Barbarische Zitronen - Manfred Steinbrenner - E-Book

Barbarische Zitronen E-Book

Manfred Steinbrenner

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Beschreibung

Barbarische Zitronen Neue Gedichte, Texte und Verse von Manfred Steinbrenner Vielleicht noch ideenreicher und punktgenauer als in den fünf bislang vorliegenden Sammlungen, besticht Steinbrenners Weltsicht und -auslegung auch diesmal anhand eines bunten Querschnitts persönlicher Visionen zwischen Shangri-La und Apokalypse, einer ungebrochenen Freude am Realen wie Surrealen, zusammengefasst in wohlgesetzten Versen und Reimen, die sich jedes Zugriffs "normaler" Bewusstseins-Formung fröhlich wie nachdenklich entziehen.

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Seitenzahl: 31

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhalt

Wellen

Dorfleben

Traum-Sequenz

Poesie

Habibi

Unabhängig

Images

Nachbar

Umnebelt

Hitze

Irrfahrt

Kindheits-Szenarium

Hochzeit

Volks-dumm

Himmlische Töne

12 days of creation

Dass …

Tierliebe

Debatte

Arief

Aber natürlich …

Fatale Erkenntnis

Slum

Urmel aus dem Ei

Am Teich

Nimmer-Meer

Der Konvertit

Im Gedenken

Unsinn

Tuna

Kleiner Mann, was nun?

Ausblick

Zapper

Reichtum

Biker

Liebes-Gut-Nacht

Walking street

Plädoyer

Quirlig

Blind

Karneval

Rosi

Langeweile

Theorie

Immerfort

Fromme Wünsche

Konservativ

Love is

Paar

Sozialismus

Pessimismus

Was ich meine

Ur-Zustand

Gott

Nostalgie

Beautiful losers

Besser vergessen

Mediale Maßstäbe

Temperamente

Würfeln

Mensch

Kismet

Verliebter Häher

Okkult

Weihnacht

Balinesische Impression

Golf von Thailand

Wellen

Oft spült sie ihn sehr weit nach draußen,

die Woge der Begeisterung.

In schäumender Gischt, da will er schwimmen,

dreht sich nie zum Ufer um.

Jauchzend spielt er in den Wellen,

um ihn wilde Wasser toben.

Phantasien sprühend quellen,

froh, die Lust am Sein zu loben.

Trübe Fluten, längst vergessen,

verbannt in wechselnde Gezeiten.

Heute ist der Tag der Freude,

Heute soll ihm Glück bereiten.

Rings um ihn die bunten Fische,

manche riesig, viele klein,

deuten Ahnung ihm der Frische,

doch ein freier Mensch zu sein.

Sachte fächelt er die Nässe,

die sehr sanft sich an ihn schmiegt.

Solches Leben ist ein Spass,

das von selbst sich stets ergibt.

Im Meereskanon fröhlich tummeln

bis ans Ende dieser Welt,

verbleibt ihm als sein liebster Traum,

der nicht nur ihm allein gefällt.

Dorfleben

Der alte Luchs von nebenan,

würde gerne mich vergiften.

Der Arzt, dem niemand trauen kann,

will meine Falten liften.

Ursula, die alte Natter,

steht vorn am Gartentor.

Ihr Gesicht wird immer glatter,

sie kommt mir spanisch vor.

Krokodile allerorten,

mit Gebissen voll Gefahr.

Große, wie auch kleine Sorten,

ich nehme sie mit Vorsicht wahr.

Es wird viel zu viel geredet,

nur nichts Gutes, meistens böse,

wird voll Häme Hass gebetet,

von dem keiner sich je löse.

Frank, der schräge Don Juan

mit den wirren Haaren,

hat seit vielen Jahren schon,

es am eignen Leib erfahren.

Krokodile allerorten,

mit Gebissen voll Gefahr.

Große, wie auch kleine Sorten,

ich nehme sie mit Vorsicht wahr.

Vom Milchmann bis zum Bürgermeister,

es wird hemmungslos gelogen.

Alle Freude, alles Glück

emsig in den Schmutz gezogen.

Jede Frau wird da zur Hure,

ihr Mann zum Schlappschwanz degradiert.

Jedem wünsche ich die Stärke,

dass er nicht den Mut verliert.

Krokodile allerorten,

mit Gebissen voll Gefahr.

Große, wie auch kleine Sorten,

ich nehme sie mit Vorsicht wahr.

Traum-Sequenz

Der mir doch völlig unbekannte

Mann mit dem Tamburin,

geht um in meinem Traumes-Land,

zieht mich zu sich hin,

wie winkend er am Strande steht,

dem Daseins-Kampf zu höhnen,

dabei fast über Wasser geht,

statt in den Tag zu stöhnen.

Der Mann, der gern alleine spielt

die Melodie vom Überlebens-Kind,

das gegen alle Mächte zielt,

die nicht aus Träumen sind,

vermag mich in die Hinterhöfe

der Dauer zu verbannen,

in denen Tragik, wie auch Glück,

immer von vorn anfangen.

Da rasen Wölfe mit gespitzten Zähnen

gegen manche Lämmer-Schar,

die gerne sich in Frieden wähnt,

wenn's auch nie möglich war.

Staub aus ungeahnten Tiefen

verwüstet hemmungslos das Land,

in dem Geister „Liebe“ riefen

und sich daran verbrannt.

Es toben wilde Mahngewitter

über den Klang von Einheits-Schwüren,

die kraftvoll, wenn auch immer bitter,

Menschheit in die Irre führen.

Kriege werden nie gewonnen,

sind Strategie nur all der Schwachen,

die gerne sich voll Stärke wähnen,

ohne jemals aufzuwachen.

Der Mann mit seinem Tamburin