marokko bis zur Tür- kei werden weiter wachsen, so dass der Einwanderungsdruck stark ansteigen wird. Aber umgekehrt wächst die Nachfrage nach jungen Menschen, die von außen in unsere alternden Milieus ein- wandern. Deutschland wird faktisch zu einem Zuwanderungs- land. Ohne diese Zuwanderung würde sich die Bevölkerungs- zahl bis 2080 um die Hälfte vermindern. Die Integrationsaufgabe ist außerordentlich: Wir müssen die Vielzahl der vermutlich überwiegend muslimischen Einwanderer integrieren . . .
es m u s s uns gelingen, die zukünftigen, jährlich 200 Tausend Zuwanderer auf westliche Werte, die Landessprache und einen westlichen Patriotismus zu verpflichten . . .
. . . die alternden Gesellschaften des Westens werden mit jungen Gesellschaften in muslimischen Ländern konfrontiert werden. “ Eine reale Chance für beide Seiten ?
Zweifel sind angebracht . . .
“Man gibt sich viel Mühe mit dem Studium dessen, was die Men- schen, Völker und Zeiten voneinander trennt. Achten wir auch auf das, was alle Menschen verbindet.”
Hermann Hesse
Mit diesem klugen Gedanken rutschte Bert Wenner langsam aber sicher in seinem Ohrensessel tiefer und tiefer. Der geschniegelte Nachrichtensprecher in seinem Button-down-Hemd verlas zum x-ten Mal wenig erbauliche Zahlen zur allgemeinen Lage.
Das Fernsehbild löste sich schleichend in seine hundertneun- undneunzigtausend Bildpunkte auf.
Da schreckte ihn eine Meldung hoch: “ . . .ist, wie schon wieder- holt in den letzten Monaten, ein marokkanisches Flüchtlings- boot im Sturm vor Spaniens Küste gesunken. Nahezu 30 hoff- nungsvolle, junge Menschen haben dabei ihr Leben verloren.” Zu sehr war Bert in den letzten Jahren mit dieser Misere kon- frontiert gewesen, als dass es ihn kalt gelassen hätte.
Der schnarrende Summer an der Eingangstür nervte ihn. “Hat Zippi, meine allerbeste Frau der Welt, wieder mal ihren Schlüs- sel vergessen ?”, dachte er sich ungeduldig und schlurfte ver- schlafen zur Tür.
“Hallo Baba, Salam Aleikum. Wie geht’s ? Denk dir, S I E ist endlich angekommen.”
Plötzlich hellwach geworden, erfuhr Bert, dass die „ Neue “ am Nachmittag eingetroffen war.
Die Neue war die, kürzlich geehelichte marokkanische Frau sei-
nes Ziehsohnes Hamid. Letzterer stammt aus einem lausigen Dörfchen im südlichen Atlas Marokkos.
Wie er nach Deutschland, dem Traumland, gekommen war, dazu später mehr.
Der magere junge Mann war mittelgroß, das sympathische Gesicht schmal und des Öfteren durch einen stoppeligen, har- ten Dreitagebart verfinstert. Sicherlich hätte er Schwierigkei- ten gehabt, die amerikanischen Grenzkontrollen in New York zu passieren. Sein manchmal verlegenes Lächeln bügelte die martialischen Züge wieder aus. Trotz seiner 29 Jahre kleidete er sich häufig etwas zu salopp. Hamid versuchte, einfach da- zuzugehören. Dazu heißt, zu dem Umfeld der nahen Vorarl- berger Gemeinde.
Als die beiden Männer von I H R sprachen, verzog sich Ha- mids olivfarbenes Gesicht zu einem dicken Grinsen.
Nach einer großen Enttäuschung in erster Ehe war er zu sei- nen Wurzeln zurückgekehrt und hatte eine Landsfrau, eine Kusine zweiten Grades, genommen. “Schuster, bleib bei dei- nen Leisten !”
Bert Wenner, ein pensionierter Beamter mit reichlich Auslands- erfahrung, und seine israelische Frau Zippi, saßen im Jahre 2016 gemütlich in einem blau-weiß gekachelten Restaurant in der Touristenhochburg Agadir.
Das in Marokko übliche Tajine mit Huhn und Pflaumen mun- dete ihnen sichtlich.
Zippi (das kommt vom hebräischen „ Vögelchen “), machte ih- ren Mann auf einen freundlichen Jungen von circa 18 Jahren aufmerksam. Mehrfach schlurfte dieser mit einem scheuen Lä- cheln an ihnen vorbei. „All o.k., Mister? “, fragte er dienstbeflis- sen. Alles war o.k.
Hamid (eine Abkürzung von Ahmed), war nicht orientalisch auf- dringlich. Er schilderte ihnen in einem rudimentären Gespräch, mit einem Gemisch aus Englisch und Französisch, seine missli- che Lage. Eine Lage, die heute fast die gesamte Jugend Marokkos und Afrikas im Allgemeinen betrifft.
Der König versucht immer noch mit großem Elan, eine Verän- derung der prekären Situation herbeizuführen, scheitert aber am verkrusteten, patriarchalischen System. Und das Geld bleibt dort, wo es immer schon war! Auf das Jahr 2013 übertragen ist Marokko - noch - eine friedliche Oase in dieser, von Gewalt geprägten, arabischen Welt.
Hamid jedenfalls ist in jener ärmlichen Berber-Ansiedlung am Fuße des Atlasgebirges aufgewachsen. Sein dominanter Vater ist Fellah, ein armer Kleinbauer, der oft vergeblich versucht,
seine Großfamilie durchzubringen. Seine Mutter ist nach 14 Ge- burten eine gebrochene Frau.
Der aufgeweckte, immer schon etwas „ andere “ Junge hatte 3 oder 4 Jahre die Grundschule besucht, um dann in einer Ko- ranschule seinen religiösen Schliff zu bekommen. Er habe „stu- diert “, wie er es immer noch nennt. Nicht wenige Male gelang dem gestrengen Lehrer nur unter Zuhilfenahme eines elasti- schen Rohrstockes die Aufmerksamkeit zu erhalten.
Dort brachte man Hamid die arabische Sprache bei, die für Ber- berzungen fremd ist. Das Herunterleiern von Koransuren, ohne Aufklärung, ohne zu hinterfragen, und die mathematischen Grundregeln bildeten den Rest des „ Studiums “.
Schon früh war er ausgerissen und hatte sein Glück in der Be- zirkshauptstadt Agadir versucht. Dieses kleine Glück bestand aus einem jämmerlichen Einkommen von schätzungsweise 50 Euro und einer warmen Mahlzeit, plus einem unbequemen Schlafplatz in einer verrotteten Garage. Seine Gegenleistung war die Sechstage-Woche mit täglich 12-stündiger Anwesen- heit. Man würde absichtlich Anwesenheit sagen, da die Arbeit- geber aus sozialen Gründen die wenige Arbeit als Tagelöhner auf viele Köpfe verteilen und so auch eine geregelte Verfügbar- keit erreichen.
Um die Leidensgeschichte des inzwischen anhänglich gewor- denen Jungen abzukürzen, fragte Bert ihn neugierig nach sei- nen Träumen. „ I want go in Europe, Sir ! “
Damit war alles andere gesagt. Ein Traum, den Millionen marok- kanischer Jugendlicher noch heute, 14 Jahre später, hegen. Sehn-
süchtig sitzen sie Abend für Abend an den verwaisten Stränden und blicken mit traurigen, aber doch hoffnungsvollen Augen übers Meer, wo sie die Freiheit vermuten.
Nachdem sich das mittelschwer altruistische Paar Hamids Schlafplatz in jener von Allah verlassenen Garage angesehen hatte, stand ihr Entschluss u n i s o n o fest. Sie würden den bemitleidenswerten Jungen, der fast schon ein Mann war, mit- nehmen ins „ Gelobte Land “.
„ Warum nicht etwas von dem Überfluss (kommt von über- flüssig) abgeben ? “
So stürzten sie sich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang und - einem gewaltigen Grummeln im Bauch.
Wer nach dem sonnigen Agadir fliegt, wird vom orientalischen Flair wenig erblicken. Die Stadt war im Jahre 1960 fast völlig durch ein Erdbeben zerstört worden.
Im trockenen Betonstil wieder erbaut, bietet sie heute den son- nenhungrigen Touristen Wärme, relativ sauberes Meer und in- zwischen teuer gewordenes Essen.
Bert und Zippi hatten sich wagemutig entschlossen, einen Blick in die Vergangenheit zu riskieren. Ein klappriger Fiat Uno brachte sie und ihren neuen Freund auf glühendem Asphalt, vorbei an staubigen Straßendörfern, in Richtung Ouarzazate. In lange Kleider gehüllte Menschen liefen geschäftig zwischen den Autos hindurch, ohne sich besonders der Gefahr bewusst zu sein.
Mit großartigen Landschaften kann das Flachland nicht auf- warten. Sie passierten endlose Agrargebiete der Küstenniede- rungen, sahen hungrige Ziegen auf Bäumen weiden und son- nenverbrannte Früchtehändler, die ihre verstaubte, aber frische Ware anpriesen.
Die erste und einzige größere Stadt, die sie erreichten, war Ta- roudant, die Provinzstadt im Sous-Tal, das einen großen Teil der für den Export bestimmten Zitrusfrüchte liefert. Auf Grund der knappen Zeit ließen die neuen Freunde die ganz in rost-rot- ocker gehüllte Stadt links liegen und bewegten sich zügig in Richtung Agouni, dem Heimatdorf Hamids. Langsam stieg die Straße an und sie sahen fasziniert die sandfarbenen Höhen des Anti-Atlas. Die Sonne stand bereits im Südwesten und lenkte
ihre Strahlen auf die Hügel, die im goldenen Licht leuchteten. Hamid bedeutete Bert, nun etwas das Tempo zu reduzieren. Gleich würden sie die Stelle erreichen, wo man das ermüdete Gefährt abstellen müsse. Von dort aus stapfte die gemischte Rei- segruppe bergan, über felsiges Gestein, das nur ein Esel einiger- maßen mühelos erklimmen hätte können.
Nach ungefähr 500 atemlosen Metern öffnete sich der Pfad zu einem steinigen, wilden Platz, der von einer Anzahl gelber Steinhäuser umgeben war. Gleich das erste, ruinenartige Ge- bäude stellte sich als Hamids Geburtshaus heraus. Da sich die erschöpften Besucher schon per Handy angekündigt hatten, stand die Großfamilie, aufgereiht wie Süßwasserperlen, vor der niedrigen blauen Eingangstür. Der Vater, klein mit Schnurrbart, und etwas unpassend in ein gelbes, antik anmutendes Sakko gekleidet, begrüßte sie.
„ Sobald du über die Schwelle meines Hauses schreitest, bist du der Hausherr und der Hausherr ist dein Gast, “ sagte der Mann pathetisch in Berbersprache. Hamid übersetzte in Kauder- welsch. Die Mutter hatte abgewartet, reichte jetzt aber doch den Gästen drei Finger ihrer gegerbten Hand. Gleich darauf zog sie sich unterwürfig zurück. Die unzählbaren Brüder und eine klei- ne, schüchterne Schwester waren alle in nachthemdartige Ge- wänder gekleidet, die Spuren von Ziegenstall und Straßenstaub aufwiesen. Alle lehnten lässig verschlafen an der rissigen Haus- wand und lächelten scheu. Ein großes Lebensmittelpaket und eine Handvoll Süßigkeiten ließen ihre Augen leuchten.
Alles Weibliche, außer Zippi, verschwand nun diskret in einen
dunklen, verkohlten Raum, den sie Küche nannten.
Die Herren der Schöpfung und die Gästin dagegen erklommen 24 viel zu hohe Felsstiegen, um in ein großes, rechteckiges Zim- mer zu gelangen, in dem außer einer großen Gruppe weißer, vergilbter Plastikstühle keine Möbel standen. Der Boden war mit handgewebten, bunten Berberteppichen belegt. In einer Ecke stapelten sich bunte Schlafdecken. Der kahle Raum, dem nur ein kleines Guckloch diffuses Licht spendete, wurde zusätz- lich mit einer verrosteten Petroleumlampe mangelhaft erhellt. Bald begann ein angeregtes Palaver in babylonischen Sprachen. Ein jeder von ihnen kramte ein Sammelsurium von Französisch, Englisch und Arabisch hervor. Trotzdem spürten die Gäste die tiefe Dankbarkeit der Menschen über das unverhoffte Glück ihres Sohnes. Bald zog ein verführerischer Duft von gebrate- nem Hühnerfleisch, Gemüse und orientalischen Gewürzen durch das Haus. Hamids Mutter und Schwester servierten in gebückter Haltung, blieben aber im Hintergrund und aßen dann in der Küche.
Nach dem köstlichen Mahl erkundeten Bert, seine Frau Zippi und die männlichen Mitglieder der Familie die nähere Umge- bung des Dorfes. Inzwischen war es dunkel geworden. Es ging steil bergan, wobei Sand und Geröll den Aufstieg erschwerten. Nach zwanzig langen Minuten bergan standen sie atemlos auf dem Kamm eines Hügels und genossen den fernen Sonnenunter- gang. Der orange-lila Ball versank in Sekundenschnelle im Meer. Plötzlich umgab die Gruppe eine schmerzvolle Stille.
Die Vögel hatten aufgehört, aufgeregt zwitschernd herumzuflat- tern, kein Esel klagte und kein Hund bellte.
