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Anna und Marcel sind ein ganz normales Pärchen. Ein Pärchen mit Wünschen, Sehnsüchten, Erfahrungen und Geheimnissen, auch voreinander. In den hier vorliegenden Kurzgeschichten begleiten wir sie in ihrer Entwicklung und sehen in chronologischer Reihenfolge kurze Ausschnitte aus ihrem erotischen Leben, Ausschnitte, die vielleicht außergewöhnlich waren, Ausschnitte, die etwas geändert haben. Und Ausschnitte, die einfach nur schön waren. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele Erlebnisse wurden noch nicht erzählt, einige werden vielleicht in Zukunft erzählt werden, und einige bleiben das Geheimnis von Anna oder Marcel. Inhalt Das Gewitter - Die Sinnlichkeit großer Regentropfen Watt - Die Anziehungskraft nassen Schlicks Das Krimi-Dinner - Eine Rolle, oder doch mehr? Sauna - Fremdflirt in der Hitze Antalya - Seitensprung im Urlaub Der Nachtisch - Ungeplante Eskalation eines Pärchenabends Bull - Erniedrigung Teneriffa - Zu viert im Urlaub
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Seitenzahl: 76
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Vorwort
Das Gewitter
Watt
Das Krimi-Dinner
Sauna
Antalya
Der Nachtisch
Bull
Teneriffa
Anna und Marcel sind ein ganz normales Pärchen. Ein Pärchen mit Wünschen, Sehnsüchten, Erfahrungen und Geheimnissen, auch voreinander. In den folgenden Kurzgeschichten begleiten wir sie in ihrer Entwicklung und sehen in chronologischer Reihenfolge kurze Ausschnitte aus ihrem erotischen Leben, Ausschnitte, die vielleicht außergewöhnlich waren, Ausschnitte, die etwas geändert haben. Und Ausschnitte, die einfach nur schön waren.
Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zwischen einigen Erlebnissen sind viele Jahre vergangen, und natürlich haben sich Anna und Marcel auch verändert. Viele Erlebnisse wurden noch nicht erzählt, einige werden vielleicht in Zukunft erzählt werden, und einige bleiben das Geheimnis von Anna oder Marcel.
Anna stand im Erker und sah nach draußen. Der Kirschbaum vor ihr bog sich im Wind, dicke Tropfen prasselten auf Straße und Gehweg. Das Wasser stand bestimmt fünf Zentimeter hoch. Ein Blitz erhellte die dunkle Straße, und Anna begann zu zählen. Es donnerte, kräftig und laut. Fünf Sekunden. Das Gewitter war dabei, sich zurückzuziehen. Jetzt oder nie.
Barfuß und im Sommerkleid stürmte sie die Treppen hinunter und öffnete die Haustür. Es war immer noch sehr warm, aber es stürmte, und einen kurzen Augenblick zögerte sie. Die Zweige des Kirschbaums wurden hin- und hergeworfen, und auf dem kurzen Weg hinunter zur Straße stand und floss das Wasser, die Oberfläche wild vom prasselnden Regen. Wollte sie sich wirklich diesen Naturgewalten hingeben?
Sie spürte diese Aufregung, dieses Kribbeln. Ja, sie wollte es.
Annas nackte Füße tauchten in das unruhige Wasser ein, und dicke Tropfen prasselten auf ihren Kopf. Sie breitete die Arme aus und reckte ihr Gesicht mit geschlossenen Augen nach oben, in den Wolkenbruch. Der Regen wusch ihr Gesicht, das Wasser floss von ihren Lippen ihren Hals hinunter. Ihr Kleid war in wenigen Sekunden durchnässt und klebte an ihrem Körper.
Anna begann zu laufen, ihre Sohle löste sich von den noch heißen Platten, verließ das Wasser, um dann wieder mit einem lauten Platscher einzutauchen. Sie rannte die Straße hinunter, zur Kirche. Die Kirschbäume wogen wild über ihr, aber sie hatte keine Angst. Es war ein seltsames Gefühl, mit der Natur eins zu sein, das sie beruhigte, und das sie gleichzeitig erregte.
Als sie die Kastanienallee entlanglief, war sie durchnass bis auf die Unterhose. Anna tanzte im Regen. Wann hatte sie sich zum letzten Mal so sinnlich gefühlt? Kleine Rinnsale liefen in ihr Dekolleté, ihre Beine hinab. Ihre Brustwarzen waren erigiert und stachen deutlich durch ihr nasses Kleid. Sie hatte das Bedürfnis, sich zu streicheln.
Die Schule lag dunkel und verlassen da, und zielstrebig steuerte Anna das Klettergerüst an. Sie kletterte auf den oben offenen Turm und ließ sich dort niedersinken. Geschützt von den Wänden verschwand ihre rechte Hand unter ihrem Kleid, tauchte ein in ihren feuchten Slip. Sie schloss die Augen und streckte ihr Gesicht wieder dem Regen entgegen, der immer noch stark und kräftig auf sie niederprasselte.
Marcel kletterte auf das Plateau, und sie öffnete die Augen, zunächst erschrocken, dann erleichtert. Der rechte Träger ihres Kleides war über ihre Schulter gerutscht und hatte ihre Brust entblößt. Er betrachtete sie und lächelte etwas ungläubig.
„Was machst du denn hier?“ fragte er. Sein T-Shirt klebte an seinem Körper, und auch seine Shorts war komplett durchnässt. Er war ebenfalls barfuß. Sie lächelte zurück, dann zog sie ihn an sich und küsste ihn.
„Schön, dass du da bist!“ sagte sie, als sie kurz von ihm abließ, dann küssten sie sich wieder, intensiv, leidenschaftlich. Der Regen war etwas schwächer geworden, die Tropfen aber immer noch groß und warm. Ihre Hände fuhren unter sein T-Shirt, seine unter ihr Kleid, um es ihr schließlich über den Kopf zu ziehen. Wasser tropfte von ihren Haaren, ihrer Nase, ihrem Kinn, ihren aufgerichteten Brustwarzen, und wieder küssten sie sich, während Anna seine Shorts öffnete und hineingriff. Er hatte eine starke Erektion, und hektisch, atemlos, zog er seine Shorts und sein Shirt aus, während sie ihren Slip abstreifte. Jetzt waren sie beide nackt, der Regen traf ihre bloße Haut und floss in kleinen Rinnsalen über ihre Gesichter, Arme, Oberkörper, Beine. Er setzte sich mit ausgestreckten Beinen auf das Holz der Plattform. Sie griff nach seinem harten Schwanz, rutschte auf ihn und stöhnte leise auf, als seine Erektion in sie glitt. Sie umarmten sich, drückten sich, er spürte ihre Brüste an seinem Oberkörper, ihre Wärme. Für einen kurzen Augenblick war Ruhe. Marcel sah ihr tief in die Augen, und er fühlte die Verbindung.
Dann lehnte sich Anna zurück, stützte sich auf seine Beine ab und begann, ihr Becken langsam kreisen zu lassen.
Der Schulhof sah aus wie ein Schlachtfeld, überall kleine, abgerissene Äste und Wasser. Anna war auf allen Vieren, seine Shorts unter ihren Knien, eine Hand an ihrer Klitoris, sein Schwanz tief in ihr. Sie war nicht weit vom Orgasmus entfernt, sie spürte ihn. „Komm!“ stöhnte sie.
Ihr glänzender Rücken, nass und übersät mit kleinen Laub- und Dreckstückchen, Strähnen ihrer nassen Haare an den Schultern, ihr runder Po und sein Schwanz, der in sie fuhr - der Anblick ließ ihn fast verrückt werden.
„Komm!“ stöhnte sie noch einmal, lauter, und er vögelte sie schneller, härter. Annas Keuchen wurde lauter, und schon spürte er den süßen Punkt ohne Wiederkehr, er würde jetzt kommen. Die erste Welle erfasste ihn, und als sein Sperma in sie schoss, spürte er auch ihre Kontraktionen.
Der Regen hatte aufgehört, als sie Hand in Hand zurückgingen, und die Hitze der Gehwegplatten kämpfte sich langsam zurück, angenehm an ihren nackten Fußsohlen. Noch war niemand unterwegs, die Straße, das Viertel gehörte ihnen. Wie schön das Leben war!
„Hey.“ Es war Anna, und sie klang irgendwie bedrückt. Vor zwei Stunden hatte sie das Auto genommen, weil sie noch einmal kurz zum Strand wollte.
„Hey, immer noch unterwegs? Hätte dich längst zurück erwartet!“ sagte Marcel. Es war gelogen. In Wahrheit war er immer noch in das Schachspiel mit seinem Vater vertieft, das schon lief, als Anna sich verabschiedet hatte, und er hatte keinen Gedanken an sie verschwendet.
„Du musst mich abholen,“ sagte sie ernst.
„Wieso? Ist etwas mit dem Auto?“ Sie hatten einen Mietwagen genommen, weil ihr Auto leider kurz vor dem Urlaub den Geist aufgegeben hatte.
„Nein, nichts. Hör zu, ich kann dir jetzt nicht alles erklären. Ich bin auf dem Strandparkplatz.“
Er zögerte. „Ist das wirklich notwendig? Ich bin mitten im Spiel.“
„Ja, verdammt noch mal, es ist wirklich notwendig!“ platzte es aus ihr heraus, „sonst würde ich sicher nicht anrufen!“
Kurze Pause. Marcels Gedanken ratterten.
„Und bring bitte Handtücher und eine Küchenrolle mit. Und Wasser, wenn es geht.“
„Anna?“ fragte er verwirrt, „was ist los?“
„Komm‘ einfach,“ sagte sie leise.
„Okay, Anna, ich bin gleich da,“ sagte Marcel.
Anna knöpfte ihre Bluse auf, Knopf für Knopf, streifte sie ab und faltete sie fein säuberlich. Sie legte sie zu ihren Sandalen und dem Autoschlüssel in die blaue IKEA-Tüte, die neben ihr im Sand stand. Es war dunkel geworden, nur ein leichtes Schimmern erinnerte daran, dass der Tag gerade erst zu Ende gegangen war. Es war der heißeste Tag des Jahres gewesen, und auch jetzt waren es noch mehr als 25 Grad Celsius.
Anna sah sich um. Es war niemand zu sehen, aber sie war auch absichtlich etwas weiter gelaufen als üblich, weiter weg vom Parkplatz. Vor ihr erstreckte sich das Wattenmeer, eine dunkle Schlickwüste, und irgendwo in der Ferne sah sie die Lichter der Offshore-Windparks.
Als sie vor vier Tagen hier das erste Mal am Strand gestanden hatte, hatte sie ungläubig gelacht. Wer nannte denn so etwas ein Meer? Und wer fuhr freiwillig hier hin, wenn man doch ein richtiges Meer haben konnte?
Marcel war jahrzehntelang jedes Jahr mit seinen Eltern hier gewesen, und als diese vorschlugen, doch mal eine Art Nostalgie-Urlaub zu machen, war Marcel sofort Feuer und Flamme. Anna mochte Marcels Eltern, aber eine ganze Woche mit ihnen in einem kleinen Ferienhaus? Anna konnte Marcels Begeisterung nicht teilen. Am Ende hatte sie nachgegeben.
Anna führte ihre Hände an ihren Rücken und öffnete den BH. Befreit vom Stoff ließ die sanfte Brise ihre Brustwarzen erigieren. Oder war es doch die Vorfreude? Sie legte auch den BH in die IKEA-Tüte.
Es waren die Kleinigkeiten, die sie störten. Wenn Anna das Trockentuch leicht zusammengezogen aufhängte, kam spätestens fünf Minuten später Marcels Mutter und korrigierte es. Ständig war sie am putzen und fegen, und auch, wenn sie es nie aussprach, so hatte Anna immer das Gefühl, sich beteiligen zu müssen. Marcel und sein Vater dagegen machten meistens irgendwelche Vater-Sohn-Sachen, so als wäre er immer noch ein Teenager und Anna gar nicht dabei.
Anna zog den Reißverschluss an ihrem Rock herunter, und ohne den Halt ihrer Hüfte segelte er sanft zu ihren Füßen. Sie stieg heraus, hob ihn auf und verstaute auch ihn in der Tüte.
Marcel und seine Eltern machten sich nicht dreckig. Barfuß durch den Sand zu laufen, war das höchste der Gefühle. Während um sie herum Kinder und Erwachsene das Schlickfeld betreten hatten, waren sie im Sand geblieben und hatten die anderen belächelt, die den hartnäckigen Schlick nicht mehr loswurden.
