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Allrounder für Ihre Gesundheit Kurkuma ist ein echtes Allheilmittel für Körper und Geist! Schon seit Jahrtausenden wird die gelbe Knolle in der indischen und traditionellen chinesischen Medizin als Heilpflanze eingesetzt. Bekannt ist sie vor allem durch ihre positive Wirkung auf den Stoffwechsel und bei Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Verstopfungen. Doch Kurkuma kann noch viel mehr: Sie… - stärkt das Immunsystem, - bekämpft virale und bakterielle Infekte, - kann bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen unterstützend wirken und - hilft bei Beschwerden wie Durchfall, trockenen Augen, juckender Haut, Ekzemen, Akne oder Haarausfall. Kurkuma ist die Lösung, wenn Sie auf der Suche nach sanften, umweltfreundlichen und natürlichen Alternativen für Ihre Gesundheit, Ihre Körperpflege und Ihr Wohlbefinden sind. Entdecken Sie über 100 unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten und stärken Sie sich nachhaltig von innen und außen!
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Seitenzahl: 167
Veröffentlichungsjahr: 2024
Susan Branson
ALLESKÖNNER
KURKUMA
Susan Branson
ALLESKÖNNER
KURKUMA
Kleine Wurzel, große Wirkung
Körperliche Beschwerden lindern
Die mentale Gesundheit fördern
Haut und Haar natürlich pflegen
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
Wichtige Hinweise
Dieses Buch ist für Lernzwecke gedacht. Es stellt keinen Ersatz für eine individuelle medizinische Beratung dar und sollte auch nicht als solcher benutzt werden. Wenn Sie medizinischen Rat einholen wollen, konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Arzt. Der Verlag und der Autor haften für keine nachteiligen Auswirkungen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit den Informationen stehen, die in diesem Buch enthalten sind.
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wurde auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind somit geschlechtsneutral zu verstehen.
1. Auflage 2024
© 2024 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285–0
Die englische Originalausgabe erschien 2018 bei Familius PO Box 1249, Reedley California 93654, USA, vermittelt durch DropCap Inc. unter dem Titel 101 Amazing Uses for Tumeric: Reduce Joint Pain, Soothe Your Stomach, Make a Delicious Dinner, and 98 More! © 2018 by Susan Branson. All rights reserved.
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wir behalten uns die Nutzung unserer Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor.
Übersetzung: Martin Rometsch
Redaktion: Inez Ulrich
Umschlaggestaltung: Manuela Amode
Umschlagabbildung: Shutterstock/IriGri; chalrumpon onnongwa; Seymont Studio; RaulAlmu
Bilder im Innenteil: Shutterstock/Epine; chalrumpon onnongwa; Seymont Studio; RaulAlmu; davooda
Satz: Röser MEDIA GmbH & Co. KG, Karlsruhe
eBook: ePUBoo.com
ISBN Print 978–3–7423–2891–5
ISBN E-Book (PDF) 978–3–7453–2663–5
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978–3–7453–2664–2
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
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#MSDStrong
Einführung
Kurkuma, die vielseitige Wurzel
Die lange Geschichte der Kurkuma
Anwendungsmöglichkeiten für Kurkuma
Welche Dosis ist optimal?
Ist Kurkuma unbedenklich?
1 Infektionen und andere Krankheit lindern
Aids
Genitalherpes
Hepatitis B
Hepatitis C
Das humane Papillomavirus
Rift-Valley-Fieber
Escherichia coli
Listeriose
Staphylokokken-Infektion
Mittelohrentzündung
Asthma
Bronchitis
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Halsentzündung
Gingivitis
Parodontitis
Candidose
Allergien
Alzheimer
Enzephalopathie
Epilepsie
Multiple Sklerose
Parkinson-Krankheit
Schizophrenie
Atherosklerose
Kardiomyopathie
Brustkrebs
Hautkrebs
Lungenkrebs
Prostatakrebs
Grauer Star
Gallenblasenentzündung
Dickdarmpolypen
Morbus Crohn
Ulzerative Proktitis und Colitis ulcerosa
Magengeschwüre
Diabetes
Diabetische Nierenerkrankung
Diabetische Mikroangiopathie
Diabetische Retinopathie
Endotheliale Dysfunktion
Hoher Cholesterinspiegel
Huntington-Krankheit
Lupusnephritis
Rheumatoide Arthritis
Osteoarthritis
Sklerodermie
Malaria
2 Körperliches und seelisches Wohlbefinden
Alkoholvergiftung
Arsenvergiftung
Angst
Kognitive Funktion
Depressionen
Blutverdünner
Lippenherpes
Schnupfen
Grippe
Durchfall
Verdauungsstörungen
Reizdarmsyndrom
Trockene Augen
Augenentzündung
Ekzeme
Schuppenflechte
Wundheilung
Gesundes Herz
Gesunde Leber
Migräne
Neuropathische Schmerzen als Diabetes-Komplikation
Muskelschmerzen
Zahnschmerzen
Wurzelkanalentzündung bei Milchzähnen
Oraler Lichen planus
Osteopenie
Verstauchungen
Prämenstruelles Syndrom
Gewichtsabnahme
West-Nil-Virus
Zika-Virus-Infektion
3 Schönheitspflege
Akne
Fettige Haut
Altersflecken
Alterung
Augenringe
Weißfleckenkrankheit
Blutergüsse
Verbrennungen
Hypertrophe Narben
Haarausfall bei Männern
Schuppen
Insektenstiche
Juckende Haut
Rissige Fersen
Zahnaufhellung
4 Kunst und Bastelarbeiten
Ostereier
Mimosa
Ungiftige Lebensmittelfarbe
Eis am Stiel
Temporäre Tattoos
T-Shirt mit Batikmuster
Gelbe Knetmasse
Über die Autorin
Quellenverzeichnis
Die meisten Leute kaufen Kurkuma als gelbes Pulver, das im Gewürzregal des Supermarktes steht. Wenn sie ein Kurkumarhizom (den Wurzelstock) sehen, sind sie vielleicht überrascht. Das Rhizom ist der waagrechte unterirdische Stamm der Pflanze. Ihm entspringt der aufrechte, etwa einen Meter lange Stamm, der die Blätter und Blüten trägt. Die Wurzeln zweigen vom Rhizom ab und streben nach unten. Das Rhizom wird oft als Wurzel bezeichnet. Wenn Sie also das Wort Kurkumawurzel lesen, ist eigentlich das Rhizom gemeint.
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, sieht dem Ingwer sehr ähnlich und gehört zu den Ingwergewächsen. Das Hauptrhizom kann bis zu acht Zentimeter lang und zweieinhalb Zentimeter dick werden. Seine kleineren Zweige wachsen in alle Richtungen. Die Rhizome sind knollenförmig und segmentiert und sind ungleichmäßig geformt. Außen ist das Kurkumarhizom gelblich-braun, innen orangefarben, etwa wie eine Möhre.
Die Rhizome werden ungefähr 40 Minuten gekocht, im Ofen getrocknet und dann zu dem vertrauten gelblich-orangefarbenen Pulver gemahlen. Am häufigsten wird Kurkuma in Indien und Südostasien als Gewürz verwendet, zudem ist sie einer der Hauptbestandteile des Currys. Sie hat einen süßen und doch leicht bitteren Geschmack, der gut zu Kokosnuss, Chili con Carne, Rindfleisch, Geflügel und Meeresfrüchten passt und mit anderen Gewürzen harmoniert, zum Beispiel mit Pfeffer, Kreuzkümmel, Ingwer und Muskat. Man verwendet die Kurkuma sowohl wegen ihres Geschmacks als auch wegen ihrer Farbe. Je nachdem, wie viel Kurkuma ein Rezept enthält, färbt sie ein Gericht leicht buttergelb bis stark ringelblumengelb. Da sich das Pulver auch als Farbstoff eignet, nutzt es die Nahrungsmittel-, Textil- und Kosmetikindustrie, um Lebensmittel, Stoffe und Kosmetika zu färben.
Ihre gelbe Farbe verdankt die Kurkuma einem ihrer Hauptbestandteile, einem Polyphenol namens Curcumin, das rund sechs Prozent des Rhizoms ausmacht. Im Laufe der letzten paar Jahrzehnte wurde auch die Medizin auf die Kurkuma aufmerksam und heute zeigen Tausende von Studien, dass Kurkuma und Curcumin Antioxidantien sind, Entzündungen und sogar Krebs hemmen, Mikroben abtöten und den Blutzuckerspiegel senken. Die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten sind also weitreichend und wir erfahren immer mehr von der heilenden Wirkung der Kurkuma bei chronischen und akuten, häufigen und seltenen, leichten und schweren Erkrankungen.
Die Kurkuma wird seit mehr als 4000 Jahren verwendet und hat ihren Ursprung in Südostasien oder Indien. Sie wurde zuerst als Gewürz in Speisen und für religiöse Zeremonien benutzt und bald auch im Ayurveda und im Unani (der griechisch-arabischen Medizin) wegen ihrer ganzheitlichen Heilwirkungen hochgeschätzt. Die antiken Ärzte nutzten Kurkuma, um Schwellungen und Blähungen zu lindern, Wunden zu heilen und Krankheiten der Atemwege und der Leber zu behandeln. In der Abhandlung Sushruta Samhita, einem antiken indischen Text über Medizin und Chirurgie, ist sogar ein Rezept verzeichnet, das Lebensmittelvergiftungen lindern soll.
Mit dem Ansehen der Kurkuma nahm auch die Nachfrage zu und bald wurde dieses Gewürz überall in Asien, Afrika und Europa verkauft. Marco Polo berichtete, er habe auf seinen legendären Reisen eine wunderschön gefärbte Wurzel mit ähnlichen Eigenschaften wie Safran entdeckt. Der Ruf der Kurkuma als »indischer Safran« ist zweifellos zum Teil auf Marco Polo zurückzuführen. Bald wurde die Kurkuma als Farbstoff für Speisen und Kleider populärer als der Safran, da sie besser färbte und viel billiger war.
Heute ist Indien immer noch der größte Produzent, Konsument und Exporteur der Kurkuma. Im Durchschnitt verbraucht ein Inder täglich 100 bis 200 Milligramm Kurkuma am Tag, viel mehr als ein Nordamerikaner.1 Der Brauch, Kurkuma für religiöse Zeremonien zu verwenden, ist in einigen Teilen Indiens bis heute erhalten geblieben. Brautpaare reiben sich das Gesicht mit Kurkumapaste ein, zur Reinigung und um die Nerven zu beruhigen. In einigen Regionen legt der Bräutigam seiner Braut einen mit Kurkuma gefärbten Faden um den Hals. Dieser gelbe Faden symbolisiert den Beginn einer heiligen und erfolgreichen Ehe und soll für Fruchtbarkeit sorgen.
In Nordamerika wird Kurkuma hauptsächlich als Gewürz verwendet, aber auch als Farbstoff. Die medizinischen Wirkungen der Kurkuma werden jedoch immer bekannter. Anfang des 18. Jahrhunderts isolierten Vogel und Pelletier Curcumin aus dem Kurkumarhizom und später entdeckten andere Wissenschaftler seine erstaunlich vielfältigen Wirkungen. Im Jahr 1937 veröffentliche Oppenheimer den ersten Artikel über die heilenden Wirkungen des Curcumins, vor allem bei Entzündungen der Gallenblase.2 Danach belegten zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, darunter auch klinische Studien, das äußerst wichtige und weitreichende medizinische Potenzial der Kurkuma.
Kurkuma können Sie als Pulver, frische Wurzel (Rhizom) und sogar in Essig eingelegt kaufen. Kurkumakapseln sind ebenfalls erhältlich. Das Pulver wird hergestellt, indem man die Wurzel schält, kocht, trocknet und mahlt. Getrocknetes und gemahlenes Kurkumapulver bekommen Sie in Supermärkten. Es ist einfach zu verwenden und hält sich bis zu zwei Jahre lang. Nach ungefähr sechs Monaten verliert das Gewürz allmählich seine Wirksamkeit. Man kann seine Haltbarkeit verlängern, wenn man es in einem gut verschlossenen Glas in einem kühlen, dunklen Schrank aufbewahrt. Sonnenlicht und Wärme beschleunigen den Qualitätsverlust. Manchmal können Sie auch die getrocknete ganze Wurzel kaufen, aber meist nur in Spezialitätengeschäften oder Asia-Läden. Interessant ist, dass Kochen und Rösten die antioxidative Wirkung der frischen Kurkuma verstärkt.3,4
Frische Kurkumawurzeln können Sie schälen und in kleine Stücke hacken oder mit einer Küchenreibe raspeln und in verschiedene Gerichte geben. Die rohe Wurzel eignet sich zum Entsaften oder als Zutat für Smoothies. Es hat viele gesundheitliche Vorteile, wenn Sie Kurkuma mitkochen; außerdem werden Ihre Gerichte leicht bitter oder scharf und schön gelb. Kaufen Sie Wurzeln, die fest und glatt sind und keine Runzeln oder gar schimmelige Stellen haben. Die Wurzeln können Sie in Küchenpapier einwickeln, in einen Plastikbeutel legen und im Kühlschrank bis zu zwei Wochen lang aufbewahren. In der Gefriertruhe halten sie bis zu sechs Monate oder länger. Durch Einfrieren werden die Kurkumawurzeln weicher, aber der Geschmack sollte kräftig bleiben. Als Daumenregel gilt: Zweieinhalb Zentimeter frische Wurzel ergeben etwa einen Teelöffel gemahlenes Pulver.
frische Kurkumawurzel
Zitronensaft
Essig
Die Wurzel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Dabei sind Handschuhe zu empfehlen, um die Hände nicht zu verfärben.
Die Stücke in ein Glasgefäß mit Zitronensaft und Apfelessig geben und es verschließen. Nach etwa einer Woche im Kühlschrank sind die Wurzelstücke essfertig. Verzehren Sie die eingelegten Wurzeln im Laufe der folgenden drei Monate.
Um die Vorteile der Kurkuma bequem genießen zu können, werden auch Nahrungsergänzungsmittel angeboten, und zwar als Tabletten und Kapseln, die Kurkumapulver oder konzentriertes Curcumin enthalten. Da die gesundheitlichen Wirkungen dem Curcumin zu verdanken sind, sollten Sie Präparate kaufen, die einen hohen Anteil an standardisiertem Curcumin enthalten.
Beachten Sie, dass die Bioverfügbarkeit (der vom Körper verwertbare Teil) des Curcumins sehr gering ist. Nur kleine Mengen gelangen ins Blut. Das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin steigert die Bioverfügbarkeit um 2000 Prozent.5 Wenn Sie Kurkuma zusammen mit Fett essen, zum Beispiel mit Kokosöl, wird das Curcumin ebenfalls besser verwertet. Curcumin bindet sich an das Fett und dringt mit ihm durch die Darmwand ins Blut, wo der Körper es verwerten kann.
Studien zur positiven Wirkung der Kurkuma verwenden täglich ein halbes bis sechs Gramm Kurkumapulver oder ein bis vier Gramm Curcumin. Diese Menge wird bis zu neun Monate lang verabreicht und offenbar gut vertragen; sie ist unbedenklich und erfüllt ihren therapeutischen Zweck. Eine Studie untersuchte, welche Höchstdosis Curcumin noch verträglich ist. Die Probanden erhielten täglich bis zu zwölf Gramm des Extrakts und es zeigte sich, dass sie jede Dosis ohne Beschwerden vertragen.6 Allerdings kam es bei mehreren Versuchsteilnehmern zu kleinen Nebenwirkungen und diese Studie testete nur eine Einzeldosis, nicht tägliche Dosen, die zweckmäßig wären, wenn man die Gesundheit verbessern will. Das medizinische Zentrum der Universität von Maryland empfiehlt ein bis drei Gramm Kurkumapulver täglich. Das entspricht etwa einem Drittel bis einem Teelöffel am Tag. Für Kinder gibt es keine speziellen Empfehlungen; aber man kann die geeignete Dosis anhand des Gewichts ermitteln. Wenn ein Kind 42 Kilogramm wiegt, sollten Sie ein Drittel der Menge verwenden, die Erwachsenen empfohlen wird.
In den empfohlenen Dosen stuft die FDA (Food and Drug Administration; amerikanische Behörde für Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit) Kurkuma und Curcumin als unbedenklich ein. Werden hohe Dosen verzehrt, können Durchfall, Übelkeit oder Magenverstimmung die Folge sein. Wie bei jeder Substanz sind auch Allergien möglich und manche Konsumenten berichten von einem leichten juckenden Ausschlag nach dem Verzehr. Wer an Gallenblasenbeschwerden, gastroösophagealem Reflux oder Eisenmangel leidet, muss mit einer Verschlimmerung der Symptome rechnen. Meiden Sie Kurkuma vor einer Operation oder bei Blutungen, da die Wurzel die Blutgerinnung verlangsamt. In großen Mengen kann sie den Uterus stimulieren; deshalb sollten Schwangere die verzehrte Dosis genau überwachen.
Konsultieren Sie einen Arzt, wenn Sie Medikamente einnehmen und Kurkuma verwenden wollen. Die Wurzel kann die Verwertung bestimmter Medikamente hemmen und ihre Wirkungen oder Nebenwirkungen verstärken. Wenn Diabetiker Kurkuma zusammen mit Medikamenten zu sich nehmen, sinkt der Blutzuckerspiegel bisweilen zu stark. Die gleiche Wirkung kann Kurkuma in Verbindung mit anderen blutzuckersenkenden Pflanzen haben, zum Beispiel mit Teufelskralle, Knoblauch und Ginseng.
Aids (acquired immune deficiency syndrome oder erworbenes Immunschwächesyndrom) wird vom Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) verursacht und ist eine Krankheit, die durch sexuelle Kontakte und Körperflüssigkeiten von einer infizierten Person auf eine andere übertragen wird. Schwangere, gebärende oder stillende Frauen können ihr Kind ebenfalls anstecken. Das HIV greift das Immunsystem an und zerstört Zellen, die der Körper braucht, um Infektionen und andere Krankheiten abzuwehren. Die Folge sind opportunistische Infektionen, die sich ungehindert ausbreiten. Man unterscheidet drei Stadien der Krankheit. Das Erste kann mehrere Wochen dauern und Fieber, Kopfschmerzen, Halsentzündung und Muskelschmerzen verursachen. Im zweiten Stadium sind oft keine Symptome vorhanden und wenn Betroffene antivirale Medikamente einnehmen, können sie das Fortschreiten der Krankheit jahrzehntelang hemmen. Ohne Behandlung wird das Immunsystem schwer geschädigt und die Krankheit tritt innerhalb eines Jahrzehnts in ihr drittes Stadium ein, das wir Aids nennen. Dann ist der Körper für viele Infektionen anfällig und die Lebenserwartung sinkt drastisch. Sobald HIV nachgewiesen ist, sollte eine Kombination aus Anti-HIV-Medikamenten verabreicht werden, damit die Virenlast niedrig bleibt. Leider gibt es kein Heilmittel für Aids.
Curcumin ist ein vielversprechendes Mittel gegen Retroviren, das in verschiedenen Stadien des HIV-Lebenszyklus wirkt und die Vermehrung des Erregers im Körper hemmt, indem es das Virus daran hindert, seine DNA in das menschliche Zellmaterial einzuschleusen,7 und die Produktion neuer Viren durch die HIV-Protease (ein Enzym, das Proteine spaltet) erschwert.8 Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Curcumin auch andere Virusenzyme hemmt, die für die HIV-Vermehrung und -Ausbreitung notwendig sind.9,10 Obendrein ist Curcumin ein vielversprechender Kandidat für die Entwicklung von antiviralen Medikamenten, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.
Mehr als einer von sechs Amerikanern zwischen 14 und 49 Jahren ist mit Genitalherpes infiziert.11 Ausgelöst wird diese Infektion vor allem vom Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2), weniger häufig vom HSV-1. Es verbreitet sich durch sexuelle Kontakte und ist sehr ansteckend. Viele Menschen wissen nicht, dass sie das Virus in sich tragen, weil sie keine oder nur geringe Symptome haben. Mögliche Symptome sind unter anderem Juckreiz und Schmerzen im Genitalbereich sowie Bläschen, die wie kleine rote oder weiße Knoten aussehen und bisweilen platzen, nässen und später verschorfen. Wiederholte Ausbrüche sind die Regel, doch die Symptome werden nach dem ersten Ausbruch meist milder. Genitalherpes ist nicht heilbar. Eine Behandlung mit Virostatika kann dazu beitragen, dass Hautschäden schneller abheilen und die Schübe seltener werden. Sie kann zudem die Ansteckungsgefahr für andere Menschen verringern. Das ist besonders wichtig, weil das Virus auch dann übertragen werden kann, wenn kein Bläschenausschlag vorhanden ist.
Medikamente gegen Genitalwarzen sind verschreibungspflichtig. Eine leicht verfügbare und preiswerte Alternative ist Kurkuma. Die Wurzel enthält zwei antivirale Bestandteile, Curcumin und Eugenol. Diese Verbindungen schützten in einer Studie Mäuse vor einer Infektion mit HSV-2. Eugenol war wirksamer und Folgestudien wiesen eine deutliche Schutzwirkung auch bei Meerschweinchen nach.12
1 TL Kokosöl
½ TL gemahlene Kurkuma
Eine Paste aus Kokosöl und Kurkuma zubereiten.
Auf die erkrankte Haut auftragen. Das Kokosöl schmilzt, nicht zu viel auftragen, da es sonst heruntertropft.
30 Minuten einwirken lassen, dann abwaschen. Wenn nötig, die Behandlung wiederholen. Die Mischung aus Kurkuma und Kokosöl sollte die Virusinfektion hemmen und die Heilung einleiten. Da diese Verbindungen auch Entzündungen lindern, helfen sie auch gegen Schmerzen und Schwellungen.
Diese Infektion wird vom Hepatitis-B-Virus verursacht. Am häufigsten wird sie von Müttern während der Entbindung an Babys weitergegeben, aber auch sexuelle Kontakte oder Injektionsnadeln können sie verbreiten. Die meisten Erwachsenen, die sich mit dem Virus infizieren, erkranken an akuter Hepatitis B, die von kurzer Dauer ist. Manche fühlen sich mehrere Wochen lang krank und klagen über Übelkeit, Durchfall, Gelbsucht und Bauchschmerzen. Eine kleiner Teil der Erwachsenen und der größte Teil der Kinder und Kleinkinder, die das Virus in sich tragen, erkrankt an chronischer Hepatitis B. Diese langwierige Krankheit kann zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Für akute Hepatitis B gibt es keine Behandlung, aber man kann dafür sorgen, dass die Patienten sich wohler fühlen, bis die Krankheit von selbst abklingt. Oral verabreichte antivirale Medikamente können das Virus in chronischen Fällen unterdrücken und das Fortschreiten der Leberkrankheit verlangsamen. Vorbeugung ist möglich, wenn man drei oder vier Dosen des Hepatitis-B-Impfstoffs verabreicht.
Manchmal ist jedoch kein Impfstoff zur Vermeidung von Hepatitis B verfügbar oder er wird nicht gewünscht. Dann sind antivirale Medikamente angezeigt. Bei vielen Menschen wird allerdings nie eine Diagnose gestellt oder die medizinische Versorgung ist an ihrem Wohnort oder wegen ihrer finanziellen Situation nur eingeschränkt möglich. Diese Menschen haben keinen Zugang zu Medikamenten. Kurkuma ist hingegen fast überall verfügbar und kann vorbeugende Maßnahmen und die Behandlung der Hepatitis B unterstützen. Eine Studie zeigte, dass Kurkumaextrakt die Vermehrung des Virus in den Leberzellen hemmt, und zwar ohne toxische Nebenwirkungen in den Leberzellen.13 Das lässt darauf schließen, dass der Konsum von Kurkuma oder die Einnahme von Curcumin das Fortschreiten der Infektion verlangsamen und die Leber schützen können.
Diese Virusinfektion schädigt die Leber. Das Virus verbreitet sich durch kontaminiertes Blut und überlebt bisweilen viele Jahre lang im Körper, ehe Symptome auftreten. Die meisten Menschen erfahren erst dann, dass sie an Hepatitis C erkrankt sind, wenn das Virus schon begonnen hat, die Leber zu schädigen, und wenn sich Symptome wie Fieber, Übelkeit, Durchfall, Appetitmangel, Erschöpfung, Gelbsucht, Muskelschmerzen und Blutungen einstellen. Bei etwa einem Viertel der Erkrankten heilt diese Hepatitis ohne Behandlung ab. Die anderen werden mit antiviralen Medikamenten behandelt, um das Virus aus dem Körper zu entfernen. Bei den meisten unbehandelten Patienten entwickelt sich jedoch eine chronische Krankheit, die zu einer Vernarbung der Leber, Leberstörungen, Leberkrebs oder gar Leberversagen führen kann. Ist die Leber zu stark geschädigt, kommt eine Lebertransplantation in Betracht.
Für Hepatitis C gibt es im Gegensatz zur Hepatitis A und B keinen Impfstoff. Die meisten Infizierten müssen daher mit Medikamenten behandelt werden, um die Krankheit zu heilen oder die Symptome zu lindern. Für die Behandlung stehen zwar viele antivirale Medikamente zur Verfügung, aber Kurkuma ist ein leicht erhältliches und preiswertes Mittel, um die Infektion zu beseitigen. Im Labor hat sich gezeigt, dass Kurkuma die Vermehrung der Hepatitis-C-Viren im Körper hemmt.14 Die Wurzel könnte also ein natürliches rezeptfreies Mittel gegen Viren sein, ohne die schädlichen Nebenwirkungen der verschreibungspflichtigen antiviralen Medikamente hervorzurufen.
Es gibt mehr als 100 Arten von Humanen Papillomaviren (HPV) und mehr als 79 Millionen Amerikaner sind derzeit mit einer dieser Virenarten infiziert.15 Diese Viren verursachen Dornwarzen, gewöhnliche Warzen, Genitalwarzen und Flachwarzen. 13 HPV-Arten können Krebs auslösen. Am häufigsten sind Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, aber auch der After, der Penis, die Vagina und der Rachen können betroffen sein. Diese Viren werden durch sexuelle Kontakte übertragen. Die meisten sexuell aktiven Männer und Frauen infizieren sich irgendwann in ihrem Leben mit dem HPV. In der Regel heilt die Krankheit von selbst; nur ein kleiner Teil dieser Infektionen mit den gefährlichen Virusarten löst Krebs aus. Die HPV-Typen 16 und 18 sind für 70 Prozent der präkanzerösen Schäden und der bösartigen Tumoren im Gebärmutterhals verantwortlich. Diese langsam wachsenden Tumoren brauchen mitunter 15 bis 20 Jahre, bis sie voll entwickelt sind. Symptome treten erst auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist: abnorme vaginale Blutungen, Schmerzen im Becken, vaginaler Ausfluss, ein geschwollenes Bein und Erschöpfung. Seit Kurzem gibt es Impfstoffe, die HPV-Infektionen bei Hochrisikopatienten und -patientinnen verhindern sollen. Sie sind für Mädchen gedacht, die noch nicht sexuell aktiv waren, neuerdings auch für Jungen, um sie vor Genitalkrebs und Genitalwarzen zu schützen.
Regelmäßige PAP-Abstriche oder HPV-Tests tragen dazu bei, Infektionen nachzuweisen. Ist das Ergebnis positiv, ist Kurkuma ein wirksames und unbedenkliches Mittel, um das Virus loszuwerden. In einer Studie erhielten HPV-positive Frauen eine Vaginalkapsel und eine Vaginalcreme, die unter anderem Curcumin enthielt. Zwei Kontrollgruppen bekamen Placebo-Cremes und -Kapseln. Nach 30 Tagen hatte die Creme das Virus bei fast 88 Prozent der Frauen beseitigt und auch die Kapseln erwiesen sich als wirksam, wenn auch nicht signifikant.16 Curcumin tötete bei Gebärmutterhalskrebs, der mit HPV zusammenhing, Tumorzellen ab, indem es den Zellkern zerstörte und die Expression von zwei Krebsgenen des Virus hemmte. Die Reaktion war zeit- und dosisabhängig.17 Offenbar ist Curcumin in verschiedenen Stadien der HPV-Infektion nützlich, von den ersten Maßnahmen bis zur späteren Tumorbehandlung.
Das Rift-Valley
