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Lyrische Blütenlese eines Debütanten aus den ersten zehn Jahren. »... hinter meinen Lidern blühen Wälder, welche meeresgleich in Stürmen wogen ...«
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2014
I APOTHEOSE
SCHATTEN
FLAMMEN
AUFSTIEG
II NORDWINTER
IM SCHNEE UNTER BIRKEN
SCHÖPFUNGSFUNKEN
WOLFSGESTIRN
VISION VON FENRIR UND TYR
HIBERNISCHE LANZEN
STIMMEN IM WIND
VERBUNDENHEIT
III WIRRSAL
MYTHENSCHERBEN
WURZELWERK
WANKENDE WIRKLICHKEIT
WAS WAR?
FRAGEN
GEISTGEWALT
BRÜCKEN ZWISCHEN WELTEN
IV LUZIDITÄT
IN EISEN
VOM HASSEN UND TRAUERN
MIT KALTEM SCHWERT
BLENDUNG
SONNENBLICK
EURE HELLEN NÄCHTE
GOTTMENTALITÄT
V GEISTFLACKERN
WEIT AUFGERISSENE AUGEN
TRAUMGENÄHTE KLEIDER
LIMBISCHER SYSTEMFEHLER
UNVERSÖHNLICH
SPIN
MENSCHENSTAUB
WELTFLUCHT
VI MARTYRIEN
KINDERSCHERBEN
LEERER TRIEB
INDIFFERENT
BESUCHE
SCHREIE
MIT QUARZGEFÜLLTEN FÄUSTEN
AN EINEN HEILLOSEN
VII NICHTIGKEIT
SIEBEN EINSAMKEITEN
IN DEN WIDERBILDERN
MENSCHFRAGMENT
FASSADEN
TORHEIT, ZWANG UND WAHNESWEBEN
KÖNIG
SCHWARZ AUS WEISS
VIII BEGREIFEN
KLEINE WORTE
STILLES LÄCHELN
SEELENTINTEN
HAUCH
ETWAS BLEIBT
DEZENTE EPIPHANIE
DESEQUENZIERUNG
IX HOCHGEFÜHL
WASSERTRAUM
HEILUNG
MINNERAUSCH
ATHENE
SONNENLAUF DER TRÄUME
ZUCKERWATTE
ÜBER DIE WOLKEN HINWEG
X CHTHONOCHEIROS UND PYROTHEA
PULS DER ERDE
IRDENE HÄNDE
AM ORT OHNE WIEDERKEHR
FLIESSENDES GESTEIN
GAIAS WUNDEN
FEUERBLUT
GLUTGÖTTIN
LICHTPASSION
LIEBESFIEBERWUNDEN
FLACKERNDE LICHTER
Ich hauste einst in finstren Tiefen
bei schattenschwirrend‘ Lichterschein;
ich lag in Ketten, sah Gestalten,
ach, lang sollt‘ dies mein Kosmos sein!
Nach Jahren ward von Rost zerfressen
die Fessel meiner Lebenszeit;
gebannt berührte ich die Schemen
in ihrer trauten Seltsamkeit.
Ein Schauer fasst‘ mich Schmerzensreichen,
die Fingerspitzen wurden kalt;
ich riss sie los von jener Mauer,
an der sich Tausend festgekrallt.
Mein Blick von Zähren heiß verhangen,
gezeichnet von Gefangenschaft,
mein Auge füllte sich mit Funken
geheimnisvoller Flammenkraft.
Gar feurig schlug aus mir Erkenntnis,
Gesichter glühten panisch weiß!
Mein Geist umfasste ihre Welten
und gab sie ihrem Schicksal preis.
Doch trotz des Wissens, trotz des Forschens
genügte mir das Licht nicht mehr;
mich drängte es nach hellsten Pfaden,
zur Reise ohne Wiederkehr.
So stieg ich hoch die steilen Stufen,
von Weisheit in den Fels gebaut;
Gestein zerschnitt mir Hand und Sohle,
es strömte warm aus meiner Haut.
Anstelle der Phantasmiasmen
