Art Pasquo - Johnny Marble - E-Book

Art Pasquo E-Book

Johnny Marble

0,0
2,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Willkommen in Pelagua – einer Welt voll atemberaubender Natur, voll Exotik und Gefahr. Dampfender Dschungel überwuchert die tiefen Canyons, durch die sich der gewaltige Vash-Fluss windet. Im Westen erstrecken sich die trostlosen Ödlande der Hochplateaus und im Osten die majestätischen Cassino-Berge. Pelagua ist eine harte Welt, eine Welt in der das Recht des Stärkeren zählt. Und die Stärksten sind die kaltherzigen Truppen des Imperiums, die mit Kriegsluftschiffen und gepanzerten Soldaten die freien Völker unterjochen. Pelagua ist chaotisch und urwüchsig. Aber für den richtigen Mann, mit der richtigen Einstellung ist es auch eine Welt voller Schätze und Möglichkeiten. Art Pasquo ist so ein Mann. Er ist ein Draufgänger, ein Gauner, einer der letzten Korsaren Pelaguas. Mit einem Grinsen im Gesicht und seinem breitschultrigen Kumpel Thorbain Cassante an seiner Seite stürzt er sich in jedes noch so waghalsige Abenteuer. Doch ihr letzter Beutezug läuft anders als geplant und sie sehen sich auf einmal in großer Gefahr. Eigentlich hatte alles gut angefangen: mit einem halsbrecherischen Manöver hatten Pasquo und Thorbain eine Schwebebahn des Imperiums geentert. Anstelle von Gold und Juwelen fanden sie drei ungewöhnliche Gefangene an Bord: Eine junge, hitzköpfige Rykan aus den Dschungeln. Einen mies gelaunten, hinterhältigen Gnom. Und eine hochnäsige, leicht bekleidete Adlige aus dem Stadtstaat Cassino. Und dann war da noch diese Urne … und bald schon ist die halbe imperiale Armee hinter den Korsaren her. Art Pasquo ist ein klassischer Abenteuerroman im Stil von Flash Gordon und John Carter vom Mars. Ein Wort der Warnung: Art Pasquo enthält auch einige sehr deutliche Erotikszenen. Wer „Hochliteratur“ sucht ist hier falsch … Art Pasquo ist das Richtige für junggebliebene, begeisterungsfähige Abenteuer- und Fantasy-Fans und jeden, der unkomplizierte Action mag.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 224

Veröffentlichungsjahr: 2014

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



www.tredition.de

Johnny Marble

Art Paquo

Band I: Korsarenbeute

© 2014 Johnny Marble

Titel-Illustration: Johnny Marble

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN e-Book

978-3-7323-1420-1

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Der Monorail-Raub

„Pelagua ist ein Ort voll urtümlicher Vegetation, gewaltiger Naturdenkmäler und unterschiedlichster Völker. Bei den Göttern: Ich hasse es!“ (Val Darotain, Erster der Könige der Hellen Gnade)

Angsterfüllt hastete der junge Offizier durch die hohen, kalten Gänge des imperialen Palastes. Er brachte schlechte Neuigkeiten – und schlechte Neuigkeiten waren äußerst unbeliebt. Vor den gewaltigen Türen des Thronsaals blieb der Mann stehen. Nervös bedeutete er den zwei wachhabenden Gardisten, ihn einzulassen. Die in schwarz-grauen Rüstungen steckenden Soldaten mit den ausdruckslosen Helmen starrten ihn eine gefühlte Ewigkeit an. Dann schulterten sie ihre Schockgewehre und öffneten das Tor. Der Offizier schluckte, straffte die Schultern und trat ein.

Vor ihm erstreckte sich das Zentrum des Imperialen Reiches der Hellen Gnade: eine gewaltige Halle mit metallenen Wänden und Hunderten schwarzen Bannern, die als lange Stoffbahnen von der Decke hingen. Eine Heerschar bleicher Beamter und missmutiger Aristokraten wandte sich ihm zu. Die geflüsterten Unterhaltungen verstummten, als er eintrat. Alle Augen waren auf ihn gerichtet¬. Und am anderen Ende der Halle, auf einem klobigen, hohen Podest, thronte der Ewige Kronprinz. Der imperiale Herrscher sah aus wie eine bleiche Puppe, die in Dutzende Lagen von schwarzem Stoff gehüllt war. Sein kahler, blasser Kopf mit den makellosen Zügen wirkte unnatürlich. Er gab keinerlei Lebenszeichen von sich.

Unsicher kam der junge Mann näher. Seine Schritte hallten von den Wänden wider. Er spürte, wie ihm alle Blicke im Saal folgten. Eine Gruppe Meinungspropagatoren reckte die Hälse nach ihm. Ein Schinderadept – ein zertifizierter Folterknecht – trommelte mit seinen klauenhaften Fingern auf einen Tisch. Zwei Gardisten in ihren furchterregenden Rüstungen führten gerade eine gefesselte Sklavin herein. Auch ihre Köpfe, verborgen hinter maskenartigen Helmen, folgten seinem Gang.

Schließlich erreichte er die Treppe zum Thron. Vier Soldaten standen zu jeder Seite in Habachtstellung und einige besonders wichtige Würdenträger kauerten in devoter Pose auf den Treppenstufen. Der Offizier verneigte sich andächtig, kniete nieder und sagte mit leiser Stimme: „Es gibt schlechte Neuigkeiten, mein Prinz.“

Der Mann wagte einen kurzen Blick zu seinem Herrscher, um die Lage abzuschätzen. Aber der Kronprinz blickte weiter stur geradeaus. Er schien weder zu blinzeln noch zu atmen. Der Offizier zwang sich seinen Bericht vorzutragen: „Vor knapp einer Stunde haben wir den Kontakt zur Korthas-Monorail verloren. Sie sollte Gefangene in die Kerkerstadt Lors-Zhûm bringen.“

Aus einer dunklen Nische hinter dem Thron schälte sich eine hagere Gestalt hervor. Der Mann wankte mit einer nervtötenden Mischung aus mal gemächlichen, dann wieder hastigen Bewegungen auf die Vorderseite des Thrones. Wie bei allen Imperialen war seine Haut bleich und seine Kleidung schwarz und schmucklos. Zwei leere Höhlen klafften in seinem Gesicht. Seine Augen waren entfernt worden, damit er sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren konnte: Der Adjutantis war die Stimme des Ewigen Kronprinzen.

Er blickte auf den vor ihm knienden Offizier herab und sprach schließlich mit einer schmeichelnden Stimme, die kaum mehr als ein Flüstern war: „Eine Monorail? Was interessiert mich eine Monorail, Leftenant? Wir führen Krieg im Westen, die Heuchler im Osten verweigern uns die Treue und wir müssen die Ausbreitung der stinkenden Wälder verhindern. Nein, eine Monorail interessiert mich nicht!“ Dann blickte der Adjutantis mit einer ruckartigen Kopfdrehung zu seinem Herrscher empor. Ohne dass der Ewige Kronprinz irgendeine Regung von sich gegeben hätte, drehte sich sein Diener wieder zurück und funkelte den Offizier an: „Es handelt sich um die Monorail, die uns besonders wichtig ist, nicht wahr? Diejenige, die etwas sehr Wichtiges transportiert, nicht wahr?“

Die geflüsterten Worte hallten wie Flüche durch den Raum. Alle im Saal wichen etwas vom Thron zurück. Nur die Gardisten blieben unbewegt stehen und wirkten noch bedrohlicher. Die leicht bekleidete Sklavin, eine menschenähnliche Rykan mit rötlicher Haut und langen, violetten Haaren, zitterte am ganzen Körper. Eine kleine Schweißperle erschien auf der Stirn des knienden Offiziers.

Der Ewige Kronprinz zeigte weiterhin keine Reaktion. Keine Falte zierte sein markantes, porzellanartiges Gesicht und den kahlen Schädel. Der Adjutantis hingegen schritt ruhelos auf den Stufen des Throns auf und ab. Er legte den Kopf schief und horchte in die Weiten des Thronsaals. Dann wandte er sich wieder dem Offizier zu, der nervös mit den Zähnen knirschte. Es war nicht ganz klar, ob der Adjutantis mehr zu sich selbst oder zu dem Soldaten vor ihm sprach: „Der Kontakt ist verloren. Sind derartige Ausfälle üblich?“

Der Offizier beeilte sich mit einer Antwort: „Sie kommen vor, Herr. Die dichten Regenwolken über den Canyons beeinträchtigen unsere Sendeanlagen.“

„Verfluchte Vegetation, verfluchte Wolken. Wie lange dauern diese Ausfälle gewöhnlich?“

„Nie mehr als ein paar Minuten, mein Herr.“

Der Adjutantis schritt auf die unterste Stufe und kam dicht an den Leftenant heran. „Und sie haben schon seit einer Stunde keinen Kontakt mehr?“

Der Offizier des Sensordominanzkommandos schluckte. „Ich … wir glauben, dass die Monorail Ziel eines Überfalls wurde. Ich meine …“

Der Adjutantis schnitt ihm das Wort ab: „Welche Maßnahmen haben Sie in die Wege geleitet, Soldat?“