Alles, was bleibt oder Ein Haus in Wien - Doris Fleischmann - E-Book

Alles, was bleibt oder Ein Haus in Wien E-Book

Doris Fleischmann

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Beschreibung

Ein Haus in Wien. Sechs Existenzen. Sechs brüchige Sicherheiten. Jeder der Bewohner tanzt auf einem Seil. Was passiert, wenn alle Netze reißen? Wohin fällt man? Wer fängt einen auf? Und auf wie viele Arten kann man fallen? Ein kauziger Antiquitätenhändler will seine Jugendliebe wiederfinden. Ein Sohn versucht, seinen eigenen Weg zu gehen. Eine junge Frau kommt hinter das Geheimnis ihres Lebens. Und dann sind da noch eine mäßig erfolgreiche Schriftstellerin, eine gealterte Primaballerina und eine gescheiterte Buchhändlerin: Sie alle verbindet nicht mehr als das Haus, in dem sie leben - oder ist da doch noch etwas?

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Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2018

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ALLES, WAS BLEIBT ODER EIN HAUS IN WIEN

DORIS FLEISCHMANN

ALLES, WAS BLEIBT ODER EIN HAUS IN WIEN

Roman

Literaturgruppe Textmotor

Lektorat: Teresa Profanter

Umschlaggestaltung: Nikola Stevanović

Satz: Daniela Seiler

Hergestellt in der EU

Doris Fleischmann

Alles, was bleibt oder Ein Haus in Wien

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung von:

MA 7 – Kulturabteilung der Stadt Wien

Land Niederösterreich

Alle Rechte vorbehalten

© HOLLITZER Verlag, Wien 2018

www.hollitzer.at

ISBN 978-3-99012-461-1

Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.

Giuseppe Tomasi di Lampedusa (Der Leopard)

PROLOG

Christiane Winter blieb vor ihrem Wohnhaus stehen. Auch Touristen taten dies oft, um die bereits verblasste Inschrift auf der Tafel zu entziffern, die links neben dem Eingang zur Buchhandlung angebracht war.

Zur Erinnerung an den Lyriker Georg Trakl, der hier im Oktober 1912 die Räumlichkeiten im vierten Stock bewohnte, um an seinen Herbstgedichten zu arbeiten.

„Sonne, herbstlich dünn und zag,

Und das Obst fällt von den Bäumen.

Stille wohnt in blauen Räumen

Einen langen Nachmittag …“

Ob Trakl damals schon geahnt hatte, welche Tragödie sich viele Jahre später im vierten Stock ereignen sollte? Diese furchtbare Stille an jenem Nachmittag vor sieben Jahren war Christiane noch deutlich in Erinnerung.

Es war ein eigenwilliges Haus, in dem sie wohnte. Anfang 1912 war es als Hotel im ländlichen Stil eröffnet worden. Über der einzigen Auslage der Buchhandlung war noch der schnörkelige Schriftzug „Weidmannsheil“ zu lesen. Das Gebäude konnte schon damals nicht in diese Straße gepasst haben, die heute den Autoverkehr mehrspurig in die Innenstadt führte. Das Haus war schmal und hoch, jede Partei bewohnte eine eigene Etage, aber die Wohnungen waren nicht besonders groß. Es gab – sie eingeschlossen – fünf Eigentümer und Frau Wolf, die seit einigen Jahren die Buchhandlung im Erdgeschoss betrieb.

Lange Zeit war das Gebäude als Studentenwohnheim geführt worden, dass es zuvor auch ein Stundenhotel gewesen war, wussten nicht sehr viele. Sie war auch nur durch Zufall darauf gestoßen, bei ihrer Recherche im Bezirksmuseum Margareten. Vor Frau Wolf hatte es hier noch andere Gewerbetreibende gegeben. Vierzig Jahre lang konnte man im Erdgeschoss ein plüschiges Programmkino besuchen, danach jahrelang in einer Diskothek abtanzen, vorübergehend in einem Billigmarkt einkaufen und zum Schluss in einem jugoslawischen Boxclub trainieren.

Christiane öffnete die Eingangstür und betrat das Foyer. Hier hing ein Foto der ehemaligen Jugendboxmannschaft, allerdings etwas schief. Sie rückte es gerade. Durch die Glastür konnte sie in den kleinen Innenhof sehen. Einmal im Jahr traf man sich dort, um das Hausfest zu feiern, ein paar Tage noch, dann war es soweit. Der Wetterdienst hatte ein Hoch angekündigt, aber im Monat April konnte man nie sicher sein …

Christiane hatte die Einladungen vom Copyshop geholt, um sie zu verteilen. Sie nahm eine für Frau Wolf aus der Tasche und steckte sie in deren Postfach. Die Buchhandlung öffnete erst um zehn Uhr. Christiane musste an die Speisen denken, die Frau Wolf in den vergangenen Jahren zum Fest mitgebracht hatte. Wenigstens ernährte sie sich seit einem Jahr nicht mehr vegan. Es war aber auch ein Spaß gewesen, das Essen von Frau Wolf zu bekritteln: ihre staubtrockenen Bröselkuchen, die sich bei der ersten Berührung pulverisierten; ihr Boeuf Stroganoff aus Fleischersatz, das wie Styropor quietschte, wenn man es zwischen den Zähnen zermalmte; ihre Vegiwürstchen, die man auf einen eigenen Griller zu legen hatte, damit sie mit den Bratwürsten und Koteletts der anderen nicht in Berührung kamen.

Christiane stieg die Stufen in den ersten Stock hinauf. Es war so still im Haus, dass sie das Gefühl hatte, alleine auf der Welt zu sein. Das Gebäude war leider zu schmal, um nachträglich noch einen Lift einzubauen, und ihr Atem ging etwas schneller, wie immer, wenn sie die Stufen hinauf- oder hinunterlief.

Im ersten Stock wohnte Frau Bäumer, die um diese Zeit noch schlief. Christiane warf die Einladung durch den Türschlitz. Frau Bäumer war seit zwanzig Jahren verwitwet. Als junge Frau war sie eine hübsche Ballerina gewesen, noch heute ließen sie ihre modische Garderobe und ihre perfekte Frisur weit jünger erscheinen, als sie tatsächlich war.

Christiane stieg die Stufen zum zweiten Stock hinauf. Hier wohnte sie selbst. Sie war Schriftstellerin, leider keine sehr erfolgreiche. Ihre Eltern hatten ihr etwas Geld hinterlassen, damit bestritt sie ihre täglichen Ausgaben, nahm immer wieder Nebenjobs an. Wenn sie darüber nachdachte, war es früher auch nicht besser gewesen. Warum war sie nur so lange bei ihrem depressiven Mann, einem glücklosen Baumeister, geblieben? Schlussendlich war er gegangen und hatte ihr die Wohnung überlassen.

Christiane ging weiter in den dritten Stock hinauf. Hier lebte Familie Hartmann. Er war Abteilungsleiter in einem internationalen Pharmakonzern, seine Frau arbeitete in derselben Firma als Sekretärin. Langweilige Menschen, stets auf Distanz, nahmen nie am Hausfest teil, bis auf ihren Sohn Sebastian, der mit seinen neunzehn Jahren der jüngste Hausbewohner war. Christiane schrieb Sebastians Namen auf die Einladung und warf sie durch den Türschlitz. Sie hatte keine Lust zu klingeln und eventuell auf das Ehepaar Hartmann zu treffen. Sebastian war um diese Zeit bereits in der Schule. Er wiederholte die letzte Klasse der Handelsakademie und mittlerweile zweifelte jeder im Haus daran, ob er diese jemals mit Matura abschließen würde. Ihm selbst schien das egal zu sein. Er engagierte sich in sozialen Projekten, wusste aber nicht, was er später einmal beruflich machen wollte.

Im vierten Stock angekommen, legte Christiane die Einladung auf den Fußabstreifer. Der Türschlitz war seit Jahren zugeklebt. Hier wohnten Selma und Sofia, zwei junge Studentinnen. Selma schlief höchstwahrscheinlich noch, Sofia war wohl bereits auf dem Weg zur Uni. Selmas Mutter Katharina war Christianes beste Freundin gewesen. Sie hatten in einer Bäckerei gearbeitet, waren ein eingespieltes Team gewesen, das sich gegenseitig Halt gab, wenn es zu Hause wieder einmal krachte. Selma war ein schwieriges Kind gewesen. Katharina, als Alleinerzieherin, war nie gut mit ihr zurechtgekommen, und Christiane hatte regelmäßig als Ersatzmutter einspringen müssen. Der Aufdruck „My home is my castle“ auf dem alten Fußabstreifer war beinahe nicht mehr zu lesen. Christiane hatte diese Matte vor Jahren gekauft und sie Katharina geschenkt. Nachdem Selma mit vierzehn ihren ersten Nervenzusammenbruch hatte, wurde sie lange Zeit psychiatrisch betreut. Als endlich der Eindruck entstand, Selma wäre wieder gesund, passierte das Unglück mit ihrer Mutter. Katharina sprang aus dem Küchenfenster im vierten Stock. Sie könne ihr Leben nicht mehr länger ertragen, die finanziellen Schwierigkeiten und die Sorgen um ihre kranke Tochter seien ihr über den Kopf gewachsen, so hatte sie es zumindest auf den Küchenblock gekritzelt.

Am Tag nach Katharinas Begräbnis verabschiedete sich Christianes Mann aus ihrem Leben. Roberts jahrelanger Alkoholkonsum hatte sein Wesen so stark verändert, dass ein Zusammenleben mit ihm unerträglich geworden war – nicht nur für Christiane. Niemand im Haus fragte jemals wieder nach ihm, was auch nicht verwunderlich war, vor allem nach dem Skandal mit der Belüftungsanlage.

Unter dem Dach wohnte Daniel Goldmann, sofern er in der Stadt war. Als Antiquitätenhändler reiste er viel herum. Christiane erledigte seine Korrespondenz und Buchhaltung.

Sie betrat die Dachwohnung, für die sie mittlerweile einen Schlüssel besaß. Goldmann war ein Gewohnheitsmensch, er tat nie etwas Unvorhergesehenes. Sie arbeitete gerne für ihn, obwohl er sich nach wie vor weigerte, ein Handy zu benützen. Goldmann hatte ihr in seiner Wohnung eine kleine Büroecke mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt eingerichtet. Auch wenn sie nichts für ihn zu tun hatte, verbrachte sie beinahe täglich einige Stunden dort, um an ihren eigenen Texten zu arbeiten. Es war sinnlos, Goldmann eine Einladung zum Hausfest zu hinterlegen. Er würde sowieso nicht kommen.

Christiane setzte sich an den Büroschreibtisch, fuhr den Computer hoch und erwartete, eine Nachricht von Goldmann vorzufinden. Aber da war nichts. Planmäßig hätte er gestern in London ankommen müssen. Zwei Kunden fragten nach, wie es mit den gewünschten Bildern aussehe, aber es gab keine Nachricht von ihm, ob er erfolgreich gewesen war. Das war noch nie vorgekommen. Jetzt wäre ein Handy wirklich von Nutzen!

Jedesmal, wenn Christiane Goldmanns Wohnung betrat, war es für sie wie eine Reise in die Vergangenheit. Selbstverständlich lebte ein Antiquitätenhändler inmitten alter Möbel und Kunstwerke, ein modernes Loft mit viel Stahl und Glas wäre doch für einen Mann seines Berufs höchst unpassend gewesen.

Bei manchen Menschen hatte Christiane das Gefühl, sie wären schon so zur Welt gekommen, mit all ihren charakterlichen Stärken und Schwächen, die sie im Erwachsenenleben einzigartig machten. Goldmanns Eltern waren bei seiner Geburt bereits fünfundvierzig Jahre alt gewesen, hatte er ihr erzählt. Er war ein spätgeborenes Kind zweier früh alt gewordener Menschen, die nach dem Schrecken des Holocausts keine Heimat mehr finden konnten. Vielleicht rührte daher seine Liebe zu Antiquitäten? Seine Eltern hatten sich damals in ihrer Wohnung eine eigene Welt geschaffen, ein Refugium, das ihnen Geborgenheit vermittelte und Sicherheit geben sollte. Es hatte Jahre gedauert, bis Goldmann soweit Vertrauen gefasst hatte, dass er außer seiner damaligen Haushälterin auch Christiane die Schlüssel zu seiner Wohnung anvertraut hatte, und es waren weitere Jahre ins Land gezogen, bis er ihr auch Privates erzählt hatte. Sie schloss die Tür zur Dachwohnung ab, ging in ihre eigene Wohnung zurück. Sie versuchte sich ihrem Romanprojekt zu widmen, aber es war ihr nicht möglich, sich aufs Schreiben zu konzentrieren.

Am Nachmittag nahm sie nochmals die Stufen zu Goldmanns Wohnung in Kauf, um sich zu vergewissern, ob er sich vielleicht doch noch gemeldet hatte. Aber nach wie vor keine Nachricht von ihm, weder am Anrufbeantworter noch bei den Geschäfts-E-Mails. Sie schrieb Goldmann, dass sie sich Sorgen mache und dass er sich bitte rasch melden solle.

Wo mochte er sein? Im nächsten Monat stand sein siebzigster Geburtstag an. War es möglich, dass er deshalb in Panik geraten war? Christiane war ratlos.

DANIEL GOLDMANN

Daniel Goldmann wurde in den Sitz gedrückt, die Maschine gewann rasch an Höhe, flog eine leichte Kurve. Er sah aus dem Kabinenfenster auf das nächtliche London unter ihm. War es Zufall gewesen, dass er am Morgen ein Schreiben seiner Cousine Elsa im Briefkasten vorgefunden hatte? Normalerweise sah er nie nach der Post, schon gar nicht, wenn er sich mit Koffer und Mantel auf den Weg zum Flughafen machte. Seine Assistentin Christiane Winter kümmerte sich um alles. Es gab nichts in seinem Leben, was nicht hätte warten können. Am Gate in Wien war noch Zeit gewesen, und er hatte zum wiederholten Mal den Brief gelesen. Unglaublich, sie hatte ihm geschrieben, Elsa, seine einzige lebende Verwandte, zehn Jahre älter als er, die er seit sechzig Jahren nicht mehr gesehen hatte.

„Kaddisch musst keines für mich sprechen, nicht beten. Aber so gern möcht ich dich noch mal sehen, lieber Dani. Weißt, ich hab mich schon fast in der Erd.“

Nachdem er am Flughafen Heathrow gelandet war, hatte Daniel auf der Anzeigetafel gesehen, dass ein Abendflug nach Rio de Janeiro angesetzt war. Sollte er sofort weiter zu Elsa reisen oder, wie geplant, zuerst die beiden Auktionen in London besuchen? Er verspürte ein flaues Gefühl im Magen. Sein ganzes Leben lang hatte er sich noch nie zu einer spontanen Aktion hinreißen lassen. Es widersprach seinem Naturell und doch spürte er eine aufkommende Abenteuerlust. Was sollte schon passieren? Die Kunden konnten warten, und Frau Winter würde gut ohne ihn zurechtkommen. Aber Elsa? Elsa konnte vielleicht nicht mehr lange warten. Daniel überlegte hin und her und seine Neugierde siegte.

Er hatte den letzten Sitzplatz für den Flug nach Rio ergattert. Das nächtliche London war seinem Blick längst entschwunden, nun blätterte er in dem bunten Magazin der Fluglinie. Südamerika! Er war noch nie dort gewesen.

Das Austeilen des Abendessens dauerte lange. Daniel verspürte Hunger, sein Magen knurrte. Am Nachmittag hatte er nur einen kleinen Snack am Flughafen zu sich genommen. Nachdem die Flugbegleiterin endlich auch ihm das Tablett gegeben hatte, konnte er nur wenige Bissen essen. Es gab Gemüseauflauf, wie früher bei ihm zu Hause jeden Freitag. Die Erinnerung an seine Eltern war mit einem Mal da, ganz klar sah er die beiden vor sich, obwohl sie bereits vor langer Zeit verstorben waren.

Sie hatten nie mit ihm darüber geredet, aber er wusste von Elsa, dass alle drei Auschwitz überlebt hatten und danach nach Palästina übersiedelt waren. Daniel war in Tel Aviv zur Welt gekommen und viel später, als sie bereits in Wien gewohnt hatten, ohne Elsa, war eines Tages das Gerücht aufgekommen, Hitler wäre noch am Leben. Das hätte seine Eltern fast um den Verstand gebracht, erinnerte sich Daniel. Sie verließen die Wohnung nicht mehr, und er durfte nicht mehr zur Schule gehen.

Nach ein paar Tagen hatte es an der Wohnungstür geläutet. Daniel hatte durch das Guckloch geblickt, direkt in die Augen seiner Klassenlehrerin Frau Klauser. Aus der zeitlichen Distanz erschien ihm das alles sehr lächerlich. Das Missverständnis war auch rasch aufgeklärt gewesen, aber es änderte nichts am Misstrauen seiner Eltern. In Tel Aviv waren die Türen offen gestanden, in Wien hielt man sie fest verschlossen.

„Bald bist der letzte Goldmann, Dani. Reden wir Tacheles. Unsre Familie, alle sind gstorbn, viel zu früh. Den Hitler haben nur wir überlebt. Weißt du, warum?“

Das hatten sich seine Eltern auch bis an ihr Lebensende gefragt, bei der Suche nach einer Antwort hatte er ihnen nicht behilflich sein können – und sie ihm nicht dabei zu leben. Er wäre gerne wie seine Mitschüler am Wochenende mit seinen Eltern in den Prater gegangen oder in ein Gasthaus oder zu einem Kindergeburtstagsfest, aber er hatte gewusst, dass sie dafür kein Verständnis gehabt hätten.

Daniel tat sich schwer, Freundschaften zu knüpfen, mit einer Ausnahme: Hannah Katz. Aber das war in Tel Aviv gewesen, und er hatte sie nie wiedergesehen. Nicht einmal seinen Eltern hatte er jemals von seiner großen Liebe zu Hannah erzählt.