Verlag: Wagenbach, K Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung Ausweitung der Kampfzone - Michel Houellebecq

Sein erster heftig umstrittener Roman, mit dem er bereits zu Weltruhm gelangte und nicht nur in Frankreich die Öffentlichkeit polarisierte: Michel Houellebecq beschreibt die um Liebe reduzierte erotische Kampfzone der modernen Welt. Kaum je hat ein Autor in der französischen Öffentlichkeit ein solches von leidenschaftlichen Diskussionen begleitetes Echo gefunden wie Michel Houellebecq mit seinem ersten Roman. Es wurde in Windeseile zum Kultbuch, rückhaltlos gepriesen und wütend geschmäht. Heute gilt es vielen als Houellebecqs bestes Buch, sein Titel ist bereits zum Sprichwort geworden. Ein junger Informatiker, der für eine Pariser Software- Firma arbeitet, ist der Held der in einem straff gespannten Bogen erzählten Handlung. Seine betriebsame, aber kommunikationslose Umgebung versteht er meisterhaft zu sezieren. Dann unternimmt er eine Dienstreise in die Provinz, gemeinsam mit einem ebenso erotomanischen wie verklemmten Kollegen, einer Verkörperung all jener Eigenschaften, die er an seinen Mitmenschen verachtet. Am Weihnachtsabend, in einer Diskothek, drückt er ihm ein Messer in die Hand . . .

Meinungen über das E-Book Ausweitung der Kampfzone - Michel Houellebecq

E-Book-Leseprobe Ausweitung der Kampfzone - Michel Houellebecq

Michel Houellebecq

Ausweitung der Kampfzone

Roman

Aus dem Französischenvon Leopold Federmair

Verlag Klaus Wagenbach Berlin

Die französische Originalausgabe erschien 1994 unter dem Titel Extension du domaine de la lutte im Verlag Maurice Nadeau in Paris.

Ausweitung der Kampfzone erschien erstmals 1999 als Quartbuch im Verlag Klaus Wagenbach.

E-Book-Ausgabe 2015

© 1994 Maurice Nadeau© 1999, 2006, 2012 für die deutsche Ausgabe:Verlag Klaus Wagenbach, Emser Straße 40/41, 10719 Berlin

Alle Rechte vorbehalten. Jede Vervielfältigung und Verwertung der Texte, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für das Herstellen und Verbreiten von Kopien auf Papier, Datenträgern oder im Internet sowie Übersetzungen.

ISBN 978 3 8031 4182 8Auch in gedruckter Form erhältlich: 978 3 8031 2689 4

Junge Literatur bei Wagenbach

Arthur Larrue Wojna Roman

In diesem sprühenden Roman zeigt Arthur Larrue mit viel Komik ein ernstes Bild des heutigen Russlands, in dem sich mutige Künstler gegen die rigide Staatsmacht auflehnen.

Aus dem Französischen von Max StadlerQuartbuch. Klappenbroschur. 112 Seiten. Auch als E-Book erhältlich

Paola Soriga Wo Rom aufhört Roman

Die Geschichte eines sardischen Mädchens in Rom, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Geschrieben von einer italienischen Autorin, die mit diesem Buch über ihre eigene Generation nachdenkt.

Aus dem Italienischen von Antje PeterQuartbuch. Klappenbroschur. 160 Seiten

Eva Roman Siebenbrunn Roman

Welf ist weg. Und zwar endgültig. Jeanne bleibt zurück, allein im kalten Gutshaus und hilft sich jeden Tag von neuem selbst auf die Füße. Ein nachdenklicher Roman über Abschiede, Erinnerungen und den mutigen Trotz des Weiterlebens.

Quartbuch. Klappenbroschur. 128 Seiten. Auch als E-Book erhältlich

Owen Martell Intermission Roman

Zwei Brüder. Zwei musikalische Talente. Ein Klavier. Und eine Familie, die nur über die Musik kommuniziert.

Aus dem Englischen von Anke C. BurgerQuartbuch. Klappenbroschur. 176 Seiten. Auch als E-Book erhältlich

Französische Literatur bei Wagenbach

Tanguy Viel Das Verschwinden des Jim Sullivan Ein amerikanischer Roman

Das Leben war schon mal netter zu Dwayne Koster, und so besieht er sich die Welt nun von seinem Wagen aus und hört dabei Musik von Jim Sullivan. Dieses Buch ist eine hochkomische, sehr unterhaltsame Hommage an den amerikanischen Roman.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-HenkelQuartbuch. Gebunden mit Schutzumschlag. 128 SeitenAuch als E-Book erhältlich

Julia Deck Viviane Élisabeth Fauville Roman

Ein Mord ist geschehen. Viviane Élisabeth Fauville sieht sich selbst durch Paris irren. Die Hinweise verdichten sich, es scheint nur eine Frage der Zeit. Dieser flirrende Roman zeigt eindrucksvoll, wie weit eine Frau zu gehen bereit ist, die alles verloren glaubt.

Aus dem Französischen von Anne WeberQuartbuch. Gebunden mit Schutzumschlag. 144 SeitenAuch als E-Book erhältlich

Saphia Azzeddine Zorngebete Roman

Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär – für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte …

Aus dem Französischen von Sabine HeymannQuartbuch. Gebunden mit Schutzumschlag. 128 Seiten.Auch als E-Book erhältlich

Ryad Assani-Razaki Iman Roman

Drei junge Menschen begegnen sich in einem afrikanischen Land. Ineinander verklammert trotzen sie der brutalen Realität, nähren den Glauben an echte Liebe und eine Zukunft. In diesem wuchtigen, fiebrigen Buch stecken neben der Tragödie Afrikas auch seine Kraft und sein Reichtum.

Aus dem Französischen von Sonja FinckQuartbuch. Gebunden mit Schutzumschlag. 320 Seiten.Auch als E-Book erhältlich

 

Martin Page Antoine oder die Idiotie Roman

Froh zu sein bedarf es wenig, sofern man es schafft, vor den Übeln der Welt die Augen zu verschließen. So denkt zumindest Antoine und nimmt sich vor, aktiv den Verstand zu verlieren.

Aus dem Französischen von Moshe KahnWAT 489. 144 Seiten

Antonia Kerr Blumen für Zoë Roman

Ein französisches Roadmovie in den Vereinigten Staaten: Nostalgischer 60-jähriger verliebt sich unrettbar in 22-jährige Lolita. Ein frecher, junger Blick auf eine nicht unübliche Begebenheit.

Aus dem Französischen von Jutta SchiborrWAT 662. 144 Seiten. Auch als E-Book erhältlich

Tanguy Viel Das absolut perfekte Verbrechen Roman

In einer nordfranzösischen Hafenstadt plant die örtliche Gaunerbande den Überfall auf das Casino. Der Plan ist ebenso verrückt wie perfekt. Ein filmischer Roman in Schwarz-Weiß über den Traum vom großen Glück.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-HenkelWAT 684. 144 Seiten. Auch als E-Book erhältlich

Tour de France Junge französische Literatur

Zu Besuch bei der gegenwärtigen französischen Literatur: junge Stimmen, neue Texte. Eine repräsentative Anthologie deutscher Erstübersetzungen.

Herausgegeben von Annette WassermannWAT 508. 192 Seiten

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Verlag Klaus Wagenbach Emser Straße 40/41 10719 Berlin www.wagenbach.de

Inhalt

Erster Teil

Eins

Zwei

Drei

Vier

Fünf

Sechs

Sieben

Acht

Neun

Zehn

Elf

Zwölf

Zweiter Teil

Eins

Zwei

Drei

Vier

Fünf

Sechs

Sieben

Acht

Neun

Zehn

Dritter Teil

Eins

Zwei

Drei

Vier

Fünf

Sechs

Erster Teil

Eins

»Die Nacht ist fortgeschritten, der Tag nähert sich.Befreien wir uns also von den Werken der Finsternis, kehren wir zurück zu den Waffen des Lichts.«Römerbrief, XIII, 12

Am Freitagabend war ich bei einem Arbeitskollegen eingeladen. Ungefähr dreißig Leute, alles mittlere Führungskräfte, fünfundzwanzig bis vierzig Jahre alt. Irgendwann begann plötzlich so eine kleine Verrückte sich auszuziehen. Erst hat sie ihr T-Shirt ausgezogen, dann den BH, dann ihren Rock, wobei sie unglaubliche Grimassen schnitt. Ein paar Sekunden lang drehte sie sich, nur mit dem Höschen bekleidet, im Kreis, und als ihr nichts mehr einfiel, begann sie sich wieder anzuziehen. Sie ist sonst ein Mädchen, das mit keinem ins Bett geht. Was das Absurde ihres Auftritts unterstreicht.

Nach meinem vierten Glas Wodka wurde mir ziemlich schlecht, ich musste mich hinlegen und ließ mich auf einen Haufen Kissen hinter dem Sofa fallen. Kurze Zeit später setzten sich zwei Frauen auf dieses Sofa. Keine Schönheiten, im Gegenteil: die beiden dicken Würstchen unserer Abteilung. Sie gehen zusammen essen und lesen Bücher über die Sprachentwicklung bei Kindern und ähnliches Zeug.

Sie fingen gleich an, die Neuigkeiten des Tages durchzugehen, dass nämlich ein Mädchen unserer Abteilung in einem superscharfen Minirock zur Arbeit gekommen war, der ihr gerade eben den Hintern bedeckte.

Und wie fanden sie das? Sie fanden das ausgezeichnet. Ihre Silhouetten zeichneten sich an der Wand über mir ab wie bizarr vergrößerte chinesische Schatten. Ihre Stimmen schienen von hoch oben zu kommen, ein wenig so, als spräche der Heilige Geist. Allerdings ging es mir in diesem Moment wirklich nicht gut.

Fünfzehn Minuten lang reihten sie Plattitüden aneinander: dass sie das Recht hat, sich nach ihrem Geschmack zu kleiden, dass sie deshalb noch lange nicht darauf aus ist, alle Typen zu verführen, dass sie sich bloß in ihrer Haut wohlfühlen will, sich selber gefallen will usw. Die letzten bestürzenden Überreste nach dem Fall des Feminismus. Irgendwann habe ich diese Worte sogar mit lauter Stimme ausgesprochen: »Die letzten bestürzenden Überreste nach dem Fall des Feminismus.« Aber sie haben mich nicht gehört.

Auch mir war dieses Mädchen aufgefallen. Sie war nicht leicht zu übersehen. Sogar der Abteilungsleiter hatte einen Ständer.

Vor dem Ende der Diskussion bin ich eingeschlafen, aber ich hatte einen unangenehmen Traum. Die beiden Würstchen standen Arm in Arm auf dem Gang, der unsere Abteilung durchläuft, sie warfen die Beine in die Luft und sangen aus vollem Hals:

»Wenn ich meinen Arsch verneige,

Will ich nicht verführen!

Wenn ich Schenkelhaare zeige,

Will ich mich vergnügen!«

Das Mädchen mit dem Minirock stand in einer Türöffnung, aber diesmal trug sie ein langes schwarzes Kleid, wirkte mysteriös und zurückhaltend. Sie betrachtete die beiden lächelnd. Auf ihren Schultern saß ein riesiger Papagei, der den Abteilungsleiter darstellte. Von Zeit zu Zeit streichelte sie ihm mit lässiger, aber fachkundiger Hand das Bauchgefieder.

Als ich erwachte, merkte ich, dass ich auf den Teppich gekotzt hatte. Die Party ging dem Ende zu. Ich verbarg das Gekotzte unter einem Haufen Kissen, dann rappelte ich mich hoch und wollte versuchen, nach Hause zu fahren. Da erst fiel mir auf, dass ich meinen Wagenschlüssel verloren hatte.

Zwei

Jede Menge Marcels

Der übernächste Tag war ein Sonntag. Ich habe das ganze Stadtviertel abgesucht, aber der Wagen blieb unauffindbar. Ich erinnerte mich nicht im Geringsten, wo ich ihn abgestellt hatte; alle Straßen schienen mir gleichermaßen in Frage zu kommen. Die Rue Marcel Sembat, Marcel Dassault ... alles Marcel. Rechteckige Wohnhäuser, in denen die Leute wohnen. Ein heftiges Gefühl von Gleichförmigkeit. Aber wo war mein Wagen?

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