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Es war mir durch meine (anfangs erfundene) Geschichte vergönnt, an einer spirituellen Reise teilzuhaben, die im ganz banalen Alltag beginnt und von der Tiefe der menschlichen Seele bis in die Weiten des Alls ein Märchen von Philosophie, Psychologie und Physik erzählt.
Teil 5:
Nach dem Abschied von Herta braucht es merhere Anläufe, bis Konrad die Außerirdischen und ihr Problem versteht, zentrale spirituelle Fragen klärt und bereit ist seinen Weg zu gehen.
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Veröffentlichungsjahr: 2018
DAS GEHEIMNIS DES UNIVERSUMS
INHALT
ABSCHIED VON HERTA
KONRAD VERABSCHIEDET SICH VON HERTA UND …
DER ZWEITE VERSUCH DES AUSSERIRDISCHEN
KONRADS VERWEIGERUNG
REALITÄT ERZWINGT POLARITÄT
KONRADS VERSAGEN
EIN RETTUNGSVERSUCH
BENNIS BESUCH
BENNI WILL WISSEN, WAS LOS IST
KONRADS ERKLÄRUNG
ERINNERUNGEN, PERSÖNLICHES, PRAKTISCHES
DIE SCHEUNE IN DER WÜSTE
PICKNICK
EIN BEINAHE VERHÄNGNISVOLLER TIEFGANG
ABSCHIED
KONRAD FINDET AUSSERIRDISCHES BEWUSSTSEIN
ABSCHIED VON FAST ALLEM
AUG IN AUG MIT JUPITER
AN DER KIPPE ZUM WAHNSINN
EINLADUNG ZU EINEN AUSFLUG ZU DEN STERNEN
DAS RAUMSCHIFF
KONRADS ULTIMATUM
DER FLUG ZU DEN FLORAUNEN
EIN HOLPRIGER START
STUFE SECHS UND DARÜBER HINAUS
WER IST KARL?
DER BESUCH BEI DEN FLORAUNEN
ANKUNFT
DIE WELT DER FLORAUNEN
EIN FREMDER PLANET
DIE FLORAUNEN SIND WEHRHAFTE WESEN
DIE FLORAUNEN SIND DAS PRODUKT IHRER VORFAHREN
FLORAUNEN SIND PERFEKTE EMPATHEN
KONRADS ERSTER KONTAKT
FÜR FLORAUNEN SIND ALLE NICHT-FLORAUNEN TIERE
DIE WUNDERWAFFE DER FLORAUNEN
DIE ANTWORT AUF ALLES
VORBEREITUNG
WARUM GIBT ES ETWAS UND NICHT NICHTS UND WAS IST DER SINN VON ALLEM?
WER SEID IHR WIRKLICH, WAS WOLLT IHR VON UNS UND WAS HAT ES MIT DEINER PERSON AUF SICH?
DAS PROBLEM DER AUSSERIRDISCHEN
WIE AUS SYNCHRONISIERTEN GEDANKEN WIRKLICHKEIT ENTSTEHT
DIE GEBURT DES BOTSCHAFTERS
KONRADS ALLGEMEINER AUFTRAG
DIE BEFRUCHTUNG DES UNIVERSUMS
EINS ZU KURZGESPRUNGEN
KONRADS KONKRETER AUFTRAG
KONRADS ZUSATZAUFTRAG
DER ABSCHIED DES AUSSERIRDISCHEN
KONRADS QUALIFIKATION UND GOTT
DAS ZWEITE AUGE
VEREINIGUNG MIT ANDROMEDA
WACHWIRKLICHKEIT
KONRADS ENTSCHEIDUNG
KOSMISCHER UMBAU
KONRADS BEFRIEDIGUNG
Wieder zurück in seinem Haus in den Bergen, findet Konrad Post von einem Notar in Salt Lake City und macht sich am frühen Morgen des nächsten Tages erneut zu Fuß auf den Weg.
Beim Notar erfährt er, dass ihm Herta ihr Haus und das Auto vermacht hat.
Der Rest ihres Vermögens geht an Benni und einige Erinnerungsstücke an Vera und Hermann.
Er leistet die nötigen Unterschriften, übernimmt die Besitzurkunden, steigt in Hertas Auto und macht sich unverzüglich auf den Rückweg.
Über eine Stunde, eingehüllt von Hertas Pheromonen, steuert er wie in Trance den Wagen und fühlt, wie sich ihre Lebensenergie auf ihn überträgt.
Eine Kraft, die er auch dringend benötigt, um seinem großen Auftrag gerecht zu werden.
Endlich zu Hause angekommen, vergräbt er sich in ihrem Bett und weint sich in den Schlaf.
Als er am nächsten Morgen erwacht, ist es schon hell. Er betrachtet die weiße Decke über sich, leert seinen Geist und stimmt sich auf einen neuen Lebensabschnitt ein.
Dann steht er auf und geht zum Fenster.
Draußen hüllen sich die Berge in Nebel und alles ist grau, nass und kalt.
Als erstes macht er Feuer und wärmt das Wasser für den Tee.
Dann zieht er seine beste Robe über, nimmt ein Blatt Papier, schreibt achtsam Hertas Namen darauf, geht zu seinem Meditationsplatz, legt den Zettel vor sich auf den Boden und entzündet ein Räucherstäbchen.
Er schlägt den Gong, faltet die Hände und rezitiert die Einleitung zur Herzsutra.
„MAKA HANNYA HARARAMITA SHIN GYOoooo.”
Schon vom ersten Ton an hört er im Geist, wie alle Brüder mit ihm singen.
KAN JI ZAI BO SA GYO JlN HAN- NYA HA RA MI TA JI SHO KEN GO UN KAI KU DO IS- SAI KU YAKU SHA RI SHI SHIKI FU I KU KU FU I SHIKI SHIKI SOKU ZE KU KU SOKU ZE SHIKI JU SO GYO SHIKI YAKU BU NYO ZE SHA RI SHI ZE SHO HO KU SO FU SHO FU METSU FU KU FU JO FU ZO FU GEN ZE KO KU CHU MU SHIKI MU JU SO GYO SHIKI MU GEN NI BI ZETS SHIN NI MU SHIKI SHO KO MI SOKU HO MU GEN KAI NAI SHI MU I SHIKI KAI MU MU MYO YAKU MU MU MYO JIN NAI SHI MU RO SHI YAKU MU RO SHI JIN MU KU SHU METSU DO MU CHI YAKU MU TOKU I MUSHO TOK KO BO DAI SAT- TA E HAN- NYA HA RA MI TA KO SHIN MU KE GE MU KE GE KO MU U KU FU ON RI IS SAI TEN DO MU SO KU GYO NE HAN SAN ZE SHO BUTSU E HAN: NYA HA RA MI TA KO TOKU A NOKU TA RA SAN MYAKU SAN BO DAI KO CHI HAN- NYA HA RA MI TA ZE DAI SHIN SHU ZE DAI MYO SHU ZE MU JO SHU ZE MU TO DO SHU NO JO IS- SAI KU SHIN JITSU FU KO KO SETSU HAN- NYA HA RA MI TA SHU SOKU SETSU SHU WATSU
GYA TE GYA TE HA RA GYA TE HARA SO GYA TE BO DHI SOWA KA
HAN NYA SHIN GYOooooooooo.
Regungslos verharrt er, bis das Feuer niedergebrannt ist. Dann steht er auf, legt Hertas Namen in die Glut, verneigt sich und lässt sie nach einem letzten Aufflammen für immer los.
Entschlossen zu allem, schwört er, erst wieder in die Welt zurückzukehren, wenn er verstanden hat, was das Leben von ihm will.
Ohne nur einen festen Bissen zu sich zu nehmen, verbringt er die nächsten Tage mit Arbeit und Meditation. Er putzt das verwahrloste Haus, bringt den verwilderten Garten in Ordnung und bereitet sich auf die strengste Meditationspraxis vor, die er zwar im Kloster kennen gelernt, aber nur passiv miterlebt hat. Ein Rohazu, die strengste Form der Zen-Praxis. Eine Woche Zazen, mit Gehmeditation, ausschließlich unterbrochen von vier Stunden Schlaf, die im Sitzen verbracht werden müssen.
Das alles nochverschärft durch Fasten und Einsamkeit.
Die letzten Vorbereitungen sind getroffen und Konrad beginnt um zwei Uhr morgens mit der Rezitation.
Nach einer zehnminütigen Gehmeditation setzt er sich hin, holt tief Luft, bläst mit einem langen Seufzer sein vergangenes Leben von sich, schlägt den Gong und schläft mit offenen Augen ein.
„Aufwachen!!!“, brüllt plötzlich eine Stimme hinter ihm.
Wie vom Blitz getroffen zuckt Konrad zusammen und meint für einen Moment im Kloster zu erwachen. Als er aber sieht, dass er nach wie vor bei sich zu Hause ist, weiß er sofort, wer da eben gebrüllt hat.
Geistesgegenwärtig besinnt er sich auf seine Traumskala, und auch wenn er weiß, dass sie ihn schon öfter im Stich gelassen hat, gibt sie ihm dieses Mal recht. Ohne Zweifel Fünf plus.
„Ich dachte, du wolltest meditieren, und nun träumst du doch nur vor dich hin.“
Von seinem Meditationsplatz, mit dem Gesicht zur Treppe sitzend, kann ihn Konrad zwar nicht sehen, hört aber deutlich, wie sich der Außerirdische wenige Meter neben ihm Tee einschenkt.
Ohne ihn anzusehen fragt Konrad: „Wann hast du denn den Tee gemacht?“
„Vor zehn Minuten.“
„Und warum weiß ich nichts davon?“
„Weil du da noch wach warst, wie du es nennen würdest. Ich hingegen warte hier schon eine geschlagene halbe Stunde auf dich.“
Fest entschlossen, sich nicht noch einmal um den Finger wickeln zu lassen, verharrt Konrad auf seinem Meditationskissen und antwortet forsch: „Ich rede erst wieder mit dir, wenn du mir erstens in deiner realen Form erscheinst und zweitens in der Wachwirklichkeit.“
Der Außerirdische seufzt: „Wo bleibt deine Logik? Im Moment verfüge ich lediglich über deinen Wissenstand von unserem letzten Treffen, bei dem ich dir diese Frage auch noch nicht beantworten konnte.
Lass uns nun gemeinsam prüfen, wie weit du gekommen bist und dann…“ Konrad unterbricht ihn: „Ich mach’skonkreter. Ich rede erst wieder, wenn wir mit einem Raumschiff zu irgendeinemStern fliegen und wir dort auf irgendwelche fremde Wesen treffen, die ich als materiell existierende Außerirdische identifizierenkann.“
Der Außerirdische schenkt Konrad Tee ein und bemerkt trocken: „Wie lange willst du denn noch unter dieser Treppe sitzen bleiben?
Ich verlange ja nicht, dass du in deiner sogenannten ‚realen‘ Wirklichkeit aufstehst. Ich ...“
Wütend springt Konrad hoch, schlägt sich den Kopf an der Treppe, geht händefuchtelnd zum Tisch. „Du verarscht mich doch schon wieder!
Ich will ja gerade, dass du verlangst, dass ich aufwache, damit wir uns endlich real gegenüberstehen. Aber gut. Ich bin bereit, mich ein allerletztes Mal auf dein Spiel einzulassen. Jetzt aber ohne Tricks und Ausflüchte.
Du hast selbst zugegeben, dass du dein Aussehen für mich angepasst hast! Daher frage ich dich jetzt: Wie siehst du wirklich aus? Was wollt ihr von den Menschen und vor allem im Speziellen von mir? Das möchte ich jetzt endlich wissen!“
Der Außerirdische fragt: „Ist denn inzwischen so viel passiert, dass du dich an deine eigenen Bedingungen nicht mehr erinnerst?“
Konrad stutzt, erinnert sich und zitiert: „Frag nur, wenn ich dich darum ersuche, und vertraue meinen Antworten. Wenn du dies befolgst, wäre das die optimale Bedingung für den kürzesten Weg.“
Konrad knickt zusammen. „Du hast ja keine Ahnung, was sich inzwischen alles ereignet hat.“ Der Außerirdische macht einen Schluck Tee. „Erzähl! So viel Zeit muss sein.“
„Herta ist gestorben!"
„Oh, das tut mir aber leid.“
„Müsstest du denn das nicht eigentlich wissen?“, fragt Konrad misstrauisch.
„Natürlich nicht. Aber danke, dass du mich daran erinnerst. Es wird dir ja wohl nicht entgangen sein, dass wir uns auf einer sehr hohen Traumstufe befinden.“
Konrad sieht sich um. „Mindestens fünf.“
„Fünf Komma neun, um genau zu sein. Und hier kündigt sich ein Phasenübergang an.
Je schlüssiger sich ein Traum manifestiert, desto konkreter erscheinen uns die Objekte und werden zu dem, was du Realität nennst.“
Konrad überlegt: „Ich verstehe. In dem Maße, in dem du für mich phänomenal wirklicher wirst, trennst du dich von mir, obwohl wir uns beide in einer Traumwirklichkeit befinden. Deshalb weißt du nichts von Hertas Tod.“
„Das ist der Preis der Polarität“, bestätigt der Außerirdische. „Und ab einer gewissen Intensität unterscheidet sich die Traumwirklichkeit von der Wachwirklichkeit lediglich in ihrer Gesetzmäßigkeit.“
„Heißt das, wenn du mich jetzt erschießen würdest, wäre ich auch in der Wachwirklichkeit tot?“
„Nur wenn du vergessen hast, dass du träumst. Solange du dir hingegen bewusst bist, dass das alles nur Illusion ist, kann dir nichts passieren. Aber das ist ja in der Wachwirklichkeit auch nicht anders.“
Konrad schüttelt den Kopf. „Dann meinst du also tatsächlich, dass auch die Wachwirklichkeit nur eine Art von Traum ist?“
Der Außerirdische deutet hinter ihn.
Konrad dreht sich um, sieht sich selbst unter der Treppe sitzend und fragt nachdenklich: „Und wie könnte ich jetzt aufwachen?“
„Dazu müsstest du dich entweder wieder zu ihm setzen oder dich umbringen.“
Konrad besinnt sich: „Was willst du, oder was wolltihr von mir?“
„Deine Kooperation! Deine Kooperation, um unsere beiden Wirklichkeiten zu einem gemeinsamen Universum verschmelzen zu lassen. Erst wenn du dazu bereit bist, können wir über die Details reden. Alles klar?"
Konrad bleibt die Luft weg. „Aber dieser Kryptizismus verzögert doch nur..."
„Also gut“, seufzt der Außerirdische,„dann beginnen wir noch einmal ganz von vorne.“
Konrad rümpft die Nase. „Du meinst doch nicht etwa den Tag, als ich das Bild entdeckt habe?“
„Nein. Ich meine bei der Entstehung der Welt.“
„Wie bitte?!“
„Kennst du die Theorien von Teilhard de Chardin?“
Konrad erinnert sich an einen Artikel in einer Fachzeitschrift. „Meinst du diesen Priester, der mit der Kirche in Konflikt geriet, weil er von der Evolution überzeugt war, aber auchvon der Wissenschaft nicht anerkannt wurde, weil er spirituelle Anschauungen naturwissenschaftlich untermauern wollte?
War der nicht sogar Paläontologe?“
„Er war Paläontologe, Geologe und Biologe, aber auch Jesuit, Mystiker und Philosoph. Genau den meine ich.“
„Ein ganz schön schwieriger Spagat - wie hat er den eigentlich geschafft?“
„Bei dem Versuch, Materialismus und Spiritualität zu verbinden, kam er zu folgendem Schluss: Wenn man die Zeit bis zum Beginn dieses Universums zurückverfolgt, verwandelt sich seine materielle und energetische Struktur in Geist. Diese Struktur konnte für ihn nur die ursprüngliche Liebe Gottes sein. Er nannte sie Alpha.“
Konrad fällt ihm ins Wort: „Apropos GOTT! …“
Der Außerirdische winkt energisch ab.
„Vor allem brauchte er dazu einen neuen Materiebegriff.
Aus seiner Sicht besteht Materie nicht aus toterStruktur, sondern aus einer spirituellen Ursprungsqualität, die letztlich darauf hinzielt, sich selbst zu verstehen.
