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"Geschichten aus dem Zwielicht" entführt die Leser in eine Welt, in der die Grenzen zwischen dem Realen und dem Imaginären verschwimmen. Diese Sammlung von Kurzgeschichten spannt den Bogen von tiefgründigem magischen Realismus über mystische Abenteuer bis hin zu dunklen, faszinierenden Erzählungen, die in unbekannten Welten spielen. Jede Geschichte ist ein einzigartiges Kunstwerk, das mit sorgfältig ausgewählten Worten die Vielfalt menschlicher Erfahrungen einfängt, angereichert durch das Prisma der Fantasie. Die Leser begegnen mythischen Kreaturen, die an der Schwelle zwischen den Welten wandeln, alten Prophezeiungen, die das Schicksal von Zivilisationen bestimmen, und heldenhaften Charakteren, die sich auf Seelenreisen begeben, um ihre tiefsten Ängste und größten Hoffnungen zu konfrontieren. "Geschichten aus dem Zwielicht" ist mehr als eine Sammlung von Erzählungen; es ist eine Einladung, die eigene Vorstellungskraft zu erforschen und sich auf eine Reise zu begeben, die das Herz berührt und den Geist erweitert. Von den leisen Flüstern des Windes, der durch antike Ruinen weht, bis hin zu den leuchtenden Pfaden, die Sternenweber in den Nachthimmel weben, bietet jede Geschichte eine Flucht in das Unbekannte. Mit einer Mischung aus Spannung, Melancholie und Erhabenheit sind diese Geschichten ein Zeugnis der Macht der Erzählung, die es vermag, uns in Welten zu führen, die wir uns kaum vorstellen können, und uns dabei tiefere Einblicke in unsere eigene Realität zu geben.
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Seitenzahl: 17
Veröffentlichungsjahr: 2024
Inhalt
Der Wächter des stillen Sees
Nachtflug
Das Labyrinth der verlorenen Zeit
Der Flüsterer im Nebel
Der Pakt der Zwielichtschmiede
Die Chroniken des Windreiters
Das Lied der Sternenweber
Am Rande der Träume: Geschichten aus dem Zwielicht
In einem verborgenen Winkel der Welt, tief in einem dichten, unberührten Wald, lag ein See so still und klar, dass der Himmel sich darin zu berühren schien. Die Einheimischen mieden diesen Ort, sprachen von einem Geist, der über das Wasser wachte, einem Wächter, der die Geheimnisse des Sees hütete.
Eines Tages kam ein Fremder in das Dorf, ein Mann mit müden Augen und einer Seele, die nach Frieden dürstete. Die Geschichten des Wächters weckten seine Neugier, und gegen die Warnungen der Dorfbewohner machte er sich auf den Weg durch den Wald, geleitet von einem inneren Ruf, den er nicht verstehen konnte.
Als er den See erreichte, war die Welt um ihn herum in eine atemberaubende Stille gehüllt, unterbrochen nur durch das gelegentliche Plätschern eines fallenden Blattes. Der Fremde trat ans Ufer, und sein Blick fiel auf das Wasser, das wie ein perfekter Spiegel die Schönheit des Himmels einfing.
In diesem Moment erschien eine Gestalt auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, so flüchtig und zart, dass sie mehr einem Nebelschleier glich als einem Wesen aus Fleisch und Blut. Der Fremde spürte, wie sein Herz in seiner Brust klopfte, nicht aus Angst, sondern aus einer tiefen, unerklärlichen Verbundenheit.
"Warum bist du hierhergekommen?" Die Stimme des Wächters war wie das Rauschen des Windes in den Bäumen, kaum mehr als ein Flüstern, und doch trug sie über das stille Wasser zu ihm.
Der Fremde wusste keine Antwort, nur dass sein Herz ihn hierhergeführt hatte, zu diesem Ort, der sich anfühlte wie das Ende und der Anfang von allem.
