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Die Texte in dieser Sammlung enthalten Wünsche, Träume, Ansichten, Darstellungen und Gedanken rund um das Thema Weihnachten oder den Jahreswechsel. Der Ton ist mal spielerisch, mal ernst, mal eindringlich, mal nachdenklich oder auch lustig und unbeschwert.
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2017
Vorwort
In alter Tradition
Der Gast
Zu spät
Zu Hause
Wäre ich du
Mutter Erde
Mother Earth
Erwartung
Der Pfad des Lichtes
Der Wunsch
Stille
Der Spielzeugmacher
Christkindchens Geschenk
Ein kleiner Stern
Dunkelheit
Weihnachtsklänge
Sehnsucht
Farben
Wärme
Freude
Die Schöpfung
Ein kleiner Unterschied
Familienweihnacht
Familienglück
Die Schlacht an Weihnachten
Gute Vorsätze
Warten
Acedia
Weihnachtsträume
Das Rätsel
Licht
Der Traum
Einmal im Jahr
Das Mahl
Der Jahreslauf
Das Weihnachtsmahl
Der Abschied
Der Berg
Völlig überraschend kommt sie Jahr für Jahr, wenn man es am wenigstens erwartet: Die Weihnachtszeit. Dabei kündigt sie sich im August schon lautstark in den Regalen der Supermärkte an, die man bereits im Spätsommer mit Lebkuchen und Spekulatius vollgestopft hat.
Wir, die Autoren, empfehlen also, sich dieses Büchlein frühestens im November zu Gemüte zu führen, wenn es draußen ein klein wenig kälter geworden ist und die Radiosender die Weihnachtscharts hoch und runter dudeln.
Über viele Jahre sammelten wir die Ihnen nun vorliegenden Gedichte, die zum größten Teil für den feierlichen Anlass an Heiligabend im trauten Kreise der Familie verfasst wurden. Es finden sich aber auch Gedanken rückblickend auf ein vergangenes Jahr zum Anlass des Jahreswechsels.
Wir hoffen, dass Sie, geneigter Leser, ebenso viel Freude an unseren Versen haben werden wie all die Mütter, Großmütter, Väter, Großväter, Geschwister, Tanten und Onkel.
Dominik und Iris Rau
Dominik Rau
Jahr für Jahr am Weihnachtsfest,
folgt man einer Tradition,
die der Vater gerne sausen lässt
und zusammen mit dem Sohn,
verweigert man die Mitarbeit,
auf die die Schwiegermutter streng besteht
und siehe da, schon gibt es Streit,
wenn's an den weihnachtlichen Kirchgang geht.
Doch die Sache ist schon lang beschlossen,
der Widerstand, er bricht entzwei,
Vater und Sohn sind ganz verdrossen,
Schwiegermama ist's einerlei.
Nur die Mutter ist fein raus,
die bleibt ganz gepflegt daheim,
nennt als Grund den Weihnachtsschmaus
und lässt die Kirche Kirche sein.
Iris Rau
Herzlich willkommen, sei unser Gast,
wir laden dich ein, in unserer Runde dabei zu sein.
Es ist festlich geschmückt, die Kerzen entzündet,
die Tafel gedeckt und auf wändig verziert
die Gläser sind glänzend und das Silber poliert.
Aus der Küche dringen die erlesensten Düfte
die Sinne betörend nach Braten und Zimt
und ein Hauch von Weihnacht schwebt durch die Lüfte
und Musik ganz leis‘ durch das Zimmer klingt.
Es ist alles bereit, das Fest kann beginnen
doch nur eines fehlt noch in unserem Kreis:
Ohne dich, lieber Gast kann das Fest nicht gelingen,
ohne dich wäre alles nur Trank und Speis.
Du öffnest die Herzen, du öffnest den Geist,
du gibst uns die Gabe, die Freude zu fühlen,
zusammen zu sein und nicht allein.
Tiefe Gespräche, Gedanken austauschen,
in Erinnerung schwelgen, Ideen kreieren.
Gemeinsam lachen und Geschichten lauschen,
Fotos betrachten und sich amüsieren.
Mach es dir gemütlich und fühle dich wohl,
wir hoffen, du gehst noch nicht heim.
Und sollten wir wieder zusammen uns finden,
sei uns willkommen, wir laden dich ein.
Dominik Rau
Ho! Ho! Ho!, tönt´s im Kamin,
und mit einem »Plumps!«,
kommt der Weihnachtsmann zu uns,
steht plötzlich mitten in der Bude drin.
Doch was ist das, er glaubt es kaum,
Entsetzen lähmt den alten Mann
und vor lauter Wut läuft er rot an,
denn Geschenke liegen unterm Baum.
Auf dem Sofa sitzt, vollgestopft mit Keksgebäck
und mit verkrümeltem Gewand,
