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"Tom frühstückt Schnapsmüsli und Acidwurst." Tom ist Raver. Tom nimmt Drogen. Tom säuft. Tom ist immer geil. Anton Waldt schrieb die Abenteuer des trotteligen Rave-Helden Tom in den vergangenen zehn Jahren zunächst für den Partysan Berlin, später waren Toms Rave-Erlebnisse auf den Monatsflyern des Clubs Berghain zu lesen. Die Geschichten sind legendär. Nun sind die besten dieser Kurzgeschichten erstmals in Buchform zu haben: "Toms Schwanz schmerzt wie Sau. Finally abgenutzt, offensichtlich. Tom summt: ,Es ist ne schmale Linie zwischen Liebe und Hass.' Tom sucht und findet den Darkroom-Putzlichtschalter. Tom konsultiert sein Hirn. Kein Resultat. Tom knipst und brüllt: ,Stimmung!' Tom hat eine gute Zeit auf der Intensivstation."
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Seitenzahl: 85
Veröffentlichungsjahr: 2013
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ANTON WALDT
AUF DIE ZWÖLF
»Long Live Gonzoid Amphetamine Filth!«
The Sisters of Mercy
Tom mag Drum’n’Bass nicht wirklich, weil da die Tanzflächen nicht voll sind mit weggeknallten Mädchen, die ihre Ärsche in Latex-Hotpants rumschwingen, als wollten sie es sofort heftig von ihm, Tom, auf dem Klo besorgt kriegen. Ein echtes Debakel, wenn man so hip unterwegs ist, aber eigentlich auch nur ficken will. Gestern im Icon voll drauf reingefallen: Jede Menge Koks, jede Menge Meinung, jede Menge Lage, aber weit und breit kein bisschen Sex. Zum Kotzen. Tom wichst sich durch den Nachmittag, dann kommt im Fernsehen Baywatch und Tom muss schon wieder onanieren. Toms Hirn klart leidlich auf, aber sein Schwanz ist klein, verschrumpelt und ein bisschen wund. Später ist Tom auf E und schon wieder schrecklich geil und hängt imWMFan der Bar. Toms Satin-Jeans macht Toms Arsch schön knackig und kommt ohne Höschen voll geil. Tom peilt abwechselnd zum Mädchensofa und zu der Frau im Micromini neben sich an der Bar. Die Sofamädchen kichern, Tom fragt sich, ob diese Luder nur minderjährig aussehen, dann überkommt ihn eine wohlige E-Hitzewallung und er muss lächeln – genau ins Gesicht des Microminis, der mit großen Pupillen zurücklächelt. Tom hält das Gesicht so nah vor seinem nicht aus und senkt seinen Blick – jetzt starrt er auf ihr Dekolleté und sieht überdeutlich erigierte Nippel unter unwahrscheinlich dünnem Stoff. »Dit gefällt dir, wa? Na denn komm ma mit!« Tom folgt diesem Rücken zum Klo und rein in die Kabine, wo ihn der Pissgeruch wieder zu einem klaren Moment verhilft. Tom fragt sich ob er jetzt eine gescheuert kriegt und ob diese Frau schon an der Bar superkurze grüne Haare hatte, aber er wird geküsst und das lässt sich gut an und dann drückt sie ihm ein Gummi in die Hand, dreht sich, beugt sich und lässt ihr Höschen sausen. Tom wird schwindelig, als er diesen Arsch sieht, aber sein Schwanz bleibt halbsteif und so geht der Präser nicht drüber: »Scheiß E, ey! Ich …« Sie bückt sich noch tiefer, zeigt feuchte Rosigkeit und zaubert eine Flasche Poppers aus ihrer Handtasche: »Hier, du Sau!« Dann stellt sie ein Bein auf die Kloschüssel und stützt sich mit den Händen gegen die Wand. Tom inhaliert und beim Anblick dieser glorreichen Arschpausbäckchen explodiert Toms Geilheit und sein Schwanz richtet sich so schnell voll auf, dass die Adern blau hervortreten und die Eichel lila glänzt und er ist sofort ganz in ihr, aber er hat das Gummi vergessen, sie aber nicht und mit der Handtasche in der einen, ihrem Slip in der anderen Hand richtet sie sich auf, dreht sich und starrt auf seinen Schwanz: »Nicht ohne!« brüllend drischt sie die Tasche auf Toms Eichel und fegt aus der Kabine. Tom dreht sich benommen um und als er die glotzenden Klo-Hörste wahrnimmt, spürt Tom den Schmerz und es kommt ihm und sein extrem flüssiges Sperma spritzt auf ein Strictly-Rhythm-Shirt.
»Oh mein Gott! Diese geilen Schweine!« Die von gegenüber ficken schon wieder. Kein Vorhang, volle Beleuchtung, beste Sicht über den Hof. »Bordell! Tempos alle!« Tom rennt ins Bad um Klopapier zu holen, Tom macht Air aus und Supertramp an, Tom stellt sich vors Fenster und beginnt zu onanieren. Drüben kriegt der Typ jetzt einen geblasen und dabei streckt die Frau Tom netterweiseihren appetitlichen Arsch entgegen, geil kreiselnde rosa Rosette, aber als Tom gerade richtig in Fahrt kommt, spritzt der Schwanz drüben aufs Laken, dann schaut er blöd aus der Wäsche und macht sich vom Acker. »Scheiße,was wird jetzt aus mir? Und mein Schwanz ist viel größer!« Tom macht sich Pizza lauwarm und stellt sich vor den Fernseher: Rodeln der Frauen. »Boah was für Oberschenkel!« Dann, was Glück: Eiskunstlauf! »Traumarsch! Nur wieso müssen die alle so kleine Titten haben?« Aber dann verstolpert Mandy Wötzel den Axel, Tom wirft das Mokum-Tape in den Recorder und inspiziert mit Spiegel in der einen und Joint in der anderen Hand sein neues Tattoo: Rose am Arsch, drei Tage nicht sitzen. »Aber jetzt!« Drüben gibt es wieder was zu sehen: Die Blonde hat Gemüse am Start, für den Anfang eine dicke Karotte, bisschen reiben, bisschen drücken und rein in die Pussy, die freie Hand immer schön am Nippel. Tom zieht den Joint durch, dreht das Tape lauter und grabscht sich seinen Schwanz. Hose war eh schon unten, alles dufte. »Everybody In The House!« Rumms! Rumms! RummsRummsRumms! Jetzt ist die Zucchini dran: verschwindet auf einen Satz zu2/3 in der Pussy, »Oh Scheiße, ist die nass!«, dann dreht sich die Frau auf die Seite, macht ein Hohlkreuz und steckt sich die schleimigglänzende Karotte ins Arschloch. Sie verharrt fast regungslos und das gefällt Tom jetzt aber wirklich, sein Schwanz schmerzt vor drängender Steifheit, schnell leckt er seine Handflächen und fängt dann gaaanz langsam an zu onanieren. Perfektes Timing: Die Frau kommt auch erst vorsichtig, dann immer heftiger in Fahrt, bewegt sich schlangenartig auf der Seite, wobei abwechselnd die Karotte und die Zucchini vorne und hinten rein- und rausflutschen. Während sie immer schneller wird, dreht sie sich langsam auf den Bauch, Tom starrt auf Arschbacken und Oberschenkel, die vor Pussy-Saft und Schweiß triefen und als er schon fast kommt, »Oh ist das geil!«, hört dieses Luder plötzlich auf und wirft sich dann auf den Rücken, um mit der Hand weiterzumachen. Ihre Brüste sind glänzig verschwitzt, Tom kann nicht hingrabschen, Toms Wichshand kommt auf Hammerhead-Tempo: »Deep In The Underground!« Schweres Acid-Gegniedel und dann wieder in die Fresse: Bäng! Bäng! Bäng! Als es Tom kommt, wird ihm schwarz vor Augen. Als er wieder zu sich kommt, ist das Fenster vollgesaut und der Alki vom Seitenflügel glotzt aus dem Hof rauf. »Wichser!«, schreit Tom und beschließt, endlich den Volkshochschulkurs »Saufen im Schlaf« zu belegen – All You Motherfuckers!
Tom beschließt, keinen Sex mehr zu haben. Tom der Raver liest ein gutes Buch. Tom blättert um und ihm fällt auf, dass er seinen schlaffen Schwanz rumschwenkt wie die Pudelmütze eines Slow-Beat-Rappers. Tom meldet sich im Gold’s Gym in der Immanuel-Kirch an, aber normal wird das echt teuer: »Studententarif! Billig und geil! Da steh ich drauf!« Tom beschließt, Student zu werden, Tom steht um 9 Uhr morgens auf und das ist doch schon ein ganz eigener Trip! Zur Feier des Tages raucht Tom einen Beutel Gras zum Kaffee, in der U2 wird ihm von dem ganzen Geruckel übel, aber nichts, was ein schneller Jägermeister nicht wieder gut machen könnte. Um zu checken, was geht mit der Universität, guckt Tom sich ein paar Aushänge an: Keine Ahnung vom Tuten, nur Blasen! Außerdem die Resultate der Klausur Sanitärinstallationskalkulation II und die Öffnungszeiten der Bibliothek. »Voll geil Bücher besorgen!« Im letzten Klo vor der Bibliothek haut sich Tom die Nase voll Pep undschmiert »Fickt die Polizei!« an die Wand. Erstsemester rules! DiePraktikantin am Verleih-Tresen hat so ein niedliches Karo-Röckchenan, dass Tom sie glatt um ein bisschen Studentenfutter anhaut: »Was für mich am Start?« – »Benutzerausweis?« Hat Tom tatsächlich schon mal gesehen, im Planet Alt-Stralau, an einem dieser kristallklaren Morgende … Die Aushilfe kaut am Bleistift und sieht Tom fragend an. Wow! Das geht hier ja! Aber Tom reißt sich am Riemen und schlendert für den Anfang durch die Regalreihen, fachmännisch die Buchrücken mustern, hier und dort mal einen Band aus dem Regal nehmen. Tom fährt Bildungsbimmelbahn und kommt richtig in Fahrt, Tom hockt auf dem Boden und studiert die »Mentalitätsgeschichte geschlechtlicher Körper in der Humangenetik«, aber dann sieht er diesen Arsch: Appetitlichst in schwarzem Leder verpackt, wackelt er gerade um die nächste Regalecke. Scheiß auf die Humangenetik, aber: Wo isser nur hin? Tom entdeckt das Leder-Schnittchen nirgendwo, dafür aber die »Ausführungsbestimmungen für Nasszellen nach DIN 4025«. »Perverses Schwein!«, durchzuckt es Tom, als er spürt, wie sich ein Körper hart von hinten an ihn drückt, flinke Hände seine Hose öffnen und seine Eier ganz geil gequetscht werden. Dann wird Tom umgedreht, das Lederschnittchen kniet vor ihm, der blonde Pagenkopf beginnt hurtig mit dem charakteristischen Nicken, begleitet von hastigen Schmatzern, die in den gelehrsamen Hallen obszön laut tönen und Zack! kommt Tom, expandierende Bücherreihen vor Augen. »Jetzt du geile Sau!« Das Schnittchen kommt hoch, Tom realisiert einen Drei-Tage-Bart, Tom wird in die Knie gedrückt, Tom spricht zu einer mächtigen Lederwölbung: »Du bist ja ’n Kerl!« – »Was dachtest du Sau?« sagt der Kerl und packt aus: Rasiert, irre groß, leicht gebogen und die Spitze glänzt in einer – tscha, katholischen – Farbe. Tom, willig reformiert, fängt mit den glatten Bällchen an, wird richtig gierig und verschlingt beide auf einmal, dann kurze, harte Schleckereien, bis er alles reinwürgt und Toms Mandeln drangsaliert werden. Tom krallt seine Hände in den Arsch und schon muss er dreimal heftig schlucken. Tom beschließt, dass er ausstudiert hat für heute und trollt sich aus der Bibliothek. Vom Nachgeschmack wird Tom ein bisschen übel, aber nichts, was ein schneller Jägermeister nicht wieder gut machen könnte.
Vor der Grenze geht Tom aufs Klo zum ziehen: »Lieber mal wegmachen den Scheiß!« Das Gleiche sagt der tschechische Zoll, weil Tom noch den Geldschein in der Nase hat und die Tür wegen der ganzen Paranoia doppelt verriegelt. Tom wird ins Bahnhofsgebäude verfrachtet und in einen fensterlosen Raum geschubst, kollektivierungsbeige getünchte Wände, ein Stuhl am Boden festgeschraubt und in der Ecke steht ein Telefon auf dem Boden. Tom gibt seine Schnürsenkel ab, dann wird die Tür von außen abgeschlossen. Nach zwei Stunden traut Tom sich, das Telefon auszuprobieren, doch das ist nicht erlaubt, eine tschechische Grenzerin stürmt rein und knallt Tom als Verwarnung den Hörer auf die Nase, die blutetund schmerzt, aber das ist Tom scheißegal, weil jetzt diese Frau vor ihm steht: massiv! Stolze zwei Meter in Boots, grauer Hose und dunkelblauer Uniformjacke, Pistole, Handschellen und Schlagstock am Gürtel, aschblonde Haare straff zum Zopf gebunden und obendrauf ein Barett. An dieser Beamtin ist alles riesig, aber nichts schwabbelig, wahnsinnig breites Kreuz, gigantische Brüste und über der rechten prangt ein Sheriffstern. Zwischen den drallen Monsterarschbacken zwickt die Hose ein wenig –
