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Nach dem herben Liebesaus mit dem charmanten Bernd bekämpft Lisa ihren Liebeskummer mit einem erotischen Abenteuer an der Ostsee. Kaum glaubt sie die Liebesqual überwunden, verfällt sie erneut dem Herzensbrecher und Frauenschwarm. Diesmal will sie nach ihren Regeln spielen. Doch kann das gut gehen? Kann Bernd seine dunkle Seite im Zaum halten? Er umgarnt sie erneut mit seinem verführerischen Spiel voller Lust und Leidenschaft, dem sie bald völlig verfallen ist. Eine gemeinsame Liebesreise durch die USA verstärkt ihr Gefühl der Liebe und lässt den Wunsch für ein gemeinsames Leben erwachen. Doch meint Bernd es diesmal ernst? Will er sich wirklich von seiner Ehefrau trennen? Da trifft sie ihn mit einer anderen. Nicole. Der Blonden vom Schiurlaub. Welche Rolle spielt diese in Bernds Leben? Führt er Lisa nur hinters Licht oder die Liebe der beiden diesmal zu einem Happy End?
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Seitenzahl: 552
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Nach dem herben Liebesaus mit dem charmanten Bernd bekämpft Lisa ihren Liebeskummer mit einem erotischen Abenteuer an der Ostsee. Kaum glaubt sie die Liebesqual überwunden, verfällt sie erneut dem Herzensbrecher und Frauenschwarm. Diesmal will sie nach ihren Regeln spielen. Doch kann das gut gehen? Kann Bernd seine dunkle Seite im Zaum halten?
Er umgarnt sie erneut mit seinem verführerischen Spiel voller Lust und Leidenschaft, dem sie bald völlig verfallen ist. Eine gemeinsame Liebesreise durch die USA verstärkt ihr Gefühl der Liebe und lässt den Wunsch für ein gemeinsames Leben erwachen. Doch meint Bernd es diesmal ernst? Will er sich wirklich von seiner Ehefrau trennen? Da trifft sie ihn mit einer anderen. Nicole. Der Blonden vom Schiurlaub. Welche Rolle spielt diese in Bernds Leben? Führt er Lisa nur hinters Licht oder die Liebe der beiden diesmal zu einem Happy End?
Lisa K. ist ein Pseudonym und steht für eine freie Schriftstellerin aus Österreich, die in Berlin ihre zweite Heimat gefunden hat. »Berlin Affairs – Genieße das Jetzt« ist der zweite Band aus der Reihe über die in Berlin lebende, attraktive Singlefrau Lisa und ihre erotischen Abenteuer. Die Autorin lässt in dieser Romanserie ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse als Single einfließen, aber auch ihrer Phantasie freien Lauf. Wirklichkeit und Fiktion gehen fließend ineinander über.
Lisa K. will mit ihren Romanen die sexuellen Tabus hinterfragen, die nach wie vor unsere Gesellschaft lähmen, obwohl wir uns – vor allem in Mitteleuropa – so aufgeklärt geben. Aber warum schreibt sie unter Pseudonym?
Weil sie festgestellt hat, wie ihre Umwelt sie wahrnimmt, sobald diese über das Genre ihrer schriftstellerischen Betätigung Bescheid weiß. In einer Frau, die zu ihrer Sexualität steht und diese lebt, wird nach wie vor keine »seriöse Frau« gesehen. Die Autorin dagegen sieht in Frauen, die sich über Sexualität äußern, einen wichtigen Schritt zur intellektuellen Emanzipation der Frau. Deshalb wird das vorliegende Buch nicht ihr letztes sein.
In Memoriam Maria-Luise!
Diese Geschichte ist rein fiktiv. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, Orten und Ereignissen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Österreichische Ausdrücke und Ausdrucksweisen dagegen sind sehr wohl beabsichtigt und führen bei der geneigten Leserschaft hoffentlich nicht zu Verwirrungen.
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Ausführliche Informationen finden Sie auf
www.lisa-k.org
oder
Instagram unter lisak_autorin
Frauen mögen in der Lage sein, einen Orgasmus vorzutäuschen, aber Männer können ganze Beziehungen vortäuschen.
Unbekannt
Prolog
Kapitel Eins
Kapitel Zwei
Kapitel Drei
Kapitel Vier
Kapitel Fünf
Kapitel Sechs
Kapitel Sieben
Kapitel Acht
Kapitel Neun
Epilog
Heftiger Regen trommelte gegen die Fensterscheiben, der Wind pfiff um das doppelstöckige Strandhaus. Das Tosen des Meeres ließ ihn munter werden.
»Verdammtes Wetter«, schimpfte er leise, »da wird wieder nichts mit Laufen am Strand.«
Dabei hatte er sich so darauf gefreut, als er gestern beim Ankommen den weitläufigen Strandabschnitt begutachtete, auf dem sie sich in einem schicken Appartement eingemietet hatten.
Liebevoll fiel sein Blick auf die Frau neben ihm. Ein glücklicher Ausdruck spiegelte sich auf ihrem Gesicht, kurz seufzte sie im Schlaf auf. Sanft berührte er mit seinen Lippen ihre Wange, sie knurrte leicht und drehte sich auf die andere Seite. Er lächelte in sich hinein und wunderte sich ein wenig über dieses warme Gefühl, das ihn durchrieselte. Ich bin doch wohl nicht ernsthaft in sie verliebt?, überlegte er. Auf alle Fälle fand er mehr Gefallen an dieser gemeinsamen Reise, als er sich das eingestehen möchte. Eine wunderbare Geliebte, dachte er innig, macht jeden Schabernack mit und ist kein bisschen zickig. Gänzlich anders als seine Ehefrau.
Ein leiser Seufzer entrang sich seiner Brust. Seine Ehefrau. Ein wunderhübsches Geschöpf mit einem Körper, biegsam wie ein Ast, reich noch dazu. Allerdings eine verwöhnte höhere Tochter. Und für Sexspielchen kaum zu begeistern, ganz im Gegensatz zu der Frau, die gerade dieses kuschelige Bett mit ihm teilte. Seine Lebensgeister erwachten. Schon wollte er sich ihr nähern, sie zärtlich wachküssen, da flimmerte ein anderes Bild vor sein geistiges Auge. Das der blonden, drallen Vermieterin.
Allein der Gedanke an ihr ausladendes Hinterteil erregte ihn so sehr, dass sein Körper sofort für mehr bereit war. Er rief sich ihre Augen von gestern Abend ins Gedächtnis. Hatte sie ihm nicht Willigkeit signalisiert mit ihrem verschleiernden Blick? Immer leicht schräg von der Seite, wenn seine Begleiterin ihre Augen gerade über die Einrichtung oder den Ausblick aus dem Appartement hatte streifen lassen? Oder bildete er sich das ein? Nein, er war sich sicher. Bei Frauen mit diesem scharfen Aussehen und der erotischen Ausstrahlung kannte er sich aus. Sollte er es wagen? Aber was, wenn die Frau hier an seiner Seite aufwachte und das Bett daneben leer vorfinden würde?
In dem Moment drehte sie sich in seine Richtung, blickte ihn kurz aus verschlafenen Augen an. Aber im nächsten Augenblick waren diese erneut fest geschlossen. Nur leicht flatterten die Lider. Er schwankte. Soll er oder soll er nicht?, überlegte er. Doch sein Drang war stärker, der wohlproportionierte Hintern ging ihm nicht aus dem Kopf. Vorsichtig erhob er sich, schlüpfte geräuschlos in seine Boxershorts und das T-Shirt, die gestern Abend achtlos auf dem Boden gelandet waren. Vor einem innigen Liebesspiel mit seiner Begleiterin. Er riss ein Blatt von dem Block, der auf dem Nachtkästchen neben dem Bett lag, und kritzelte eine Nachricht für die Schlafende darauf.
Leise öffnete er die Tür zum Wohnzimmer, schlich hinaus. Draußen horchte er kurz, ob sie erwachte und nach ihm rief. Aber kein Laut, sie schien nichts bemerkt zu haben. Er huschte durch das große Zimmer, sein Blick fiel auf das aufgewühlte Meer. Das Öffnen der Terrassentür wurde von einem leichten Quietschgeräusch begleitet.
»Mist«, entfuhr es ihm und er blieb wie angewurzelt stehen. Als sich aus dem Schlafzimmer nichts rührte, trat er durch die aufgeschobene Tür ins Freie und wurde sofort von einem heftigen Regenguss erfasst. Schon wollte er zurück ins Trockene, da sah er die Vermieterin freudig winkend hinter der Fensterfront vom Appartement daneben. Wie praktisch, dass ihr Büro gleich anschließt, dachte er vergnüglich. Besser könnte es nicht laufen.
Während er seine Glasschiebetür von außen vorsichtig zuzog, um keine unnötigen Geräusche zu verursachen, öffnete sie ihre mit einem erfreuten Gesichtsausdruck. Rasch trat er ein, sofort wurde die Tür hinter ihm geschlossen, denn die schweren Tropfen bahnten sich prompt ihren Weg auf den stilvollen, dunklen Holzboden. Strahlend rief sie aus: »Good morning, Mister Simmonis«.
»Good morning, Amy. My friends call me Bernd«, sagte er charmant lächelnd mit einem Blitzen seiner blauen Augen. Er wusste um die Wirkung seiner von feinen Fältchen umzogenen Augenpartie.
»Bernd«, wiederholte sie dümmlich grinsend, und das Flackern in ihren Augen zeigte ihm, dass er mit seiner Vermutung richtig gelegen war. Diese Weiber, dachte er geringschätzig, sind doch alle gleich. Leichte Beute. Egal, in welchem Land. Da er keine Zeit verschwenden wollte, denn die Frau in seinem Appartement könnte jede Minute aufwachen, zögerte er nicht lange und zog Amy unverfroren in seine Arme. Sie schmiegte sich augenblicklich an ihn. An ihren blonden Haaren ziehend beugte er ihren Kopf nach hinten, ein intensiver Blick in ihre Augen, sie öffnete leicht ihren Mund, leckte über ihre vollen Lippen.
Mehr Aufforderung brauchte er nicht. Fest drückte er seinen Lippen auf ihre, steckte ihr seine Zunge tief in den Hals, drängte seinen Körper an ihren.
Sie spürte sein erigiertes Glied, rieb ihre Scham daran. Lustvoll stöhnte sie auf, als er ihren Hintern grob umfasste und sie enger an sich presste.
Durch ihr dünnes Kleidchen spürte er ihre prallen Brüste, die harten Brustwarzen. Was für ein Weib, dachte er, dann setzte sein Verstand aus.
Er drehte sie um, legte sie mit dem Oberkörper auf ihrem Schreibtisch ab, ungeachtet der vielen Ordner, die sich dort stapelten. So hing sie irgendwie auf diesem Tisch, drohte abzurutschen. Doch er war schon hinter ihr, hob ihr Kleidchen hoch. Während er mit einer Hand ihren Slip zur Seite schob, zog er mit der anderen seine Shorts nur so weit nach unten, bis sein steifer Penis aus der Hose sprang. Und drang ohne Vorwarnung blitzartig in ihren breiten Arsch ein. Es fühlte sich genauso an, wie er es sich das eben noch vorgestellt hatte. Genial.
Wie immer, wenn er zu gierig war, nahm er keine Rücksicht auf die Bedürfnisse einer Frau. Ein erstickter Schrei auf ihrer Seite, ein lustvolles Aufseufzen auf seiner. Mit beiden Händen hielt er sie an ihren weichen Hüften fest, während er sie selbstvergessen vögelte. Begleitet von animalischem Seufzen und Stöhnen von beiden Seiten. Kurz zuckte sie zusammen, als er sich beim Samenerguss ungezügelt in sie drängte. Doch dann entspannte auch sie, nach einem anhaltenden, genussvollen Gurgellaut. Ein kräftiger Klaps auf ihren Hintern ließ sie nochmals zusammenzucken. Er konnte nicht widerstehen, bei dem Hinterteil.
»Thanks«, flüsterte sie, jetzt leicht beschämt, wie er an ihrem Gesicht ablesen konnte, als sie sich umdrehte und dabei ihren Rock glatt strich.
»My pleasure!«, grinste er unverschämt. Küsste sie flüchtig auf die Wange und verschwand in den Regen.
Ich habe mich verliebt. In die Ostsee.
Auch wenn der Wind an meinen Haaren zehrt, mir die Kälte unter die Haut kriecht. Der Blick ist atemberaubend. Nichts als Meer und unendliche Weite. Die Wellen schlagen sturmgepeitscht an den Strand, der sich kilometerlang dahinzieht. Genauso habe ich mir die Ostsee vorgestellt.
Wie bin ich glücklich über meine Entscheidung, diesen Kurzurlaub trotz aller Widrigkeiten angetreten zu haben. Eigentlich wollte ich das Zimmer stornieren. Aber so habe ich jetzt für mich alleine ein großes, komfortables Doppelbett. Das hatte ich bei der Reservierung extra angefordert, schließlich wollte ich mit meinem Liebsten romantische Tage in Warnemünde verbringen. Es kommt oft anders, als man denkt, seufze ich innerlich.
Als mein Bürokollege Arno mich drängte, diesen Urlaub unbedingt anzutreten, sagte ich entschieden »Nein«. Was sollte ich da ohne Begleitung anfangen? Aber ich hatte auch in früheren Zeiten solo Urlaub gemacht. Warum nicht wieder damit beginnen? Noch dazu an einem so hübschen Ort?
Fröstelnd wende ich mich dem kleinen Städtchen zu und beschließe, auf den lang ersehnten Strandspaziergang zu verzichten und mir dafür wärmere Kleidung zu besorgen. Die von mir Mitgebrachte ist nicht so ostseetauglich wie gedacht. Wer rechnet schon damit, dass rund um den ersten Mai noch so kalte Tage auf mich warten würden? Für Berlin waren temperaturmäßig die ersten Sommertage angekündigt, und so habe ich gepackt ...
Der alte Leuchtturm weist mir die Richtung, denn laut Auskunft der Hotelrezeption führt dahinter auf der Mole, die zum Schutz vor den mächtigen Naturgewalten errichtet wurde und die Hafeneinfahrt säumt, ein schmaler Weg in das Zentrum. Beim Näherkommen betrachte ich den Turm mit seinen siebenunddreißig Metern Höhe, der 1897 als Seezeichen errichtet wurde. Und stelle mir vor, wie es wäre, eine Woche alleine in einem Leuchtturm weit ab von menschlicher Zivilisation zu verbringen. Faszinierend? Langweilig? Für mich sicherlich faszinierend, denn da würden mich nur Meer und Wind umgeben. Und eine unendliche Ruhe. Nur unterbrochen von Möwengeschrei. Aber niemanden, der etwas von mir will. Würde mir guttun. Aber Ruhe und Meer werden mich auch die nächsten Tage begleiten und mir hoffentlich helfen, abzuschalten.
Gedankenverloren starre ich eine Zeitlang auf den Leuchtturm, der direkt bei der Hafeneinfahrt steht und Schiffe in den sicheren Hafen leitet. Ich muss lächeln, als mein Blick auf ein lustig anzusehendes Gebäude daneben fällt. Das wird wohl dieser Teepott sein. Der sechziger Jahre Baustil mit dem muschelförmigen Betondach sticht ins Auge. Neugierig inspiziere ich die dort beherbergten Restaurants, denn schön langsam macht sich mein Magen mit Knurren bemerkbar. Zuerst den Hunger stillen oder mich vor dem Erfrieren retten?, überlege ich und entscheide mich für wärmere Kleidung.
Trotz der Kälte spaziere ich gemütlich hinter dem Leuchtturm den Alten Strom entlang mitten ins quirlige Leben. Unzählige Menschen tummeln sich auf dieser bunten Hafenmeile zwischen Boutiquen und vielen unterschiedlichen kleinen Läden, die sich in liebevoll restaurierten historischen Gebäuden befinden.
Etwas überrascht bin ich über die vielen Menschen, aber das dürfte an dem Fest liegen, das zurzeit stattfindet. Ob ich da die Ruhe finden werde, die ich suche? Warten wir es ab. Dafür finde ich schnell einen Laden, der genau die geeignete Kleidung für dieses feucht-kalte Windwetter anbietet. Bald bin ich neu eingekleidet. Mit einer ordentlichen Wind- und Wetterjacke, dazu passendem Schal und Mütze, alles in Blauweiß gehalten, wie ein richtiger Segler, bummle ich am Strom weiter. Dieses Sträßchen ist an diesem Wochenende durch viele kleine Stände, die Leckereien aus der Umgebung anbieten, Anziehungspunkt für Einheimische und Urlauber. Außerdem liegen im Hafen zwei, drei »alte« Fischkutter vertäut, die frischen Fisch und andere Köstlichkeiten aus dem Meer anbieten. Da mein Magen immer lauter knurrt, stelle ich mich in die Schlange der Wartenden für frische Garnelen.
Gestärkt und dem Wetter entsprechend gekleidet wage ich den Rückweg zu meinem Hotel. Diesmal den Strand entlang, auch wenn ich mich erheblich gegen den Sturm stemmen muss. Trotzdem fühlt es sich traumhaft an und ich bleibe öfter stehen und singe laut eines meiner Lieblingslieder von George Gershwin in den Wind und das Tosen des Meeres: »'S Wonderful, 'S Marvelous!« Diese Nacht werde ich nach Wochen das erste Mal herrlich schlafen, mit Meeresrauschen im Ohr. Wie gut, dass ich mich für das Hotel direkt an der Strandpromenade entschieden habe.
***
Am nächsten Morgen eile ich nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick über die ausgedehnte Dünenlandschaft direkt zum Meer. Ein Sandspaziergang lockt. Die Sonne lacht zwar vom Himmel, die Lufttemperatur lässt allerdings nach wie vor zu wünschen übrig. Kein Wunder, der Wind hat in seiner Stärke in nichts nachgelassen. Ist es da nicht klüger, sich in einen Strandkorb zu kuscheln?, überlege ich. Und stapfe zur Strandkorbvermietung, um mir einen Korb zu mieten.
Der sportliche, gutaussehende Vermieter ist mir beim Drehen des Korbes in Richtung Sonne behilflich. Ich strahle ihn an, er zwinkert mir zu.
Ich schmiege mich tief in meinen weißen Korb mit den blau-weiß gestreiften Sitzen und ebensolchen Segeln als Sonnenschutz. Mein Blick schweift über das unendliche Meer, der Sturm tobt rund um mich, über meinem Körper aber tanzen Sonnenstrahlen, streicheln mich zärtlich. Ein zufriedenes Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus. Genau so habe ich mir das in meinen Träumen vorgestellt.
Ich habe mich in die Ostsee verliebt.
Liegt es an der zauberhaften Umgebung? Den interessierten Blicken, die mir dieser junge Strandkorbvermieter zuwirft? Auf alle Fälle fühle ich mich wohl wie schon lange nicht mehr. Genauer gesagt seit dem Tag, als Bernd mich verlassen hat. Vor knapp zwei Monaten.
Wie kann ein Mann nur so eifersüchtig sein und eine Liebe wegwerfen, die so schön und erfüllend war? Nur weil eine Silvesterbekanntschaft von mir überraschenderweise vor meiner Haustür stand, als wir nach einem Abendessen nach Hause kamen? Er mir sofort Untreue unterstellte. Vielleicht, weil er selbst untreu war? Und von sich auf andere schloss? Immer noch werde ich wütend, wenn ich an diese Situation denke. Aber auch traurig. Obwohl er sich schäbig benommen hatte.
Eigentlich verdient er keinen einzigen weiteren Gedanken. Ein Mann, der mich aus Eifersucht schlägt, ist meiner Liebe nicht wert. Trotz der Stiche im Herzen kann ich meiner besten Freundin Johanna kaum widersprechen, wenn sie meint: »Vergiss den Mistkerl!« Und genau das werde ich in Warnemünde tun. Mich auf mich und mein Leben und meine Bedürfnisse besinnen. Ein lauter Seufzer entringt sich meiner Brust.
»Kann ich etwas für Sie tun?«, fragt mich der Strandkorb-Vermieter besorgt.
»Nein, nein, alles in Ordnung. Ich habe mich nur gerade gefragt, warum das Leben manchmal so kompliziert ist.«
»Liebeskummer?«
So, wie er das Wort betont, klingt es zynisch. Traut er mir das in meinem Alter nicht mehr zu? Aber was heißt Alter. Ich bin einundfünfzig Jahre jung und schaue gut aus mit meiner schlanken Figur und dem aparten Gesicht. Hat zumindest Bernd behauptet.
»Wie kommen Sie denn da drauf?«, antworte ich barsch.
»Ihr Gesichtsausdruck spricht Bände ...«
Sieht man mir den Kummer der letzten Wochen so an? »Ich denke nicht, dass Sie das etwas angeht«, antworte ich abweisend und beschließe, nun doch einen kurzen Strandspaziergang zu machen. Der junge Mann wird mir zu aufdringlich.
Er zuckt die Schultern und meint spöttisch: »Sie sollten sich Ersatz suchen.«
Was bildet der sich ein?, denke ich erbost. Eine scharfe Antwort liegt mir auf der Zunge, ich verkneife sie mir. Was bringt´s? Vielleicht hat er recht. Aber woher nehmen? Oder denkt er an sich selbst? Irgendwie schwingt da zwischen uns eine gewisse Spannung. Oder bilde ich mir das ein? Wahrscheinlich, denn so, wie er aussieht, kann er jede Frau haben und braucht nicht eine Anfang 50-Jährige, die mit sich und der Welt im Clinch liegt. Wobei, Clinch ist nicht der passende Ausdruck. Eigentlich bin ich zufrieden, dass ich mein selbstbestimmtes Leben wieder zurückhabe. Eigentlich.
Ich wickle mich in meine neue Jacke und kämpfe gegen den nach wie vor heftigen Sturm an. Und den Sand zwischen meinen Zähnen. Wenigstens scheint die Sonne. Aber was will ich meckern? Habe ich nicht genauso von der Ostsee geträumt? Sonne, Meer und Wind? Alles da, lächle ich fröhlich vor mich hin und breche Richtung Dünen auf. Dabei spüre ich die Blicke des jungen Mannes in meinem Rücken. Aber da ist mehr ...
Was er von mir denkt? Braucht mich nicht zu kümmern. Schließlich bin ich weder ihm noch sonst jemanden Rechenschaft schuldig. Warum mache ich mir ständig Gedanken, was Andere von mir halten? Das sollte ich ändern, immerhin bin ich eine beruflich erfolgreiche Frau, unabhängig und selbstständig, da kann es mir doch völlig gleich sein, was Fremde von mir denken. Aber hin und wieder kommt das kleine, unsichere Mädchen in mir durch. Immer dann, wenn es nicht so rund läuft in meinem Leben.
Mit Bernd an meiner Seite strahlte ich eine Sicherheit aus, die mir viele bewundernde Blicke einbrachte, wenn ich erhobenen Hauptes durch diese Welt spazierte. Warum fühlt man sich als Frau eigentlich mehr wert, wenn man weiß, dass man geliebt wird? Auch ohne Bernds Nähe versprühte ich einen gewissen Sex-Appeal, sodass ich auf meinen Dienstreisen das eine oder andere Angebot von allein reisenden Herren bekam. In Hamburg habe ich eines angenommen, aber niemanden davon erzählt. Nicht einmal Max, meinem Intim-Freund, der so gut wie alles von mir weiß. Er war der Erste, dem ich von Bernd berichtete, damals, nach dem unvergesslichen Erlebnis im KaDeWe ...
Mein schlechtes Gewissen wegen dieses One-Night-Stands in der Hansestadt hat mich lange beschäftigt. Ob sich ein Mann auch monatelang danach Gedanken macht, wenn er seine Partnerin betrogen hat? Wahrscheinlich nicht. Für die Herren der Schöpfung ist das der natürliche Trieb. Gegen dieses Verlangen seien sie machtlos, meinen zumindest schlaue Bücher. Angeblich treibt sie das natürliche Fortpflanzungsgen an, dass sie bei jeder Frau nur diesen einen Gedanken hegen ...
So stapfe ich über den Sand, begleitet von hektisch fliegenden Möwen und den Wellen, die unverwandt vom Wind gepeitscht an den Strand schlagen, der hier so um die achtzig Meter breit ist. Und es tauchen Bilder von Bernd in meinem Kopf auf. Wir zwei im Strandkorb, verliebt schmusend. Ob er versucht hätte, mich darin zu vernaschen? Er war so einfallsreich in Sachen Liebe. Kein Ort war ihm heilig, nicht einmal der Reichstag. Wehmütig denke ich an meinen Geburtstag zurück ...
Bevor ich ihn jetzt allerdings verkläre, rufe ich mir seine dunklen Seiten ins Gedächtnis. Vor lauter Verliebtsein hatte ich diese völlig übersehen. Abgesehen davon, dass er verheiratet war. Trotz dieser Tatsache war es seine Eifersucht, die an meinen Nerven zehrte. Die wie ein Schatten über unserer Beziehung hing. Er bestand darauf, dass ich nur ihm gehörte. Wenn ich mich mit männlichen Kollegen unterhielt, vermutete er schon ein Techtelmechtel. Seine zwanghafte Neurose, mich besitzen zu wollen, engte mich beängstigend ein. Aber von seiner liebevollen Ader ließ ich mich jedes Mal beschwichtigen. Verlor mich mehr und mehr in ihm. Ging vollständig auf in dieser Liebe. Wenn er beim Geschlechtsverkehr in mich eindrang und dabei zärtlich »Ich liebe dich« flüsterte, kullerten mir vor Glück Tränen über die Wangen. Wie jetzt auch. Sein Gesicht vor Augen, das mit dem verklärten Ausdruck kurz vor seinem Orgasmus, welches ich so sehr geliebt habe, verursacht einen wahren Tränensturz.
Entschlossen wische ich mir die Tränen aus dem Gesicht, setzte meinen Spaziergang fort. Unter keinen Umständen lasse ich mir von miesen Gedanken den herrlichen Tag verderben.
Die Weite und die Ruhe, nur unterbrochen vom Kreischen der Möwen, entschädigen mich für alles und meine Stimmung hebt sich merklich. Ich fühle mich wohl, obwohl ich allein durch den Sand stakse. Diese Gegend hat eine besondere Wirkung auf mich. Zufrieden blicke ich über das Wasser in die Unendlichkeit. Das wird nicht mein letzter Besuch an diesem wunderbaren Ort sein ...
Die Sonne und ihre Strahlen, die sich in den Wellen brechen, stacheln meine Glückshormone an.
So kehre ich zum Strandkorb zurück und entledige mich aller Kleidung bis auf den Bikini. Im geschützten Korb ist es dazu warm genug. Dabei werde ich gespannt von meinem Strandkorbvermieter beobachtet. Um seinen Augen zu entgehen, kuschle ich mich tief in meinen Sitz, obwohl mir die interessierten Blicke schmeicheln. Es fühlt sich herrlich an, in der Sonne zu hocken und ihre Strahlen warm auf meinem Körper zu fühlen, während rundum der Sturm und das Meer toben. Ich kann die Energie richtiggehend spüren, die mir die Sonne verleiht. Ein zufriedenes Lächeln breitet sich über mein Gesicht.
Heimlich beobachte ich den jungen Mann, wie er einer Familie den Strandkorb auf das Meer ausrichtet. Eine verwegene Ausstrahlung umgibt ihn, er wirkt ein bisschen wie ein Abenteurer. Die dunkelblonden, ein wenig längeren Haare hängen ihm wirr ins Gesicht, er streicht sie immer wieder nach hinten. Bei dem Wind eine sinnlose Geste, aber äußerst anziehend. So wie er zupackt und den Korb über den Sand zieht, scheint er kräftig zu sein. Als er sich jetzt zu seiner vollen Größe aufrichtet, schaut er mir direkt ins Gesicht. Ein braun gebranntes Lausbubengesicht lächelt mich breit an. Kann es sein, dass er tatsächlich etwas von mir will?
Ach komm, der könnte dein Sohn sein, schimpfe ich mich aus. Der macht sich nur einen Spaß mit dir und greife betont uninteressiert zu meinem Handy. Er wendet sich mit einem Achselzucken ab. Ich wähle Johannas Nummer. Seit Grundschulzeiten sind wir befreundet und sie stand mir während der schwierigen Phase nach Bernds Ausraster treu zu Seite. Für Bernd hat sie allerdings nicht viel über.
»Wo treibst du dich denn herum? Täusche ich mich, oder höre ich da im Hintergrund Wellen schlagen?«, fragt sie überrascht.
»Du liegst richtig. Ich befinde mich in einem entzückenden Seebad an der Ostsee, in Warnemünde. Würde dir auch gefallen, wenn man mal von dem kalten Wind absieht. Ein herrlich langer Sandstrand zieht sich zwischen Dünen und Meer dahin. So an die drei Kilometer habe ich mir sagen lassen.«
»Klingt gut. Aber du weißt, ich bin ein Italienfan und liebe eher die schwüle Hitze als den kühlen Wind«, antwortet sie schmunzelnd.
»Ja, allerdings würden dich die Boutiquen begeistern, die wie Perlen an der Flaniermeile des Ostseebades aufgefädelt sind. Ich hab da gestern einen Schuhladen entdeckt ... So phantasievolle Schuhe hast du noch nicht mal in Italien gesehen. Und es sind genauso viele Leute unterwegs wie in Lignano in der Einkaufsstraße.«
»Das überrascht mich. Ich dachte, an der Ostsee geht es gemütlicher zu als an der Adriaküste.«
»Das dachte ich auch. Daher war ich leicht beunruhigt, als ich die vielen Menschen gesehen habe. Es ist aber kein Vergleich mit den Urlaubsregionen an der oberen Adria. Hier ist es trotz der vielen Besucher, die rund um den ersten Mai das Stromerwachen feiern, eher ruhig. Das Temperament der Italiener schlägt Gott sei Dank nicht durch.«
»Stromerwachen?«, fragt sie neugierig.
»So wird das Volksfest genannt, das jährlich den Start in die Saison begrüßt. Sein Name stammt von der Flaniermeile am Hafen ab, dem Alten Strom. Zu den unzähligen Boutiquen gesellen sich an diesem Wochenende eine Menge kleiner Verkaufsstände mit Leckereien aus der Umgebung. Hab mich da gestern durchgegessen ...«
»Und, lecker?«
»Sehr, bis auf die lästigen Möwen. Die Biester sind so frech, dass sie einem das Essen aus den Fingern stibitzen. Mir hat doch glatt so ein Vogel eine knusprig panierte Garnele geklaut, die ich gerade zum Mund führen wollte.«
»Dann kann man nur hoffen, dass die Garnelen geschmeckt haben, dir und der Möwe«, meint sie herzlich lachend.
»Mir schon«, antworte ich trocken.
»Wie bist du eigentlich auf Warnemünde gekommen?«
»Arno, du weißt schon, mein Kollege aus dem Büro, hat mir diesen Ort wärmstens empfohlen. Ohne sein ständiges Insistieren ›Lisa, gönn dir ein paar erholsame Tage‹ hätte ich die Feiertage um den ersten Mai wohl nur in meiner Berliner Wohnung vergammelt. In Gedenken an Bernd.«
»Spuckt dir der Kerl immer noch im Kopf herum? Du weißt, dass dir das nicht guttut«, klingt sie äußerst besorgt.
»Ja«, antworte ich gedehnt, »aber ich werde die Gedanken an ihn hier abschütteln. Schließlich habe ich bereits einen Verehrer gefunden.«
»Ja?«, fragt sie interessiert. »Wen denn?«
»Da gibt es einen jungen Mann, der die Strandkörbe vermietet. Irgendwie schielt er ständig zu mir. Hat vorhin gemeint, ich solle mir einen ›Ersatz‹ suchen.«
»Einen Ersatz? Wofür?«, will sie überrascht wissen.
»Ich habe aufgeseufzt und er hat das richtig als Liebeskummer interpretiert. Und mir empfohlen, mich eben um einen ›Ersatz‹ umzusehen. Ich habe ihn im Verdacht, dass er sich als solchen anbieten möchte«, lächle ich versonnen vor mich hin.
»Das klingt ja vielversprechend. Und, wie sind deine Absichten?«
»Ich weiß nicht. Der könnte mein Sohn sein. Du weißt ja, junge Männer sind nicht so meins. Außerdem ... Ach, ich bilde mir das sicher nur ein. Was wird der schon von mir wollen? Meine Entzugserscheinungen von Bernd spielen mir da wahrscheinlich einen Streich«, lache ich mich nun selber aus.
»Der Tag ist noch nicht zu Ende. Wer weiß, was da noch so alles passieren kann. Genieße deinen Aufenthalt, lass dir nix entgegen und sei offen für alles«, gibt sie mir mit warmer Stimme mit auf den Weg, bevor wir das Telefonat beenden.
Mittlerweile nähert sich der Abend mit riesigen Schritten, es wird merklich kühler. Schnell schlüpfe ich in T-Shirt und Jeans und mache es mir erneut in meinem Korb gemütlich, um den wunderbaren Ausblick und das tosende Meer zu bestaunen. Ob ich bis Sonnenuntergang hier sitzen bleiben kann? Die Sonne müsste direkt im Meer versinken. Was gibt es Schöneres als dieses Schauspiel? Noch dazu um diese Jahreszeit, in der die Sonne spät am Abend untergeht? Ich habe völlig vergessen zu fragen, wann die Strandkörbe geschlossen werden.
Plötzlich verdunkelt sich die Sonne.
Ich sehe auf und schaue in die begehrlich wirkenden Augen des jungen Strandkorbmannes. Sein Blick ruht auf meinem wohlgerundeten Dekolleté, davon konnte er die Augen schon heute Morgen nicht lassen. Eine gewisse Spannung geht von ihm aus, da ist etwas zwischen uns, das ich nicht greifen kann. Irgendwie prickelt es. Sein Blick zieht mich magisch an. Und aus.
»Was gibt’s?«, will ich wissen.
»Feierabend, ich schließe.«
»Kann ich ein bisschen länger bleiben?«, frage ich kokett.
»Kostet extra«, meint er mit einem anzüglichen Grinsen.
Wie er mich dabei ansieht, ist mir ziemlich schnell klar, was es damit auf sich hat. Ich bin mehr als perplex, so ein Zahlungsmittel hat noch keiner von mir verlangt. Auf der anderen Seite regt sich bei mir etwas, das mir allerdings die Röte ins Gesicht treibt. Schließlich bin ich kein Flittchen, das für eine Stunde mehr im Strandkorb mit einem unbekannten, wenn auch attraktiven Mann schläft. Was denkt sich der eigentlich? Nur weil ich Liebeskummer habe, bin ich leicht zu haben? Aber – oh Gott – sein doppeldeutiger Blick zeigt Wirkung. Ist es die lange Enthaltsamkeit?
Zwischen meinen Beinen beginnt es zu kribbeln, meine Brustwarzen werden hart. Was natürlich durch das T-Shirt hindurch sofort zu sehen ist. Und nicht unbemerkt bleibt, wie ich an den begehrlicher werdenden, trotzdem spöttischen Augen erkennen kann.
Er durchbohrt mich förmlich mit seinem Blick.
Was wird das?
»Also Süße, was willst du jetzt?«
Sind wir jetzt schon beim Du? Wo bleibt die Höflichkeit gegenüber Gästen? Aber diese Stimme, diese Art, »Süße« auszusprechen ... mein Kribbeln verstärkt sich.
»Noch bis Sonnenuntergang hier sitzen bleiben«, antworte ich trotzig.
»Okay«, meint er lakonisch.
Beugt sich herab, greift mit seiner rechten Hand in meinen Nacken, an den Haaren ziehend biegt er meinen Kopf nach hinten. Sein Gesicht kommt meinem immer näher, wir schauen uns in die Augen, während seine Lippen die meinigen berühren.
Es wird kein zarter Kuss, keine vorsichtige Annäherung von zwei Menschen, die sich nicht kennen. Nein, seine Zunge stößt direkt in meinen Mund und beginnt sogleich intensiv, diesen zu erkunden.
Mir wird heiß und kalt. Ich spüre, wie die Lust in mir erwacht. Meine Zunge fängt an, mit der seinen zu spielen. Wir liefern uns einen lustvollen Kampf, der mein Begehren ansteigen lässt.
Plötzlich spüre ich seine freie Hand auf meiner rechten Brust. Trotz seiner großen Hände hat er Mühe, meinen Busen mit einer zu umfassen. Dafür drückt er ihn heftig mit seinen Fingern, sodass ich vor Lust aufstöhne. Mein Körper reagiert auf diesen Mann, ob ich will oder nicht. Meine Zunge, mein Mund saugen sich an ihm fest. Meine Brust drücke ich gegen seine Hand, weil ich die kräftigen Finger noch intensiver auf meinem schon höchst erregten Busen fühlen möchte.
Mein Körper vibriert, und ich spüre das Verlangen, das sich in meinem Geschlechtsteil breitmacht. Seine Finger lösen sich von meiner Brust und er beginnt mit seiner Handfläche, meine Brustwarze zu massieren. Oh Gott, wie mich das erregt. Ich drücke meinen rechten Busen gegen seine Handfläche. Überraschend lässt er meinen Kopf los, der damit in den Nacken fällt und an der Rückwand des Strandkorbes hart zum Liegen kommt. Seine rechte Hand dagegen ist ziemlich schnell auf meiner linken Brust und kopiert das Tun der anderen. Ich stöhne auf und drücke beide Brüste noch tiefer in seine Handflächen. Er umschließt diese mit seinen Fingern und knetet.
Erregung breitet sich in meinem ganzen Körper aus. Ich erbebe unter seinen Berührungen. Er muss es spüren, denn nun gleiten seine Hände seitlich an meinem Rumpf hinab. Über die Hüften treffen sie auf die Außenseiten der Oberschenkel und bewegen sich langsam auf die Vorderseite meiner Schenkel, wo sie kurz ruhig liegen bleiben. Um dann anzufangen, vorsichtig zu kreisen, wobei sich die jeweiligen Daumen kriechend an die Innenseite meiner Schenkel drängen. Mein Becken beginnt von selbst, sich seinen kreisenden Händen anzunähern. Er packt fester zu. Seine Daumen streichen meinen Venushügel entlang, rauf und runter, halten kurz inne, um schließlich hart dagegen zu drücken, was mir ein lautes Stöhnen entlockt.
Auf einmal sind seine Hände weg, nichts spüre ich mehr von ihm. Verdutzt öffne ich die Augen, blinzle gegen die Sonne, denn er steht nicht mehr gebeugt über mir, sondern kniet vor mir im Sand.
Unvermittelt schiebt er seine Hände hinter meine Hüften und zieht mich mit einem Ruck ein Stück nach vorne, sodass ich knapp an der Kante des Strandkorbs zum Sitzen komme. Die Sonne hinter ihm ist im Begriff unterzugehen, ein roter Ball nähert sich dem Wasser, um verschlungen zu werden.
Ich fühle mich gerade ähnlich, möchte von dem Mann, der Lust und meiner stärker werdenden Leidenschaft verschlungen werden. Ich habe völlig vergessen, dass ich auf einem öffentlichen Strand sitze und vereinzelt noch Leute am Meer entlang spazieren. Mein Begehren hat überhand gewonnen.Seine Finger machen sich an meinem Gürtel zu schaffen, öffnen den Knopf meiner Jeans und den Reißverschluss.
Mir wird heißer, ich lege den Kopf zurück und warte, was mit mir passieren wird. Er schiebt Jeans und Slip gleichzeitig über meine Hüften. Ich helfe mit, indem ich meinen Hintern leicht anhebe. Er streift mir beides die Beine entlang, bis es um die Fußfesseln herum zum Liegen kommt. Nun sitze ich mit entblößtem Geschlechtsteil in der untergehenden Sonne. Vor mir kniet ein völlig bekleideter Mann, dem seine Anspannung durch seine intensiven Atemzüge anzumerken ist.
Er legt beide Hände auf meine nun nackten Oberschenkel und drückt die fest zusammengepressten Beine auseinander. Seine Daumen streifen über mein Geschlecht, fahren die Ritze entlang, öffnen diese leicht. Meine Erregung ist deutlich spür- und sichtbar, ein nasser Film klebt auf den schwarzen Härchen, zieht sich die Schenkel entlang. Er leckt sich die Lippen, beugt sich hinab und schiebt seinen Kopf zwischen meine Beine. Seine Daumen öffnen die Spalte etwas mehr.
»Oh, oh«, entfährt es mir, als seine Zunge dabei ist, mich zu erkunden. Nicht gefühlvoll und zärtlich, nein, wild und fordernd. Er saugt, lutscht, leckt, dass mir hören und sehen vergehen. Es ist, es ist – zum Wahnsinnigwerden. Ich keuche und stöhne, während sich seine Zunge in meiner Scheide auf und ab bewegt, tief hineinstößt, sich fast fest beißt an meinen Schamlippen. Seine Zunge fühlt sich hart an, wie ein knochenharter Penis. Er dringt tiefer in mich, keucht dabei.
Ich ergreife seinen Kopf, drücke ihn kräftig zwischen meine Schenkel. Fühle meine Leidenschaft aufbäumen. Mein Becken bewegt sich rhythmisch mit seiner Zunge auf und ab. Ich stöhne lauter, spüre, wie meine Begierde größer und größer wird, zu einer Ekstase anwächst. Ich nehme meine Hände von seinem Kopf, stütze mich damit an den Kanten des Sitzes ab, dränge ihm mein Becken entgegen. Nur noch in der Lust des Augenblicks gefangen.
Diese überrollt mich, von meinem Geschlecht ausgehend über meinen Körper, meine Brüste, mein Gehirn – und zurück in mein Allerheiligstes. Der Moment ist gekommen, ich nähere mich dem Höhepunkt. Mit einem kurzen, spitzen Aufschrei, gefolgt von einem langen Stöhnen, dringt dieses Glücksgefühl aus meinem Körper heraus. Die gesamte Anspannung lässt los, ich sinke zurück.
Seine Zunge bewegt sich noch leicht in mir. Seine Hände, welche die ganze Zeit auf meinen Oberschenkeln geruht haben, setzen sich in Bewegung. Seine Daumen drücken auf die Innenseite der Schenkel und schieben sich dabei auf und abwärts. Das tun sie weiterhin, während seine Zunge mein Geschlecht verlässt.
Ich sitze da, mit gespreizten Beinen, die feuchte Lust glänzt auf meinen Schamhaaren, läuft die Oberschenkel entlang. Auch sein Mund, der sich meinem nähert, ist voll davon. Er richtet sich halb auf, zieht meinen Kopf in den Nacken und dringt mit seiner Zunge ziemlich brutal zwischen meine leicht geöffneten Lippen. Ich schmecke meine eigene Wollust, sie ist so intensiv, wie schon lange nicht mehr. Das turnt mich erneut an.
Doch er zieht nochmals meinen Kopf an den Haaren ein Stück zurück, sieht mir tief in die Augen und steht auf. »Morgen bist du dran mit Verwöhnen, Süße!« Spricht´s, dreht sich um und geht.
Und lässt mich halb nackt, keuchend und erregt da sitzen. Die Sonne ist mittlerweile im Meer versunken, die Dämmerung ist bereits ziemlich ausgeprägt, trotzdem bin ich gut sichtbar. Ich schaue mich unsicher um und sehe zwei Männer, die mich beobachten.
Na super, denke ich mir. Hoffentlich glauben die nicht, dass sie jetzt dasselbe kriegen. In dem Moment bemerke ich, dass sich die zwei an den Händen halten und der eine dem anderen zwischen die Beine greift und dort leicht auf und ab fährt.
Wir haben den beiden typisch Lust gemacht. Ich lege das Handtuch über meinen entblößten Unterkörper, bleibe noch eine Weile sitzen, um mich zu beruhigen und das Geschehene zu verdauen.
Ein unbeschreibliches Gefühl ist in mir. Pures Entzücken. Was sich der junge Mann denken wird, dass ich mich der Begierde so hingegeben habe? Die Schamesröte steigt mir nachträglich ins Gesicht, gleichzeitig bin ich mir sicher, dass ich strahle. Wie immer nach einem herrlichen Orgasmus. Und trotz des Schamgefühls hätte ich nichts gegen eine Wiederholung einzuwenden. So als Therapie.
***
Am nächsten Tag meide ich den Strandkorbverleih. Bei Sonnenschein schäme ich mich für mein Verhalten. Wobei, wenn ich daran zurückdenke, wird mir sofort heiß. Und ein Lächeln schwebt um meine Lippen. Ist doch toll, wenn man als Frau in einem eher fortgeschrittenen Alter noch so eine Erfahrung erleben darf.
Ob uns wohl viele beobachtet haben, vielleicht auch dieser Mann, der mich gerade so anstarrt? Ich beschließe, diese Episode als erotisches Erlebnis in meinem Gehirn abzuspeichern und sie als schöne Erinnerung mitzunehmen. Sie allerdings nie jemanden zu erzählen.
Ob Bernd recht hatte, als er mich beim Abschied ein Luder nannte? Wenn mich die Lust überkommt, dann vergesse ich mich manchmal. So wie gestern Abend. Oder wie bei Conrad.
Conrad, Bernds Freund – obwohl ich mir da bei »Freundschaft« nicht so sicher bin. Denn wieso hat dieser Typ mich von Anfang an angebaggert? Aber die Frage ist eher: Wieso habe ich mich ihm hingegeben? Nie werde ich verstehen, warum ich mich mit diesem Widerling eingelassen habe. Klar, ich wollte mich an Bernd rächen, weil er nach unserem Schiurlaub im Januar abgetaucht war. Musste ich dazu ausgerechnet mit Conrad schlafen? Noch heute, auch unter den Strahlen der Sonne, läuft es mir kalt über den Rücken, wenn ich daran zurückdenke. Dabei wusste ich doch, dass Conrad ein Arschloch ist. Intrigant und nur auf seinen Vorteil bedacht.
Beim Spaziergang die Küste entlang gehe ich zum tausendsten Mal in Gedanken das letzte Telefonat mit Conrad durch, das ich nach dem Aus mit Bernd führte. Er gestand dabei, die Intrige mit Markus, meiner Silvesterbekanntschaft, eingefädelt zu haben.
Markus war der Mann, der eines Abends unerwartet vor meiner Haustür stand, als ich nach einem ungeplanten Abendessen mit Bernd gemeinsam nach Hause kam. Laut Conrad sollte er absichtlich auf Bernd und mich treffen. Angeblich auf Bernds Wunsch, der mich loswerden wollte. Umso mit einer Eifersuchtsszene eine Trennung herbeizuführen. Wegen einer anderen, nicht so »anspruchsvollen« Geliebten, wie Conrad es formulierte. Allerdings fehlt mir der Glaube an diese Geschichte. Bernd ist nicht der Typ, der solche Spielchen treibt. Conrad schon. Ein skrupelloser Mensch, der sich nimmt, was er will. Beruflich und privat. Und mich wollte er. Daher denke ich nach wie vor, der Schachzug ging von ihm aus. Mich konnte er so nicht gewinnen, dafür verlor ich Bernd …
Markus. Der kam ähnlich überfallartig in mein Leben wie gestern der junge Mann. Es war nichts als pure Fleischeslust, die mich mit ihm eine lustvolle Silvesternacht erleben ließ. Auf Conrads Silvesterparty. Und wenn ich mir das jetzt so im Nachhinein durch den Kopf gehen lasse, war ebenfalls meine Wut auf Bernd der Auslöser, dass ich mich Markus hingegeben hatte. Irgendwie schon eigenartig. Immer, wenn sich mein Lover nicht bei mir rührte, ging ich fremd. Was wollte ich mir beweisen?
Wahrscheinlich meine Unabhängigkeit. Schließlich war Bernd verheiratet und wir in einer losen Affäre verbandelt. Wir nannten sie »die Leichtigkeit des Seins«. Jeder konnte tun und lassen, was er wollte. Hin und wieder taten wir es zusammen.
In letzter Zeit überkommen mich des Öfteren Zweifel, ob es wirklich Liebe war, die mich so an Bernd fesselte. Vielleicht bestand die Anziehungskraft in der herrlichen sexuellen Befriedigung, die mir dieser Mann verschaffen konnte? Denn kaum vermisste ich diese, bot sich mir die Gelegenheit eines neuen Abenteuers. Als hätte ich dies magisch angezogen. Und ich sagte nicht »Nein«. Weder bei Conrad noch bei Markus. Oder jetzt, bei diesem Strandkorbvermieter.
Was hat Bernd in diesem letzten halben Jahr aus mir gemacht? Nie und nimmer hätte es früher einen One-Night-Stand mit einem Unbekannten gegeben oder diese zügellose Leidenschaft gestern Abend. Bin das ich? Die brave, bürgerliche Lisa, die ihre Befriedigung fast gänzlich aus ihrem Beruf zieht? Die ihr privates Leben vollkommen dem beruflichen Fortkommen unterordnet? Daran bin ich nach wie vor interessiert, aber seit der Zeit mit Bernd nehme ich mir private Freiräume und bin nicht mehr immer die Letzte, die aus dem Büro geht.
Trotzdem habe ich keinerlei Nachteile im Job, im Gegenteil. Mein Chef hat mir eine neue Aufgabe angeboten. Sehr reizvoll. Allerdings will er mich von keiner der anderen entbinden. Als ob mich mein Produktmanagement, das mich durch die halbe Welt reisen lässt, nicht genug auslasten würde. Unsere Erdöl fördernden Kunden sind extrem anspruchsvoll. Ständige fordern sie zusätzliche Funktionen für die Software, die sie bei der Erforschung von Erdölfeldern unterstützt. Und dann die Schulungen, die ich so »nebenbei« für all meine Kollegen über Produkt und Sicherheit halte.
Reizen würde mich die angebotene Herausforderung schon … Auch ein Grund, warum ich am Strand herumlaufe. Ich muss mich entscheiden, ob ich meinen Arbeitsbereich ausdehnen möchte.
Durch das Grübeln war ich so in Gedanken versunken, dass ich einfach weiter getrottet bin, ohne auf die Umgebung zu achten. Weit und breit ist nichts mehr von dem schönen Strandabschnitt zu erkennen, von dem ich aufgebrochen bin. Ich bin wohl schon an der Steilküste Stoltera angelangt, in die der Strand von Warnemünde übergeht. Neben mir ragt nur mehr eine eher bröckelige Wand aus Sand, Erde und Geröll steil in die Höhe. Das sind gute zwanzig Meter, überlege ich, während ich diese Naturerscheinung genauer betrachte. Baumspitzen lugen über das Kliff. Manche wachsen nah am Abgrund, die Wurzeln liegen zum Teil entblößt an der Oberfläche oder ragen aus der Wand heraus. Die Meeresbrandung scheint hier ordentlich am Werk zu sein, denke ich. Wie lange es noch braucht und der Baum da oben, der sich schon gefährlich über den Abhang beugt, wird herunterfallen?
Der Strandabschnitt ist immens schmal und steinig geworden, von Sandstrand keine Rede mehr. Die Möwen flattern aufgeregt hin und her, lassen sich auf den Steinen, die aus dem Meer ragen, nieder und kreischen um die Wette. Müde und hungrig drehe ich um. Es dauert eine Weile, bis auf dem Rückweg mein Hotel mit seiner imposanten Höhe in der Ferne auftaucht. Ich seufze erleichtert auf.
Meine Gedanken schweifen zu meinem gestrigen Erlebnis. Ich ertappe mich dabei, wie ich darüber nachdenke, was er mit seinem »Morgen bist du dran zum Verwöhnen« gemeint haben könnte ...
»Kommt gar nicht in Frage«, sage ich laut zu mir selbst, »was glaubt der eigentlich?« Je näher allerdings der Strandabschnitt mit den Strandkörben kommt, desto intensiver werden meine Erinnerungen. Und mein Verlangen. Dumme Gans, schimpfe ich mit mir. In deinem Alter solltest du klüger und nicht mehr auf das schnelle Abenteuer aus sein. Aber – lassen sich Lust und Leidenschaft je unterbinden? Und vor allem – was habe ich zu verlieren? Einen Abend allein im Hotelzimmer oder ...
Doch zuerst muss mein Hunger gestillt werden. Das lange Wandern hat mich mehr angestrengt, als ich wahrhaben möchte. Ich entscheide mich für ein saftiges Steak im Steak-Restaurant Hurricane an der Seestraße. Vielleicht lenkt mich das ab und bringt meine Begierde zum Verschwinden.
Ein Tisch in einer Nische direkt bei der Fensterfront scheint auf mich gewartet zu haben, und ich lasse mich müde nieder. Mein Blick schweift die Düne hinauf und ich kann die Sonnensegel der Strandkörbe erkennen. Ob er sich vielleicht gerade überlegt, ob ich heute auftauche? Noch kämpfe ich mit mir. Und denke, eher nicht. Das passt doch nicht zu mir …
Bei einer freundlichen Kellnerin mit einem fantastischen Kurzhaarschnitt bestelle ich ein Lady Rumpsteak. Steak und Folienkartoffel schmecken nicht nur ausgezeichnet, sondern machen mich auch wohlig satt. Und dieses Gefühl hat immer schon meine Lust auf körperliche Befriedigung angestachelt. Was mein Ex-Mann gar nicht nachvollziehen konnte, Bernd dafür umso besser. Ach Bernd, seufze ich gedanklich auf. Wie haben wir doch harmoniert. Immer und überall. Mein Körper beginnt zu vibrieren, ich sehne mich regelrecht nach Berührung. Von Bernd. Aber der ist nicht greifbar. Warum nicht wieder von dem jungen Mann?
Ich zahle schnell, um mich von den Gedanken der Lüsternheit abzulenken, und wende mich vor dem Lokal direkt in Richtung meines Hotels. Ich kann doch nicht … Doch mein Blick fällt auf die Strandkörbe … Ich bräuchte nur die Stufen hinauf zum Strand … Ob er überhaupt da ist?
Die Sonne versinkt bald im Meer, also die Zeit, in der es gestern passierte. Meine Neugier nimmt überhand. Und das Begehren.
Gemächlich schleiche ich mich über die Düne an, will es so aussehen lassen, als schlendere ich zufällig vorbei. Durch meine dunkle Sonnenbrille hindurch kann ich ungesehen meine Augen wandern lassen, aber ich entdecke ihn nirgends. Gott sei Dank, denke ich, anderseits bin ich leicht enttäuscht. Als ich mich abwenden will, steht er plötzlich vor mir.
»Dachte schon, du kommst nicht mehr«, nimmt mich bei der Hand und zieht mich zu dem einzigen noch offenen Strandkorb. Dort drückt er mich an meinen Schultern auf den Sitz und bleibt vor mir stehen.
Ich sitze da wie ein braves, etwas ängstliches kleines Mädchen und habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Bevor ich mir drüber im Klaren bin, was ich eigentlich will, beginnt das Spiel wie am Abend zuvor. Seine Hand fährt hinter meinen Nacken, biegt meinen Kopf zurück, er blickt mir in die Augen und meint: »Haste es gestern wohl genossen, was?«
Sein Mund trifft hart auf meinen, seine Zunge bahnt sich ungestüm einen Weg in meinen Mund und der leidenschaftliche Kampf der Zungen beginnt von vorne. Meine Nackenhaare stellen sich auf, ich merke, wie sich mein Verstand wieder einmal verabschiedet, und die Lust seinen Platz übernimmt.
Erneut spüre ich eine Hand auf meiner Brust, die sogleich wild zu kneten anfängt. Es turnt mich sofort an. Schon fühle ich die lustvolle Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen, die Erregung in meinem Bauch ziehen, hoffend, dass seine Hände mich bald an den Stellen berühren, wo mein Verlangen sitzt. Als ob er meine Gedanken lesen könnte, lässt er mich los. Diesmal jedoch bleibt er stehen, kein Kniefall vor mir.
Verwundert blicke ich auf und begreife im nächsten Moment, was er mit »Morgen bist du dran zum Verwöhnen« gemeint hat. Er öffnet den Gürtel seiner Jeans, nestelt an seinen vielen, kleinen Knöpfen am Hosenschlitz herum. Seine Augen beobachten mich aufmerksam.
Mir wird schon wieder heiß und kalt, wenn ich daran denke, was gleich auf mich zukommt. Gebannt starre ich auf seine Bewegungen. Er schiebt die Jeans nur wenig über seine Hüften, von hinten fällt es wahrscheinlich nicht auf, dass sie nun etwas tiefer sitzt. Er trägt nichts unter seiner Jeans, außer einem mächtigen Geschlechtsteil, das nun aus seiner Hose quillt.
Das ist ja ein überwältigendes Ding!, durchfährt es mich siedend heiß. Er legt seinen rechten Zeigefinger unter mein Kinn und hebt meinen Kopf leicht an. Dabei bewegt er sich mit ein paar winzigen Schritten auf mich zu. Direkt vor meinem Gesicht bleibt er stehen, seine Hände berühren links und rechts meine Wangen und so führt er mich seiner erregten Männlichkeit zu. Er schließt die Augen und mit einem leichten Zittern seines Gliedes und einem heißen Stöhnen fordert er mich auf, es ihm zu besorgen.
Ich bin völlig paralysiert, diese Situation ist mir neu. Gleichzeitig reizt sie mich ungemein, denn ein Mann steht in der Öffentlichkeit mit entblößtem Penis und erwartet von mir, dass ich ihn befriedige. Blowjobs sind nicht so meins, außer ich liebe den Mann. Aber einen Unbekannten? Doch dann lässt der Anblick dieses Prachtexemplars meine Sinne schwinden ...
Also strecke ich meine Zunge heraus, berühre sanft seine Eichel und streiche darüber. Danach knabbere ich zart mit meinen Lippen an seiner Spitze, setze leicht die Zähne ein. Vorsichtig. Es scheint ihn anzumachen, denn er stöhnt auf. Auch mich erregt es kolossal, an seinem Schwanz zu lutschen und zu naschen. Mein Becken fängt automatisch an, sich im Rhythmus meiner Lippen zu bewegen.
So öffne ich diese ein Stück weiter, sauge mehr von dem mächtigen Ding in mich hinein. Lasse die Lippen hinauf wandern, bis die Eichel in meinem Mund verschwindet, dann zurück, bis nur mehr die vorderste Spitze zwischen meinen Lippen verbleibt. So geht es eine Weile hin und her, während er und ich voll Lust dabei stöhnen.
Er will mehr. Das erkenne ich daran, dass er versucht, seinen Steifen tiefer in meinen Schlund zu stecken. So schnell möchte ich das nicht und drücke mit der Zunge gegen seinen Schwanz und diesen somit aus meinem Mund. Lecke verführerisch über seine rote, angeschwollene Eichel. Es turnt mich unheimlich an, diesen Mann nur mit meinem Mund in Ekstase zu versetzen. Ich streiche mit der Zunge den Schaft entlang, lecke seine Hoden, was zu einem lauten Aufstöhnen seinerseits führt. Ich schlecke weiter, sanft, dann intensiver, knabbere sacht an seinen Säcken und kehre über den Penisschaft zurück an die Eichel. Da verliere ich das himmlische Stück.
Sein Stiel zuckt vor meinem Gesicht auf und ab, ich nehme ihn erneut zwischen meine Lippen und sauge daran. Immer heftiger, auch meine Zähne kommen ein klein wenig zum Einsatz. Sein lustbetontes Stöhnen zeigt mir, dass ich mit meinen Aktionen richtig liege. Meine Begierde wächst mit seiner, ich spüre die Feuchtigkeit aus meiner Ritze rinnen. Ich drücke meine Oberschenkel zusammen und bewege mein Becken im gleichen Rhythmus, wie ich meine Lippen immer gieriger über das steife Glied stülpe und tiefer in mich hineinsauge.
Oh, am liebsten würde ich zubeißen, so lustvoll fühlt sich das an. Ich sauge und sauge, sein Penis verschwindet mehr und mehr in meinem Mund. Schon stößt er im Rachen an. Ich lasse ihn vorsichtig ein bisschen herausrutschen, damit ich eine größere Bewegungsfreiheit für meine Lippen bekomme und somit mehr Genuss für beide. Meine Lüsternheit nimmt überhand. Mein Nuckeln wird kräftiger, schneller, ich keuche und merke an seinem Druck und seinem Stöhnen, dass es ihm bald kommt. Unerwartet pressen sich seine Hände auf meinen Hinterkopf, sein Schwanz wird tief in meinen Rachen gedrückt. Es überkommt mich fast ein Brechreiz, aber meine Wollust ist stärker und ich komme mit einem lauten Schrei.
Dabei habe ich den Mund geöffnet und fühle, wie er in meinem offenen Mund kommt und lustvoll aufseufzt. Ich schließe meine Lippen mit dem Saft im Mund noch einmal um sein nun erschlaffendes Glied, nuckle leicht und spuke danach Penis und Saft aus. Er drückt mit einem Seufzen meinen Kopf gegen seinen Bauch. Nach einer Weile lässt er mich los, schüttelt sich und packt sein nun nicht mehr so mächtiges Ding zurück in die Jeans.
Erschöpft lehne ich mich an die Rückwand des Strandkorbs und schließe meine Augen. Als ich sie öffne, ist er schon fast verschwunden, und ich höre nur noch: »Bis Morgen!«
Abermals bleibe ich völlig fertig im Strandkorb sitzen und genieße die ungewöhnliche Situation nach. Auch wenn er mich diesmal überhaupt nicht berührt hat, meine Lust war unbeschreiblich. Immer noch kann ich das Zucken meiner Beine spüren. Ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus. Andere Männer können mich ebenso glücklich machen.
***
Der nächste Morgen ist herrlich. Der erste sonnige, warme Tag, an dem man sich nicht mehr einmummeln muss, um nicht durch den Wind zu erfrieren. Jeans und T-Shirt reichen beim Strandspaziergang. Dementsprechend viele Leute sind unterwegs. Die Möwen kreischen mit den Kindern um die Wette, lustige Drachen fliegen durch die Luft.
Ein unbeschwerter letzter Urlaubstag für mich. Nie hätte ich gedacht, dass mich die Ostsee mit seinen Strandkörben, den Dünen und dem tosenden Meer so faszinieren könnte. Oder liegt es eher an meinen erotischen Begegnungen mit diesem Unbekannten? Auch wenn ich im hellen Licht der Sonne daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut. Wie nicht daran denken? Mein ganzes Leben ist mir nichts Ähnliches widerfahren. Obwohl das mit Bernd nichts Alltägliches war und wir verrückte Sachen erlebt haben. Aber hier? Mit einem Unbekannten so intim in der Öffentlichkeit? Ohne zu sprechen? Ohne etwas zu wissen voneinander? Ich weiß nicht einmal, wie er heißt.
Dafür habe ich sein unwiderstehliches Lächeln vor mir. Vor meinem inneren Auge sehe ich ihn spöttisch grinsen, dabei verschwimmt dieses Bild mit Bernds Lächeln. Sie ähneln sich. Ach, sei nicht albern, schimpfe ich zum wiederholten Male mit mir, du kannst nicht in jedem Mann, der dich anlächelt, gleich Bernd erkennen. So besessen kannst du nicht sein.
Nein, es ist die Befriedigung. An der Ostseeküste im puritanischen Deutschland treffe ich auf einen Mann, der keine Hemmungen kennt und mein Blut bei tiefsten Temperaturen zum Wallen bringt. Nur der Gedanke daran lässt mich feucht werden.
Eigentlich müsste ich mich zu Tode genieren, aber – das Gegenteil ist der Fall. Ich bin stolz, dass ich mich darauf eingelassen habe.
Bernd hat mich verändert. Mutiger und selbstsicherer gemacht. Deshalb bin ich schon etwas kribbelig, wenn ich an den Abend denke. Ob er heute wohl abermals da ist? Sicher, denn beim Abschied meinte er: »Bis Morgen!« Ich kann den herrlichen Tag gar nicht so richtig genießen, so fiebere ich bereits dem Sonnenuntergang entgegen.
Fest steht für mich allerdings, dass ich diese erotischen Begegnungen als Geheimnis für mich behalten werde. Gleich, was heute Abend noch passiert. Es passt nicht zu mir und dem Bild, das Leute von mir haben. Das ich von mir habe. Nicht einmal Max, dem Freund, der meine intimsten Abenteuer kennt, werde ich etwas andeuten. Wie würde ich reagieren, wenn mir meine beste Freundin von so einem Erlebnis erzählen würde? Wäre ich schockiert? Oder würde ich sie beneiden? Wahrscheinlich beneiden, denn in einigen Träumen habe ich mich schon Unbekannten bei diversen Begebenheiten hingegeben. Vor allem in den letzten Wochen, als kein Bernd mehr da war, der mich verwöhnte. Aber in Wirklichkeit? Die kann besser sein als so mancher Traum, lächle ich selig vor mich hin.
Allerdings haben Bernd und ich unseren Trieben ebenfalls an allen möglichen und unmöglichen Orten freien Lauf gelassen. Zwar nie so exponiert wie hier am öffentlichen Strand, aber im vergangenen halben Jahr war mein Liebesleben mehr als außergewöhnlich. Aufregend. Und befriedigend. Johanna habe ich in diese Geheimnisse nie eingeweiht. Ich weiß bis heute nicht, ob sie so exzessive Liebestollerein gut finden würde. Deshalb wird sie auch nichts von dem Strandkorbabenteuer erfahren, trotz meiner Andeutungen am Telefon. Ich bin allerdings mit der Entwicklung meiner Ferien sehr zufrieden. Es fühlt sich gut an. Befreiend. In mein Herz zieht Frohmut ein und vertreibt die trüben Gedanken der letzten Zeit.
So genieße ich die Sonne und begebe ich mich auf eine lange Wanderung. Wer weiß, wann ich wieder die Gelegenheit habe, meine Zehen im Sand zu spüren. Herrlich, ich liebe es, barfuß in einem weichen Sand zu laufen. Heute ist das erste Mal Gelegenheit dazu, die warmen Turnschuhe konnten im Hotel bleiben.
Beim Spazierengehen lasse ich mir erneut das Angebot meines Chefs durch den Kopf gehen. Er will mich als Change Managerin in der Firma etablieren. Meinen Einwand, dass dies kein Job sei, den man so nebenbei zu den anderen Aufgaben erledigen könnte, wischte er mit einer abschätzenden Handbewegung beiseite. Kein Geld für neue Einstellungen, meinte er trocken. Es muss einer von unserer Gruppe herhalten. Und ich sei seiner Meinung nach am besten geeignet.
Es schmeichelt mir natürlich, für diese anspruchsvolle Aufgabe ausgewählt worden zu sein. Er weiß stets, auf welche Art und Weise er mir Aufträge schmackhaft machen kann, die andere nicht wollen. Anderseits – ich bin bis über beide Ohren ausgelastet. Auch wenn es bei genauem Überlegen Sinn macht, mir diese Rolle zu überantworten. Aber schaffe ich das zeitlich? Inhaltlich? Reizt es mich überhaupt? Mich mit Prozessen auseinanderzusetzen? Andere von der Notwendigkeit neuer Strukturen zu überzeugen? Von denen ich womöglich selbst nicht überzeugt bin? Denn ich bin bei Weitem nicht mit allem einverstanden, was so an Neuigkeiten zurzeit über uns im Konzern hereinbricht. Bei meinen Kunden kann ich schalten und walten, wie ich möchte. Die wissen, dass ich mich zu hundert Prozent für sie einsetze. Aber will ich mich intern so einbringen, wie ich das dann müsste? Ich bin mir nicht sicher. Obwohl mein Renommee in der Firma steigen würde, wenn ich diese verantwortungsvolle Herausforderung annähme. Es würde meiner Karriere einen kräftigen Schub verpassen und mich weiter nach oben treiben. Vielleicht in die Chefetage?
Schon erstaunlich, wie schnell ich mich von einem Juniorberater in meine jetzige Position hochgearbeitet habe. Und das ohne Hilfe und Protektion. Nur durch meine Leistung und kompetente Art. Ich war schon über vierzig und frisch geschieden, als ich mich auch beruflich für einen kompletten Neustart entschieden hatte und in eine völlig fremde Branche einstieg. Abwechslungsreiche, wenn auch sehr anstrengende Jahre liegen hinter mir, die mich berufsbedingt nach Saudi-Arabien, Indien und andere herausfordernde Länder geführt haben.
Privat dagegen hat sich in dieser Zeit bis auf ein paar erotische Abenteuer nicht viel abgespielt. Wie auch? Wenn man ständig auf Achse ist. Wie sollte sich da eine Bekanntschaft ergeben? Also bin ich vor ein paar Jahren nach Berlin gezogen, für einen Schreibtischjob und mehr Ruhe im Leben. Natürlich reise ich nach wie vor aus beruflichen Gründen um den Globus, aber annähernd nicht so häufig wie früher. Deshalb war ich über die Affäre mit Bernd dermaßen glücklich. Endlich ein Mann, der sich für mich begeisterte und am selben Ort wohnte. Na ja, vorbei ist vorbei. Dann eben weiterhin Karriere. Nur – will ich mich dieser neuen Herausforderung wirklich stellen? Irgendwie hätte ich nichts dagegen, es mal ruhiger laufen zu lassen.
Da ich mich nicht entscheiden kann, lege ich mir einige Argumente für ein weiteres Abstimmungsgespräch mit meinem Chef zurecht und diese Gedanken dann ad acta. Lasse mich lieber auf die herrliche Umgebung ein.
Mein Blick wandert über das Meer, das heute gemächlich vor sich hindümpelt. Keine Spur mehr von den tosenden Wellen der letzten Tage. Ein leicht fischiger Geruch des Wassers drängt sich in meine Nase. Ich drehe meinen Kopf in Richtung Sonne, um die warmen Strahlen auf meinem Gesicht noch mal intensiv zu spüren und sauge dieses Gefühl in mich auf, lausche dem Rauschen der Wellen und atme tief die frische Luft ein. Ein unvergleichliches Glücksgefühl kriecht durch meinen Körper. Fast hatte ich vergessen, dass es solche Glücksmomente geben kann.
Trotzdem gebe ich meinem knurrenden Magen nach und kehre bei der Ausflugsgaststätte Wilhelmshöhe ein. »Ein Paar Frankfurter, bitte«, bestelle ich freundlich bei dem asiatisch aussehenden Mann hinter dem Tresen. Sein verständnisloser Blick erinnert mich, dass ich nicht in Österreich bin. »Wiener Würstchen meinte ich«, lächle ich ihn entschuldigend an. Ja, die Sprache, die trennt uns tatsächlich.
Dabei verwenden wir auch in Österreich unterschiedliche Ausdrücke für diese Würstchen. Beim Opernball in Wien zum Beispiel geht´s vornehmer zu, da heißen sie Sacher Würstel.
Auf einem der Stühle, die direkt am Rand der Klippen mit kleinen Tischchen aufgestellt sind, lasse ich mich nieder und verzehre hungrig meine Würstel. Nachdenken regt den Appetit an. Und wer weiß, vielleicht verbrauche ich heute noch ein paar Kalorien. Mal sehen, was sich der junge Mann für den Abend ausgedacht hat.
Beim Verschlingen meiner Frankfurter muss ich an die Silvesterparty bei Conrad denken. Eine Swingerparty. Meine erste. Und bisher meine letzte. Ob ich je wieder auf so eine Party gehen würde? Unvergleichlich war sie schon … und dieser Ralph erst, ein süßer Junge, jünger als mein jetziges Strandkorbabenteuer. Damals verspürte ich ähnlichen Heißhunger wie jetzt und stürzte mich auf das Buffet. Ich war ausgelaugt, allerdings nicht durch einen langen Strandspaziergang.
Diese Party. Wehmütig schweifen meine Gedanken ab. Sie war schuld an meiner derzeitigen Singlesituation. Dort habe ich diesen Markus kennengelernt, der einige Wochen später urplötzlich vor meiner Wohnungstür stand und somit die Trennung von Bernd auslöste.
Markus ... hätte es Bernd nicht gegeben, wäre Markus eine Überlegung wert gewesen. Ein interessanter Mann. Wir eröffneten den erotischen Reigen auf dieser Party. Und ich genoss es. Mehr als das ...
Ursprünglich wollte ich dieses Fest nicht besuchen. Was soll ich auf einer Swinger Party?, fragte ich Bernd. Noch dazu ohne dich? Bernd musste Silvester mit seiner Frau feiern.
Doch er bestand darauf, dass ich Conrads Einladung folgte. Dieser erpresste Bernd mit dem Wissen von unserer Affäre und drohte, es Bernds Frau zu erzählen. Außer – ich würde zu seiner Party kommen. Zuerst wollte ich nicht. Wer weiß, was mich dort erwarten würde. Aber dann – entschied ich mich kurzfristig dafür. Aus Rache an Bernd. Einerseits, weil er unbedingt wollte, dass ich auf diese Party ging, anderseits, weil er seit Wochen keine Zeit mehr für mich hatte. Warum sollte ich mich da nicht amüsieren? Und lebte mich aus. Total und unbekümmert. Mit Markus, mit Ralph, mit Conrad ... nie hätte ich für möglich gehalten, was ich da so getrieben hatte. Es war einzigartig. Noch heute wundere ich mich über meine Ausdauer. Dieses Fest wird mir ewig in Erinnerung bleiben.
Den Tag danach versuche ich allerdings nach wie vor zu verdrängen. Warum musste Conrad Bernd alles haarklein erzählen? Ist es Freundschaft, wenn man am nächsten Morgen seinen besten Freund anruft und ihm genüsslich schildert, wie und vom wem seine Geliebte vernascht worden ist? Noch dazu, wenn man selbst ein »Erpresser« ist?
Bernd rastete daraufhin aus. Obwohl er vorher wusste, wissen musste, was sich auf dieser Party abspielen könnte. Nicht umsonst nannte sie Conrad »Swinger Party«. Trotzdem
