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Der Aufstieg eines schüchternen Arbeiterkindes aus ärmlichen Verhältnissen in die (klein-) bürgerliche Existenz im reichen Münchner Villenvorort Gauting.
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Seitenzahl: 230
Veröffentlichungsjahr: 2022
Autopsie eines Arbeiterkindes
R. Bertold
© 2022 Reinhard Bertold
ISBN Softcover: 978-3-347-75816-2
ISBN E-Book: 978-3-347-75817-9
Druck und Distribution im Auftrag des Autors: tredition GmbH, An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Germany
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Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte wurden die meisten Namen der im Buch auftretenden Personen geändert.
Aller guten Dinge sind Drei
Dieses Buch sei gewidmet:
Anton Köhler
1900 – 1983
Hans Hofauer
1950 – 2013
Christa K. Bertold
1954
Man kann am Schicksal leiden, und doch versuchen, das Schicksal anderer erträglicher zu gestalten. RB 2022
Ausführlicher Autopsie-Bericht
Anstatt eines Prologs: Der Nikolaus naht …
Sectio 01
Ungefragt geboren
Sectio 02
Heimatort Gauting
Sectio 03
Die ersten drei Jahre
Sectio 04
Ohne Eltern geht’s nicht
Sectio 05
Gesundheitliche Aspekte – Leib und Magen
Sectio 06
Andere gehen in Kindergärten
Sectio 07
Ein „Vatti“, … und ein bisserl „Mutti“
Sectio 08
Kurze Kindergartenzeit
Sectio 09
Erste Klasse – Endlich eingeschult!
Sectio 10
Schüler aller Arten
Sectio 11
Freunde und Freizeit
Sectio 12
Lebenswelt „Bernrieder Hof“
Sectio 13
Musik – Erster Akt: Ein Geschenk an den Vater
Sectio 14
Musik – Zweiter Akt: Papageno a cappella
Sectio 15
Religion? Das glaubt doch keiner!
Sectio 16
Intermezzo: Traum- und Parallelwelten
Sectio 17
Auf zu höheren Weihen!
Sectio 18
Brüderchen und Schwesterchen
Sectio 19
Sportliches und Unsportliches
Sectio 20
Musik – Dritter Akt: Es klingt und klingelt
Sectio 21
Pubertäres zur Schulzeit
Sectio 22
Urlaubsreisen
Sectio 23
Honigsüße Falle
Sectio 24
Gisela - Von der Furcht, ein Glück zu verlieren
Sectio 25
Der große Rausch
Entschuldigende Zugabe
Anstatt eines Prologs: Der Nikolaus naht …
Rot stehst du
mit deinem gezeichneten Bart
im Türrahmen.
Jetzt sind wir zu zweit.
Ich und die Angst.
Monika Minder
In der großen Küche versammeln sich alle; seine Eltern, die Großeltern, seine Schwester und der Bruder mit dessen Freundin.
Der Kleine ist mit seinen fünf Jahren sehr angespannt, steht er doch im Mittelpunkt eines alljährlichen, alten Ereignisses. Es ist Nikolaustag 1969.
Der frühe Abend rückt viel zu schnell heran. Draußen ist es schon dunkel geworden. Es klingelt an der Haustür im ersten Stock. Jemand öffnet. Noch bevor er die bedeutende Gestalt vollständig zu Gesicht bekommt, hört er vor der halb angelehnten Küchentür das unangenehme Stoßen eines Holzstabes auf dem Linolboden des großen Eingangsbereiches und metallische Kettengeräusche. Durch die vier Ornamentgläser der Küchentür schimmern verwaschene schwärzlich-rote Farbtöne, die drohend langsam heranfluten.
Dann stehen jäh zwei riesige Gestalten vor ihm, deren Anblick ihm das Fürchten lehren soll. Zwar ist der heilige Nikolaus klassisch rot gewandet, mit goldenem Umhang und ebensolcher Mitra, in den schwarz behandschuhten Händen das goldene Buch und den Bischofsstab haltend. Jedoch besteht dessen gesamtes Antlitz aus einer grotesken Gesichtsmaske mit starren, stechend-blickenden blauen Augen, rot aufgemalten Backen und buschigen weißen Augenbrauen. Von dichtem Bart bedeckt und fast unsichtbar ist der Mund, welcher sich aber auch beim Sprechen nicht bewegt.
Als widerwärtiger Begleiter steht der Krampus neben ihm, jene unsägliche Gestalt aus dem bayerischen Alpengebiet. Die Enden einer rostigen Kette schwingend, die er sich um den Bauch geschlungen hat. In der anderen Pranke ein großer brauner Kartoffelsack herabbaumelnd. Er steckt in einer vollkommen schwarzen Kutte und in hohen schwarzen Stiefeln. Auf dem Kopf ein rundes schwarzes Barett mit blutrot gezacktem Rand. Auch diese Figur trägt, mit Ausnahme von ein paar schmutzigbräunlichen Bartsträhnen, die gleiche leblose, hölzerne und damit so furchteinflößende Maske.
Der Anblick dieser erschütternden Teufelsfratzen lässt den Buben augenblicklich in ängstliches Aufschreien verfallen. Er will sich bei seiner Mutter festhalten, der Nikolaus packt jedoch seinen anderen Arm und schnaubt mit rauchiger tiefer Stimme: „Krampus, tu mal gleich den Sack her!“ Der Junge schreit panisch einige „Nein! Ich will nicht!“, unterbrochen von der beschwichtigenden Stimme der Mutter: „Du sollst doch schön brav sein, komm!“, flankierend unterstützt von der Großmutter: „Geh weiter, Reini, is ja net so schlimm!“
„Krampus, halt mal meinen Stab!“, knarzt der Nikolaus, sein schweres Buch öffnend. „Ich muss doch mal schauen, wie der heißt. Wie heißt Du denn?“
„Reinhard Bertold“
„So, Reiner heißt Du.“ Flüchtiges Gelächter aus dem Hintergrund. „So, da muss ich jetzt schauen. Du weißt ja, wie das jetzt ist, so kurz vor Weihnachten. Da fliegen die Englein immer um die Häuser. Und schauen durch die Fenster. Und da sehen sie auch alles, was die Kinder machen und was sie nicht machen. Das sehen sie alles! Da muss ich erstmal schauen, was sie da reingeschrieben haben, über den kleinen Bertold Reiner, heißt er.“ Und mit anschwellend bedrohlicher, schärferer Stimme: „Um Gottes willen! Komm mal her zu mir! Stell Dich her zu mir!“
„Na, i mog net!“
„Stell Dich hierher! Stell Dich hierher oder ich nehm‘ Dich gleich mit! Stell Dich hierher, ich sag es Dir! Stell Dich hierher oder ich nehm‘ Dich gleich mit!“
Der gütige Großvater mit seiner sudetendeutsch-samtenen Stimme: „Gei nur hi, gei, gei nur her!“ 01
„Und da stellst Du dich hin!“
„Ja.“
„Da steht doch: Der Reiner ist saufrech! Krampus, horch Dir das an! … Bleib hier steh‘n! Das ganze Jahr bist Du frech. Und dann machst Du auf einmal den Angsthasen. Bleib hier steh‘n!“
„Aber net mitnehmen!“
„Das weiß ich jetzt noch nicht. Wahrscheinlich werden wir Dich mitnehmen. Das ist der einzige Zettel, wo ein roter Punkt oben drauf ist. Der einzige! Und der gehört Dir! Was meinst Du, was da drinnen steht über Dich? Seine Lieblingsworte sind ‚Sau‘, ,Bauernsau‘, ‚Sauhund‘ und so weiter. Komm her, komm her! Komm her zu mir. Ich pass schon auf, dass er Dich nicht mitnimmt. Ja meinst denn Du, dass das richtig ist?
„Na.“
„Warum sagst Du dann immer ‚Bauernsau‘? Das ist doch nicht richtig!
„Jetzt sag i dann mal aber was Schönes!“
„Ja, erzähl was Schönes!“
„Jetzt bin i mal aber oft ganz brav!“
„Ja, das musst Du zur Mama sagen! Das musst Du zur Mutti sagen! Schau sie an und sag ‚Ich bin jetzt bald brav‘!“ Die Mutter muss leicht kichern.
Der Junge in gequältem Ton: „Jetzt bin i brav liebe Mama!“
„Und da geh wieder her zu mir. Hier stellst Du dich her! Es ist ja nicht mit dem ‚Sauhund‘ getan. Den ganzen Tag isst er nichts wie Schokolade. Ja sag mal, was ist denn das für eine Art? Ja, um Gottes willen, Krampus, wenn ihm etwas nicht passt, hat da der Engel geschrieben, haut er einfach mit Kochlöffel, Hausschuhen und solchen Gegenständen zu. Du, das können wir auch! Komm schön hierher! Du, das können wir auch! Wir haben schon ganz andere in die Isar geschmissen! Komm schön her! Das ganze Jahr spielst Du immer den großen Mann, und heute bist Du so klein! Krampus, mach mal den Sack auf!“
Angsterfülltes Gebrüll.
Unbehagliches Gelächter der übrigen Familie.
„Und dann, wegen jedem Dreck schreit er gleich. Wegen jedem Dreck schreit er gleich! Zum Frisör will er nicht geh’n! Jeden Tag steht er früh auf. Besonders am Sonntag. Am Sonntag lässt er die anderen, seine Schwester und seinen Bruder nicht schlafen. Die, die am Abend müde von der Arbeit heimkommen und dann müde in die Arbeit gehen!“
Mit einer Spur verzagter Aufmüpfigkeit: „Dann lass ich sie halt schlafen!“
„Aber ganz bestimmt! Schau mal hin, was da steht, Krampus: Wenn ihm die Eltern was vom Nikolaus erzählt haben, dann lacht er nur…“. Und mit gefährlich schriller, lauter Stimme: „Ja, ja, und dann meint er, da kommt dann zu ihm auch nur ein braver! Steck ihn in den Sack, Krampus!“
Der Nikolaus zerrt ihn am Arm, der Junge brüllt in höchstem Entsetzen.
„Sag mal, willst Du Dich wirklich bessern? Willst Du Dich wirklich bessern?“
„Ja.“
„Ganz bestimmt?“
„Ja.“
„Da meint er, es gibt nur einen braven, der zu ihm kommt. Du meinst also, dass wir Dich nicht mitnehmen sollen?“
„Na.“
„Das ganze Jahr über heißt es immer: Sei brav, sei anständig. Dann tust du’s nicht. Und jetzt, in der kurzen Zeit, in der wir hier sind, da machst Du auf einmal den Angsthasen. Da bist Du ein Jammerlappen, bist Du dann nämlich!“
„Jetzt bin i amoi ganz brav!“
„Ja das sollst Du auch! Du kannst ein aufgeweckter Junge sein, Du kannst reden, Du kannst sprechen, Du kannst alles machen. Aber nicht einfach aufsässig ‚Blöde Sau‘ oder ‚Bauernsau‘ sagen! Was ist denn das?“
„Des sag i dann aber a nimmer!“
„Und mitgebracht haben wir Dir heuer nichts, dass Du’s weißt! Das ist die erste Vorwarnung! Und wenn Du noch einmal irgendwas machst, dann bist Du weg. In der Isar! Weißt Du das?
„Jaa.“
„Also dann: Gute Nacht! Kannst Du beten?
„Ja.“
„Dann bet‘ mal schön! Stell Dich her und bet‘ was Schönes!“
Der Bruder und die Mutter: „Laut, Reini. Ganz laut, bet‘ mal schön.“
„Wie geht’s denn gleich wieder? Sag nochmal an.“
Rührende bis peinliche Zwischenrufe: „Na komm jetz!“, „Mein Gott, hehehe!“, „Mach‘ halt schön!“
„Fang an!“
Die Schwester hilft ein wenig mit.
„Jesukindlein komm zu mir, mach ein frommes Kind aus mir. Mein Herz ist klein, kann niemand hinein, als du, mein liebes Jesulein.“
„Also dann. Und reiß Dich zusammen! Gell. Mitgebracht haben wir Dir nichts. Das ist die erste Strafe. Das geht nicht, dass ich das ganze Jahr die Mutter ärgere. Ein richtiger Frechdachs bist Du nämlich. Wir nehmen Dich heute nicht mit, aber merke Dir eins: Der Krampus ist noch lange hier, der wird noch öfter ums Haus schleichen. So schlimm wie heuer war‘s bei Dir noch nie nämlich. Also dann, gute Nacht zusammen!“
Mit einem fröhlich-beschwingten „Gute Nacht Nikolaus!“ verabschiedet die Großmutter das feierliche Adventsspektakel für (fast) die ganze Familie.
01 Geh nur hin, geh, geh nur her!
Sectio 1 Ungefragt geboren
Wir Neugeborenen weinen, zu betreten die große Narrenbühne.
William Shakespeare, King Lear, 1605
Gehörte das Jahr 1964 noch zur Wirtschaftswunderzeit? Das geburtenstärkste Jahr nach dem verheerenden Weltkrieg, einem Jahr mit Vollbeschäftigung und immensem Bedarf in allen Arbeitsbereichen, was der Bundesrepublik Deutschland den millionsten Gastarbeiter bescherte. Ein Drittel der Deutschen konnte es sich tatsächlich schon leisten, einmal im Jahr in einen Urlaub zu fahren. Ein Drittel der Deutschen besaß bereits ein Auto, einen Fernseher, eine Waschmaschine.
Im selben Jahr im Herbst wurde unser Säugling auf diese aufstrebende Erdkugel gesetzt. Die Eltern unternahmen bei sonnigem Wetter noch einmal eine letzte Sonntags-Partie nach Garmisch (wer wusste schon, wann der nächste Ausflug möglich sein würde?), bevor er am frühen Montagnachmittag darauf, fern des gefeierten Wirtschaftswunders und seiner Auswirkungen, in der Münchner Frauenklinik um halb Zwei die Beleuchtungskörper dieser wunderlichen Welt erblickte, vermutlich bestürzt vom kalten, gleißenden Licht im kühlgrauen Geviert des Geburtsraumes. Eigentlich hätten sich zwei Kinder aus dem Schoß der Mutter herausquälen müssen, doch überlebte die Zwillingsschwester den langen Aufenthalt im Uterus nicht. Sie entschied sich wohl schon frühzeitig, den Kampf um Nahrung und Platz zugunsten ihres Bruders aufzugeben. Möglicherweise hat er ihr aber auch nichts gegönnt.
Der Säugling war die dritte Geburt der einunddreißigjährigen Mutter. Ein Zufallsprodukt, wie seine beiden Geschwister. Kein Wunschkind. Ein auf einmal Dagewesener. Kein Ergebnis berührender oder berauschender Liebe, mehr ein Erguss begierig-menschlichen Triebes, vielleicht auch nur ein ungewolltes Missgeschick.
Der Säugling wurde routiniert begutachtet, geimpft, als normalgewichtig, damals noch als groß genug und gesund erachtet und schließlich seiner Mutter übergeben, die ihm mangels Milch aus den kleinen Brüsten Flaschennahrung zu saugen geben musste. In moderneren Zeiten hätten jetzt weihevolle und imponierende Glückwunschkarten Bekannte und Freunde überflutet und darüber informiert, dass endlich das 51 Zentimeter große und 3330 Gramm schwere edelste Baby der Welt dank Storch oder Frosch ins Leben gehüpft ist.
Der erste Gratulant zur Geburt war mitnichten der Vater, dieser kam erst später, sondern dessen bester Arbeitskollege aus der nur knapp zwei Kilometer zu Fuß entfernten Pschorr-Brauerei. Er brachte sogar einen Blumenstrauß mit.
Nach fünf Tagen wurde das Kind gemeinsam mit anderen Sprösslingen in der kleinen, hellen, lichtgelben Kirche der Frauenklinik dem römisch-katholischen Glauben zugeteilt. So lagen fein angeordnet links neben dem Taufbecken drei Mädchen und rechts drei Buben. Bei der Namenswahl setze sich der Vater durch, der nicht wollte, dass sein Sohn den gleichen Namen wie er selbst tragen müsse. Als Taufpate fungierte Horst, ein Bekannter aus dem Geburtsort des Vaters im Dachauer Hinterland, der später auch zu jedem Geburtstag erschien, um regelmäßig ein Hemd und ab und zu eine kleinere Geldsumme zu schenken. Zumindest noch so lange, bis er irgendwann dem Alkohol erlag. Die Mutter war nicht bei der Taufe anwesend, da sie wegen einiger Rückstände der toten Schwester operationsbedingt verhindert war.
Nach elf Tagen in der Klinik brachte der Vater seine Frau und das neue Kind im Opel Kadett mit dem schwarz-roten Dach in die Wohnung nach Gauting. Die Mutter musste vorsorglich mit dem potentiellen „Plärrer“ vom Schlafzimmer auf das Küchensofa umsiedeln, damit des Vaters Schlaf nachts ungestört bleiben konnte.
Sectio 2 Heimatort Gauting
Kleinstadtmief ist das Schlimmste aller Nervengase!
Lothar Peppel
Die Kleinstadt Gauting, ein Vorort zu München, war dennoch kein Anhängsel der bayerischen Hauptstadt, eingebettet in bäuerliches Umland mit dunklen Forsten und einigen Hügeln, sondern galt schon bald als Villenort einiger Reicher, durchflossen von der Würm, die einer Eiszeit ihren Namen geben durfte und an deren Ufer dort sogar Karl der Große bei der Reismühle angeblich das Licht der Welt erblickt haben soll. Zumindest zieren Krone und Mühlrad bedeutungsschwer das Wappen der Stadt. Auch eine Pippinstraße und ein Pippinplatz (Pippin war der Vater Karl des Großen) markierten den Beginn des ruhigen, reichen Villenviertels von Gauting.
Dort am nördlichen Ende des Pippinplatzes erhob sich ein wuchtiges Gebäude im Reformstil, ein dreigeschossiger Walmdachbau mit Zwerchhaus und stuckiertem Eingangsvorbau, flankiert von zwei Erkertürmchen. An der dem Pippinplatz zugewandten Seite wuchsen alte, dickstämmige Kastanienbäume in die Höhe. Ein wunderbarer, schlösschenartiger Blickfang als lockender Einstieg in die Welt der Betuchten. Dieser wirkte umso mehr, wenn man einige andere, rund um den länglichovalen Pippinplatz drapierte Häuser ansehen musste, die in ihren neuzeitlich-blassen, architektonisch hilflos zusammengemengten Stahl-und-Beton-Versuchen das Auge des Betrachters besudelten. Vor allem dem unserem Schlösschen gegenüberliegendem sozialartigen Quadratbau, dem ein bescheidenes Grau gut getan hätte, ließ man ein derart quälendes Orange angedeihen, dass man den Blick gerne wieder in Richtung Kastaniengarten umschwenkte.
In diesem hübschen dreistöckigen Haus wohnte nun unsere siebenköpfige Familie. Im ersten Stock befand sich links die 121-quadratmetergroße Wohnung unseres Protagonisten und gegenüber die Wohnung der Pächter Bauer, die das gutbürgerliche Gasthaus „Zum Bären“ im Erdgeschoß schon seit längerer Zeit, auch dank der angeschlossenen Metzgerei, prosperierend bewirtschafteten. Die mit dunklem Holz verkleideten Gasträume, sowie der wegen seiner prächtigen Kastanienbäume einladende Biergarten waren eine beliebte Anlaufstelle von Ausflüglern und von Gautinger Bürgern.
Das äußerliche, schmückende Zierwerk des Gebäudes fand sich im Inneren nicht wieder. Betrat man nun den schlecht schließenden Hauseingang, vorbei am steilen, schummrigen, Ölgeruch ausdünstenden Kellerabgang, gelangte man über eine breite, knarzige, oft nach Bohnerwachs riechende Holztreppe mit Holzgeländer nach oben in den ersten Stock. Die Haustür war in waldgrüner Farbe gestrichen, an manchen Stellen wohl durch Stöße oder Aufprälle jedoch schon abgeblättert. Nach dem Öffnen der durch ein zusätzliches Sicherheitsschloss behüteten Tür befand man sich in einem breiten, sehr geräumigen, über zwei Meter achtzig hohen Flur, von den Bewohnern „der Gang“ genannt. Im Gang standen ein fleckig braun überlackierter älterer, gedrungener Schrank, daneben ein weiterer etwas kleinerer Holz-Schrank und eine an der Wand montierte schmiedeeiserne Garderobe mit farbigen Kleiderbügeln. In späteren Jahren kamen dann noch ein weiterer Garderobenschrank aus Pressholz in weiß-grüner Optik, sowie ein kleiner Schuhschrank als Sideboard für das erste Telefon dazu.
Vom Gang aus gelangte man in die Zimmer: Eine kleine Speisekammer mit Kühlschrank und Regalen, ein Kinderzimmer mit Kachelofen, mit riesigem Balkon und Blick auf den Biergarten das Wohnzimmer, davon abgehend das Schlafzimmer der Eltern, ebenfalls mit Kachelofen. Des Weiteren die große Küche, der Mittelpunkt des täglichen Lebens (und für die Mutter zunächst auch des nächtlichen Treibens).
Anschließend der riesige Erkerraum und noch eine winzige Küche, in denen die Großeltern wohnten. Dazwischen ein Toilettenraum mit Fenster, hohem Spülkasten und Kette. Daneben das Bad mit freistehender Badewanne und Ölofen.
Außer dem Kinder- und dem Schlafzimmer waren alle Räume mit Ölöfen ausgestattet, die zwei Kachelöfen wurden nicht genutzt (außer für andere Zwecke, doch davon später).
In dieser Wohnung war die Familie mietzinsmäßig einigermaßen günstig einquartiert, weil der Vater in der Münchner Pschorr-Brauerei, der Besitzerin des Hauses, arbeitete und das Ehepaar zusätzlich die Hausmeisterpflichten für das Gebäude und seine Mieter übernommen hatte.
Im zweiten Stock lebte die Familie Malus aus Norddeutschland mit zwei schon älteren Kindern, Junge und Mädchen. Auch hier arbeitete der Vater in der Brauerei, allerdings in der Verwaltung in höherer Ebene. Urlaube verbrachte dieses Paar, nach Aussagen anderer Bewohner, getrennt voneinander. Die Frau erschien stets sehr still und zurückgezogen, fast gespenstisch unpräsent. Manchmal hatte R in jungen Jahren Kontakt zu ihr, da sie anfänglich als einzige im Haus die Telefonanrufe des späteren Gitarrenlehrers vermitteln konnte.
Gegenüber wohnte eine schon betagtere bayerische Dreier-Gesellschaft: Das niederbayerische Ehepaar Niederhofer (Resi und Sepp) mit Frau Roßmeißl. Oft kümmerten sich die zwei Niederhofers um den Kleinen, wenn sonst keiner Zeit hatte.
Ganz oben schließlich hauste die Familie Halmer. Ein Ehepaar mit ihren schon drei erwachsenen Kindern. Er ein halbwilder Gärtner von Beruf. Oft lagen diese Mitglieder im hausmeisterlichen Streit, weil sie wohl sehr häufig Hausregeln nicht befolgten oder anderweitig unangenehm auffielen.
Sectio 3 Die ersten drei Jahre
Das Glück ist keine Dauerwurst, von der man täglich eine Scheibe herunterschneiden kann.Erich Kästner
So konnte er nun hier in diesem genügsamen Ambiente seine Entwicklung in Bewegung setzen. Ausgestattet mit ersten Geschenken wie Schlafanzügerl, Hemdchen, Strampelhosen, einem Jopperl 01, einer Ausfahrgarnitur, Bausteinen und einem Wauwau 02, verbrachte er die ersten Monate zwischen Küche, Waschschüssel, Kinderwagen und hutschenden Händen.
Nach einem guten halben Jahr lugten die ersten zwei Zähne aus dem Unterkiefer und die ersten Wörter verzückten die Zuhörer, sofern jemand zuhörte.
Neben dem obligatorischen „Mama“ kam auch „Papa“ vor. Daneben so universale Worte wie „Auto“, „Stier“ und „Hammel“. „A Loch“ und „a Ball“ wiesen möglicherweise bereits auf spätere Misserfolge im sportlichen Bereich hin, während „gemer Ham“ 03 eher die gemütlich-bequemliche Seite des Knaben schon früh betonte. Davon zeugten auch seine beliebtesten Spielzeuge: Schlüssel und Nachttopf.
Die ersten Schritte wagte er im November 1965. Prompt bekam er daraufhin in das Wohnzimmer einen quadratischen Laufstall gestellt, das verniedlichende Wort für Käfig und Freiheitsentzug. Zur Strafe ließ er dann des Öfteren während der Überquerung der Würm-Brücke die das Köpfchen wärmende Mütze und den Schnuller in den Fluss fliegen. Die Mutter freute sich sehr.
Nach einer bestimmten Zeit durfte die Mutter wohl wieder in das eheliche Gemeinschaftsbett zurückkehren. Der Junge schlief in seinem eigenen kleinen Himmelbett. Der geschwungene Baldachin behütete seinen Schlaf, die Stäbe schützten ihn vor dem nächtlichen Herauskullern. Die blass-bläulich getünchte Zimmerwand wurde jedoch nicht geschützt. Sie wurde Opfer nächtlicher Umtriebe. Der Kleine hatte wohl Bedarf nach Kalk, weswegen er mit intensiver Verzückung die Wand abschleckte und Löcher hineinbohrte. Am Morgen hatte er ein leichenblassblau gefärbtes Gesicht. Der Vater freute sich auch sehr.
Man könnte nun glauben, dass die ersten drei Jahre unkompliziert und schadlos vorübergingen. Ein heftiger Sturz aus dem Kinderwagen spricht jedoch dagegen, die Narbe ist noch immer an Ort und Stelle.
Auch die Masern ereilten den jungen Körper. Ob die Virusinfektion Beeinträchtigungen am Gehirn bewirkt haben könnte, bliebe Spekulation.
Interessanter ist jedoch die Episode an einem November-Montag. Er war nun gestandene drei Jahre alt und liebte es, die Wohnung zu erforschen und zu durchstöbern. So gelangte er früh am Morgen in die kleine Küche seiner Großeltern. Sein Großvater kam zwar um diese Zeit immer von seiner Nachtschicht als Nachtwächter heim und brühte frischen Kaffee auf, diesmal jedoch war er noch nicht zugegen. Auf dem Fensterbrett hinter dem Vorhang stand eine verlockende grüne Glasflasche ohne Etikett. Was kann wohl darin sein? Probieren geht über Studieren, dachte sich der junge Ernährungsforscher kühn. Entschlossen öffnete er den Schraubverschluss und setzte zum Verkosten an. Es konnten nur wenige genussvolle Schlucke sein, denn der sich in der Flasche befindliche Salmiakgeist verätzte sofort Schlund und Speiseröhre. Die Mutter hörte seine erstickenden Schreckensschreie, eilte herbei und rannte barfuß und kaum bekleidet mit ihm zum nächsten Arzt, der ein paar Häuser weiter in der Unterbrunner Straße residierte. Mit Blaulicht und Martinshorn ging es dann recht schnell nach Starnberg ins Krankenhaus, wo ihm der Magen mit einem dicken blauen und dann noch einem dicken roten Gummischlauch ausgepumpt wurde. Die Mutter, ohne Schuhe, ohne Geld, versuchte zurück nach Gauting zu gelangen. Am Starnberger Bahnhof erzählte sie dem Bahnangestellten ihre turbulente Geschichte. Dieser war so nett und gab ihr einen Fahrschein für den Regionalzug. Zuhause angekommen rief sie vom Nachbar-Telefon des Bären-Wirtes den Vater in der Arbeit an, der daraufhin sofort mit dem Auto heimeilte. Sie beglichen dankbar die Fahrkartenschulden in Starnberg. Drei Tage später durfte das Kind wieder nach Hause. Die Großmutter hatte mittlerweile einen anderen Aufbewahrungsort für die Flasche gefunden.
Ein Nachspiel umfasste die ganze Geschichte für den ansässigen Bonifatius-Apotheker in der Nachbarschaft. Dieser hatte den Salmiakgeist für die Großmutter als Putzmittel gedankenlos in eine Standardflasche abgefüllt. Die furiose Mutter drohte dem Apotheker mit Konsequenzen, sollten Schäden an ihrem Kind zurückbleiben. Der Junge hatte wohl eine gute Verdauung. Weiterer Schaden wurde nicht festgestellt. Diesmal freute sich der Apotheker.
Es war Januar 1968, als der Bube, die Mutter vermutete ihn tief und fest schlafend, im Schlafzimmer in der Nachttischkommode seines Vaters einige Zäpfchen entdeckte. Wohlweislich lagen sie zweifellos sicher versteckt unter Stofftaschentüchern. Der Vater war Herzinfarktpatient, litt an Nierenschmerzen und hatte deshalb griffbereit für die Nacht das starke Medikament in Zäpfchenform neben sich deponiert. Doch eine wahre Spürnase stöbert auch raffinierte Verstecke auf. Flugs packte er ein Zäpfchen aus und führte es fachmännisch rektal ein. Die Wirkung auf seinen Organismus war wohl nicht so betörend wie erhofft. Grün im Gesicht wie das Zäpfchen, stolperte er in die Küche zu seiner Mutter und beichtete: „Hab i in Arsch neig‘steckt!“ 04 Die Verpackung hielt er noch in den Händen. „Ned scho wieder!“ 05 mag die Mutter insgeheim geflucht und gefürchtet haben. Der Vater war gerade einmal nicht anwesend. Das heißt, er weilte vergnügt in seiner Stammkneipe. Schnell hastete die Mutter zur Nachbarin Halmer in den dritten Stock, auch hier gab es jetzt schon ein Telefongerät, und informierte den diensthabenden Doktor. Dr. Schelling, der Arzt, kam geschäftig herbeigeeilt, diagnostizierte eine „Herzstauung“ und verabreichte dem Zäpfchenstecker ein Gegenmittel per Spritze. Der Arzt freute sich, ein junges Leben gerettet zu haben.
Ein paar Wochen später, am Faschingsdienstag, lockte der närrische Tag den Großvater hinaus zu einem Bekannten, dem Fahrradflicker und -händler Hanrieder, ansässig neben dem Gautinger Bahnhof. Seinen Enkel nahm er gerne mit. In einer Werkstattecke ließen sich die Plauderer an einem Holztisch nieder. Die älteren Herren unterhielten sich, wie halt üblich, über Wetter, (Ehe-)frauen, lokales und großregionales Politgeschehen. Damit der Stoff nicht zu trocken blieb, ließen sie, wie halt üblich, das ein und das andere Paulaner-Helle in ihre Geschichten miteinfließen.
Der Enkel interessierte sich noch nicht so sehr für Frauengeschichten und politische Intrigen. Wie man schon zuvor herauslesen konnte, hatte er ein Faible für grüne Glasflaschen. Das Schicksal meinte es gut. Auch hier stand eine selbige Flasche am Tischeck parat. Die Flasche war sogar beschriftet. Um sicherzugehen, dass diesmal kein Salmiakgeist darin umherspukte, fragte er sicherheitshalber den Fahrradhändler, ob er davon probieren könne. „Ja freilich, Bua, des ko ma scho dringa!“ 06, meinte der Hanrieder. „Da, kriagst a Stamperl!“ 07 Und er schenkte dem Neugierigen ein kleines Gläschen ein. Hätte er schon lesen gekonnt, hätte er trotzdem mit dem Wort „Dornkaat“ ziemlich wenig anzufangen gewusst. Ein Wasser mit seltsamen Geruch und einiger Schärfe. Und weil die Flasche schon mal angebrochen war, bedienten sich auch die anderen. Es blieb, wie halt üblich, nicht bei einem „Stamperl“. Bei allen Dreien. Wieviel am Ende der Enkel zu sich genommen hatte, konnte sein Großvater nicht mehr ganz überblicken. Sie schafften noch zu Fuß den nicht allzu langen Weg zurück in die Wohnung.
Dort trafen sie auf den großen Bruder. Dieser sah den ungewöhnlichen Schaum vorm Mund des kleinen Bruders, entsetzte sich über den bizarren apathischen Zustand, hätte darüber beinahe seine gute Erziehung vergessen und seinen Großvater grün und blau geschlagen. Denn eine Alkoholvergiftung ist schon eine bunte Angelegenheit. Mittlerweile kam auch die Mutter von ihrer Arbeit zurück. Statt einen Arzt zu rufen, ließen sie den betrunkenen Jungen auf der Couch in der Küche halb oder auch völlig benommen liegen. Zum einen aus Zuversicht in die Selbstheilungskräfte. Auch andere Familienmitglieder überstanden ja regelmäßig diese alkoholischen Zustände unversehrt. Zum anderen aus Furcht vor juristischen Konsequenzen. War dies doch der dritte lebensbedrohliche Vorfall in kürzester Zeit. Wie sollte die Mutter überzeugend plausibel erklären, dass sie sich ihr Kind nicht vom Halse schaffen wollte? Die Ausnüchterung erfolgte also stilgemäß klassisch ohne Zutun äußerer Kräfte.
In die Gautinger Annalen ist der Vorfall dann nicht eingegangen. Doch wer kann schon als Dreijähriger glaubhaft von sich behaupten, einen gestandenen Vollrausch nach Hause gebracht zu haben?
Der Großvater freute sich. Dass ihm sein großer Enkel vor ungezügelter Wut nicht gänzlich körperlich zusetzte.
Die Familie freute sich. Dass trotz zahlreicher Vorfälle in kurzer Zeit sich das Jugendamt immer noch nicht gemeldet hatte. Immerhin zog bereits der Salmiakgeist-Unfall eine gerichtlich initiierte Untersuchung nach sich.
01 „Jopperl“: Jacke (die wollig-kratzige Version)
02 „Wau-wau“: gemeiner Stoffhund, mit Holzspänen gefüllt
03 „Gemer Ham“: Gehen wir jetzt endlich heim!
04 „Hab i in Arsch neig‘steckt!“: Habe ich komplikationslos in meinen Anus eingeführt!
05 „Ned scho wieder!“: Nicht erneut!
06 „Ja freilich, Bua, des ko ma scho dringa!“: Natürlich, Junge, das kann man schon trinken!
07 „Da, kriagst a Stamperl!“: Hier bekommst Du ein Schnapsglas voll!
Sectio 4 Ohne Eltern geht’s nicht
Welches Kind hätte nicht Grund,.über seine Eltern zu weinen.?
Friedrich Nietzsche
In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein.
Paul Watzlawick
Begeben wir uns ein wenig weiter weg von München und seiner näheren Umgebung, hinein in das Dachauer Hinterland. Ein mustergültiges altbayerisches Agrargebiet mit konservativen Strukturen, gestrengen katholischen Sitten, typischen Bauerndörfern, hartgesottenen, halsstarrigen Klein- und Groß-Bauern, stillen Weilern und den zumindest regional bekannten Klöstern von Indersdorf und Altomünster.
Der Dichter Ludwig Thoma beschrieb den Landstrich zu seiner Zeit folgendermaßen: „Wer die Gegend nur flüchtig sieht, mag sie wohl für reizlos halten; da eine Wiese, dort ein Feld, in weiter Ferne vielleicht ein Wald. So weit Dein Blick reicht, wölbt sich ein Hügel hinter dem anderen, alle bedeckt mit reichem Gottessegen; an einem Weiher vorbei, den Bach entlang, der sich bald in den Wiesen versteckt, bald lustig über glitzernde Kieselsteine plätschert, bis wir am Eingang des Dorfes stehen. Das ist die Welt.“
Oder der sehr idealisierte Vorspann aus der Fernsehserie „Das königlich bayerische Amtsgericht“: „Das Bier war noch dunkel, die Menschen war’n typisch, die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisserl leger.“
Heute zum Markt Indersdorf gehörig, war das unscheinbare Dorf Niederroth ein typischer Vertreter der Region. Dort wuchs der Vater Josef mit vier Brüdern, von denen drei schon sehr früh wieder verstarben, und vier Schwestern als Sohn eines Großbauern auf dem Kreitmair-Hof auf. Ein großzügiges Gehöft mit beachtlichen 60 Tagwerk (das sind gut 20 Hektar); dazu 10 Pferde, 20 Kühe und etliche Schweine im Stall. Auf den Äckern wurde Hafer, Gerste, Weizen und Kartoffeln angebaut, der Ackerbau fand ohne Maschinen statt.
Das brachte tägliche, körperlich harte, landwirtschaftliche Anstrengungen mit sich. Die Kinder waren vor allem Arbeitshilfen, den großen Hof zu bewirtschaften. Das tägliche Brot wurde sparsam verteilt. Ein gemeinsames Abendessen bestand meist aus Erdäpfelschmarr’n 01, Dämpfnudeln 02, Semmelschmarr‘n 03 oder einfachen wässrigen Suppen ohne Fett.
