Ayers Rock - Ronald Glomb - E-Book

Ayers Rock E-Book

Ronald Glomb

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Beschreibung

Ayers Rock verbindet in mehr als 100 Gedichten scheinbar Disparates miteinander: Exotisches oder wenigstens ein Echo von Ferne – mit Chiffren von Plätzen in Berlin und Brandenburg. Das Erzählgedicht hat hier ebenso Raum wie die Skizze; dem Haiku folgt das Langgedicht. Unterschiedliche Stilmittel und eine gewisse Offenheit in der Komposition haben hier ihren Raum. Es wird die Welt literarisch vermessen – horizontal und vertikal. Der Autor begegnet seinem Leser als ein Strandläufer, der Treibholz sammelt und neu kombiniert.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 36

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Der unschuldige Dichter braucht die Dinge nicht zu benennen: seine Worte sind Bäume, Wolken, Spinnen, Eidechsen.

Fernando Pessoa

Mich hat immer die Klarheit verführt /

Besonders die Klarheit der Wacholderblätter . . .

Edgar Bayle, »La claridad«

Vorwort

Dies ist mein erster Gedichtband. Ein Debüt mit 58, ein Debüt auch, das rund 30 Jahre gedauert hat, wenngleich alle hier gedruckten Gedichte im Zeitraum von Ende Juli 2011 bis Mitte Februar 2012 entstanden sind. Ayers Rock verbindet scheinbar Disparates miteinander: Exotisches oder wenigstens ein Echo von Ferne – mit Chiffren von Plätzen in Berlin und Brandenburg. So entsteht, das habe ich mir jedenfalls gewünscht, ein Logbuch starker, farbiger Kontraste. Das Erzählgedicht hat hier ebenso Raum wie die Skizze, dem Haiku folgt das Langgedicht.

Auf den Abdruck älterer Gedichte habe ich verzichtet. Die Distanz zu heute ist einfach zu groß, zumal ich über eine Dauer von rund fünfzehn Jahren kein einziges Gedicht zu Papier gebracht habe. Die 101 für diesen Band ausgewählten Gedichte sind nach ihrer chronologischen Entstehungszeit angeordnet. Sie sind vielfach innerhalb eines oder nur weniger Tage entstanden und liegen in Erst-, Zweit- oder Drittfassungen vor. Abgedruckt ist die jeweils aktuelle Textfassung. Nur einige Langgedichte haben einen Entstehungsprozess von bis zu mehreren Wochen hinter sich.

Gedichte entstehen fast überall. Bevorzugt in den frühen Morgenstunden am Schreibtisch, häufig zuerst auf einem Blatt Papier, mit einem Tintenstift beschrieben. Gedichte entstehen auch beim Gehen unterwegs oder in der Tram – aber nie im Bus. Ich habe es mir angewöhnt, Einfälle in ein kleines kariertes Oktavheft einzutragen, welches in einer Jackentasche Platz hat. Das ist mein Glück.

R.G., Potsdam im Januar 2016

Gedichte

Ayers Rock

Canterbury Tales

Tagträumerei

Abenteuerfilm mit Utensilien

Im Pub mit James Joyce

Verkürzte Biografie

Eine traurige Geschichte

Exerzitien der Entschleunigung

Trademark Brandenburg

Liebesmüh

Ganz Berlin ein Zoo

Mit John Cage in die Pilze

»La mer«

Horusauge

Lob der Pappeln

Lob der Zypressen

Montechristo

Richtung Michendorf

Auf und davon

Happy End (mit Tell Halaf)

Auftakt für eine Serenade

Das alte Westberlin (1980 revisited)

Sombrero & Panamahut

Zauber

Odergang am Sonntag

Neues N

Ja so entstehen auch Gedichte

Taumel, Verstörung

Mein Glaube an den real existierenden Sozialismus

Japanischer Garten

Am Teich

Zitterndes Gras

Altwriezen

Zerrüttung & Ordnung

Herbst auf Pflastersteinen

»Tautologie«

Kälte kriecht

Viereckremise, Endstation

Septemberende

Ode an den Pilz

Poetik, Notiz

»Titania schläft an gelben Stränden«

Herbstlied (Momentaufnahme im Studio)

Patagonien II

Bewegungen

Im Norden

Topografie

Notizen aus der amerikanischen Wüste

Herbst in Nedlitz

Fischzug des Samuel Fallour

Herbst mit Büchern

Bengalischer Tiger

Mitte November, früh am Morgen

Frohnau

Beobachtungen an Krähen und Tauben

Gefühlte Temperatur

»Passeri« Convidae

Erinnerung, lauter Nekrologe

Variation nach Basho

Bhutan

Anwandlung

Blick aus dem Fenster, 49. KW

Bornstedter Feld

Ode an den Tropenmann

Aus deinen Augen

Buchhandel und Friedhof (Jonglage)

Durian

Trügerisches Idyll

Pfeile

Xenie

Das andere Weihnachten

Äquatorial-Afrika

Das verschollene Bild von Paul Klee

E. E.

Bitte

Warmer Winteranfang

Reiz

Isla Negra (Ode der Sehnsucht)

Outback

Im Jahr meiner Geburt

Wiepersdorf

Begegnung (im Tagtraum)

»Sumpfblüten«

Sirenengesang

Ein Nehmen und Geben

Winterhimmel

Gris-gris

Im Minus

Der Ur-Maler Karl Hagemeister

Haiku 1

Haiku 8

Wen die Götter wirklich lieben

Shihiroge

Nach einem Farbholzschnitt

Javanesische Reise

Jedes hat seine Zeit

Von Lorrain bis Manet

Bonpland macht weiter

Über Engel in märkischen Kirchen

Potsdamer Platz

Kerze Schädel Abstraktion

Ayers Rock

Kein Fels in der Brandung o nein

im Rückzug liegt die Kraft

vielmehr unter Orangenbäumen

von Bananen träumen: reif für

die Inseln in südlicher Sonne

dort wo der Wein still ins

Azurblaue fließt.

Stillleben eben.

Canterbury Tales

Die Bischofsmütze dämpft das Schlagzeugsolo.

Die Orgel wimmert ganz hinten im Pub, dann

schneidet sie Töne so messerscharf: last order!

Und im Mondlicht mäandert der Fluss silbergleich

Tagträumerei

in südlicher Sonne, auf