Angst, Schrecken und Terror der Psyche - Chris Dyke - E-Book

Angst, Schrecken und Terror der Psyche E-Book

Chris Dyke

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Beschreibung

Das vorliegende Werk umfasst die Möglichkeit, dass man für sich ein ganz normales Leben führen kann und nicht entdeckt, dass man geisteskrank ist. Pepe ist Psycholge und behandelt fünf Charaktere. Je näher er ihnen kommt, desto stärker ist der Verdacht, dass er diese Menschen ist. Im letzten Teil des Werkes wird dann die Lösung dageboten, welche sich intuitiv schnell einstellt. Man stellt sich nicht die Frage warum etwas passiert, sondern wie es passiert.

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Seitenzahl: 323

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Chris Dyke

Angst, Schrecken und Terror der Psyche

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Chapter One

Chapter Two

Chapter Three

Chapter Four

Impressum neobooks

Chapter One

Simone

Blink, blink, blink… Wie oft wurde das wohl schon geschrieben? Wie oft hat sich wohl schon jemand gefragt, wie oft das geschrieben wurde? Wie oft hat sich wohl schon jemand gefragt… Ich lösche alles. Mir fällt nichts ein. Ich muss diesen Bericht unbedingt fertig bekommen und es kommt einfach nichts. Im Kurs wurde gesagt „Schreiben Sie einfach drauf los und dann haben sie zumindest Material, womit Sie arbeiten können!“. Nervt diese Fotze in meinem Kopf. Nein. Ich habe nichts davon, wenn ich so eine Scheiße schreibe, wie blink, blink, blink und auch nicht, wenn ich dazu schreibe, wie oft jemand über das wie oft nachgedacht hat. Wir sind einfach am Ende. Es gab schon alles. Die ollen Griechen haben schon über Sachen nachgedacht, die heute Aktuell sind. Just in time ist vorbei. Wir sind vollkommen in der Vergangenheit und fordern die Zukunft. Nein, nein, nein. So kann es nicht sein. Wir wollen voran und bleiben einfach stehen. Es nervt. Hammer. Wie das einfach nur nervt. Wir wollen viel zu viel. Es sollte niemand etwas wollen sollen. Scheiße. Rosenstolz? Zweiraumwohnung? Dressierte Affen. Wir sind Helden. Müssen nur wollen. Shit. Ich klaue unbewusst von anderen Quellen. Nichts ist mehr mit Innovation - und Inventionen sind schon lange vergessen. Alles ist geklaut und alles gab es schon. Die Leute wundern sich, wenn sie Bücher kaufen und glauben, dass sie Autoren danach beurteilen, wie blöd die doch sind, weil diese von Sachen schreiben, die es bereits gab. Meine Fresse, ja. Ein Krimi ist immer gleich und wenn es mal jemanden gibt, der es irgendwie anders macht, interessiert sich niemand dafür. Wir wollen doch immer wieder den gleichen Mist auf den Tisch gestellt bekommen. Bloß soll es immer ein kleines winziges bisschen anders sein, weil wir ja nicht wollen, dass unser dämliches Gehirn schrumpft. Wir kaufen nur die Musik, die ist, wie sie jedes Jahr ist – nur ein wenig anders. Wir bleiben bei einem Stil, bis ein Meteor in unser Leben kracht und wir uns komplett ändern. Und ich schaffe diesen verfickten Bericht nicht. Simone. Sie ist echt kein leichter Patient. Ohne diese Berichte verliere ich einfach noch den Überblick. Sie sind alle verdammt ähnlich. Sie verfolgen Muster und ich erkenne einfach darin, dass es eine Verbindung gibt. Früher habe ich mir immer vorgemacht „Wenn du etwas bei einer Person feststellst, was nur bei dieser einen Person auftritt, liegt es an ihr und wenn es bei allen auftritt, liegt es an dir.“. Natürlich. Irgendwer muss ja die Schuld tragen und das geht nur, wenn man sie jemanden gibt. Logisch. Mir selber musste ich sie verdammt selten geben, weil ich all meine Patienten gesondert behandelt habe. Dadurch war nie ein Muster zu erkennen. Jetzt gibt es das Muster auf einmal und ich weiß gar nicht, ob nicht vielleicht ich verrückt bin und glaube schon beinahe, dass meine Patienten verschiedene Psychiater und Psychologen sind. Nein. Das kann doch nicht sein. Ich stehe aus meinem Ledersessel auf und gehe zu meinen Diplomen. Sie hängen sauber aufgereiht, gerahmt an der Wand. Eins nehme ich ab. Das kann nicht fiktiv sein. Meine Patienten machen mich noch verrückt. Ich darf den Verstand einfach nicht verlieren. Ich rekonstruiere mal lieber den Ablauf mit Simone, damit ich besser in den Bericht einsteigen kann.

Als Simone zu mir kam, war sie neunzehn. Sie fing gerade ein Studium an. Ihr Leben war von Ängsten geprägt. Ich fand es schon etwas belustigend, wie viele Ängste man haben kann. Als hätte sie die Liste bei sämtlichen Online-Phobie-Erklär-Seiten auswendig gelernt. Als Therapeut muss man natürlich ernst bleiben und authentisch rüber bringen, dass man mitfühlt. Jedoch war Simone schon ein Spezialfall. Sie hatte einfach vor allem Angst, so dass es wirklich wie eine Aufmerksamkeitsstörung aussah. Leider stellte sich das nicht heraus, so dass ich tiefer graben musste. Sie war sehr überzeugend. Einen Tag brachte sie mir ein Buch über EFT mit. Ich blätterte drin rum, ich wusste natürlich, worum es sich dabei handelt. Eine alternative Form der Therapie, die man selbst ausführen kann. Es ist eine Klopftechnik, die beruhigend wirkt, weil sie einen unbewusst von der Aufmerksamkeit des aktuellen Gegenstandes ablenkt und gedanklich beruhigt. Wirklich herausragend ist die Technik daher nicht, weil sie einfach nur eine Stimulation ist, die von dem aktuellen Stress ablenkt. Das nennt man in manchen Kreisen auch Hokuspokus. Soweit will ich nicht gehen, weil es den Patienten wirklich hilft. Nur sollte man sich dann nicht hinstellen, als wäre man ein Wunderheiler, wenn man das kann. Simone praktiziert also diese Technik. Zudem fing sie an von der Spiegeltechnik zu berichten. Mir ist zu Ohren gekommen, dass wir Spiegelneuronen haben, die uns dazu in die Lage versetzen uns intuitiv in die Gefühlswelt anderer Menschen zu denken, weil wir diese für einen kurzen Augenblick kopieren und somit selbst fühlen. Wir sind nicht in der Lage unsere eigenen Gefühle zu übertragen oder diejenige anderer Menschen zu fühlen, jedoch merken wir alles, was in unserem Körper vor sich geht und somit ist das eine biologische Meisterleistung, dass wir mit so etwas ausgestattet sind. Die von Simone vorgestellte Technik ist hingegen etwas irrsinnig, weil sie wieder nur die halbe Wahrheit aufdeckt. Sie glaubt stark an die Esoterik, die manche Phänomene beschreibt, die auch wirklich Gegenstand aktueller Forschungen sind, allerdings ist die Esoterik keine Wissenschaft als solches und daher ergründet sie auch zu wenig. Der Glaube ist richtig, dass diese Techniken ihr sagen wollen, dass sie sich beruhigen soll, weil die Angst völlig überflüssig ist und die Angst vor einfach allem ihr beschreibt, dass sie vielmehr Angst vor sich selbst hat, jedoch komme ich nicht an sie heran. Sie ist zu steif und vertieft in diese esoterischen Erkenntnisse, als der Wissenschaft zu glauben. Obwohl sie zu mir kommt und auf den Rat eines Arztes hören will, schafft sie es nicht, diesen anzunehmen. Anscheinend ist eine verdeckte Art von einem Mangel an Anerkennung von Autoritäten zu spüren?

Während Simone mit mir redet, male ich oft Bilder. Sie erzählt so ausschweifend, dass man schwer die Aufmerksamkeit nur bei ihr halten kann. Als wollte sie einem immer in die tiefsten Winkel ihrer Person lassen. Stichpunktartig vermerke ich mir dann gewisse individuelle Probleme. Irgendwo gibt es die Psychologie ja auch nur, weil wir Menschen alle sehr ähnlich sind und man wissenschaftlich belegen kann, dass definitive Aussagen aufgrund von definitiven Krankheiten getroffen werden. Natürlich will niemand die Wahrheit hören und so glauben die meisten Menschen, dass sie wirklich individuell und originell sind. Das treibt sie an. Die Wirklichkeit wird nur von Menschen aufgedeckt, die nicht wirklich verstehen, dass ein Leben in der blühenden Phantasie viel schöner ist. Wen interessiert es schon, was wir denken? Es kann doch niemand nachvollziehen. Man stelle sich nur einmal vor, wieso manche Menschen gewisse Handlungen ausführen. Als würde die Natur sie steuern. Zombiewalk. Was für ein Schwachsinn. Nachher gibt es noch Geisteskranke, die Angst haben und diese vermeintlichen Zombies abschlachten. Ich schweife ab. Simone erzählt gerade wieder so ausgiebig, dass ich mich in meinen Gedanken verirre. Ich will den Spieß nicht umgedreht wissen wollen, wie anstrengend für Simone es wäre, wenn sie mir zuhören müsste. Ich denke, dass ich viel anstrengender wäre.

Wie kann ich nur die ganzen Ängste durchdringen? Wenn sie auf meine Worte nicht reagiert, kann ich ihr nur Honig aufs Gemüse schmieren. Man weiß, was die Patienten wollen und kann es ihnen nicht geben, weil es pathologisch ist. Ein Kind will auch Süßigkeiten und man weiß als Elternteil, dass dies schädlich ist. Also erscheint man als schlechter Mensch, weil man zeigt, dass man ein Kind nicht versteht. Ist es nicht sinnvoller zu denken, dass man einen Menschen so gut versteht, dass man ihm nicht gibt, was er will, weil es schädlich ist? Wer kennt einen Menschen wohl besser? Die Person die versteht, was eine Person braucht und es ihr gibt, oder die Person, die versteht, dass das eigentliche Ich der Person gar nicht danach verlangt und man mit einem Abbild der Persönlichkeit redet, was sich nach außen präsentiert und man also der Person nur das gibt, was sie eigentlich verlangt? Die pathologische Person würde natürlich den ersten Menschen als wahren Freund ansehen, weil die zweite Person nur auf den eigenen Vorteil besticht. So wird geglaubt, dass aus dem Therapeuten ein Alptraum wird und diese Person, die sich die Mühe macht einen Menschen kennen zu lernen und ihm das zu geben, was man als Mensch braucht und nicht den Wahn nährt, verachtet. Es gibt immer einen Menschen, der hinter einem steht. Es geht in der Welt nicht darum, dass man wahre Freunde findet. In Wirklichkeit haben wir nämlich fast alle einen Schatten. Wir sind einfach überfordert und ohne irgendwelche Nebenwirkungen kann man das einfach nicht ertragen, dass überall auf der Welt Chaos herrscht. Simone erkläre ich immer wieder, dass es normal ist, dass sie Ängste entwickelt. Einfach ist das nicht. Wir Menschen glauben einer Autorität zwar, jedoch müssen wir verschiedene Quellen haben. Ich empfehle ihr ein wenig weiter in der Literatur zu suchen und sie kommt mir mit dem Buch über Fröschen auf Butter. NLP ist eine wirklich wirkungsvolle Technik, um jemanden von seinen Ängsten zu befreien. Bei Simone will ich dies noch nicht anwenden, weil ich noch nicht auf den Grund gekommen bin, wieso sie so viele Ängste hat. Von heute auf morgen entwickelt sie wahllos Phobien, die sie immer mehr daran hindert an der Welt teilzunehmen. Vielleicht ist es ja der Humor von Gott, dass er uns nicht in willenlose Zombies verwandelt, sondern uns allen eines Psycho-Krankheit aufbrummt, die uns zur Isolation zwingt und wir somit verkümmern. Das wäre eine ethnische Reinigung der Bevölkerung. Vielleicht sind auch so die ganzen Moorleichen entstanden, die keinen erkennbaren Grund für den Tod aufweisen. Wie dem auch sei. Ich schweife zu sehr ab. Simone hat heute auch einfach viel zu berichten. Meine Gedanken kreisen viel zu sehr um alles Mögliche. Wir Psychologen sind auch nur Menschen und auch wenn wir uns gerne als tugendhafte Menschen sehen, die fleißig daran arbeiten wenige Fehler zu machen, weil in unserer Branche ein Fehler gleich den Suizid eines Mitmenschen bedeuten könnte, so wollen wir auch mal Anerkennung dafür finden, dass ein Fehler menschlich ist. Leider geht das in unserer Gesellschaft nicht. Sie toleriert keine Fehler mehr. Zu schnell ist jemand ersetzt, der Fehler gemacht hat. Wozu sollten wir auch einen Menschen wertschätzen? Es gibt sieben Milliarden Menschen in Großstädten sterben am Tag mehr Menschen, als in manchen Landkreisen überhaupt leben. Selbst wenn heute Seuchen auftreten, die schlimmer sind, als aus sämtlichen Filmen, solange es Adam und Eva gibt, können wir als Rasse weiter existieren.

Ich verabschiede Simone. Interessant, was ich heute über sie erfahren habe. Sie ist eine wirklich süße Frau. Mit ihren ein Meter fünfundsechzig und den blonden gelockten Haar, hüpft sie andauernd wie ein Gummiball herum und quickt ganz viel. Egal wie nervig man das auch finden könnte, so herzergreifend ist ihre Art auch. Ich kann mich schnell in sie hinein versetzen und das liegt wohl daran, dass wir uns gegeneinander gut spiegeln können.

Gut gelaunt kommt Simone wieder zu mir. „Herr Dr. Polatek. Ich habe etwas geträumt.“, „Dann schießen Sie mal los.“.

Ich habe einen Preis gewonnen und durfte den einflussreichsten Menschen der Welt treffen. Er war kurz davor eine Rede vor einer Milliarde Menschen zu halten. Dazu gab es eine Halle oder Palast oder Ähnliches, wo er in der Mitte stand und ich ihn kurz traf. Er war einen kurzen Moment davor die Rede zu proben und dann kam ich. Hinter mir standen noch Freunde, die ich nur gefühlt habe. Meine Konzentration lag auf diesen einflussreichsten Menschen dieser Welt. Ich sah ihn mit voller Liebe an und er sah mich ebenso an und ich fragte ihn: „Bist du wirklich glücklich?“. Da meinte so ein Bodyguard zu ihm, dass er nun dran sei, weil gerade die ersten Gäste eingetroffen sein. Anscheinend war er eine Art Diktator oder hatte einfach so viel Geld, dass er zum alleinigen Besitzer der Welt wurde. Er schaute mich an, wies den Bodyguard zurück. Wie mit einer riesen Faszination blickte er mich an, dass es mich schauderte und obwohl alles so riesig war, machte es mir keine Angst. Mir war wichtig, dass dieser Mensch die Sonne sieht. Ich ging auf ihn zu und drückte ihn. Dann ließ ich los und sagte ihm „Ich hab dich lieb.“. Der Bodyguard wollte ihn auf die Bühne zerren, doch sein Interesse an mir war größer. Es war, als würde ich beide Personen sein und die Liebe gewonnen hat.

Am nächsten Tag hatte ich einen weiteren Traum. Ich war Soldat und Ich stand in der Stube vor dem Spint. Dann gingen wir aus und wir waren in Italien oder so. Da haben wir getrunken und redeten über einen Schatz. Ich erinnerte mich an ein Versteck unter meinem Spint. Dann rannte ich zurück und musste dafür immer über einen zugefrorenen See rennen. Mit jedem Lauf schmolz das Eis und er wurde wunderschön blau-türkis. Jedoch versank ich auch fast in ihm und wäre fast gestorben. Konnte mich immer retten. Dann öffnete sich ein Geheimversteck und ich fühlte dort rein zu fallen, jedoch fand ich dort nur eine Leiche und keinen Schatz. Zurück bei den Jungs und dann klingelte mein Wecker.

Was will mir mein Unterbewusstsein sagen?

Auch wenn Freud der Überzeugung war, dass die Träume uns etwas sagen wollen und entschlüsselte einige Bilder. Jedoch ist das in meinen Sinne etwas für den Fall Esoterik und so wunderschön auch die Geschichten sind, die wir Träumen, so leben diese Geschichten doch nur aus der Verarbeitung unseres Lebens. Das ist einfach nur eine Vermischung der Filme und Serien die wir sehen. Früher waren es die Bücher und Geschichten, die man sich im Wirtshaus erzählt hat. Wir leben von Geschichten und darum sind Träume auch nicht unbedingt als Deutung für die Welt zu betrachten. Jedoch möchte ich Sie nicht abhalten an so etwas zu glauben.

Wieder einmal verabschiedete ich sie und wurde ein wenig schlauer. Simone ist ein Mensch, der sich hinter einer Fassade einer Illusion verbirgt, die ihr dazu Kraft gibt, dass sie richtig liegt und die Welt daran scheitert, dass sie nicht ist, wie sie es für richtig hält.

Sie haben Recht. Ich habe da noch einmal drüber nachgedacht. Sie haben irgendwie Recht. Die Welt ist eins und wir müssen alle darauf leben und daher gibt es nur diese eine Welt. Trotzdem nehmen wir sie unterschiedlich wahr. Wenn wir zusammen dieses Sofa betrachten, dann sehen wir beide ein Sofa, doch wir sind nicht zur selben Zeit an einem Ort und dadurch nehme ich das Sofa ganz anders wahr, weil ich doch eine ganz andere Reflektion des Lichtes wahrnehme. Dadurch können wir doch niemals gleich empfinden und wie sollen wir da die Welt identisch wahrnehmen. Das ist doch der Beweis dafür, dass wir Menschen alle unterschiedlich sind und ihr Bild mit dem Baum ist total der Scheiß. Natürlich sind wir alle Menschen, doch das bedeutet doch nicht, dass wir uns alle ähneln. Ein Baum, der im Herbst die Blätter bunt färbt. Das ist Natur. Das wir Menschen alle ein Produkt konsumieren, weil es einfach gut ist, ist einfach Mode. Das ist normal. Sie kommen andauernd mit Vergleichen an, die irgendwie nicht verbindbar sind. Wir Menschen sind so facettenreiche Wesen, die aufgrund verschiedener Erfahrungen, immer wieder einen anderen Weg wählen und am Ende sind wir alle unterschiedlich. Sie vergleichen dagegen die Erfahrungen von Westeuropa mit Osteuropa, Indien und oder Amerika. Und nur weil wir beide ein Mensch sind und wir nicht in der Lage sind die Welt gleich zu erfahren, können wir uns nicht identisch entwickeln. Das geht einfach nicht. Nur weil wir beide einen ähnlichen Körperbau haben, empfinden wir es trotzdem anders, wenn wir uns auf das Sofa setzen. Was für ein Problem ich mit diesem Sofa habe? Es ist einfach unbequem. Sie meinen immer Ihre Unzufriedenheit auf mich zu projizieren. Das geht einfach nicht, dass Sie immer so pauschalisieren. Das gefällt mir an Ihnen einfach nicht. Sie kommen mir immer blöde und ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe. Sie verstören mich einfach mit Ihren Ausführungen. Ich werde noch total verrückt. Sie kommen mir nie entgegen und irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass Sie sich in mich hinein denken können. Das macht mich echt wirr. Sie verknoten meine Probleme noch mehr, als ich sie schon selber verknotet sehe. Andauernd kommen meine Mitmenschen mit mir in den Konflikt und dabei will ich das ja nicht und ich versuche das ewig zu vermeiden. Deswegen rede ich ja immer ein wenig mit dem Menschen ohne wirklich meinen Standpunkt zu behalten, doch das sage ich niemanden, weil ich keinem zeigen möchte, dass ich mir im Unklaren bin, welche Identität ich verfolge. Ob ich mehrere Identitäten in mir habe oder nur eine in mir trage und diese definieren muss. Manchmal fühle ich mich einfach wenig abgegrenzt und dann weiß ich einfach nicht, wie sehr sich jemand von mir abgrenzt. Ich fühle mich dann einfach diffus und wandle durch einen Nebel, dabei weiß ich gar nicht mehr, wer hier klar denkt und jeder der mit mir redet, scheint ja mit mir in diesem Nebel zu sein und dann verwirre ich meine Freunde und ich will ja gar nicht so sein, sondern möchte klar denken, damit ich meine Aufgaben erfülle, die ich natürlich nicht sehe, während ich so im Leben umher laufe und geblendet von der weißen Nebelwand bin. Verstehen Sie das Doktor? Das finde ich sehr schwierig zu beschreiben und daher können mir viele Menschen nicht folgen, zumindest glaube ich, dass sie mir nicht folgen können und wenn sie es doch tun, meine ich, dass ich in einem Moor bin und um uns herum der Nebel und nur ich weiß, wie man aus meinen Gedanken heraus kommt, weil ja nur ich verstehe, wie dieses Moor gestrickt ist. Immerhin bin ich mein eigenes Individuum und darum muss ich auch sagen, dass niemand wirklich so nah kommt, dass er mir folgen kann und ich fühle mich dadurch einsam. Auch wenn meine Freunde sagen, dass sie mit mir klar kommen, so beneble ich sie doch nur. Das verwirrt mich alles. Wie ich darauf komme, dass ich in einem Nebel gefangen bin? Es fühlt sich einfach so an. Es sieht auch so aus. Das Leben erschöpft mich und meine Augen sehen so einen grauen Schleier. Ich fühle mich ermüdet und dann kommt dieser Schleier, der sich vor meine Augen legt.

Nach diesem Tag weiß ich nun, dass Simone keine Grenzen zwischen ihren physischen und psychischen Wahrnehmungen macht. Sie weiß nicht, wie der Körper reagiert und differenziert ihre Diagnosen nicht. Dadurch fühlt sie sich verwirrt und vermischt alle möglichen Tatsachen. Das Leben scheint für sie wie ein Memory zu sein. Sie nimmt alle Spielkarten auf, vermischt sie jedoch und weiß dann nicht mehr, wo welche Karten liegen.

Manchmal hört sich es in meinen Kopf so an, als würden verschieden Stimmen reden und dann glaube ich verrückt zu werden. Es ist schon merkwürdig, dass diese Stimmen alle nacheinander reden. Irgendwie gibt es in all dem Chaos eine Ordnung und diese Ordnung erschließt sich mir nicht. Welche Schulbildung ich habe? Glauben Sie etwa, dass ich doof bin? Ich denke nicht, dass ich zu dumm bin, weil es keine wirkliche Dummheit gibt. Jeder Mensch ist auf seine Weise klug. Sie glauben, dass es Wissen gibt und dass man dann nur schlau ist, wenn man dieses Wissen wiedergibt. Jedoch gibt es so viel Wissen, dass wir es uns eben aufgeteilt haben und somit jeder nur einen gewissen Teil tragen kann und ich sehe es nicht für nötig, wenn man dann einen Stempel aufgedrückt bekommt, nur weil man etwas nicht weiß, sofort dumm zu sein. So läuft das sicherlich nicht im Leben. Das kann ich Ihnen versichern. Sie wollen mir andauernd die Welt erklären, doch ich kann mir die Welt auch ganz gut alleine zusammen reimen. Wir müssen ja schließlich alle damit fertig werden und das gelingt uns unterschiedlich gut. Deswegen sind wir auch alle gleich. Stelle Sie sich einfach vor, dass wir alle ähnliche Gedanken haben, doch durch unsere Gedankenvielfalt niemals zwei Gedanken zueinander passen, sondern sich nur ähneln. Es sind Gedanken und sie führen in eine Richtung, doch treffen sie sich nicht. Wie zwei Vektoren die nicht parallel verlaufen. Das hat mir mein Freund erzählt. Ich habe eigentlich keine Ahnung von so etwas und kann mir das auch eigentlich gar nicht vorstellen. Irgendwie weiß ich gar nicht, wie ich die Welt manchmal beschrieben bekomme. Sie mit irgendetwas zu vergleichen, macht die Sache an sich ja kaputt. Dann schätze ich die Handlung ja nicht mehr. Würde ich küssen mit dem gleiten einer Schnecke auf meiner Haut vergleichen, würde ich doch aus dieser herrlichen Handlung eine widerliche Sache machen. Dafür ist der Kuss doch viel zu schön. Wieso wollen wir also versuchen etwas zu zerstören, was an sich wunderschön ist? Also lassen wir uns keine Vergleiche ziehen. Das schafft doch nur einen Wahn und am Ende denken Sie noch, dass ich verrückt sei, weil ich Ihnen etwas von mir preisgegeben habe und Sie etwas interpretieren, was gar nicht gegenwertig ist und sie nur verglichen haben. Wieso schaffen Sie es nur, dass ich mich bei Ihnen so unangenehm fühle? Ich kann mich gar nicht frei entfalten. Das ist nicht gerade nett. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mich bei Ihnen wohl fühlen kann.

Ich sage gar nichts mehr. Ich finde, dass ich Ihnen nicht mehr vertrauen kann. Wieso sollte ich weiter zuhören, obwohl ja ich die ganze Zeit rede. Dennoch scheint es mir, dass sie in meinen Gedanken herum spuken und das mag ich nicht. Sie glauben, dass Sie mir beweisen können, dass Sie mich unter Kontrolle haben? Wie wollen Sie das tun? Nein. Ich reagiere nicht nur auf Sie. Ich arbeite mit Ihnen zusammen. Wir wollen einander näher kommen und daran ein Stück wachsen. Das ist doch der Sinn einer Beziehung. Egal ob wir nun ein geschäftliches Geschehen drum herum gewickelt haben. Wir werden danach schließlich schlauer sein. Auch Sie können etwas von mir lernen und das tut wirklich gut. Sie glauben, dass Sie durch mich zu wenige Informationen bekommen, weil ich nun negativ auf Sie reagiere? Das kann natürlich sein, weil Sie es mit mir verscherzt haben. Sie haben mir gezeigt, dass ich Ihnen nicht vertrauen kann. Wie können Sie einfach nur anderen Patienten von mir erzählen? Wie ich darauf komme? Ich habe mit der netten Dame im Wartebereich einen Plausch gehalten. Eigentlich ist das nicht meine Art, jedoch kam ich mir dumm vor, als ich schweigend da saß. Sie hat mich provozierend angelächelt und ich habe einfach dem Druck nicht standgehalten und dann habe ich angefangen mit ihr zu reden. Nein. In Wirklichkeit bin ich viel offener geworden, seitdem ich gelernt habe auch mal über meine Gefühle zu sprechen. Als würden Sie mir dabei geholfen haben. Ich bitte Sie. Sie haben gar nichts geschafft. Alles was ich erreicht habe, habe ich erreicht und Sie waren nur eine Gedankenstütze. Ich habe es letzten Endes umgesetzt. Immerhin lag die Entscheidung bei mir und ich habe das dann eben auch gewollt. Als würden wir reaktive Symptome zeigen, nur weil wir auf einmal eine Idee gut finden und diese für uns übernehmen. Wir sind immerhin unsere eigenen Menschen.

Josefine

Josefine war ebenfalls ein Spezialfall. Sie hat ein Problem mit Beziehungen. Josefine kann sich nicht binden. Es war ein ganz klarer Fall. Sie berichtete.

Dr. Polatek ich war mal wieder abends unterwegs und ich habe dort die Leute in dem Restaurant sitzen sehen. Ich hatte ein superenges schwarzes Kleid an. Meine samtest braunes Haar schmiegte sich über meine Schultern. Mein verführerischer Kussmund spiegelte sich im Fenster wieder und ich fand mich einfach nur reizend und geil. Innen saßen ein paar Männer, die gleich darauf angesprungen sind. So einfach bin ich jedoch nicht zu haben. Ich will den Mann fürs Leben. Er soll ein traumhaft gebildeter Typ sein, der nach meinem Sinn spurt. Ich bin emanzipiert und weiß was ich will. Da spielt es keine Rolle, was mein Herz sagt. Es kommt ganz alleine darauf an, was mir mein Geschmack sagt und wenn sein Outfit an dem Tag nicht gut aussieht, dann ist er auch nichts für mich. Wen interessiert es schon, wenn er morgen traumhaft aussieht, wenn er es heute nicht tat? Sollte das Schicksal es wollen, dann kommt dieser Kerl in einer anderen Zukunft auf mich zu, wie ich mir ihn vorstelle und Herr Dr. ihr Rat interessiert mich auch nicht, dass ich Männer idealisiere. Da bin ich ganz ehrlich. Sie hätten absolut keine Chance bei mir und ich finde es auch weniger schmeichelhaft, dass sie sich an mich ran machen. Egal wie viel sie es auch abstreiten, sie wollen mich. Jeder will mich. Sie sind auch nur einer dieser schmiergien Kerle, die mit ihrer flachen Brust und dem fettigen Haar auf mich ein Ekel erzeugen, weil sie glauben, dass sie eine Chance hätten. Nein. Ich leide nicht unter Realitätsverlust und was sind sie für ein Therapeut, dass sie mit mir streiten? Sie streiten nicht und ich glaube in meinen Ohren eine falsche Wahrheit zu hören? Das glaube ich nicht. Ich weiß genau was ich weiß. Jetzt lassen sie mich ausreden. Ich habe das hier auch nicht weiter nötig und gehe jetzt.

Für einen Therapeuten ist es nicht immer leicht die Luftschlösser seiner Patienten zu durchdringen. Darum geht es eigentlich in dem Job. Man muss seine Patienten zu fassen bekommen, so dass sie einem zuhören und anfangen zu lernen, dass sie nicht in einer Subrealität leben. Josefine war ein Drecksstück und ich wusste noch nicht woher dies kam. Normalerweise würde ich darauf tippen, dass sie die Sexualität über Gewalt kennen gelernt hat und nun ihren Körper als tadellos ansieht, weil er das einzige ist, was sie der Männerwelt entziehen kann. Jeder der ihr helfen will, kommt nicht an sie heran, weil sie wahnhaft denkt, dass man ihr nur an die Wäsche will. Vielleicht bin ich die falsche Person und ich sollte sie an eine Kollegin überweisen. Jedoch steht in der Akte, dass sie mit Frauen ein noch größeres Problem hat und sie wurde schon herum gereicht, wie ein Wanderpokal, was ihre These noch festigt, dass sie schwer zu haben ist. Also kann ich nicht viel machen, als Geduld zu haben.

Herr Dr. ich bin mir nicht sicher, ob sie der richtige Mann für mich sind. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich einen attraktiven Arzt bekomme, so wie ich das immer in den Büchern lese. Da wird immer davon berichtet, welch tolle Männer die Frauen verehren. Ich will auch so einen Mann. Können sie mir nicht einen Kollegen finden, der genau das ist, was ich will? Sie glauben also, dass es so einen Mann nicht gibt, weil ich den tollsten Mann von der Bettkante stoße? Mitnichten würde ich das tun. Sie haben absolut keine Ahnung von Frauen, was sich auch darin wiederspiegelt, dass sie nicht an mich heran kommen. Ich erzähle einfach einmal die Geschichte weiter. Dann können sie vielleicht noch etwas lernen. Ich gehe gerne superscharf aus dem Haus und mache mich stundenlang fertig, um den Männern den Kopf zu verdrehen, nur um sie dann wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. Das gefällt mir total. Dann gehe ich in die Nacht. Lila, rot, grün, rot und alle andere Farben lichten sich auf meinem Körper ab. Mein Haar peitscht durch die Räume und meine hautengen Kleider lassen keinen Grund zur Phantasie. Ich will, dass die Männer sich nach mir gieren und somit schütze ich alle Frauen vor einer Enttäuschung. Die Männer wollen nur die schönsten Frauen und mehr interessiert die doch nicht. Das Restaurant fasziniert mich jedoch. Da wird noch heile Welt gespielt. Eines Abends war neben einem Mann noch ein Platz frei und ich stand eine Stunde draußen und habe mir das Spiel eingeprägt. Da kam einfach keine Frau. Ich platzte rein und setzte mich hin. Der Kellner hatte ein wenig Kraft angewendet weil es eine geschlossene Gesellschaft war. Ich konnte ihn davon überzeugen, dass ich die Frau des Mannes dort drüben sei. Ich schritt schnell dorthin, setzte mich hin und entschuldigte mich für die Verspätung. Es kam so überraschend, dass niemand etwas sagte. Sie waren einfach fassungslos und der Kellner brachte mir eine Karte. Dann wimmelte ich den Kellner ab, der sich bei der Gesellschaft entschuldigte, dass er mich erst abhalten wollte, mich zu ihnen zu gesellen, was sie die Kinnlade nach unten fallen ließen. Sie saßen einfach nur da und machten weiter, während ich mich an den Mann ran machte. Er hatte schon leicht graues Haar und ein markantes Gesicht. Seine Wangenknochen prägten das Gesicht und man konnte sehen, dass er sportlich-athletisch ist. Er hat mich einfach feucht gemacht, als ich da draußen stand. Ich war total nass. Mir gefiel der Mann total. Ob er mich an meinen Vater erinnere? Nein. Um Gottes Willen. Mimen sie hier den Therapeuten? Vielleicht sollten sie mal weniger von sich überzeugt sein. Jetzt hören sie mal lieber zu, vielleicht bekommen sie dann auch mal eine Frau ab, Milchbubi. Meine Hand wanderte unter den Tisch und strich ihm am Bein. Das ihn das gefiel, war nicht schwer zu erkennen. Der Tiger war geweckt. Ich ließ eine Gabel fallen und verschwand unter den Tisch. Dort packte ich das Prachtstück aus und kaute auf ihm herum. Das gefiel ihm vielleicht. Ich war so eine miese Schlampe und das gefiel mir total. Ich merkte, dass er bald soweit war und kam wieder hoch. Er packte alles wieder ein. Man merkte ihm die Röte förmlich an. Der Schweiß tropfte von der Stirn. Anscheinend war es ein Geschäftsessen oder etwas Ähnliches und der arme Kerl musste da nun durch. Also flüsterte ich ihm ins Ohr, dass ich mal kurz zum Klo ginge und meine Murmel streicheln würde, weil ich so furchtbar feucht wäre. Das erregte ihn dazu, dass er mitkam. Auf dem Klo stellte er mich zur Rede. Doch wirklich reden ließ ich ihn nicht. Ich schob mir einen kleinen Stecker in den Arsch und zog ihm die Hose runter. Sein kleiner Kerl stand und ich schwang mich auf seinen Körper. Er war echt wütend und trotzdem waren es seine Instinkte, die mich gerade wild gegen die Kacheln des Damenklos fickten. Das tat so gut diesen dreckigen Schwanz in mir zu spüren, dass ich wild rum schrie. Er presste mir seine Hand vor den Mund. Ich verstand und kreiste mit meinem Becken. Ich spürte seinen Samen in mir. Ich könnte schwanger werden. Das fand ich ekelig und ich stieg von ihm ab, machte ihm eine Szene und wischte es sofort aus mir heraus. Es floss einfach an meinem Bein runter und ich kreischte. Der Typ war voll ekelig. Sie meinen, dass das strafbar sein könnte? Was wissen sie schon? Am Tag werden so viele Frauen vergewaltigt. Wen interessiert es schon, wenn eine Frau einen Mann vergewaltigt? Das kauft einem doch niemand ab. Ich gehe jetzt. Ich habe das hier nicht weiter nötig.

Sie ist echt ein harter Brocken. Noch kann ich sie nicht in eine geschlossene Anstalt schicken, weil ich diesen Mann brauche, der als Zeuge dient. Einer Wahnsinnigen kann ich leider das Geständnis nicht abnehmen, da es auch auf einer Wunschvorstellung beruhen kann. Sie ist zwar eine Gefahr für die Öffentlichkeit, jedoch sind mir die Hände gebunden. Ich rufe jedoch vorsichtshalber mal die Polizei an und warne sie schon einmal vor. Vielleicht wissen die ja ein wenig mehr. Leider nicht. Sie kommt wieder und ich würde mir gerne ein wenig Abwechslung zu ihr wünschen, doch man kann sich ja auch nicht austauschen, wenn man sich mal nicht mehr ertragen kann.

Dr. Polatek sie glauben nicht, was passiert ist. Ja. Heute kann ich ihre Autorität wieder ein wenig mehr anerkennen. Das liegt eben ab und zu an mir. Ich weiß doch, dass ich nicht immer gleich bin. So ist das Leben einfach. Es gibt gute und schlechte Tage. Männer sind trotzdem scheiße. Harald. So heißt er. Ich habe ihn wieder getroffen. Er geht wohl öfter ins gleiche Restaurant. Dieses Mal hatte er eine andere Frau dabei. Ich stürmte rein und machte voll die Szene. Dann riss ich die Frau an den Haaren aus dem Lokal und setzte mich hin, als wäre nichts gewesen. Das kann ich echt gut. Harald konfrontierte mich direkt damit, dass ich eine Psychobraut wäre und er die Polizei kontaktieren würde, doch dann habe ich meine Schuhe ausgezogen und seine Eier zwischen meinen Zehen gehabt. Danach spurte er. Ob ich Obsessionen hätte? Bestimmt nicht. Unterstellen sie mir das nicht. Sonst gehe ich ganz schnell. Jetzt hören sie gefälligst zu. Dann lernen sie auch was. Ich quetschte die Eier von Harald und er wurde kleinlaut. Die Leute schauten wieder auf ihren Teller und aßen weiter. Ich aß einfach, was diese Schlampe vor mir gekauft hatte. Sie wollte sich wohl aufspielen. Was die für einen Fraß bestellt hatte. Geht ja mal gar nicht. Ich habe es trotzdem verdrückt. Hilft ja nichts. Die armen Kinder in Afrika hungern und ich soll hier gutes Essen verkommen lassen? Plötzlich kam die Polizei und holte mich aus dem Lokal. Die Frau hatte sie wohl gerufen. Dieses Miststück. Ich wurde abgeführt. Was für eine Schande für mich. Genau deswegen darf ich ja nun auch hier sitzen. Nachdem ich wieder raus kam – die haben mich einfach in eine Psychiatrie gesteckt -, ging ich zu dem Restaurant. Ich konnte es einfach nicht glauben. Harald ging wieder und wieder zu diesem Restaurant. Dieses Mal war er wieder mit einigen Leute da. Ich ging rein und er hat sich mit der Hand durchs Gesicht gefahren. Er wollte mich beschwichtigen. Ich hatte keine Schuhe mehr an. Sie haben wehgetan und so stand ich in Strumpfhosen vor ihm. Natürlich war mein schwarzes Kleid darüber. Doch das zog ich hoch, so dass er meine Pussy sehen konnte. Dann fing ich an zu weinen und rannte zum Klo. Er folgte mir und als ich ihn ins Damenklo rennen sah, schlich ich hinterher. Er erklärte peinlichst berührt den Damen, dass er von einer Frau verfolgt und ihm andauernd eine Szene machen würde. Dann sprang ich von hinten auf seinen Rücken und sagte „Da bist du ja Papa.“. Dabei steckte ich einen Fuß in seine Hose. Die Frauen waren ganz schön prüde. Harald wehrte sich und schleuderte mich herunter, was ihm nicht gelang. Ich drehte mich an seinen Bauch. „Du hast ja starke Bauchmuskeln, gefällt mir.“ Dann küsste ich ihn. Er wehrte sich und die Frauen riefen, dass sie die Polizei rufen würden, es wäre Inzest. Erst hatte er mit dem Kopf geschüttelt, was es mir schwerer machte ihn zu küssen. Dann rutschte ich einfach runter und zog die Hose mit. Er stand unten und ich fing an seinen Schwanz aufzublasen. Er bat die Frauen um Hilfe, die auch gleich die Polizei verständigten. Ich blies einfach weiter. Mich machte das total an. Dann zog ich mein Kleid hoch und die Strumpfhose runter. „Papa, versohl mir den Arsch. Ich war ein böses Mädchen!“. Harald schreckte zurück und fiel dabei auf den Boden. „Achso. Du willst mir deinen dicken Schwanz tief in meinen Arsch bohren?“. Woraufhin ich mich auf ihn drauf setzte und ihn tief in mein Hintertürchen ließ. Dabei stöhnte ich wild auf. Das gefiel mir. Die Polizei traf ein und schaute kurz zu. Wir bekamen beide Handschellen um und wurden abgeführt. Harald bat die Polizisten ihn die Handschellen abzunehmen, damit er sich die Hose wieder anziehen könne, was sie ihm gewehrten. Danach durfte ich ihn nicht mehr wiedersehen. Das war ganz schön gemein. Ich habe Harald geliebt. Sein längeres graues Haar, was er sich nach hinten gekämmt hatte, machte mich einfach an. Ich liebte ihn. Jedenfalls glaubte ich das. Ich kann mich nicht binden, weil mein Vater mich damals missbraucht hat. Er hat einfach seine Macht ausgenutzt und ich lag dann bloß da. Ich drehte oft den Kopf zur Seite und lies es einfach zu. Ich fühlte mich dann oft als Beobachter und konnte nicht wirklich hinsehen. Er machte sich über mich her, als hätte er sonst keine Frau. Das war eine schlimme Zeit. Jahrelang ist er auf mich drauf gestiegen und hat in mir abgespritzt. Kälte durchfloss meine Adern und Hass blühte danach auf. Was für ein Recht hatte er, dass er das tut? Wieso hat er das gemacht? Nach einigen Jahren habe ich mich nicht mehr erkannt. Ich habe angefangen meinen Papi lieb zu haben. Ich fand es auch nicht mehr ekelig und wir haben richtig gefickt. Ich habe alles mit ihm gemacht und er fand es immer geiler. Ich wusste gar nicht woher ich das alles kann. Dann habe ich angefangen Freundinnen mitzubringen oder Papa gebeten Arbeitskollegen oder Freunde mitmachen zu lassen. Ich habe es mir in alle Löcher spritzen lassen. Manchmal lag ich auch einfach nur da und habe mich bespritzen lassen. Da standen sie mit acht Männern um mich herum, während mich eine Freundin in den Arsch gefickt hat. Da haben sie ihren weißen Saft über uns ergossen. Das war echt eine versaute Zeit. Dann starb Papi. Ist einfach umgefallen. Blut quoll aus seinem Brustkorb. Irgendwer hatte ihm von hinten ein Messer aus unserer Küche durchs Herz gejagt. Mami war total erschrocken, als sie am nächsten Morgen die kalte Leiche auf dem Boden sah. Danach musste Mami in die Psychiatrie und ich habe mir geschworen, dass ich da nie rein wollte. Meinen Papi wollte ich damit nicht belasten.

Das ist echt hart. Von so was hört man natürlich, doch bislang saßen mir solche Fälle nie gegenüber. Das klingt auch eher nach der Phantasie aus Pornofilmen und ob das nun wirklich der Wahrheit entspricht, kann ich gar nicht recht beurteilen. Die Polizei hat mir Josefine nicht gebracht und ihr ist auch der Name meiner Patientin nicht bekannt, was mich sehr stutzig werden lässt.