Bei den Bieresch - Klaus Hoffer - E-Book

Bei den Bieresch E-Book

Klaus Hoffer

3,8

Beschreibung

"Bei den Bieresch" spielt 'in einem rätselhaft-unheimlichen Niemandsland' (Wolfgang Hildesheimer), dem Seewinkel, also dem Ostufer des Neusiedler Sees; der Erzähler Hans gerät, einem Ethnologen gleich, in eine fremdartige und doch vertraute Volksgruppe, eben die Bieresch, wo er, einem archaischen Brauch zufolge, ein Jahr lang die Rolle seines soeben verstorbenen nächsten Verwandten zu spielen hat. Diese Welt, die er allmählich zu enträtseln versucht, ist ein labyrinthischer Alptraum aus wechselseitigen Deutungen und Interpretationen, aus Fremdbeobachtungen und Ritualen, aus Kafka und Kabbala, aus Erzählungen, Anekdoten und Mutmaßungen, der ihn immer fester und unausweichlicher umfängt.Klaus Hoffer erhielt 1979 und 1980 sowohl den Rauriser Literaturpreis als auch den Alfred Döblin Preis für diesen Roman – von dem gerade der erste Teil erschienen war –, und das Werk wurde von der Kritik und der Kollegenschaft als Ereignis gefeiert; drei Jahre später erschien der zweite Teil. 'Ich glaube, es gehört zum Interessantesten überhaupt, was man heute so lesen kann', schrieb Friederike Mayröcker. Bei den Bieresch blieb ein Geheimtipp – viel zu unvergleichlich war das, was dieser Autor fernab aller Erwartungen und Konventionen dem Leser vorlegte.'Wir leben nicht, wir erklären das Leben', sagt einer der Bieresch einmal, den Reichtum und den Fluch dieser Existenzweise benennend. Wie nur wenige große Bücher ist Bei den Bieresch nicht nur die Beschreibung einer bestimmten condition humaine, sondern ihre Verkörperung, gleichermaßen in seiner Struktur, in seinen Sätzen und Bildern – ein außergewöhnliches, fremdartiges Kunstwerk von Rang!

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Seitenzahl: 412

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Klaus Hoffer

Bei den Bieresch

Halbwegs / Der große Potlatsch

Roman

Mit einem Nachwort von Heinz Schafroth

Literaturverlag Droschl

Literaturverlag Droschl Graz – Wien 2007

2. Auflage 2007

Umschlag: & Co, www.und-co.at

eISBN: 978-3-85420-887-7

Literaturverlag Droschl Stenggstraße 33 A-8043 Graz www.droschl.com

INHALT

ERSTER TEIL: HALBWEGS

Zick

Erstes Kapitel: Ankunft

Zweites Kapitel: Im Ballsaal

Zerdahel

Erstes, längeres Gespräch

Die Legende von den Namen

Kreisel, der dich dreht

Die Unschärfe der Worte

Die falsche Lehre

Noch eine Legende

Drittes Kapitel: De Selby

Das Einwegsystem

Inga zählt

Ablaken

Viertes Kapitel: Und Umgekehrt

Denkkonsequenz

Der Abgrund der Fläche

Abschied

Eine Legende

Drittes, längeres Gespräch

Eine Ansichtskarte von Stonehenge

Die Bieresch

Pfirsichkernschnitzen

Die Vulgata

Derselbe

Fünftes Kapitel: Beim Wasenmeister

Freundschaft

Ende der Freundschaft

Im Bett der Tante

›Das Patt der Bieresch‹

Jel Idézö

Viertes, längeres Gespräch

Begräbnisse und Spiegel

›Halbwegs‹

ZWEITER Teil: DER GROSSE POTLATSCH

Erstes Kapitel: Typhus

Rübe

Zweites Kapitel: Die Vorgeschichte der Erfindungen

Fünftes, längeres Gespräch

Die Geschichte des Schachspiels

Die Vorgeschichte der Erfindungen

»Prozess, und nicht Kreislauf!«

Im Wirtshaus

Drittes Kapitel: Zwei Legenden

Die Gegenwart der Erinnerung

Die Handschrift von Celldömölk

Vom Rücken der Handlung

Bleibt beim Alten

Vom Rücken der Handlung

Viertes Kapitel: Die Überbrückungshilfe

Der Lahme

Die Scheibtruhe

Fünftes Kapitel: Die zweite Ausfahrt

Rák

Sechstes Kapitel: Die zweite Ausfahrt, fortgesetzt

Im ›Grünen Kranz‹

Der Rückweg

Siebentes Kapitel: Litfás

Schöner Name, frühes Leid

Der kleine Potlatsch

Siebentes, längeres Gespräch

Das Antlitz des Schreckens

Im Wirtshaus

Achtes Kapitel: Der große Potlatsch

Noch einmal Anna

Die Litfás’sche Röhre

Zur Geschichte des Tauschhandels

Nachwort: Heinz F. Schafroth

Erster Teil

Halbwegs

»Die Hände des Fleißigen ruhen. Nichts regt sich, die Luft ist glatt wie ein Spiegel. Möglich, dass woanders gerade ein Verbrechen geschieht, so namenlos, so kraftlos ist alles. ›Wie heiße ich?‹ lautet da deine Frage. Und die Antwort ist dieses Summen, dieses Rauschen. Es ist das Gerausche, das von den Haaren der Welt herrührt, die sich in ihrem riesigen Bett auf die andere Seite dreht.«

Aus den Schriften der Bieresch

ZICK

Den Sommer verbrachte ich in einer der unwegsamen Provinzen im Osten des Reiches bei einer älteren, nun alleinstehenden Verwandten. – Die Tage in diesem flachen, wie niedergebrannten Landstrich schienen kurz, flüchtig, kaum erinnerlich zu Beginn der trocken-kalten Nächte, in denen die Haut der Sterbenden wie Töpferglasur zerspringt.

Die täglichen Verrichtungen, die ich nach kurzer Zeit schon wie träumend besorgte, beschäftigten meine Aufmerksamkeit nicht, nur die rechte Hand, während die linke, häufig fest zur Faust geschlossen, wie ein Stein im Sack meiner Uniformhose ruhte. Es war die Hose meines Onkels, des Bruders meines Vaters und meiner neuen Quartiergeberin, der kurz zuvor als Postbeamter im Dienst einem Gehirnschlag erlegen war.

Ein Brauch der barbarischen Bevölkerung dieses öden, von den Errungenschaften der Zivilisation nur im negativen berührten Gebietes hieß den ältesten, am nächsten stehenden männlichen Angehörigen für die Dauer eines Jahres in die Kleider des Verstorbenen schlüpfen. Dieses Los hatte ich gezogen. Onkel und Tante waren unverheiratet und kinderlos geblieben; ich war das drittgeborene von vier Kindern, aber das einzige aus meiner Mutter zweiter Ehe. Mein Vater war noch vor meiner Geburt im Krieg gefallen.

So sollte ich nun in dem viel zu weiten, um Brust und Beine flatternden Gewand, das um den Bauch von einer Schnur zusammengehalten wurde, wie man sie für das Zusammenbinden von Postsäcken verwendet, das plötzlich verlöschte Leben des Onkels weiterführen, sei es, weil der Erfinder dieser menschenunwürdigen Einrichtung damit versprochen hatte, die feindlichen Geister zu bannen, sei es, dass er geglaubt hatte, die Seelen der Verstorbenen würden eher Ruhe finden, wenn sie dann und wann in der ersten, schweren Zeit nach dem Tod ihre alte Umgebung heimsuchten und alles Rechtens vorfanden.

Während dieses ersten Jahres nach dem Tod war es den Hinterbliebenen bei Körperstrafe untersagt, Türen und Fenster ihrer Wohnstätten zu verschließen. – Diese Einrichtung, so wurde mir erklärt, ergäbe sich folgerichtig aus dem vorhin genannten Brauchtum, durch sie sollte die unbehinderte Einkehr der heimatlos gewordenen Seele gewährleistet werden: Das Haus sollte offenstehen, ein Bett für den Verstorbenen frisch bezogen sein, ein Teller mit einem einfachen Reisgericht, mit Früchten je nach Jahreszeit und einem Stück kalten Gebratenen sollte in der Speisekammer warten. – In Wahrheit aber war diese Bestimmung die verkümmerte Frucht eines einst wohl fortschrittlich zu nennenden Gesetzes, das konsequent auf eine gewaltlose Umverteilung des Eigentums abgezielt hatte, indem es die Hinterlassenschaft der Verstorbenen auf Jahresfrist zur freistehenden Sache erklärte. Jedermann durfte sich ihrer so lange in angeborener Freiheit bemächtigen und jedermann durfte sie – unter Schonung der Substanz – als seine Sache betrachten, wobei er ihre Fruchtnießung ohne alle sonstigen Einschränkungen auskosten konnte.

Unter der Patronanz des schönen Scheins eines sinnlosen Brauchtums machte sich also die verarmte Bevölkerung rücksichtslos die ursprüngliche Absicht des Gesetzes wechselseitig zunutze, indem sie sich an der spärlichen Verlassenschaft der Verstorbenen bereicherte, bis ein Todesfall in der eigenen Familie alle Frucht- und Nutznießungsrechte gegenstandslos machte.

Erstes Kapitel

ANKUNFT

DREI HÄUSER STANDEN LEER, als ich in Zick ankam, die Familie in einem vierten stattete sich gerade mit dem Nötigsten aus, in einem fünften und sechsten fehlten noch Tische und Stühle, der wichtigste Hausrat. Auf den Fußböden warteten Matratzen auf Bettgestelle und -einsätze.

Meine Ankunft in Zick war der Auftakt zur Plünderung, denn bis zum Eintreffen des »Stellvertreters« oder »Verwalters«, wie man den Erbfolger in einfältiger Ironie auch nannte, war das Haus des Verstorbenen eine verbotene Sache, und erst in der Nacht, die seiner Einsetzung folgte, durfte mit den Raubzügen begonnen werden.

Am Bahnhof, der von außen wie aus den Überbleibseln einer Barackensiedlung und nur zu dem Zweck, mich aussteigen zu lassen, zusammen- und aufgefahren zu sein schien, erwarteten mich außer der Tante, die, mir zur Begrüßung, neben sich auf dem Gleiskörper eine Scheibtruhe abgestellt hatte, die Oberhäupter und Gefolge der sechs betroffenen Familien, vielleicht, um die Stärke des zukünftigen Gegners zu prüfen, vielleicht, um ihn einzuschüchtern. Der Tante, die etwas abseits alleine dastand, rannen die Tränen über das Gesicht, als sie mich, den kleinen, schwarzen, nur von einer Schnur zusammengehaltenen Pappendeckelkoffer in der Hand, auf dem Trittbrett des noch fahrenden Zuges entdeckte. Ich sprang ab, winkte ihr zu und eilte hin zu ihr, als der Zugführer auch schon das grüne Signal hob und so das Zeichen zur Weiterfahrt gab.

Den Koffer legte ich in die Scheibtruhe, deren Griffe fein ausgeführt waren und in zwei menschliche Hände aus Holz ausliefen, darüber den schwarzen Regenschirm mit dem schön verzierten Horngriff. Ich umarmte die Tante, wir küssten einander auf beide Wangen, ich wurde bekannt gemacht, nannte dem offenbar Ältesten, der mich als erster begrüßte, meinen Namen – er wandte sich kurz von mir ab, der Scheibtruhe zu und sah sich mein Reisegepäck an, den Schirm, der obenauf lag, darunter den Koffer, drehte sich wieder zu mir um und sagte unter einer knappen Verbeugung, die eine kleine Unordnung in sein reiches, gescheiteltes und nach hinten gekämmtes Haar brachte: »Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen, Herr Verwalter!« Danach trat er mit einem weiten Schritt in die Reihe der Versammelten zurück, um dem Nächstältesten Platz zu machen. Auch dieser grüßte mich, die Hände an den Falten seines glockig geschnittenen Uniformrockes, den Kopf leicht gesenkt. Noch viermal wiederholte sich diese Prozedur, bis ich schließlich allen »Göds« – so nannte man die Verwalter, die nach Ablauf ihrer Karenzzeit bei ihren Familien blieben – vorgestellt war. Unter ihnen fielen mir besonders zwei auf, die ein gutes Stück jünger sein mussten als ich, aber alle, die Älteren wie die Jungen, legten eine gleichbleibende, ernste Höflichkeit an den Tag, die sie und ihr Verhalten streng von dem der Restfamilien schied.

Nach einer kurzen Pause, in der wir nur dastanden und uns schweigend anschauten, während sich die übrigen Familienmitglieder durch sinnloses Hinundherschießen der Hände und unbegreifliches Schnappen der Münder Luft machten, empfahl sich der älteste Göd mit einer Verbeugung und nach ihm die anderen, und der Zug der Familien verschwand im Schatten des Bahnhofsausganges, der von einem schweren Milchglasvordach überwölbt war.

Ich nahm die Scheibtruhe, in die die Tante wegen der Nachmittagshitze ihren dünnen, durchsichtigen Regenschutz gelegt hatte, an beiden Griffen auf, und diese legten sich leicht in meine Hände, so dass es schnell zwischen den Tischen und Stühlen quer durch den Bahnhofwartesaal ging, der zu einer geräumigen Ausschank umgebaut war. Bekannte meiner Tante, die uns da und dort kaum merklich zunickten, drängten sich um die Tische, und in einer kleinen Loge, die vom übrigen Raum durch eine Kleiderablage getrennt war, erkannte ich welche, die mir noch von meinem ersten Besuch als kleiner Bub her erinnerlich waren: einen jungen, bärenstarken Burschen in einem sackfarbenen Wollleibchen und mit einem borstigen Schnauzbart, der, die Ärmel bis über die Ellbogen aufgestrickt und die Ellbogen auf den Tisch gestemmt, mit der rechten Hand, als wollte er eine Erinnerung wegwischen, immer wieder über sein Gesicht fuhr, während ihm ein zweiter, an den ich mich noch erinnerte, weil er immer wieder die Augen schloss und unter den geschlossenen Liddeckeln rollte, als wollte er einen Schrecken verjagen, eine Geschichte erzählte, die immer wieder im Lachen eines dritten, mir unbekannten, dicken Mannes, der schwarz gekleidet war und das Aussehen eines Messdieners hatte, unterging. – Ich wollte stehenbleiben, um ihnen zuzuschauen und vielleicht den Blick eines der Bekannten aufzufangen und zu erwidern, aber die Tante zerrte heftig an meinem Rockärmel und zog mich weg, wobei sie ärgerlich mit gedämpfter Stimme sagte: »Schau nicht dahin!«

Sie bahnte uns den Weg zwischen den Stühlen der Wirtshausbesucher hindurch, die unsere Anwesenheit kaum zur Kenntnis nahmen, sondern nur nachdenklich auf ihren Stühlen nach vorne wippten oder, wenn nötig, diese ein Stück tiefer unter ihre Tische rückten, wenn ihnen die Tante, fast zärtlich, die Hand auf die Schulter legte.

Wir traten ins Freie. Die Schwingtüre des Bahnhofs schlug hinter uns zu. Die helle, breite Straße, die vom Bahnhof wegführte, hatte tiefe Schlaglöcher, in denen sich nach dem letzten starken Regen eine braune, ölige, stechend riechende Flüssigkeit gesammelt hatte. Die Tante ging rechts von mir, immer ein bis zwei Schritte vorne weg und drehte sich manchmal, während sie mit mir sprach, zu mir um.

»Dein Onkel war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, es wird deshalb nicht leicht für dich sein, seine Stelle zu übernehmen und ihn zu ersetzen. Das aber wird von dir erwartet, nicht von mir – mir kannst du ihn nie ersetzen! –, aber von den andern. Man erwartet ja nicht viel: ein wenig Einfühlungsgabe, Hausverstand, Gruppengeist. Machst du mit, so wird’s dir gutgehn, sagt man bei uns. Das Leben soll weitergehen, man hasst alle Abwechslungen, jede Abwechslung bringt mehr vom selben. Wir brauchen keine Veränderungen, wir haben keine Zeit dafür: Sein Leben braucht man, bis man das Winzigste begreift. Das mag dir seltsam erscheinen – du kommst aus der Stadt! – Hier gilt der Städter nichts. Er lässt sich täuschen. Du bist nicht anders. Hast du nicht vorhin geglaubt, ich würde weinen? – Weine ich etwa?« fragte meine Tante und drehte mir mit einem Ruck ihr lachendes, irgendwie verdorben wirkendes Gesicht zu, in dem ihre zwei dunklen Augen frech aufleuchteten. Dann aber wurde sie wieder ruhig und sprach in einem rhythmischen, vom Takt ihrer schnellen, sicheren Schritte unterstrichenen Tonfall weiter: »Siehst du, du bist noch ein Kind. Du lässt dich irren. Nein, widersprich nicht. Ich habe dich geprüft. – Nimm zum Beispiel den zweiten Göd. Du hast gesehen, dass das Lid seines linken Auges schräg über das Aug herunterhängt, das macht nichts, es ist ein Schielauge, und ein Schielauge sieht nichts. Aber ich weiß, dass du auf nichts anderes geachtet hast, während er mit dir sprach. Das tun alle, damit rechnet er. Pass auf, wohin du trittst!« sagte meine Tante. Die Straße neigte sich leicht, und ich hatte alle meine Aufmerksamkeit auf die Scheibtruhe gerichtet, nur damit ich mit dem kleinen Holzrad den Schlaglöchern auswich, während ich selbst mit meinem linken Fuß beinahe in ein knietiefes Loch geraten wäre. »Er rechnet damit, dass man sein linkes Auge fixiert, aber er sieht mit dem rechten. Wir, die ihn schon lange kennen, machen einen Bogen um ihn und kommen von links, wenn wir ihn anreden. So bleibt uns ein kleiner Vorsprung. Er ist eine Wildkatze!«

Wir gingen ein Stück schweigend nebeneinander her. Die Tante nahm einmal kurz den Regenschirm aus der Scheibtruhe, um ihn auf seine Biegsamkeit zu prüfen. »Den müssen wir gut verstecken!« sagte sie und legte ihn zurück in die Truhe, nahm ihn aber gleich wieder heraus. Ich verstand nicht, was sie meinte, fragte sie aber nicht, sondern schob die Truhe vorsichtig die stark abschüssige Straße hinunter, während meine Tante frei vor mir ausschritt und ganz in Gedanken verloren schien. – Nur hier und da stocherte sie mit der Schirmspitze unter den Grasnarben und hob die Wurzelbüschel ein wenig in die Höhe. Ich musste den Karren zurückhalten, damit er mir nicht die Straße hinunter davonlief, und manchmal, wenn es mir gar zu schnell wurde, stellte ich mir vor, dass die Holzhände an den Truhengriffen meine Arme oberhalb der Ellbogen umfassten und festhielten, damit ich nicht hinfiel.

»Als erstes müssen wir dir etwas zum Anziehen herrichten. Das geht hier nicht!« sagte sie und hob dabei mit der Spitze ihres Schirmes die Schöße meines stark gemusterten Rockes hoch. – »Und was du für einen Hut aufhast!« lachte sie spöttisch. Es war ein breitkrempiger Sonnenhut, den ich auf Anordnung meines Arztes zu tragen hatte, weil ich hitzeanfällig war und auf Grund großer Blutarmut in der Sonne leicht das Bewusstsein verlor. »Gib ihn mir her« sagte die Tante. Aber als ich mich nach vorne beugte, um die Scheibtruhe kurz abzustellen, zog sie ihn mir selbst vom Kopf und stülpte ihn sich über. Mit ein paar Griffen drückte sie an drei Stellen die Krempe hinunter und gab ihm damit ein Aussehen, als wäre er von jeher ihr angemessen worden. Das Material, vorher steif, gab jetzt nach, und bei jedem ihrer weit ausholenden Schritte wippte die Krempe mit. Ich war sehr erstaunt darüber, wie sie sich Dinge gefügig zu machen verstand, und wie zur Antwort darauf drehte sie sich wieder lachend um und sagte in ihrem hochmütig-spöttischen Tonfall: »Du musst noch viel lernen!« – Auch ich wollte lachen, denn langsam, glaubte ich, ging mir ein Licht über sie auf, und auch wollte ich lernen, aber meine Hände schwitzten noch immer um die Truhengriffe, und wie zur Abwehr, als wollte ich einem Schlag ausweichen, drehte ich mein Gesicht halb zur Seite.

Die Tante ging jetzt etwas schneller. Sie schwieg, schleuderte bei jedem ihrer Schritte den Schirm weit hinaus und stützte sich beim Aufsetzen schwer auf ihn. Manchmal drehte sie den Kopf kurz zur Seite, als wollte sie mir in ihrem scharfen Befehlston etwas zurufen, aber als hätte sie es sich anders überlegt, schaute sie dann wieder geradeaus und machte noch größere Schritte, so dass sich der Abstand von mir zu ihr bis auf etliche Meter vergrößerte. Ich lenkte die Scheibtruhe hinterher und bemühte mich, ihr Tempo zu halten, aber die vielen Schlaglöcher, denen ich geschickt ausweichen musste, damit ich nicht hängen blieb, machten das unmöglich.

Die Sonne stand im Westen. Wenn ich aufschaute oder die Tante ein wenig die Krempe ihres Hutes hob, schien sie uns direkt ins Gesicht. – Vielleicht wollte sie mich mit ihrer Hartnäckigkeit zu Worten reizen, aber ich sagte nichts, und als sie – wohl deswegen – noch weiter ausschritt, strengte ich mich nur doppelt an und schob meine Fuhre gefährlich am Rand der Gruben und Löcher entlang, vor deren Tiefe ich mich nun nicht mehr fürchtete, deren Tücke ich andererseits nicht unterschätzte, weil der Boden in ihnen lehmig und weich war. Ich gaffte hinter ihr her, das Holzrad vorne quietschte im Takt zu ihren Schritten. Wenn ich vom Boden aufsah, sah ich ein Stück vor mir ihre langen Röcke unter den beinahe städterhaft eleganten Bewegungen hin- und herschwingen. Meinen Hut hatte sie in den Nacken geschoben, so dass er ihren Haarknoten völlig verdeckte. Ihre schöngeformten Beine bogen sich beim Aufsetzen wie Ruten, aber plötzlich knickte sie rechts ein und beugte sich hinunter, um ihren Knöchel zu reiben. Den Kopf nahe den Kniekehlen am Rocksaum, sah sie mich von unten herauf an und fragte seufzend und schmeichelnd: »Ich bin so müde, kannst du mich nicht ein Stück fahren?« Ich nickte nur, verlangsamte meinen Gang, bis ich bei ihr war und sie sich, als könnte sie sich vor Anstrengung nicht mehr gerade halten, rückwärts in die Scheibtruhe sinken ließ.

»Ich habe Vertrauen zu dir!« sagte sie nach einer Pause wieder in ihrem alten Ton, nachdem sie sich in der Scheibtruhe zurechtgesetzt hatte. – »Vorhin dachte ich, du wolltest schon jetzt verzweifeln. Es hätte mich nicht gewundert: Ihr Städter fallt ja schon um, wenn euch ein Windhauch anbläst. Ihr seid zerfahren, unschlüssig, wehleidig. – Hast du nicht bemerkt, wie sich selbst die Kinder über dich lustig machen, weil du nicht weißt, wohin du deine Hände tun sollst? – Allein vom Zuschauen wird man ganz irr! – ›Sieh ihn dir an!‹ sagte ich mir, ›er ist am Ende!‹ – Jetzt, wo alles erst anfängt!« fügte die Tante hinzu und drehte sich dabei in ihrer Scheibtruhe zu mir um, dass ich kaum das Gleichgewicht halten konnte und jetzt wirklich in eines der Schlaglöcher abrutschte, das bis zum Rand voll Wasser war. »Aber langsam fange ich an zu glauben, dass du dich anstrengen wirst. Bieg da vorne nach links ab und gib Acht, es wird steil!« – Sie hielt den Schirm in ihrer linken Hand, der Koffer lag quer in ihrem Schoß, die Handtasche zuoberst. Zu ihren Worten stieß sie den Schirm fest auf den Boden, der wie niedergestampft war und an manchen Stellen Risse hatte, weil dem kurzen Regen eine lange Trockenperiode vorangegangen war. »Du hast einen Vorteil«, sagte die Tante jetzt, »und wenn du klug bist, wirst du ihn nützen: Man hält dich für dumm. Sag nichts, ich weiß es. – Dein karierter Rock, dieser verrückte Hut, das Reisegepäck, der Regenschirm – man staunt ja nur, dass du dir nicht eine Draisine gemietet hast! Hast du nicht bemerkt, wie unverschämt sich der erste Göd über dein Gepäck hergemacht hat? – Bevor der Zug ankam, waren wir alle in der Bahnhofswirtschaft. Ein Abschiedstrunk, das ist bei uns so Brauch. Und weißt du, wovon wir gesprochen haben? Von dir. Das ist nicht üblich (man spricht nicht vom Winter, wenn er ans Fenster klopft), aber eines war sonnenklar: Dein lächerlicher Auftritt! – Und wirklich: Der eine Fuß am Trittbrett, der andere in der Luft, in der einen Hand ein Köfferchen, die andere am Türgriff. Der Städter besucht die Verwandten am Land übers Wochenende. Ich könnte heulen. Bei der nächsten Abzweigung geht es nach rechts.«

Die ganze Zeit sprach die Tante, ohne sich auch nur ein einziges Mal zu mir umzudrehen. Ihre Beine hingen lang über den Rand der Scheibtruhe, die Schuhabsätze schlugen abwechselnd gegen die vordere Wand. Nur einmal wandte sie sich, während sie sprach, halb zur Seite, um eine Zeit lang in ihrer Handtasche herumzukramen. Schließlich holte sie eine kleine, quadratische Fotografie aus einem Briefumschlag und hielt sie, das Bild mir zugewendet, in die Höhe. »Erkennst du das?« fragte sie, plötzlich ganz versöhnlich. Es war ein Gruppenfoto, aber obwohl ich mich beim Schieben zwischen den Griffen ganz nach vorne beugte, konnte ich niemanden unterscheiden. »Das ist dein Onkel, neben ihm steht der erste Göd«, sagte sie und wies mit dem Zeigefinger auf eine freistehende Figur, während der Schirm auf dem Truhenrand gefährlich hin und her rollte. »Das hier bin ich, das ist der zweite Göd, und das hier«, dabei wies sie auf etwas, das der Onkel in seiner Armbeuge hielt, »weißt du, wer das ist? Das ist der sechste Göd. Ich habe ihn selbst gestillt!« Sie griff nach ihren Brüsten und drückte die Hände dagegen. Ein Jahr lang war meine Tante nach einer Fehlgeburt Dorfamme gewesen. »Und das da – schau her!« sagte sie und holte noch eine Fotografie aus einem anderen Umschlag, den sie in der rechten Hand hielt. Auf ihr konnte ich wegen der Dunkelheit und der Entfernung gar nichts erkennen, außer einem weißen Flecken in der Bildmitte. »Das ist das Haus deines Vaters. Erinnerst du dich? Ich werde es dir zeigen, wenn wir im Dorf sind.« – »Wie weit ist es noch ins Dorf?« fragte ich. Die Landschaft vor mir streckte sich endlos bis zum Horizont, und im Umdrehen erschien mir auch der steile Bergrücken, den wir heruntergekommen sein mussten, eher wie eine langgestreckte Wolkenbank, die als dunstiger Streifen Himmel und Erde trennte. »Noch zwei Stunden«, sagte die Tante. »Wenn du willst, können wir ruhig ein wenig rasten.« – Sie sagte das aber so abweisend und so sehr mit ihrer Handtasche beschäftigt, aus der sie nun hintereinander immer neue, dicke Briefumschläge voll mit Fotografien zog, dass ich nicht wagte, die Scheibtruhe abzustellen, sondern diese stumpfsinnig zwischen zwei, wie es schien, immer gleichen schwachen Bäumchen hindurchschob, einem traurigen Sonnenuntergang entgegen.

»Schneller, schneller!« sagte die Tante plötzlich heftig, aber noch immer über Fotografien gebeugt, welche sie, das Gesicht dicht über der schwarzglänzenden Oberfläche, schräg zur tieferstehenden Sonne hielt, um mehr von ihrem Schein einzufangen. »Ich sehe schon fast nichts mehr, hast du nicht eine Taschenlampe?« Aber ohne meine Antwort abzuwarten, sagte sie: »Am besten, du hältst dich von nun an an das Bachbett, da kannst du den Weg nicht verfehlen.« Wir waren mit unserem Fuhrwerk bis ans Ufer eines ausgetrockneten Flüsschens gekommen, an das ich mich noch lebhaft erinnerte, weil ich in ihm während meines ersten Aufenthaltes in Zick oft gebadet hatte. Einmal, während eines Badeausflugs, die Männer waren mit ihren Wagen in den Bach gefahren und wuschen sie dort, die Frauen saßen, die seidenen Unterröcke über die Knie hinaufgerollt, am Ufer, hatten zwei Burschen wie verrückt auf einem überlangen Balken, den sie sich von einer vom Hochwasser abgeschwemmten Brücke geholt und quer über einen der großen Wackersteine gelegt hatten, geschaukelt. Auf einmal hatte der Balken wie von selbst angefangen, im Kreis zu gehen, und hatte sich, unbemerkt von den Burschen, die nur auf das Aufschlagen und Hochschnellen achteten, so weit auf die eine Seite verschoben, dass schließlich einer der beiden, der leichtere, ein magerer Halbwüchsiger mit einer vorne wie in einem Spitz zulaufenden Hühnerbrust und einem riesigen Buckel, so schwer gegen den Stein schlug, dass ihm das Fleisch in einem Lappen von Fuß und Zehen gerissen wurde und weißlich schimmernde Gelenke unter dem sich langsam wieder sammelnden Blut sichtbar wurden. – Jetzt standen in den Vertiefungen des Bachbetts zwischen den bleichen Steinen hier und da kleine dunkle Lacken, die von den starken Regengüssen der letzten Tage übriggeblieben waren. Aber überall dort, wo der Lehmboden ganz der Sonnenbestrahlung ausgesetzt gewesen war, hatten sich schon wieder knöcheltiefe Risse und Sprünge gebildet.

Mitten durch das ausgetrocknete Bachbett schob ich die Scheibtruhe, und die sinnlosen Stege über uns warfen in regelmäßigen Abständen breite Schatten in das tiefe Bett, neben dem nun rechts und links die sandige Uferböschung senkrecht aufstieg. Flache Rinnen im Boden gaben zu erkennen, dass es auch von schwereren Fuhrwerken als unserem benützt wurde.

»Hier haben wir früher oft gebadet!« sagte die Tante, plötzlich mit starker Bewegung. Dann verstummte sie wieder und legte endgültig einen großen Packen Fotografien in die Handtasche zurück, die offen vor ihr auf dem Handkoffer lag. »Du erinnerst dich an Oslip«, sagte sie dann – eher also wollte sie etwas feststellen als fragen. Sie war wieder ganz ruhig und schaute geradeaus. Ich wusste, dass sie mit Oslip jenen Burschen meinte, an den ich gerade gedacht hatte, und so wartete ich schweigend, was sie mir erzählen wollte. »Wir waren oft zusammen hier, du, Oslip, dein Vetter, und ich. Oslip hatte einen riesigen Buckel. Und so eine Nase!« sagte sie und zeichnete mit dem Zeigefinger ihrer linken Hand einen großen Bogen in die Luft. Dann legte sie den Finger still auf den Truhenrand und hielt sich damit fest. »Er war mein Geliebter. – Drei Tage nachdem du damals weg warst, waren wir zusammen hier, dort unten, am Wehr, wo der Mühlgang abzweigt. Dreh dich nicht um, wenn ich mit dir spreche – wie oft muss man dir das noch sagen!« sagte sie scharf, sprach dann aber gleich wieder versöhnlich weiter. »In einer der beiden Schleusen war ein Loch, so groß wie eine Durchreiche. Ihr seid da immer durchgetaucht. Das Wasser war schon damals nicht mehr zu regulieren. Einmal hat sich in diesem Loch ein Brückenpfeiler verkeilt, und einer von euch Buben blieb mit dem Kopf stecken, als er durchtauchen wollte. Zuerst hat sich niemand darum gekümmert, wie denn, es war ja doch immer das gleiche einfältige Spiel: durchtauchen, sich ein Stück bachabwärts treiben lassen und weiter unten im Ufergebüsch heraussteigen, so, dass keiner einen sehen konnte und alle glauben sollten, ihr wärt ertrunken. Oslip tauchte als nächster und fand ihn. – Egal. Du warst damals gerade nach Hause gefahren, und ich nahm Oslip mit zum Baden«, erzählte die Tante. Sie war jetzt wie außer sich und rutschte in der Scheibtruhe hin und her. »Die Burschen spielten eine Weile, plötzlich hatte einer die Idee, sie könnten einen Balken von einer der abgeschwemmten Brücken holen und eine Schaukel bauen.« Sie machte eine kunstvolle Pause, in der sie sich lauernd zu mir umdrehte, wie um mich auf meine Reaktion zu prüfen. Ich schaute nicht zu ihr hin, sondern schloss meine Augen. Weniger, dass sie mich wieder bei meinen Erinnerungen ertappt hatte, als ihr Versuch, diese zu zerstören und die Geschichte des Badeunfalls zu einer Erinnerung an die Erzählung jemandes anderen zu machen, machte mich halb ohnmächtig vor Zorn. Hinter den geschlossenen Lidern wurde mir übel, und ich umklammerte die Truhenhände so fest, dass ich gleichzeitig die beiden Daumen von den Holzgriffen abbrach. Im Geist zählte ich meine Schritte, damit dieses Gefühl wieder verging, aber durch den Schleier hindurch drangen ihre Worte unbarmherzig scharf an meine Ohren. »Oslip holte den Balken«, fuhr die Tante fort und drehte sich wieder nach vorn, »er setzte sich an das eine Ende, der andere ihm gegenüber. Die beiden schaukelten so verrückt, dass wir alle von unseren Plätzen aufstanden und hingingen, um ihnen zuzuschauen. Dass er auch mich unter den Zuschauern fand, hat ihn erst recht aufgestachelt. – Wenn der Balken aufsetzte, stieß sich Oslip jedesmal nur mit dem rechten Fuß ab, so dass sich die Schaukel immer wilder im Kreis drehte und wie rasend hoch und nieder ging. – Was treibst du denn!« schrie die Tante. Ich war von ihrer Erzählung wie in Trance, das Gelände um mich hob und senkte sich wie in starkem Seegang, und die Scheibtruhe schlingerte dazwischen hin und her. »Mir ist schlecht«, flüsterte ich, aber sie hörte mir erst gar nicht zu, sondern, ganz in ihre Erinnerungen eingefangen, verstärkte sie noch die Schwankungen der Truhe, indem sie sich wie ein Kind mit beiden Händen am Rand festhielt und von der einen Seite zur anderen wiegte. »Du magst Oslip nicht, deshalb bist du so verrückt!« sagte sie schlau. »Du magst nur deine Freunde, die Herren Verwalter. Glaubst du, ich hätte nicht bemerkt, wie es dich im Wartesaal zu ihrem Tisch hingezogen hat? Renne ruhig in dein Unglück, ich werde dich nicht aufhalten!« Sie lehnte sich ganz in ihre Scheibtruhe zurück und starrte, die Arme unter dem Kopf verschränkt, unbestimmt in die Höhe. Die Stille war unerträglich, und ich zuckte zusammen, als irgendwo weiter vorne ein Gegenstand – ein Frosch? – klatschend aufs Wasser schlug. Ich werde dir den Rest sparen«, sagte die Tante. »Wir trafen uns von damals an jeden Tag oben im Haus deines Vaters. – Dein Onkel hat nichts davon bemerkt. Niemand hat etwas bemerkt, hörst du!« sagte sie triumphierend. Ich richtete mich auf, als hätte mich jemand geschlagen und als wären die Schläge jetzt ausgezählt. Und während ich mich noch zwischen den Truhengriffen streckte, um dieses Gefühl der Seenot zu vertreiben, war es mir, als streckte sich außerhalb von mir und um mich das ganze Gelände, als träte alles Wasser durch Spalten und Risse zurück in das Erdreich, als wölbten sich die Ufer über uns, um einzubrechen und einem vorzeitlichen Ungeheuer Platz zu machen, das alle Krusten von sich warf und vor uns den schmalen Hohlweg auf das Dorf zu watschelte. – »Oslip ist tot!« sagte die Tante. »Es ist alles vorbei. Du kannst es allen erzählen.«

Zweites Kapitel

IM BALLSAAL

WIR HATTEN DIE SCHEIBTRUHE am Bachrand abgestellt und stehen lassen. Die Tante schritt selbstsicher und hoch aufgerichtet vor mir aus, die Schirmspitze in der Höhe ihrer Hüften gegen das Dorf gerichtet. Dann und wann stieß sie damit gegen die am Straßenrand abgestellten Abfallkübel, die unter ihren Schlägen metallen und, je nach der Höhe ihres Anschlagpunktes, dumpf oder hell dröhnten.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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