Babys fallen nicht vom Himmel - Britta Blum - E-Book

Babys fallen nicht vom Himmel E-Book

Britta Blum

2,3
4,99 €

oder
Beschreibung

So charmant und chaotisch wie das echte Leben: „Babys fallen nicht vom Himmel“ von Britta Blum jetzt als eBook bei dotbooks. Neben ihrer turbulenten Großfamilie, bestehend aus Ex-Mann Jochen und den gemeinsamen vier Söhnen, hat Lea nicht mehr viel Zeit für sich, vor allem nicht für berufliche Selbstverwirklichung. Das soll sich ändern! Jochen muss seinen Vaterpflichten nachkommen – und zu dessen Unterstützung wird das quirlige italienische Au-pair-Mädchen Antonella eingestellt. Lea reist erleichtert zu ihrem Seminar für Drehbuchautoren. Doch als sie zurückkommt, wartet nicht das ganz große Kino, sondern Chaos pur: Jochen ist weg, hat sich aber vorher auf seine ganz eigene Art um Antonella gekümmert … Doch gemeinsam werden Ex-Ehefrau und Ex-Geliebte das neue Kind schon schaukeln. Jetzt als eBook kaufen und genießen: „Babys fallen nicht vom Himmel“ von Britta Blum. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 478




Über dieses Buch:

Neben ihrer turbulenten Großfamilie, bestehend aus Ex-Mann Jochen und den gemeinsamen vier Söhnen, hat Lea nicht mehr viel Zeit für sich, vor allem nicht für berufliche Selbstverwirklichung. Das soll sich ändern! Jochen muss seinen Vaterpflichten nachkommen – und zu dessen Unterstützung wird das quirlige italienische Au-pair-Mädchen Antonella eingestellt. Lea reist erleichtert zu ihrem Seminar für Drehbuchautoren. Doch als sie zurückkommt, wartet nicht das ganz große Kino, sondern Chaos pur: Jochen ist weg, hat sich aber vorher auf seine ganz eigene Art um Antonella gekümmert … Doch gemeinsam werden Ex-Ehefrau und Ex-Geliebte das neue Kind schon schaukeln.

Über die Autorin:

Britta Blum arbeitete lange als Paartherapeutin, bevor sich die erprobte Vierfachmutter ganz dem Schreiben widmete. Ihre eigenen Söhne schickte Blum nicht nur zum Fußball oder Kampfsport, sondern obendrein zum Ballett und in die Tanzschule – wofür ihr die Damenwelt bis heute dankbar ist. Mit viel Herz und Augenzwinkern verarbeitet die Autorin, die im Rheinland lebt, in ihren Romanen Geschichten aus dem prallen Familienleben.

Britta Blum veröffentlicht bei dotbooks auch folgende Romane:

Familienleben auf Freiersfüßen

Mama geht baden

Kleine Männer sind die größten

Schräge Töne

Honig und Stachel

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Neuausgabe April 2015

Copyright © der Originalausgabe  1998 Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main

Copyright © der Neuausgabe 2015 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung von shutterstock/tereez

ISBN 978-3-95824-185-5

***

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Britta Blum

Babys fallen nicht vom Himmel

Roman

dotbooks.

Kapitel 1

Auf Tuchfühlung

»Wenn ich nicht schon in dich verknallt wäre, wär ichs spätestens jetzt«, pflegte mein Geschiedener beim Betreten eines Festsaales zu sagen. Immer! Sobald ein größerer Auftritt in der Öffentlichkeit als Ehepaar anstand, machte er auf diese Weise mobil, was ich damals rührend fand und heute glasklar als Versuch einschätze, mich zu dopen. Ich sollte ihn schmücken, ähnlich wie unsere drei Söhne und dieser affige Anzug aus schwarzem Tuch mit dezent eingewebten grauen Streifen ihn aufwerten sollten. Der Nadelstreifen war übrigens das einzig Dezente an ihm, was ich heute weiß und weshalb ich nur zu gern dem gelben Zettel der Altkeidersammlung, der gestern an meiner Haustür pappte, Folge leiste. Ich miste den Schrank in dem Zimmer, das einmal seins war, aus und stopfe sein gutes Stück in den hierfür bestimmten Plastiksack. Ein starkes Gefühl!

Nicht ganz so lustvoll schiebe ich mein Cocktailkleid nach. In diesem Fall sagt mir einfach mein Kopf, daß die Chancen für ein Revival in knallengem Nilgrün schlecht stehen. Trotzdem tut es weh, sozusagen fünf Blaue und das Bild von mir als Kölner Kleopatra der Neuzeit dem Lumpensammler auszuhändigen. Sogar ein Jochen Rosenfeld, dessen modischer Esprit auf jeden Wühltisch paßte, hat damals etwas gewittert: »Nicht ganz billig, wie?« Obwohl ich ihm nicht vorgeschwindelt habe, es handele sich um ein Schnäppchen, hat er in diesem Fall großzügig über meine Verschwendungssucht hinweggesehen. Die alte Leier, meine Pracht zierte ihn selbst. Noch bei unserem letzten gemeinsamen Auftritt in Nadelstreifen & Nilgrün hat ers gesagt: »Wenn ich nicht schon in dich verknallt wäre ...«

Verpiß dich!« Wütend knautsche ich den Glitzermini und die reine Schurwolle, die auf mir unerklärliche Weise den Weg aus dem Sack zurück ins Freie respektive in meine Hand gefunden haben, zusammen. Mein Nilgrün kuschelt sich in seine Tarnfarbe, es sieht sehr intim und geradezu unanständig aus, schließlich sind wir geschieden, weshalb ich die beiden Teile rasch wieder auseinanderklaube. Jochens Beinkleider trudeln hilflos zwischen meinen Fingern, an einem Hosenbein klafft ein Riß so lang wie sein Oberschenkel. Heute bin ich heilfroh, daß ich mich standhaft geweigert habe, den Schaden zu beheben. Damals hatte ich so meine Zweifel, ob ich nicht besser doch nachgeben sollte.

Es mag der siebte oder achte Auftritt als Eheduo in dieser Galaverpackung gewesen sein, an den Gastgeber erinnere ich mich nicht mehr allzu genau, immerhin habe ich behalten, daß es jemand »Wichtiges« war. Vor sieben Jahren waren das für meinen Mann, der damals noch in Installationen machte, vor allem potentielle Kunden für Unterputzklospülungen und derlei Feinheiten. Jener Bauherr von der grünen Wiese hatte uns eingeladen, noch bevor die Aufträge endgültig vergeben wurden; das Spektakel an jenem Abend sollte der Anwerbung von Käufern für das geplante Parzellenglück vor den Toren der Stadt und im Dunstkreis einer Chemiefabrik dienen. Wir durften, wie Jochen mir noch auf der Hinfahrt verriet, guter Hoffnung sein, den Zuschlag zu erhalten, weil er den Preis für jeden ausgeschriebenen Installationsartikel exakt um zwei Pfennige unterbieten konnte, nachdem er die Außendienstmitarbeiter der Konkurrenz auf einen fröhlichen Umtrunk eingeladen hatte. Ein ganz Gewiefter, immer schon! Was er mir auf einer Strecke von rund zwanzig Kilometern, für die er mit dem Taxifahrer einen Festpreis ausgehandelt hatte, ähnlich genüßlich ausmalte wie sonst den Inhalt der Titelstory in seiner jeden Montag erscheinenden Lieblingslektüre. Das Taxi mußte sein, weil er es kategorisch ablehnte, sich meinen Fahrkünsten anzuvertrauen, wenn er selbst zu voll war, um mich am Steuer zu beaufsichtigen. Voll wurde er immer, wenn es kostenlos zu saufen gab. Er nannte es »angeheitert« und am Morgen danach »Migräne«, die dann auf das Konto seiner rücksichtslosen Familie ging.

Jedenfalls hörte ich ihm auf dieser Fahrt mit der üblichen Mischung aus Widerwillen und unfreiwilliger Bewunderung zu, fragte mich gleichzeitig, was der fremde Fahrer von uns denken mochte, und sah aus Gründen der Distanzierung von den beschriebenen Gaunereien demonstrativ aus dem Fenster, wo die City langsam den Vororten und diese dem platten Land Platz machten, über welches die Schwaden besagter Chemiefabrik zogen. Keine zehn Pferde hätten mich auf Dauer hierhin bekommen, egal wieviel Zuschläge für Unterputzklospülungen uns das brächte. Jochen war nämlich seit der Geburt unseres dritten und zu diesem Zeitpunkt knapp zweijährigen Sohnes bestrebt, mich aufs Landleben einzustimmen. Alles klar, ich als grüne Witwe mit Anstellung in der Zwergschule nebenan. Seine Argumentation war hinterfotzig wie fast alles an ihm. »Du hattest doch schon immer einen Hang zum Höheren«, sagte er gern und keinesfalls nur entre nous. »Draußen wärs erschwinglicher, und in so ner Dorfschule brächtest du es glatt zur Konrektorin, Leamaus, da gibts eh nur zwei Lehrer.« An dieser Stelle belohnten ihn stets kräftige Lacher, die ihn mit Stolz auf seinen deftigen Humor erfüllten und blind für die Tatsache machten, daß er mit dieser Show sein eigenes Ziel torpedierte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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