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Entdecken Sie die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Knoblauch! Ob als aromatisches Gewürz in der Küche oder als Booster für Ihre Gesundheit – Susan Branson verrät Ihnen, wie Sie die entzündungshemmende, antibiotische, antimykotische und antiparasitäre Wirkung der Knolle voll ausschöpfen. Nutzen Sie Knoblauch, um auf sanfte Art – virale und bakterielle Infektionen wie Erkältung, Grippe oder Hepatitis zu lindern, – die Kollagenproduktion und Wundheilung der Haut anzuregen, – die Behandlung von Krebs und Alzheimer zu unterstützen, – Beschwerden wie Durchfall, Schuppen, Haarausfall, Muskelkater oder Kurzatmigkeit zu behandeln und – lästige Schädlinge wie Läuse, Zecken oder Ameisen in Haus und Garten zu bekämpfen. Somit ist Knoblauch ein nachhaltiger und wirksamer Alleskönner für Ihre Gesundheit, Schönheit, Wohlbefinden und den Haushalt!
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Seitenzahl: 172
Veröffentlichungsjahr: 2024
Susan Branson
ALLESKÖNNER KNOBLAUCH
Susan Branson
ALLESKÖNNER KNOBLAUCH
Das Immunsystem stärken
Infektionen natürlich behandeln
Schädlinge effektiv bekämpfen
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Wichtiger Hinweis
Dieses Buch ist für Lernzwecke gedacht. Es stellt keinen Ersatz für eine individuelle medizinische Beratung dar und sollte auch nicht als solcher benutzt werden. Wenn Sie medizinischen Rat einholen wollen, konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Arzt. Der Verlag und die Autorin haften für keine nachteiligen Auswirkungen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit den Informationen stehen, die in diesem Buch enthalten sind.
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.
1. Auflage 2025
© 2025 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285–0
Die englischsprachige Originalausgabe erschien 2018 bei Familius Christopher Robbins, 388 Trout Lake Drive, Sanger California 93657, USA. Arranged via Licensor’s Agent: DropCap Inc. unter dem Titel 101 Amazing Uses for Garlic: Prevent Coldes, Soothe Toothaches, Repair Glass, and 98 more! © 2018 by Susan Branson. All rights reserved.
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wir behalten uns die Nutzung unserer Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor.
Übersetzung: Mareike Weber
Redaktion: Inez Ulrich
Umschlaggestaltung: Manuela Amode
Umschlagabbildung: AdobeStock/sdecoret; olliethedesigner; DESIGN ARTS
Bilder im Innenteil: AdobeStock/sdecoret; olliethedesigner; DESIGN ARTS; nidhi07; warmworld
Satz: Röser MEDIA GmbH & Co. KG, Karlsruhe
eBook: ePUBoo.com
ISBN Print 978-3-7423-2750-5
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-2513-3
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
Für meine Parkland-Community
#MSDStrong
Einführung
Knoblauch, die geliebte Knolle
Der universelle Reiz des Knoblauchs im Lauf der Zeit
Was Sie über Knoblauch wissen müssen
Wie viel können Sie bedenkenlos zu sich nehmen?
1 Die Gesundheit verbessern
Asthma
Bronchitis
Husten
Erkältungen
Kurzatmigkeit
Atherosklerose
Angina pectoris
Bluthochdruck
Blasenkrebs
Brustkrebs
Dickdarmkrebs
Gutartige Erkrankungen der Brust
Leukämie
Lungenkrebs
Magenkrebs
Magengeschwüre
Multiples Myelom
Prostatakrebs
Speiseröhrenkrebs
Alzheimer-Krankheit
Kognitive Funktion
Candidose
Fußpilz
Leistenflechte
Nagelpilz
Ringelflechte
Soor
Vaginale Pilzinfektionen
Warzen
Hühneraugen
Trichomoniasis
Chagas-Krankheit
Giardiasis
Malaria
Mukoviszidose
Diabetes
Erhöhtes Cholesterin
Diphtherie
Escherichia coli
Listeriose
Karies
Salmonellenvergiftung
Staphylokokken-Infektion
Tuberkulose
Arthrose
Gicht
Osteoporose
Rheumatoide Arthritis
Sklerodermie
Grippe
Hepatitis B und C
Colitis ulcerosa
Bleivergiftung
2 Sich rundum wohlfühlen
Durchfall
Fieber
Heuschnupfen
Kopfschmerzen und Migräne
Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Hämorrhoiden
Vergrößerte Prostata
Chronisches Erschöpfungssyndrom
Blutverdünner
Diuretika
Zahnschmerzen
Prothesenbedingte Stomatitis
Wundheilung
Läuse
Altern
Schutz der Nieren
Schutz der Leber
Muskelkater und -schmerzen
Trainingsleistung
Gewichtsverlust
Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall)
Schuppen
Schutz vor Strahlung
Schwimmer-Ohr
Schlangenbisse
3 Schädlinge loswerden
Ameisen
Bandwürmer
Maulwürfe
Roter Magenwurm bei Tieren
Schlangen
Schwarzkäfer
Spinnen
Stechmücken
Zecken
Echter Mehltau
Fusariose
Spinnmilben
4 Außergewöhnliche Anwendungen
Aphrodisiakum
Deko für Geschenke
Desinfektionsspray
Gesprungenes Glas reparieren
Köder und Lockmittel
Klebstoff
Kränze
Seekrankheit
Splitter
Weihnachtliche und festliche Dekorationen
Über die Autorin
Quellenverzeichnis
Knoblauch ist nah verwandt mit Zwiebeln, Schnittlauch, Lauch und Schalotten. Er wächst unterirdisch als Knolle und ist von einer papierartigen Haut umgeben; die Knolle ist in Zehen genannte Abschnitte unterteilt. Die hellgelben Zehen sind der Bestandteil des Knoblauchs, der beim Kochen und für medizinische Zwecke verwendet wird. Der Geruch ist eindeutig, und wenn man ihn einmal gerochen hat, wird man sein wunderbar einzigartiges Aroma nie wieder vergessen. Klein geschnitten, gehackt oder püriert entfaltet sich die starke, scharfe und würzige Essenz. Wird er gekocht, mildert sich der Geschmack und wird süßlich.
Knoblauch enthält über 2000 biologisch aktive Komponenten, Geschmack und Aroma jedoch stammen von der Schwefelverbindung Alliin. Diese Verbindung bildet bis zu 1,15 Prozent der ganzen, frischen Knoblauchzehen, getrockneter Knoblauch kann sogar mehr enthalten.
Alliin ist nicht stabil. Sobald die Zehe aufgeschnitten oder zerdrückt wird, wird daher das Enzym Alliinase aus den Zellen freigesetzt und wandelt das Alliin zu Allicin um, die geruchsbildende Verbindung. Der charakteristische Knoblauchgeruch kann mehrere Stunden im Atem bestehen bleiben. Um die Intensität zu verringern, sollte man sofort Minzblätter, rohe Salatblätter oder rohe Äpfel konsumieren.1 Diese Nahrungsmittel beinhalten chemische Stoffe, die die geruchsbildenden Verbindungen des Knoblauchs neutralisieren können.
Es wird vermutet, dass primär schwefelhaltige Verbindungen und ihre Derivate die Ursache für die große biologische Aktivität des Knoblauchs sind, jedoch könnten auch andere vorkommende Verbindungen therapeutische Funktionen haben. Knoblauch zeigt antimikrobielle, antientzündliche und antioxidative Aktivität. Er verbessert den Kreislauf, senkt den Blutzuckerspiegel, bekämpft gezielt Krebszellen und schützt die Leber und die Nervensysteme.
Knoblauch wurde und wird weiterhin ausgiebig erforscht, in der Hoffnung, das volle und weit reichende Potenzial zu ermitteln, das diese Knolle auf die menschliche Gesundheit hat.
Knoblauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen und entstand vor mehr als 5000 Jahren in Sibirien oder Zentralasien. Nach seiner Entdeckung verbreitete er sich schnell in verschiedenen Ländern und Kulturen. Über die Jahrhunderte wurde er als Nahrungs-, Heilmittel und Währung verwendet. Auch in der Mystik und der Zauberei tauchte er auf. Die Ägypter legten Knoblauchknollen aus Ton in Gräber, vermutlich als Geschenke für die Götter oder als Finanzmittel für das Leben nach dem Tod. So wurde es beispielsweise im Grab Tutanchamuns praktiziert.2 Auch die Lebenden schätzten den Knoblauch und bezahlten damit Sklaven, die die Pyramiden bauten.3 Diese Sklaven aßen den Knoblauch, da sie glaubten, er gebe ihnen Kraft und Nährstoffe. Nicht aber die oberen Klassen. Sie setzten den Knoblauch lieber für medizinische und mystische Zwecke ein. Eines der ältesten ägyptischen medizinischen Dokumente, Papyrus Ebers, erwähnt die Anwendung von Knoblauch bei allgemeinem Unwohlsein, Parasiten und Kreislaufbeschwerden. Sie verwendeten ihn auch als Währung. Für 15 Pfund erhielten sie einen gesunden männlichen Sklaven.
Die alten Griechen machten es den Ägyptern nach und ließen ihre Soldaten vor der Schlacht Knoblauch essen, um die Vitalität zu erhöhen. Athleten in den frühen Olympischen Spielen wendeten ihn an, um ihre Leistung zu verbessern.4 So überrascht es nicht, dass Hippokrates der Knoblauch wohl bekannt war und er ihn bei Lungenproblemen, Bauchfett und zur Entgiftung verschrieb.5 Obwohl Knoblauch eine regelmäßige Zutat in der griechischen Ernährung war, wurde sein Geruch nicht überall toleriert. Wollte jemand mit nach Knoblauch riechendem Atem zum Gebet oder zur Ehrung die Tempel betreten, wurde ihm der Zugang verweigert. Die Römer übernahmen viele medizinische Methoden der Griechen und behielten die Tradition bei, die Nahrung ihrer Soldaten und Seemänner mit Knoblauch anzureichern.6 Dioskurides, führende medizinische Autorität der Römer, schlug vor, Knoblauch gegen Tierbisse, Gelenk- und Kreislaufprobleme einzusetzen.7
In China war Knoblauch ein Grundnahrungsmittel und wurde zum Konservieren verwendet. Aufzeichnungen der chinesischen Heilkunde zeigen eine frühe Anwendung von Knoblauch bei mentalen und emotionalen Beeinträchtigungen wie Depression, Schlaflosigkeit und Erschöpfung.8 Alte indische Heilmethoden – Ayurveda, Unani und Tibbi – verwendeten allesamt extensiv Knoblauch, obwohl die oberen Brahmanenkasten ihn mieden. Die unteren Kasten jedoch zogen den vollen Nutzen aus der Heilwirkung des Knoblauchs, um Infektionen und Wunden zu behandeln, und als Aphrodisiakum zur Stimulation der Libido.9
Als der Knoblauch nach Europa kam, waren es die Mönche, die ihn anbauten und das Wissen über seine therapeutischen Anwendungen bewahrten. Wie ihre Vorgänger gaben sie Knoblauch denen, die körperlich anstrengende Arbeit verrichteten, um ihre Kraft und Produktivität zu steigern.
Auch hier waren die oberen Schichten der Ansicht, dass Knoblauch nicht als Nahrungsmittel geeignet sei. Doch während der Großen Pest, als viele Knoblauch konsumierten, um eine Ansteckung zu verhindern, änderten sie vielleicht ihre Meinung.10 Ärzte gewöhnten sich an, Knoblauchzehen mit sich herumzutragen, um den Geruch von Krankheit und Verwesung zu überdecken.11 Im Lauf der Zeit wurde Knoblauch immer mehr zu medizinischen Zwecken eingesetzt und bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen empfohlen. Auch die Wohlhabenden erkannten schließlich den Nutzen des Knoblauchs an und begannen ihn zu schätzen, obwohl sie ihn in ihrer Ernährung weiterhin mieden. Der europäische Volksglaube bekundet, Knoblauch habe die Macht, den »bösen Blick« abzuwenden, und er wurde eingesetzt, um Vampire fernzuhalten. Dazu trug man Knoblauch bei sich, hängte ihn an Fenster und rieb Schlüssellöcher und Kaminschächte damit ein.
Mit den französischen und portugiesischen Entdeckern kam der Knoblauch nach Nordamerika. Die amerikanischen Ureinwohner nutzten zu der Zeit bereits eine ähnliche, wild wachsende Knolle. Die Faszination für Knoblauch und seine vermeintlichen Vorteile ist nun Grund für Forscher, die jahrhundertelangen Anekdoten und Volksmärchen zu überprüfen und die Vielzahl von Fällen, die die heilenden Eigenschaften von Knoblauch demonstrieren, zu bestätigen.
Beim Einkauf von frischem Knoblauch sollte man feste, glatte Knollen mit intakter Papierhaut wählen. Weder Schimmel noch grüne Triebe sollten zu sehen sein. Manche Arten sind weiß, andere haben lilafarbene oder rote Haut, was oft auf einen intensiven Geschmack hinweist. Frische Knoblauchzehen in herzhaften Speisen zu verwenden, ist eine tolle Möglichkeit, Würze hinzuzufügen und von der medizinischen Wirksamkeit zu profitieren. Zwar lieben viele Leute den Geschmack von Knoblauch, nicht jedoch den nach dem Konsum stundenlang danach riechenden Atem. Manchmal kommt es einem nach dem Genuss großer Mengen vor, als würde man ihn durch die Poren ausschwitzen. Roher, frischer Knoblauch kann zudem Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsstörungen und Flatulenzen verursachen. Wenn man ihn aber gut verträgt und den Geschmack mag, kann man frische Knoblauchknollen kühl und trocken in einem Netz aufbewahren. Dort bleiben sie bis zu zwei Monate bei Zimmertemperatur in Form, niedrigere Temperaturen um die 16 °C halten ihn knapp fünf Monate frisch. Von der Knolle entfernte Zehen bleiben etwa zehn Tage frisch, es sei denn, sie wurden geschält und klein geschnitten, dann kann man sie gekühlt bis zu einer Woche aufbewahren.
Beim Kochen wird auch häufig Knoblauchpulver verwendet, das entsteht, wenn Knoblauchzehen im Ofen getrocknet und dann zu Pulver gemahlen werden. Als Nahrungsergänzungsmittel wird das Pulver in Tablettenform verkauft. Die meisten Leute halten sich an die allgemeine Regel, dass gemahlene Gewürze sechs Monate halten, doch viele können bis zu drei Jahre aufbewahrt werden, insbesondere, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Möglicherweise sind die therapeutischen Vorteile von Knoblauchpulver im Vergleich zu frischem Knoblauch geringer, da vermutet wird, dass die bioaktive Verbindung Allicin und ihre Derivate nicht mehr enthalten sind. Das Pulver enthält noch Alliin und Alliinase, aber es konnte bisher nicht bestätigt werden, dass Alliin im Körper zu Allicin umgewandelt werden kann.
Knoblauchpulver beinhaltet jedoch andere gesundheitsverbessernde Bestandteile, nur eben nicht die volle Bandbreite des frischen Knoblauchs.
Knoblauchöl wird durch die Hinzugabe von Knoblauchzehen oder -pulver zu pflanzlichem Öl hergestellt. Es kann in Rezepten verwendet oder verpackt in Weichkapseln als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Der Knoblauch ist hier stark verdünnt und wird wegen seines reduzierten Wirkstoffgehalts und hohen Fettanteils nicht für therapeutische Zwecke empfohlen. Knoblauchöl hält sich tiefgekühlt mehrere Monate oder im Kühlschrank vier Tage. Eine Aufbewahrung bei Zimmertemperatur ist aufgrund der Risiken einer Lebensmittelvergiftung nicht ratsam. Ätherisches Knoblauchöl wird durch Dampfdestillation von zerkleinertem, frischem Knoblauch hergestellt. Es hat einen intensiven Geruch und ist sehr wirksam, daher muss es verdünnt werden. Zwei Tropfen ätherisches Knoblauchöl in 30 Milliliter Trägeröl sind ausreichend. Ätherisches Knoblauchöl kann äußerlich angewendet, sollte aber nicht eingenommen werden.
Die Knoblauchart, über die wegen ihres therapeutischen Nutzens wahrscheinlich am meisten gesprochen wird, ist gereifter Knoblauch. Der Knoblauch wird in Scheiben geschnitten und bis zu 20 Monate in mit Ethanollösung gefüllten Edelstahlbehältern aufbewahrt. Danach ist der Knoblauch geruchlos, weil die instabilen Schwefelverbindungen in mildere umgewandelt wurden, von denen es heißt, sie seien nutzbringender und könnten vom Körper leichter aufgenommen werden. Das führt zusammen mit dem höheren antioxidativen Potenzial zu einer größeren medizinischen Wirksamkeit. Extrakte aus gereiftem Knoblauch werden für gewöhnlich in Kapseln verpackt und in großen Mengen als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.
Frischer Knoblauch kann bedenkenlos täglich konsumiert und nach Belieben in Speisen und Getränke gegeben werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel haben sich als unbedenklich erwiesen, wenn sie gemäß Packungsbeilage angewendet werden. In Studien wurden ohne ernst zu nehmende Nebenwirkungen pro Tag bis zu 1500 Milligramm Knoblauchpulverkapseln verabreicht, bis zu 7200 Milligramm Kapseln mit Extrakt aus gereiftem Knoblauch und bis zu 500 Milligramm Knoblauchöl. Alle Menschen haben nach Knoblauchgenuss schlecht riechenden Atem, und ein paar wenige Pechvögel klagen über Übelkeit, Sodbrennen, Flatulenz, Durchfall oder Erbrechen. Direkt mit der Haut in Berührung gebrachter Knoblauch kann Irritationen und Reizungen verursachen, ähnlich einer Brandwunde. Bevor man Knoblauch auf diese Art einsetzt, sollte man die Anwendung zunächst auf einer kleinen, unauffälligen Stelle testen. Wird Knoblauch Zahncremes, Gels oder Mundwasser beigefügt, ist diese Reaktion ungewöhnlich, es sei denn, die Person ist Knoblauch gegenüber sehr empfindlich oder allergisch. Schwangere und stillende Frauen können Knoblauch in üblicherweise in Speisen vorkommenden Mengen genießen, sollten aber höhere therapeutische Mengen vermeiden. Das Gleiche gilt für Kinder.
Knoblauch kann mit ein paar Medikamenten in Wechselwirkung treten. Die Aufnahme und Verwertung von Isoniazid kann verringert werden. Dieses Antibiotikum wird bei der Behandlung von Tuberkulose eingesetzt. Auf dieselbe Weise werden Atazanavir und Saquinavir in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Blutgerinnungshemmer wie Warfarin, die zusammen mit Knoblauch angewendet werden, können die Risiken von Blutungen heraufsetzen. Dieser zusätzliche Effekt ist auch in Verbindung mit blutdrucksenkenden Medikamenten gefährlich, da beides den Blutdruck senkt und das Risiko eines zu niedrigen Blutdruckes erhöht.
Vorsicht ist bei der Anwendung von Knoblauch zusammen mit anderen blutgerinnungshemmenden Kräutern geboten. Dazu gehören Ingwer, Nelken, Ginkgo, Kurkuma und Engelwurz. Auch Fischöl und Vitamin E stellen ein Risiko dar. Andere Produkte haben wie Knoblauch blutdrucksenkende Eigenschaften, darauf gilt es bei der Kombination von Knoblauch mit Katzenkralle, Coenzym Q10 und Brennnessel zu achten. Man sollte sich der verschiedenen Wirkungen, die Kräuter, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel auf den Körper haben, bewusst sein, um unerwünschte und möglicherweise gefährliche Reaktionen zu vermeiden.
Asthma ist eine chronische Erkrankung, bei der die Atemwege entzündet sind. Durch Trigger (Chemikalien oder auf den Körper einwirkende Situationen) schwellen die Atemwege an und es wird zusätzlich Schleim produziert. Die Atemwege werden verengt, das Atmen wird schwieriger. Zu den Symptomen gehören Husten, Atemnot, pfeifendes Atmen und Brustschmerzen. Jeder kann Asthma entwickeln, wobei manche Menschen genetisch dazu veranlagt sind. Getriggert werden kann es durch Allergene aus der Umwelt oder der Nahrung oder durch andere Substanzen wie Rauch, Umweltverschmutzung oder Wetterveränderungen. Herauszufinden, was die jeweiligen spezifischen Trigger sind, kann im Umgang mit Asthma viel bewirken. Ärzte verschreiben oft Controller wie Corticosteroide, Beta-Agonisten mit langer Wirkdauer und manchmal Leukotrien-Antagonisten. Beta-Agonisten mit kurzer Wirkungsdauer werden verschrieben, um schnell und kurzfristig Symptome zu lindern, indem die Atemwege entspannt und geöffnet werden.
Wegen des starken Anstiegs von Asthmafällen bei Kindern und Erwachsenen ist es wichtiger denn je, Wege zu finden, ohne übermäßige Anwendung von Controllermedikamenten mit dieser Erkrankung zurechtzukommen. Knoblauch zeichnet sich als potente Behandlungsmaßnahme zur Asthmaregulierung ab. Eine der wichtigsten Schwefelverbindungen des Knoblauchs, Diallyldisulfid, wurde in einem Modellversuch mit allergischem Asthma untersucht. Es reduzierte die Entzündung, die Überproduktion von Schleim sowie die Konzentration des Immunglobulins E (IgE) in der Lunge.12 IgE-Antikörper werden produziert, wenn der Körper ein Allergen identifiziert und die allergische Reaktion aktiviert, was bei Asthmatikern eine beträchtliche Verengung der Atemwege bedeutet. Eine andere Studie zeigte, dass gereifter Knoblauchextrakt, der Mäusen ins Bauchfell injiziert wurde, die Atemwegsentzündung massiv verringerte.13 Diese Resultate lassen darauf schließen, dass Knoblauch eingesetzt werden kann, um die Atemwegsverengung und die Schleimproduktion zu verringern und so den Asthmapatienten das Atmen zu erleichtern.
Bronchitis ist eine Atemwegserkrankung, bei der die Wände der bronchialen Atemwege der Lunge entzündet sind. Akute Bronchitis kann von einer Erkältung oder einem anderen Atemwegsinfekt herrühren, der die Schleimhäute anschwellen lässt und die Atemwege verengt. Eine chronische Bronchitis ist ernster und eine permanente Entzündung der Bronchienwände, meist durch Rauchen verursacht.
Menschen mit Bronchitis haben Hustenanfälle und husten oft Schleim hoch. Brustschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Erschöpfung sind andere Symptome. Akute Bronchitis heilt oft nach kurzer Zeit von selbst, während die chronische Bronchitis anhält und oft Hustenmedikamente, Asthma-Inhalatoren oder Antibiotika erforderlich macht, wenn eine bakterielle Infektion vermutet wird.
Erkältungsviren verursachen bei Kindern und Erwachsenen oft milde Symptome. Aber manchmal kann der Körper das Virus nicht zu Beginn der Infektion abwehren und eine Bronchitis oder Erkältung entwickelt sich. Um das zu vermeiden, muss das Immunsystem des Körpers gut funktionieren. Knoblauch stärkt das Immunsystem und hat antivirale Eigenschaften. Er kann dazu beitragen, dass aus einer lästigen Erkältung keine Bronchitis wird. Menschen, die in der Erkältungs- und Grippezeit zwölf Wochen lang täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit Knoblauch zu sich nahmen, hatten deutlich weniger Erkältungen und erholten sich bei einer Infektion schneller als die Personen in der Kontrollgruppe, die kein solches Mittel mit Knoblauch zu sich nahmen.14 Probieren Sie zur Abwendung eines Bronchialinfekts oder um schneller gesund zu werden diese Zubereitung:
Knoblauchtonikum gegen Atemwegsinfekte
6 Knoblauchzehen, geschält und klein gehackt
4 EL roher Honig
4 EL gefiltertes Wasser
2 EL Apfelessig
Alle Zutaten in ein verschließbares, luftdichtes Glas geben und gut schütteln, bis alles gründlich vermischt ist.
Alle vier Stunden einen TL einnehmen, bis die Symptome abklingen.
Husten ist die Reaktion des Körpers auf gereizte Atemwege oder ein Reflex, um Schleim und Fremdstoffe aus der Lunge und den oberen Atemwegen zu entfernen. Rauch, Staub, Allergien, Asthma, manche Medikamente, Bronchospasmen (Verkrampfungen der Atemwege) oder ein eingeatmeter Gegenstand können trockenen Husten auslösen. Feuchter Husten entsteht, wenn Schleim aus den Nebenhöhlen den Hals herunterläuft oder aus der Lunge in die Atemwege aufsteigt. Infektionen, Viren, Lungenerkrankungen, das Postnasal-Drip-Syndrom sowie Rauchen können durch Schleim verursachten Husten hervorrufen. Meist kaufen die Betroffenen Schleimlöser, um angestauten Schleim zu lösen, und Hustenstiller, um den Husten zu stoppen. Diese Medikamente können abhängig machen und zu Schwindel, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen führen, auch in der empfohlenen Dosierung.
Untersuchungen zeigen, dass in der alternativen Medizin Knoblauch zur Hustenlinderung eingesetzt wird.15 Knoblauch verringert nachweislich das Auftreten und die Schwere von Erkältungssymptomen wie nassem Husten. Er hilft indirekt, indem er das Immunsystem unterstützt, Erkältungsviren loszuwerden, und direkt, indem er selbst die Viren inaktiviert. Ist die Infektionsquelle besiegt, beendet der Körper die Schleimproduktion und der Hustenreiz klingt ab. Beim nächsten Mal, wenn Husten einen nachts nicht schlafen lässt oder tagsüber beeinträchtigt, ist die Einnahme von knoblauchhaltigem Hustensirup ratsam.
Hustensirup mit Knoblauch
3 gepresste Knoblauchzehen
knapp 250 ml gefiltertes Wasser
85 g Honig
Den gepressten Knoblauch 20 Minuten im Wasser simmern lassen. Von der Platte nehmen und den Knoblauch entfernen.
Den Honig einrühren, bis die Flüssigkeit homogen wird. Bei Bedarf einen TL einnehmen. Den Sirup in einem sterilisierten Glasgefäß im Vorratsschrank aufbewahren.
Gewöhnliche Erkältungen sind durch Viren hervorgerufene Atemwegserkrankungen. Sie sind sehr ansteckend und es kann ausreichen, eine Oberfläche wie einen Türknauf, ein Treppengeländer oder einen Wasserhahn anzufassen. Gelangt der Virus an die Hände und die Person berührt damit Mund oder Nase, nistet sich der Virus in den dortigen Schleimhäuten ein. Eine weitere bombensichere Methode, sich den Virus einzufangen, ist, neben einer erkälteten Person, die hustet oder niest, einzuatmen.
Es gibt viele erkältungsverursachende Viren. Falls der Körper genau diesen Virus nicht schon einmal bekämpft hat, verfügt er nicht über die passenden Antikörper, um ihn direkt beim Eintritt in den Körper abzuwehren. Das Immunsystem greift den neuen Virus an und die gefürchteten Symptome setzen ein.
Ein rauer Hals, eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen und Husten sind die typischen Merkmale einer Erkältung. Es gibt jede Menge nicht verschreibungspflichtige Medikamente für jedes erdenkliche Symptom. Von Antihistaminen und abschwellenden Mitteln über Nasensprays und Hustenstiller bis zu Halsbonbons ist alles dabei.
Der Rhinovirus ist der häufigste ansteckende Virus beim Menschen und die Hauptursache für eine normale Erkältung. Frischer Knoblauchextrakt zerstört diesen Virus, vermutlich, weil die Aufnahme in die Wirtszellen verhindert wird.16 Knoblauch stärkt auch das Immunsystem, das dann einen besseren Schutz gegen eindringende Viren bieten kann. Probanden, die die Auswirkungen von Knoblauch auf das Immunsystem und auf Erkältungs- und Grippesymptome testen sollten, stellten fest, dass die Anzahl wichtiger Immunzellen bei denen, die den gereiften Knoblauchextrakt konsumiert hatten, höher war. Diese spezifischen Zellen attackieren und zerstören virusinfizierte Zellen. Zudem traten in der Knoblauchgruppe weniger Erkältungen auf. Ihre Erkältungen klangen schneller ab und die Symptome waren schwächer.17 Bei der Untersuchung eines Allicin-haltigen Knoblauchpräparats waren die Teilnehmer während der Behandlungszeit zwischen November und Februar deutlich seltener erkältet als die, die keinen Knoblauch konsumiert hatten.18 Knoblauch regelmäßig in seine Ernährung zu integrieren, ist ein kostengünstiges und effektives Hausmittel, um Erkältungen vorzubeugen und die Symptome zu bekämpfen.
Es kann beängstigend sein, wenn man Schwierigkeiten mit dem Atmen hat. Große Höhen, Übergewicht, anstrengendes Workout oder extreme Temperaturen können Trigger für Kurzatmigkeit sein. Doch in vielen Fällen ist sie ein Merkmal bestimmter Krankheiten, insbesondere Herz- und Lungenkrankheiten. Oft geht Kurzatmigkeit mit niedrigem Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut einher. Das kann daran liegen, dass die Lungen nicht genug Sauerstoff aus der Luft aufnehmen oder dass das Blut nicht genug Sauerstoff zu den Organen transportiert. So oder so ist die Atmung davon betroffen.
Personen, die am Hepatopulmonalen Syndrom
