Augen Blicke - Jürgen Pasche - E-Book

Augen Blicke E-Book

Jürgen Pasche

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Noch einmal lässt uns der Kasseler Autor Jürgen Pasche teilnehmen an seinen kleinen "Augen-Blicken", die er auf verschiedenste Weise in Worte fasst. Diese Blicke werden bleiben, nur die Gefühle und Gedanken werden sie festhalten, nicht mehr Worte! So zieht sich ein Hauch von Abschied durch dieses Büchlein. Umso mehr freuen Sie sich an dem, was dem Schreiber in letzter Zeit durch Kopf und Herz gegangen ist.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 36

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Bilder und Wörter

Haiku

Schnee über Osterglocken

Clara, flieg!

Heinrich Schütz und ich

Vom Lesen zum Schreiben zum Vorlesen

Kunst

Bilder und Wörter

Ja, es gibt Zeiten der Not,

das Leben scheint eingefroren.

Wie kahles Gestrüpp

legt sich alles über dich.

Ich möchte helfen,

mich dir zuwenden,

meine Hand anbieten.

Kannst du das Angebot

annehmen?

Kann es Licht sein

in deinem Dunkel?

Ein erfülltes Leben

wurde mir gegeben.

Hat mich manches auch geplagt,

weil so manches an mir nagt,

konnt‘ ich trotzdem wachsen, treiben.

Mancher wollt‘ sich an mir reiben.

Sieh die Blätter, sieh die Früchte,

meine Freuden und Sehnsüchte,

sieh die Narben und die Äste,

wollt‘ für alle stets das Beste.

Deshalb kann ich dankbar sein,

wenn sich viele an mir freu‘n.

Sich in meinem Schatten ruh‘n

und auch einmal nichts zu tun.

Und so sprech ich ohne Groll,

was mein Fazit werden soll:

Ein erfülltes Leben

wurde mir gegeben.

Etwas ist zerbrochen -

alles Leben scheint verschwunden,

ich weiß nicht mehr ein noch aus,

um mich herum

ist alles tot.

Was soll ich tun?

Hebe deine Augen auf!

- das kenn ich von früher! -

Ich nehme das Wort wörtlich:

Ich hebe meine Augen auf

und sehe den Fingerzeig,

kaum wahrnehmbar, aber -

meine Angst schwindet!

Einer muss immer aus der Reihe tanzen!

Ist das schlimm?

Sind wir bei den Soldaten?

Stört er die Ordnung?

Ist „unangepasst“ ein Schimpfwort?

Ich freue mich

über Farbe im Einheitsgrau,

über den Mut, etwas gegen den Strich zu bürsten,

über aufmunterndes Anders-Sein.

Anders ist es,

wenn er mit Absicht stören will;

wenn er sich hochmütig absetzen will;

wenn er sein Anders-Sein demonstrieren will.

Aus der Reihe tanzen?

Immer! - Aber tanzen!

Wenn ich einmal aus der Reihe tanzen sollte:

fangt mich mit einem Lachen ein!

… und das mitten im Wald!

Hab ich ein Geheimnis gelüftet?

Ich glaube fest daran,

dass wir nicht

von allen guten Geistern

verlassen sind.

Ich werde den Fundort

nicht verraten,

aber werde erzählen

von den guten Geistern

und dass sie sich

finden lassen wollen.

Halte die Augen offen!

Das wünsche ich niemandem,

dieses Wirrwarr der Gedanken,

dieses Zerfließen aller Gewissheiten!

Was kann ich tun?

Lass den Fluss

weiterfließen,

er wird sich klären,

es wird sich klären,

was dich bedrückt.

Ich vertraue darauf

Hat Herkules

aus Frust über die 12 Heldentaten,

die er als Buße vollbringen musste,

an diesem Baum

sein Mütchen gekühlt,

bevor er weitab von hier

auf den Sockel gestellt wurde?

Wohl kaum!

Wer kennt all die Ursachen,

die Lebendiges zum Absterben bringen?

Schau nach,

was an dir nagt …..

Bedenke,

was dich bedrückt …..

Entdecke,

was dir nicht gut tut …..

Ergrünende Bäume im Frühling -

das Leben erwacht

jedoch nicht für alle

mahnend stehen die Toten

noch eine Zeitlang

zwischen uns

als memento mori

bis sie fallen und eingehen

in den ewigen Kreislauf

Eigentlich

sind wir hier fehl am Platz

aber wir haben

eine Nische gefunden

wo keiner uns stört

wo wir wachsen können

nicht viel – aber immerhin

mal sehen was die Zukunft bringt

wir vertrauen uns an

denn eigentlich …

Ich muss mich beschweren:

Ich bin nicht blind!

Ich sehe alles, was für mich wichtig ist!

Ich schleiche auch nicht!

Ich bin schneller als du,

wenn du – wie ich – keine Beine hättest!

Fälle kein Urteil über andere,

wenn du ihn nicht gut genug kennst.

Sei nicht überheblich,

weil ich so unscheinbar bin.

Du bist auch nicht der Größte,

du Blindschleiche!

Steinernes Schweinchen:

Wer sich hundertfünfzig Jahre lang

den Rücken streicheln lässt,

der ruht in sich.

Wer mag das nicht?

Berühren und berührt werden?

Das ist wie eine Sprache,

ohne Worte zwar,

und doch verständlich für alle.

Viele sagen: ich genieße es!

Manche sagen: ich vermisse es!

Dieser Zwiespalt!

Herbstastern und Frühlingsmohn:

euch trennt eigentlich ein halbes Jahr!

Euer Zusammentreffen

öffnet einen Zwiespalt in mir:

Es blüht, was nicht zusammengehört.

Schön seht ihr zwar aus,

ihr Boten aus zwei Jahreszeiten,

doch irgend etwas stimmt nicht,

stört mich.

Es bleibt in mir ein großes „WARUM“!

Ich weiß, ich bin anders,

mir fehlt etwas,

was ihr in Fülle habt.

Und doch gehöre ich zu euch.

Ich spüre, ihr habt mich angenommen

so, wie ich bin.

Ich weiß auch, dass das

nicht selbstverständlich ist.

DANKE!

Wir sind verwandt, verschwistert,

eine Familie.

Wir sind uns in vielem gleich,

aber nicht zwillingsgleich.

Geht das gut auf die Dauer?