Alfies Bestattungsladen - Helmut Exner - E-Book

Alfies Bestattungsladen E-Book

Helmut Exner

4,6

Beschreibung

Gestorben wird zwar immer, doch nicht immer erhält der urige Bestatter Alfons Witzki – von allen nur Alfie genannt – den Auftrag, sich standesgemäß um die Abwicklung zu kümmern. Vor allem die Billigkonkurrenz macht dem traditionsreichen Familienunternehmen aus Goslar zu schaffen. Zumindest Lilly Höschen, eine alte Freundin der Familie, sorgt gelegentlich für Kundschaft. So ersinnt Alfie eine aberwitzige Idee nach der anderen, um das stagnierende Geschäft anzukurbeln. Als ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft auf gewaltsame Weise ums Leben kommt, gerät für Rebecca, die erwachsene Tochter der Witzkis, die heile Welt, in der sie zu leben scheint, aus den Fugen. Es dauert lange, bis sie merkt, dass auch ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

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Seitenzahl: 272

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Helmut Exner

 

 

Alfies Bestattungsladen

 

 

 

Eine bitterböse Krimikomödie aus dem Harz

Über dieses Buch

 

Alfons Witzki, genannt Alfie, betreibt mit seiner Familie ein kleines Bestattungsunternehmen. Da das Geschäft stagniert, brütet er ständig neue Ideen aus, es anzukurbeln. Lilly Höschen, eine alte Freundin der Familie, sorgt gelegentlich für Kundschaft.

Da kommt ein junges Mädchen aus der Nachbarschaft gewaltsam ums Leben. Für Rebecca, die erwachsene Tochter des Hauses, gerät die heile Welt, in der sie zu leben glaubt, aus den Fugen. Halt gibt ihr in dieser Situation neben der Familie vor allem ein Mann, in den sie sich verliebt. Dass auch ihr eigenes Leben in Gefahr ist, merkt sie erst als es fast zu spät ist.

Auch dieser Kriminalroman von Helmut Exner spielt wieder überwiegend im Harz. Ein Teil der Geschichte ist in der kanadischen Prärie angesiedelt und gibt einen Einblick in das Leben der Religionsgemeinschaft der Hutterer.

Wer schon andere Bücher von Helmut Exner gelesen hat, trifft hier alte Bekannte wieder: Lilly Höschen, Pfarrer Christian, Hermine und die Sauschlägers. Allerdings bedarf es hier keiner Vorkenntnisse. Man kann dieses Buch auch lesen, ohne die anderen zu kennen.

Alle Orte in diesem Buch sind authentisch. Die Personen und die Handlung sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen wären rein zufällig.

Inhaltsverzeichnis

Innentitel

Über dieses Buch

Impressum

Teil I

Kapitel 1 - Goslar (2014)

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10 - Im Wald nahe Braunlage

Kapitel 11 - Goslar

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17 - Münster

Kapitel 18 - Goslar

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27 - Hamburg und Goslar

Kapitel 28 - Goslar

Kapitel 29 - Goslar und Bad Lauterberg

Teil II

Kapitel 30 - Im Flugzeug zwischen Kanada und Deutschland (2014)

Kapitel 31 - Harz (1930)

Kapitel 32 - Im Flugzeug zwischen Kanada und Deutschland (2014)

Kapitel 33 - Bremen und Saskatchewan, Kanada (1930)

Kapitel 34 - Manitoba, Kanada (1932-2014)

Kapitel 35

Kapitel 36

Kapitel 37

Kapitel 38

Teil III

Kapitel 39 - Goslar (2014)

Kapitel 40

Kapitel 41

Kapitel 42

Kapitel 43

Kapitel 44

Kapitel 45

Kapitel 46 - Harz

Kapitel 47 - Goslar

Kapitel 48

Kapitel 49

Was ich noch sagen wollte

Über den Autor

Weitere Bücher von Helmut Exner

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

 

Impressum

 

Alfies Bestattungsladen

ISBN 978-3-943403-39-8

 

ePub Edition

Version 1.0 - 08-2014

© 2014 by Helmut Exner und dessen Lizenzgeber

Alle Rechte vorbehalten.

 

Autorenfoto: © Ania Schulz –www.as-fotografie.com

 

Covermotiv: © phoenix1964 – Stock Photo #4111034

www.bigstockphoto.com/de/image-4111034/

 

Lektorat: Sascha Exner

 

EPV Elektronik-Praktiker-Verlagsgesellschaft mbH

Postfach 1163, D-37104 Duderstadt

www.helmutexner.de

 

 

 

 

Teil I

Kapitel 1

Goslar (2014)

 

»Guten Morgen, Alfie. Na, du wartest wohl auf Kundschaft?«

»Guten Morgen, lieber Franz. Das ist das Schöne an meinem Beruf. Ich kann warten. Irgendwann kommt jeder zu mir. Übrigens: Du siehst nicht besonders gut aus. Vielleicht solltest du mal zum Arzt gehen. Nicht, dass ich dich nächste Woche auch schon als Kunden habe.«

Alfons Witzki hatte an diesem herrlichen Sommermorgen einen Stuhl vor sein Geschäft gestellt und sah dem Treiben auf der Straße zu. Alfie, wie er von allen genannt wurde, war Bestattungsunternehmer. Er konnte auf eine lange Familientradition in diesem Gewerbe zurückblicken, die bis ins 19. Jahrhundert reichte. Das Fachwerkhaus, in dem er und seine Familie das Unternehmen betrieben und auch wohnten, lag in der romantischen Altstadt von Goslar. Franz hatte gegenüber ein kleines Restaurant, das bereits morgens öffnete, um seinen Gästen Frühstück anzubieten. Alfies Bestattungsunternehmen war ihm ein Dorn im Auge, da es nicht sehr geschäftsfördernd war, wenn seine Kundschaft beim Essen auf dessen Schaufenster schauen musste. Aber das war nicht zu ändern. Der Bestatter war schon wesentlich länger dort ansässig. Die beiden Männer mochten sich trotzdem. Alfie war Anfang sechzig, schlank und hoch gewachsen. Er hatte schütteres Haar, und jeder kannte ihn nur in seiner Berufskleidung, einem schwarzen Anzug. Mit im Geschäft waren seine Frau Hannelore, genannt Lörchen, Tochter Rebecca, eine sehr sensible, dreißigjährige Schönheit, und Sohn Markus, fünfunddreißig Jahre alt und von der Mentalität her ein Luftikus.

Alfie nahm die Zeitung und las, was über die Region berichtet wurde. Ab und zu grüßte er einen Passanten. Niemand hielt sich vor dem Schaufenster auf oder verweilte vor dem Geschäft länger als nötig. Wer Alfie allerdings besser kannte, blieb gern auf ein kleines Schwätzchen stehen. Denn Alfie war ein Unikum. Sein Humor war von einer Art, die einen Menschen entweder vor Lachen in Atemnot bringen konnte oder nur mit dem Kopf schütteln ließ. Manchmal konnte man sich allerdings gar nicht sicher sein, ob es sich wirklich um Humor handelte oder ob er eine noch so obskure Sache todernst meinte. Er war schon ein bisschen verrückt, oder, gelinde gesagt, seltsam. Er hatte im Laufe der Zeit bereits die merkwürdigsten Ideen produziert. Als das Geschäft schwieriger wurde wegen der Billigkonkurrenz und durch Bestattungen im Ausland, setzte er sich mit einem ortsansässigen Hotelier zusammen und kam auf die Idee, eine Art Hotel für Selbstmörder zu eröffnen. Es sei nun einmal so, dass ein gewisser Prozentsatz von Menschen freiwillig aus dem Leben scheide. Warum sollte man einen Teil dieser Leute nicht in einem speziellen Hotel bündeln und die ganze Sache dann über ein angeschlossenes Bestattungsinstitut abwickeln? Die Umsetzung scheiterte dann an rechtlichen Bedenken des hinzugezogenen Juristen. Dieser meinte, dass Hotelier und Bestatter dann bei jedem dieser Fälle mit einer Anklage wegen Sterbehilfe rechnen müssten. Aber so ganz war diese Sache noch nicht aus Alfies Kopf verschwunden. Irgendwann würde er schon den richtigen Dreh finden. Wenn er nur ein Prozent des deutschen Suizid-Marktes für sich bekäme, wäre er ein gemachter Mann. Mal ganz abgesehen von den Vorteilen für die Sterbewilligen. Die könnten in aller Ruhe in einer schönen Umgebung der Welt Lebewohl sagen. Mit etwas Fantasie könnte ein Hotelier hübsche Arrangements für den Tag X anbieten. Ein letztes gutes Essen, Musik, schöne Frauen oder auch Männer, auf Wunsch geistlichen Beistand oder ein letztes Besäufnis.

Inzwischen hatte Alfie aufgehört zu lesen und hing seinen Gedanken nach. Da kam eine Frau über die Straße auf ihn zugestolpert. Eigentlich mehr ein Dragoner als eine Frau. Das große Blumenmuster ihres Kleides stellte ihre üppige Figur noch heraus. Mit grimmigem Gesichtsausdruck gab sie ein lautes Guten Morgen von sich, während Alfie sich erhob.

»Guten Morgen, meine Dame. Kann ich etwas für Sie tun?«

»Das will ich hoffen.«

»Dann lassen Sie uns hineingehen.«

Sie steuerten auf die Sitzecke am Ende des Ladens zu und die Frau begann sofort zu erzählen: »Mein Mann hat das Zeitliche gesegnet und ich muss ihn nun unter die Erde kriegen.«

»Oh, darf ich Ihnen mein aufrichtiges Bei…«

»Das können Sie sich sparen. Ich bin nicht in Trauer. Er ist so gestorben, wie er es sich gewünscht hat. Und ich habe jetzt den Salat und muss mich um alles kümmern. Ich will, dass es so schnell und unkompliziert wie möglich über die Bühne geht. In die Kiste packen, ab zum Verbrennen und die Asche entsorgen. Keine Trauerfeier, keine Blumen, kein Schnickschnack, nichts. Schnell und billig.«

»Gut, dann rate ich zu einem preiswerten Sarg aus Fichte, solch einen, den das Sozialamt zahlen würde, wenn mittellose Menschen sterben.«

»Genau so einen nehmen wir.«

»Innenausstattung…«

»Brauchen wir nicht«, unterbrach sie ihn.

»Kleidung?«

»Brauchen wir auch nicht. Von mir aus können Sie ihn nackt reinlegen. Genau so, wie er gestorben ist. Er lag nackt auf einer Frau, als er seinen letzten Atemzug machte. Und so kann er von mir aus auch in die Kiste gepackt werden.«

»Oh, das ist allerdings unüblich. Wir müssen schon auf die Würde…«

»Quatsch! Er hatte zu Lebzeiten keine Würde, und jetzt ist es zu spät dafür. Legen Sie ihn doch auf den Bauch. Dann kann er sich mit dem Arsch zudecken.«

»Hahaha, der war gut! Also, ich vermute mal, dass Ihnen der Verblichene in letzter Zeit keinen Anlass zur Freude gegeben hat.«

»Das können Sie laut sagen. Jahrelang hat er nur herumgehurt, dieser, dieser…«

»Möchten Sie einen Cognac?«

Alfie regelte alles im Sinne seiner Kundin. Und nach dem zweiten Cognac hatte sich die Dame auch weitgehend abgeregt. Da bewegte sich ein Stück weiter ein Sargdeckel. Die Frau traute ihren Augen nicht, als sich plötzlich aus dem Sarg ein junger Mann erhob: Markus, der Sohn des Hauses. Sie fing hysterisch an zu schreien. Aber Alfie konnte sie sofort beruhigen: »Keine Angst, das ist mein Sohn Markus. Er ist nicht tot.«

»Oh, tut mir leid, wenn ich Sie erschreckt habe. Aber es ist gestern so spät geworden, und ich hatte den Wohnungsschlüssel vergessen. Da habe ich halt hier übernachtet,« sagte ein verschlafener Markus Witzki.

»Wollen Sie mich gleich mit beerdigen? Ich wollte eigentlich noch die Pension meines Mannes genießen.«

Dann brach die Dame lauthals in Gelächter aus und bat um einen dritten Cognac.

Als sie den Laden verließ, hatte sie gute Laune. Ihre Wut war von drei Gläsern Cognac wie verflogen. Und Alfie würde sich um alles kümmern. Sie hatte auch bereits bezahlt. Dieses Kapitel ihres Lebens war abgeschlossen. Diesen Alfie konnte man nur empfehlen. Im Hinausgehen sagte sie dann noch lachend: »Sie haben übrigens genau den richtigen Namen für einen Bestattungsunternehmer: Witzki. Und die Nummer Ihres Sohnes, der aus dem Sarg emporsteigt, war auch nicht schlecht.«

»Das sehe ich auch so. Also, viel Spaß dann als lustige Witwe.«

Als Markus sich gerade nach oben in die Wohnung begeben wollte, kam sein Vater hinter ihm her und griff ihm ins Genick: »Sag mal, bist du noch ganz bei Trost? Eine sensiblere Frau hättest du mit deinem Auftritt glatt umgebracht.«

»Ja, ich weiß. Aber ich bin gestern versackt und habe es dann nicht mehr die Treppe hoch geschafft. Und den Schlüssel habe ich auch nicht gefunden. Da hab ich mich halt in die Kiste gelegt. Ist übrigens schön bequem das Modell.«

Kopfschüttelnd ließ er seinen Sohn ziehen.

In den hinteren Räumlichkeiten hatte Rebecca schon angefangen zu arbeiten. Rebecca war etwas Besonderes. Wenn man ihr bei der Arbeit zuschaute, konnte man meinen, sie war die Anmut selbst. Mittelgroß, grazil gebaut, langes braunes Haar und ein Lächeln zum Dahinschmelzen. Ihre sanfte Stimme tat den Rest, um dieses wundervolle Wesen einfach zu lieben. Zwar war auch ihre Mutter eine wunderbare Frau, aber eine solche Tochter zu haben, war für Alfie ein Geschenk, für das er Gott dankbar war. Dass ausgerechnet er dieses elfenhafte Geschöpf gezeugt hatte, würde er wohl nie begreifen.

Rebecca liebte ihre Arbeit. Sie war es, die Hinterbliebenen ihr Mitgefühl so zeigen konnte, dass man es ihr abnahm. Sie befragte auch die Angehörigen, wie der Verstorbene gewesen war, was er gemocht hatte und was nicht. Stets erkundigte sie sich nach der Lieblingsmusik eines Verblichenen. Und wenn sie ihn dann zurechtmachte, stellte sie die entsprechende Musik an. So hörte man aus den hinteren Zimmern nur selten ein Requiem. Viel öfter kam es vor, dass Rebecca Rock oder Volksmusik spielen musste. Heute hörte man Shanties, da der Mann, den sie gerade zum letzten Mal schön machte, zur See gefahren war und diese Musik geliebt hatte. Rebecca zelebrierte es geradezu, einen Menschen für seine letzte Reise erstrahlen zu lassen. Und viele Angehörige waren erstaunt, wenn sie den Vestorbenen dann zum letzten Mal anschauten.

In ihrem privaten Umfeld ging es auch nicht viel unterhaltsamer zu als in ihrem Beruf. Rebecca pflegte nicht viele Kontakte. Nicht, dass sie es nicht gewollt hätte. Sie konnte auch fröhlich sein und mit Freunden herumschnattern. Sie wäre auch gern mal tanzen gegangen. Aber es gab nicht allzu viele Menschen, die Interesse an ihrer Gesellschaft hatten. Zum einen schreckte ihr Beruf manch einen davor ab, näheren Kontakt zu ihr aufzubauen. Und zum anderen war sie ein dezent zurückhaltender Typ. Nichts war ihr ein größeres Gräuel als Aufdringlichkeit und Oberflächlichkeit. Von daher war sie durchaus auch wählerisch. Mit Menschen ohne Herz und Verstand konnte sie nichts anfangen. Einen festen Freund hatte sie noch nie gehabt. Und die Zahl der Freundinnen hatte in den letzten Jahren stetig abgenommen, weil Rebecca solo war und nicht das fünfte Rad am Wagen sein wollte, da fast alle immer einen Partner hatten. Trotzdem empfand sie ihr Dasein nicht als trist. Ihre Familie bedeutete ihr viel. Ihre Mutter war in ihren Augen eine großartige Frau. Ein ruhender Pol, ein vernunftbegabter Mensch und doch voller Herzlichkeit. Und ihr Vater war einfach prima. Manchmal übertrieb er es zwar mit seiner merkwürdigen Art von Humor und seinen abstrusen Vorstellungen. Aber sie liebte ihn von Herzen. Und dann war da noch Markus, ihr Bruder. Er nahm das Leben leicht, wollte immer seinen Spaß haben. Das war zwar nicht ihr Weg. Aber insgeheim bewunderte sie ihn dafür. Rebecca hatte die Kirche, in der sie sich engagierte. Und sie hatte ihre Bücher. Sie liebte Musik, Theater und Kino. Blöd war es immer, wenn sie niemanden fand, der mit ihr solche Veranstaltungen besuchte. Denn natürlich teilte sie gern ihre Begeisterung mit anderen. Heute Abend würde sie jedoch angenehme Gesellschaft haben. Es war Chorprobe. Sie sang mit Begeisterung im Kirchenchor.

Am späten Nachmittag war Rebecca mit ihrer Arbeit fertig. Sie hatte noch eine Verabredung mit Ina, einem fünfzehnjährigen Mädchen aus der Nachbarschaft. Ina war schlecht in der Schule, und Rebecca half ihr, wenigstens einen einigermaßen vorzeigbaren Hauptschulabschluss zu machen. Vielleicht würde es ja sogar gelingen, die Mittlere Reife zu bekommen. Seit sie sich um das Mädchen kümmerte, war sie schon erheblich besser geworden. Sie war einfach etwas langsam im Denken, aber von der Mentalität her und auch vom Äußeren ähnlich wie sie selbst. Ein zurückhaltendes, liebes Mädchen, bei dem nichts von irgendwelchen pubertären Ausfällen zu spüren war. Auf eine angenehme Art unschuldig, noch recht weit vom Erwachsensein entfernt.

Als sie mit dem Lernen fertig waren, unterhielten sie sich noch über das Buch, das Rebecca ihr letzte Woche gegeben hatte: »Seitdem du so viel liest, wird deine Allgemeinbildung ständig besser.«

»Meiner Deutschlehrerin ist das auch schon aufgefallen. Mir selbst ist das gar nicht bewusst. Aber es macht Spaß, wenn man mitreden kann.«

Als sie gegangen war, dachte Rebecca noch eine Weile über Ina nach. Sie hatte es nicht leicht und würde es wohl auch nie leicht haben. Ihre Mentalität war nicht geeignet, den nicht immer guten Absichten ihrer Mitmenschen etwas entgegenzusetzen. Im Gegensatz zu ihr selbst war Ina auch noch leichtgläubig, fast naiv. Sie ahnte nichts Böses hinter einer schönen Fassade. Ihre Mutter war vollauf damit beschäftigt, sich und ihre Tochter durchzubringen. Einen Vater hatte sie nicht. Der war schon verschwunden, als die Mutter schwanger gewesen war. Hoffentlich würde es Ina eines Tages nicht auch so ergehen.

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