Australien - ein Traum wird wahr - - Marion Böhme - E-Book

Australien - ein Traum wird wahr - E-Book

Marion Böhme

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Beschreibung

Bei unseren Reisevorbereitungen habe ich Unmengen an Bücher und Berichte verschlungen. Mir ist dabei aufgefallen, dass es zwar jede Menge Literatur dazu gibt, aber immer nur von jungen Leuten, die für ein Jahr Work and Travel machten oder Menschen, die hier tatsächlich alles aufgegeben hatten, um auf unbestimmte Zeit den fernen Kontinent zu bereisen. Während meiner ganzen Recherchen habe ich kein Werk gefunden, dass unserem Vorhaben glich. Also Menschen, die eben dem Work and Travelalter bereits entschwunden waren und Australien in einer Zeit bereisen, die ein ganz gewöhnlicher Jahresurlaub hergibt.

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Seitenzahl: 157

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Marion Böhme

Australien - ein Traum wird wahr -

Reisebericht von Marion Böhme

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Widmung

Vorwort

Die Vorbereitungen beginnen

31.08.2012

01.09.2012 – 03.09.2012 Singapur

04.09.2012 – Sydney

05.09.2012 Manly - Sydney

06.09.2012 Blue Mountains - Katoomba

07.09.2012 Bondi Beach - Sydney

08.09.2012 The Rocks - Sydney

09.09.2012 Melbourne

10.09.2012 Great Ocean Road

11.09.2012 Phillip Island

12.09.2012 Melbourne

13.09. - 14.09.2012 Alice Springs

15.09.2012 Kata Tjuta, Valley of the Winds, Uluru

16.09.2012 Uluru

17.09.2012 Kings Canyon

18.09.2012 Alice Springs

19.09.2012 Devils Marbles

20.09.2012 Tennant Creek, Daly Waters, Mataranka

21.09.2012 Katherine Gorge

22.09.2012 Litchfield Nationalpark

23.09.2012 Arnhemland, Ubirr und Kakadu Nationalpark

24.09.2012 Jim Jim Falls und Twin Falls

25.09. -26.09.2012 Darwin

27.09.2012 Great Barrier Reef

28.09.2012 Kuranda

29.09.2012 Cape Tribulation

30.09. - 01.10.2012 Cairns

01.10.2012

01.10.2012 Hong Kong

02.10.2012 Lantau

03.10.2012 Hong Kong

04.10.2012 Hong Kong

05.10.2012 Ankunft

Schlusswort

Impressum neobooks

Widmung

Für die wichtigsten Menschen in meinem Leben.

Jens, Madlen, Lisa und Sandra

In aufrichtiger Liebe!

Vorwort

Manch einer fragt sich vielleicht, warum noch ein Buch über Australien? Ich habe auch lange überlegt, ob es Sinn macht oder nicht, interessiert es andere Menschen, was wir erlebt haben? Ich hoffe. Ursprünglich wollte ich nur für uns zur Erinnerung ein Reisetagebuch schreiben. Freunde und Familie, die das Glück hatten, auch einmal einen Blick auf mein Werk zu werfen, ermutigten mich, mein Vorhaben umzusetzen. Bei unseren Reisevorbereitungen habe ich Unmengen an Bücher und Berichte verschlungen. Ich wollte alles über dieses Land wissen. Gut vorbereitet sollte unsere Reise beginnen. Mir ist dabei aufgefallen, dass es zwar jede Menge Literatur dazu gibt, aber immer nur von jungen Leuten, die für ein Jahr Work and Travel machten oder Menschen, die hier tatsächlich alles aufgegeben hatten, um auf unbestimmte Zeit den fernen Kontinent zu bereisen. Während meiner ganzen Recherchen habe ich kein Werk gefunden, dass unserem Vorhaben glich. Also Menschen, die eben dem Work and Travelalter bereits entschwunden waren, aber andererseits nicht bereit waren, hier alles stehen und liegen zu lassen, um in eine unbestimmte Zukunft zu ziehen. Immerhin haben wir die Verantwortung für drei Kinder und deren Zukunft zu tragen. Wir wollten Australien in einer Zeit bereisen, die ein ganz gewöhnlicher Jahresurlaub hergibt. Warum gerade Australien? Ich denke, viele Menschen haben den Traum, einen ganz bestimmten Ort auf dieser Welt einmal kennen zu lernen. Bei mir ist das halt Australien. Ich weiß nicht warum. Solange ich zurückdenken kann, fasziniert mich dieses Land. Aufgewachsen in der DDR, hatte ich keine Aussicht, meinem Traum jemals nachgehen zu können. Bereits mit 18 Jahren haben wir geheiratet, in der festen Überzeugung, den Menschen fürs Leben gefunden zu haben. Also worauf warten? Gerade fertig mit der Ausbildung, hatten wir kein Geld für eine große Hochzeitsreise, so dass ich die Äußerung machte, dass wir zur Silberhochzeit nach Australien fliegen werden. Unüberlegt stimmte mir mein Mann zu. Ich möchte meine Gedanken an dieser Stelle kurz erklären. Aus unserer damaligen Sicht waren die Menschen, die Silberhochzeit feierten, alle alt. Alt bedeutete Rentner. Als Rentner durfte man in der DDR überall hin reisen. Also ganz klar, wenn wir soweit sind, geht es nach Australien. Nicht für einen Augenblick dachten wir darüber nach, wie alt (oder jung) wir am Tag unserer Silberhochzeit erst sein werden. Dann kam das Jahr 1989. Die Mauer fiel und ich nagelte meinen Mann fest. Versprochen war versprochen.

Die Vorbereitungen beginnen

Ich bin einerseits ein recht spontaner Mensch, der gerne auch mal zu durchaus unvernünftigen Dingen bereit ist, andererseits bin ich aber auch sehr auf Sicherheit bedacht. Unseren Urlaub plane ich immer sehr genau, da die schönste Zeit des Jahres nicht in einem Desaster enden soll. Ich mag an dieser Stelle keine Überraschungen. Wie bereits vorab erwähnt, habe ich im Vorfeld Unmengen an Reiseliteratur verschlungen, um die für uns bestmögliche Reiseroute herauszufinden. Man kann Australien nicht in fünf Wochen erkunden. Andererseits war uns nicht klar, ob wir solch eine Reise ein zweites Mal unternehmen werden. Vielleicht sind wir enttäuscht? Wer weiß. Wir gingen also erst einmal davon aus, dass dies unsere einzige Reise nach Australien sein wird. Was wollen wir unbedingt sehen? Was kann man überhaupt miteinander kombinieren? Gibt es in den unzähligen Reisekatalogen eine entsprechende Pauschalreise? Wollen wir selbst mit dem Auto fahren? Fragen über Fragen und je mehr ich mich vertiefte, umso mehr Fragen blieben offen. An was denkt man, wenn man Australien hört? Klar, Sydney, den Uluru und natürlich das Great Barrier Reef. Die Great Ocean Road soll auch sehr schön sein, und und und. Eine fertige Pauschalreise nach unseren Vorstellungen gab es nicht. Im Grunde genommen wollten wir das doch auch gar nicht. Die Großstädte kann man gut allein erkunden. Das sollte nicht schwieriger sein, als in Europa. Hier machen wir auch immer mal wieder Städtereisen. Ein bisschen Unbehagen beschlich uns, wenn wir daran dachten, mit dem Auto durchs Outback allein zu fahren. Was ist, wenn wir eine Panne haben. Reichen unsere Englischkenntnisse? Wir haben nicht den Mut, uns auf dieses Abenteuer einzulassen und beschließen, uns eine individuelle Reise zusammenstellen zu lassen. Teils wollten wir Erkundungen allein machen und teils auch geführte Touren buchen. So können wir wohl am ehesten unseren Urlaub ganz entspannt genießen und haben zwischendurch immer mal wieder die Gelegenheit, das Tempo selbst vorzugeben. Ich kann an dieser Stelle wirklich nur den Hinweis geben, holt euch mehrere Angebote ein. Es lohnt sich. Wir hatten Preisspannen von bis zu 1.000 EUR pro Person. Dabei haben wir wirklich alles bis ins Detail vorgegeben, selbst die einzelnen Hotels während unserer Reise. Diverse Bewertungsportals und Foren haben uns hier bei der Wahl sehr geholfen. Die Zeit sollte man sich einfach nehmen. Dann ging es ans Reiseequipment. Was brauchen wir? Als Gepäckstück fiel der Koffer schon mal gleich weg. Wir hatten uns bei der Tour durchs Outback für eine Campingsafari entschieden. Wir wollten diesen Kontinent hautnah erleben. Na jedenfalls war als Gepäckstück nur ein Rucksack erlaubt. Es konnte also nur mitkommen, was da rein geht. Und jetzt war der Moment gekommen, wo wir uns doch an unsere jugendlichen Backpackers orientierten.Die vielen Reiseberichte, die ich vorher gelesen hatte, waren sozusagen Grundlage für meine Einkaufsliste.Es ist wirklich so. Wenn man länger als zehn Tage verreist, muss man zwischendurch ohnehin waschen und dann kann man sein Gepäck wirklich von vornherein auf das Nötigste beschränken. Waschmaschinen gibt es da unten überall, selbst auf dem einfachsten Campingplatz mitten im Outback. Eins möchte ich an alle, die unserem Vorhaben folgen wollen, jedoch mit auf dem Weg geben. Nehmt alles von hier mit, was Ihr glaubt, zu brauchen (Kleidung, Kosmetik). Ich habe in so vielen Reiseberichten gelesen, dass man sich das alles auch in Australien kaufen kann. Kann man wirklich, aber dann ist die Reisekasse auch gleich leer. Ich habe da unten meine komplette Kosmetik, die ich auch hier verwende, gefunden, aber zum dreifachen Preis. Das sollte man sich gut überlegen. Wir haben in gute Funktionswäsche investiert, das hat sich gelohnt und war hier wesentlich preiswerter als in down under. Ist leicht, praktisch und trocknet schnell.Nicht gespart haben wir an guten Wanderschuhen. Viele behaupten, Flip Flops und Turnschuhe reichen für Australien. Wir haben einige Reiseteilnehmer erlebt, die genau so angereist waren und die hatten bei unseren Wanderungen nicht selten arge Probleme. Also als einfacher Tourist mag die Aussage ja stimmen, aber wenn man wirklich ins tiefe Outback eintaucht und da dann über Stock und Stein klettern will, dann sind gute Wanderschuhe ein MUSS! Unsere Guides haben da auch sehr penibel drauf geachtet. Neben den Wanderschuhen braucht man dann aber wirklich nur noch Flip Flops, es sei denn, man will auch mal irgendwo schick weggehen. Also wir haben während des Fluges normale leichte, aber gute Kleidung incl. Schuhe getragen und die ganze Outdoorbekleidung war im Gepäck. Wichtig ist nur, dass man die Wanderschuhe vorher wirklich gut einläuft! Bei den Hand- und Badetüchern haben wir uns für alte Modelle von zuhause entschieden. Die gingen gerade noch für einen Urlaub durch und dann ab damit in den Müll. Das schafft dann auch gleich Platz für Mitbringsel oder was sonst noch die Heimreise mit uns antreten will. Bei den Medikamenten war ich sehr sparsam. Habe mich nur auf Akutfälle konzentriert, die keinen Tag Aufschub dulden (Durchfall, Erbrechen und Schmerzen). Man kann Medikamente da unten wirklich überall sehr unkompliziert kaufen, selbst an einem Roadhouse mitten im Nichts. Die Preise sind teils so und teils so. Ich denke aber, da man die Medikamente ja nur im Notfall braucht, ist es dann auch egal, wenn man ein paar Dollar mehr zahlt, als das bei uns der Fall gewesen wäre. Es ging ja hier nicht um alltägliche Dinge, die man während der Reise ständig verbraucht. Ich habe im Vorfeld auch gelesen, dass es schwierig ist, Taschentücher in Australien zu bekommen. Das können wir nicht bestätigen, aber die sind eben sehr teuer. Ein Päckchen verschlingt mal eben bis zu 2 Dollar. Und ich meine wirklich ein Päckchen, nicht ein Paket. Also wirklich, alles, was es hier gibt, gibt es da auch. Wenn man das Eine oder Andere nur für den Notfall mitnehmen will (ich könnte ja Husten oder Schnupfen kriegen ...), dann macht es wie wir und lasst es drauf ankommen. Und gegen Sonnenbrand sind die Aussies im Übrigen mit viel besseren Mittelchen ausgestattet. Das durfte mein Mann auf unserer Reise noch herausfinden. Was gibt es noch an Hinweisen mitzugeben? Ach ja, ne gute Trinkflasche oder Wasserblase. Trinken ist bei Unternehmungen in down under mit das Wichtigste. Man muss aber nicht literweisen Vorrat mit sich herumschleppen, nein am anderen Ende der Welt gibt es überall Wasserstellen, wo man seine Behälter kostenlos auffüllen kann. Und ich meine wirklich überall! Ich habe mir dann noch den Luxus erlaubt, meine schöne Kameraausrüstung mitzunehmen. Kann man sich jetzt darüber streiten. Ich bin ein Hobbyfotograf und fotografiere gerne. Also, wenn ich schon eine gute Ausrüstung habe, dann muss die natürlich auf Reisen auch immer mit. Es war ja auch nicht so, dass wir den Kontinent zu Fuß durchwandern wollten. Wir sind viel geflogen oder aber mit einem Fahrzeug unterwegs gewesen. Wirklich schleppen mussten wir unser Gepäck immer nur vom Auto zur Schlafstelle und zurück. Da ging dann auch die gute Kameraausrüstung mit durch. Während unserer Wanderungen haben wir dann immer nur das mitgenommen, was wir gerade brauchten. Ich war ja schließlich nicht allein unterwegs, ich hatte ja meinen„Packesel“immer dabei (hi, hi) – sorry Schatz -. Nach allen gelesenen Bücher, Forenbeiträge, DVDs und und und, haben wir uns für folgende Route entschieden:

Mit den Auto nach Berlin; weiter mit dem Flieger via London nach Singapur; ab in den nächsten Flieger nach Sydney; auch die Strecke bis Melbourne und dann weiter nach Alice Springs konnten wir nur im Flieger schaffen; von Alice Springs bis Darwin mit dem Fahrzeug; dann wieder geflogen nach Cairns; weiter nach Sydney; Hong Kong; London und Landung in Berlin. Die letzte Etappe legten wir dann wieder im Auto zurück.

Australien - ein Traum wird wahr - 31.08.2012 bis 05.10.2012

31.08.2012

Endlich geht es los. In den letzten Tagen war die Anspannung fast nicht mehr auszuhalten. Bis zum Schluss hatte ich Angst, dass noch irgendetwas schief läuft und mein großer Traum platzt wie eine Seifenblase. Ab dem 29.08. hatte ich frei. Wäsche waschen und dann endlich Rucksäcke packen. Die Wäsche war schnell fertig, aber dann kam das böse Erwachen. Viel zu viel für die Rucksäcke. Das geht da niemals alles rein. Also was kann hier bleiben? Natürlich nichts, wir hatten doch schon nicht viel. So ging es aber auch nicht. Was werden wir brauchen? Was müssen wir von hier mitnehmen und was kaufen wir vor Ort? Die ganzen Vorbereitungen über den Haufen geworfen, die Platzkapazität machte uns einen Strich durch die Rechnung. Komisch, beim Probepacken war doch immer fast alles drin, bis auf ein paar wenige Kleinigkeiten. Und jetzt? Ein halber Wäschekorb blieb zuhause. Was soll das nur werden? Wir wollen da unten doch bestimmt das Eine oder Andere noch kaufen. Na ja, ein paar Klamotten schmeißen wir ja weg und die Kosmetik (das bisschen, was noch rein gepasst hat) verbraucht sich ja, das spendet dann auch wieder Platz (Gewichtsprobleme mit dem Gepäck hatten wir nicht). Zurück zu unserem Platzproblem. Wir haben halt einfach an Bekleidung gespart. Kurz noch mal unsere Reiseroute durchgegangen. Wie lange werden wir am längsten in einem Stück unterwegs sein, ohne dass wir Zeit finden werden, einen Waschgang einzulegen? Das war unsere Grundlage. Mehr brauchten wir nicht und das war auch gut so. Diese Entscheidung haben wir nicht bereut. Einen Tag vor unserer Abreise hatte Lisa noch einen Unfall. Das Horrorszenario schlechthin. Sie wollte mit Freunden zum Festival nach Berlin. Wie immer Stau auf der A2 und der hinterher Fahrende konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Auto Totalschaden, aber sonst nichts passiert. Jetzt glühten unsere Telefone, denn der ganze Papierkram musste noch erledigt werden. Man kann nicht das Auto mal eben wochenlang in einer Werkstatt stehen lassen, um nach dem Urlaub abzuklären, was aus dem Auto wird. Glücklicherweise haben wir liebe Freunde, auf die wir uns jederzeit verlassen können. Danke! Genau vor einer solchen Situation hatte ich immer Angst. Der Schock saß. Madlen und Florian haben es sich nicht nehmen lassen, uns zum Flughafen zu bringen. Abflug war 16.45 Uhr, aber ich hatte natürlich Angst, dass wir im Stau stehen und dann den Flieger verpassen. Also lieber etwas früher losfahren. Normalerweise braucht man bis Berlin ca. 90 min. Für mich hieß das, zwölf Uhr ist Abfahrt. Sicher ist sicher. Und was soll ich sagen. Zwei Sperrungen der Autobahn wegen Unfälle; eine davon Vollsperrung. Es hieß also schön über Land fahren. Halb drei waren wir dann am Flughafen. Solange haben wir noch nie gebraucht. Dann gab es noch einmal einen Schreckensmoment von Lisa. Alle Insassen beim Unfall gestern hatten schwere Kopfschmerzen, so dass sie einen Arzt rufen mussten und nun doch im Krankenhaus waren. Die Untersuchungen liefen noch. Was machen wir jetzt? Ins Flugzeug steigen oder den Urlaub sausen lassen? Vielleicht ist doch alles in Ordnung? Also wirklich, beim Check in kam dann das Untersuchungsergebnis von dem letzten Insassen. Alles gut, keine ernsthaften Verletzungen, nur alle ne ordentliche Gehirnerschütterung. Das verschwindet auch ohne Mami und Papi an der Seite (Lisas Worte). Madlen und Florian haben natürlich gewartet, bis wir an Bord gingen und sind dann auf die Aussichtsplattform gegangen, um beim Start zu winken. Wir haben sie tatsächlich gesehen. Der Flieger ging nach London; nur englischsprechendes Personal an Bord. Das fing ja schon mal gut an. Jetzt wird sich herausstellen, ob meine Englischauffrischungskurse etwas gebracht haben. Während des Fluges kam die Crew durch und verteilte irgendwelche Formulare. Ich habe natürlich kein Wort verstanden, worum es dabei ging und erst einmal kein Exemplar genommen. Meine Nachbarin schon und so konnte ich mal schauen, worum es dabei ging. Aha, wir brauchen es nicht. Das Formular wurde nur für nicht EU-Bürger benötigt, die dann auch noch in London bleiben. Beides traf für uns nicht zu. Ich merke schon, dass ich mich ganz schnell an die englische Sprache gewöhnen muss. Also, konzentriere dich Mädchen, damit dir nichts entgeht. In London lief alles ganz entspannt ab. Wir mussten mit dem Bus zum Terminal fünf, aber es war alles gut ausgeschildert. Am Terminal fünf hat uns dann ein Junge angesprochen. Saß wohl auch in unserem Flieger von Berlin. Er wollte wissen, ob wir auch mit der Maschine nach Sydney fliegen. Nun ja, zumindest bis Singapur. Er strahlte und meinte, dann habe er ja wenigstens Jemand, an dem ich er sich orientieren kann. Er war gerade mit dem Abi fertig und nun auf dem Weg für ein Jahr nach Australien. Zack und schon hatten wir ihn adoptiert. Er schlich die ganze Zeit bis zum Abflug um uns herum. Und dann war es endlich soweit. Aufruf unserer Maschine. Der A380. 450 Passagiere. Das Boarding war so was von entspannt. Man hat sich gefragt, wo die ganzen Leute sind. Das Gate riesig, so dass nicht alle auf kleinstem Raum zusammengedrängt wurden. An Bord wurde dann erst einmal alles untersucht. Auf jedem Sitz war ein Kissen, eine Decke, Kopfhörer, eine Paket mit Zahnputzzeug und Schlafmaske. Jeder einen eigenen Touchscreen-Bildschirm. Die Fernbedienung war gleichzeitig der Controller für die Spielekonsole. Ja, die gab es auch. Für die Füße gab es noch eine Stütze, die man runterstellen konnte. Alles sehr bequem. Mit dem Durchchecken des Unterhaltungsprogramms und der ganzen Sitzfunktionen waren wir auch schon in der Luft und das Essen wurde serviert. Erst bekamen die Passagiere mit Sonderwünschen ihr Menü. Ich natürlich auch, da ich ja vegetarische Kost angegeben hatte. Alles super lecker angerichtet und hat auch ausgezeichnet geschmeckt. Nach dem Essen gab es heiße Schokolade mit Marshmellows. Komische Essgewohnheiten, aber gut, war auch lecker. Dann gab es noch einen Verpflegungsbeutel für die Nacht (Chips, Schokoriegel, Kekse, Obst und ne Flasche Wasser). Nach dem Essen wurden wieder Formulare ausgereicht. Wir nahmen auch erst einmal welche, um zu schauen. Aha, diesmal mussten wir sie ausfüllen. Es handelte sich um Einreiseformulare für Singapur. War nicht so schwer, die entsprechenden Angaben zu machen. Ich wunderte mich nur, dass man die nicht unterschreiben musste. Neben Jens saß ein Pfarrer, der sogar etwas deutsch sprach. Er ist 1989, als die Mauer fiel, sogar einmal in Magdeburg gewesen. Wie klein doch die Welt ist. Auf jeden Fall hatten wir also den heiligen Vater an unserer Seite, was sollte da noch schiefgehen? Also ganz entspannt schlafen. Ich fand es erstaunlich, wie ruhig es in einem Flugzeug mit so vielen Menschen sein kann. Immer wieder übermannte mich die Müdigkeit, so dass ich es nicht schaffte, auch nur einen Film am Stück zu gucken. Glücklicherweise konnte man beim Erwachen dann immer wieder zurückspulen, so dass mir nichts entgangen ist. Nach und nach erwachte der Flieger langsam wieder zum Leben und nach einem weiteren leckeren Menü war dann der Flug auch irgendwie schon vorbei. Dreizehn Stunden! Unser erster Langstreckenflug ist überstanden. In Singapur mussten wir dann durch die Einreiskontrolle und natürlich gab es auch ein Feld, wo wir hätten unterschreiben müssen. Eine kurze Entschuldigung von mir und ein Zeichen an Jens, damit er nicht auch noch angemault wird. Das ging ja alles sehr zügig. Nun wieder der Menschenmasse gefolgt, um zu unserem Gepäck zu gelangen. Selbstverständlich war auch alles übersichtlich ausgeschildert, aber so ging es doch noch viel einfacher. In der Ankunftshalle mussten wir uns dann doch aber erst einmal sammeln, um uns eine Orientierung zu verschaffen. der Shangi Airport ist schon ein riesiger Komplex.

01.09.2012 – 03.09.2012 Singapur

Blick auf das Marina Sands in Singapur