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Sowohl "Neueinsteigern" als auch Leitungskräften bietet dieses "Einsteigerwerk" viele nützliche Anregungen zur optimalen Bewältigung dieser so entscheidenden Phase am Anfang der Berufslaufbahn. Von der Bewerbung, über die Teamarbeit und die neue Rolle bis hin zu Zeitmanagement und rechtlichen Hinweisen werden die wichtigsten Informationen geboten. Die Autoren stehen für hohe Praxisrelevanz und Orientierung an den Bedürfnissen der "Neueinsteigerinnen" und der Kita-Leitung.
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Seitenzahl: 155
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Petra Stamer-Brandt/ Frank Tofern
Berufsstart Kita
© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2012 Alle Rechte vorbehalten www.herder.de Umschlaggestaltung: Reckels & Schneider-Reckels, Wiesbaden Umschlagbilder: Einblender Flipchart: © Hartmut W.Schmidt, Freiburg, alle anderen © Albert Josef Schmidt, Freiburg Grafiken auf den Seiten 6, 7, 9, 49 © Carl-Christian Brandt ISBN (E-Book): 978-3-451-34667-5 ISBN (Buch): 978-3-451-32598-4
Benutzerhinweise
Einleitung
Modul 1: Grundlagen und Vorüberlegungen
1 Entwicklungsaufgaben während des Berufseinstiegs
1.1 Phase des „Überlebens“ und Entdeckens
1.2 Ein Lebensereignis, das besonderer Aufmerksamkeit bedarf
1.3 Der Berufsneuling wird zur öffentlichen Person
1.4 Nachdenken über die eigene Erziehungsbiografie
1.5 Verantwortung der Einrichtung
Modul 2: Das passende Einrichtungsprofil finden
2 Wer passt zu wem? – die „richtige“ Einrichtung suchen
2.1 Der Weg über das Praktikum
2.2 Stellenanzeigen in Fachpublikationen
2.3. Die Jobsuche im Internet
2.4. Ein Stellengesuch aufgeben
2.5 Mit einer guten Bewerbung „punkten“
2.5.1 Das Deckblatt
2.5.2. Das Anschreiben
2.5.3 Der Lebenslauf
2.5.4 Formale Standards
2.6 Der erste persönliche Kontakt – das Job-Casting
2.6.1 Das Bewerbungsgespräch
2.6.2 Der Schnuppertag
2.6.3 Probearbeitstage
2.7 Der Arbeitsvertrag und die Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers
Modul 3: Erfolgreich einsteigen und den Job sichern
3 Die erste Hürde ist geschafft – jetzt wird durchgestartet
3.1 Probezeit – Weichenstellung für die Zukunft
3.2 Wie entsteht eine gute Arbeitsbeziehung?
3.3 Die Mitarbeiterbesprechung
3.4 Hilfreiches über Teamarbeit
3.4.1 Die Rolle des Neulings im Team
3.4.2 Die Berufsrolle einnehmen
3.4.3 Die Rolle als Teamplayer
3.5 Vom Umgang mit Nähe und Distanz
3.6 Vom sinnvollen Umgang mit der Zeit
3.7 Vom Umgang mit dem heimlichen Lehrplan
3.8 Vom Umgang mit Eltern
3.9 Vom Umgang mit Konflikten
3.10 Vom Umgang mit Ritualen
3.11 Feedback einholen und geben
3.12 Das Wichtigste über Gewerkschaften / Fachverbände / Betriebsrat
Modul 4: Weiterqualifizierung und Professionalisierung
4 Vom Neuling zum Profi
4.1 Die Qualität der pädagogischen Arbeit sicherstellen
4.2 Die pädagogische Arbeit evaluieren
4.3 Professionelle Unterstützung einholen
4.3.1 Coaching
4.3.2 Kollegiale Beratung
4.3.3 Supervision
4.4 Fortbildung – wo Freude ist, da ist der Weg
4.5 Umgang mit gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz
Das kleine Starter-ABC
Literatur
für den Leitfaden »Berufsstart Kita«
Die Einstiegsphase gehört zu den wichtigsten Phasen innerhalb des Berufslebens. In den ersten Berufsjahren werden die Weichen für einen reflektierten Umgang mit der eigenen Persönlichkeit und mit den Klienten gestellt. Deswegen liegt es im eigenen Interesse der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, diese Phase möglichst optimal zu gestalten. Im Sinne einer professionellen Personalentwicklung ist es aber auch das Anliegen des Arbeitgebers, die Einarbeitung und Integration der neuen Mitarbeiterin bzw. des neuen Mitarbeiters qualifiziert zu begleiten. Dieses Buch wird Ihnen dabei helfen.
Das Thema „Berufsstart Kita“ wird in vier klar aufeinander aufbauenden Modulen präsentiert:
1Modul
Grundlagen und Vorüberlegungen
2Modul
Das passende Einrichtungsprofil finden
3Modul
Erfolgreich einsteigen und den Job sichern
4Modul
Weiterqualifizierung und Professionalisierung
Im ersten Modul erfahren Sie Grundlegendes über die Entwicklungsaufgaben während des Berufseinstiegs. Das Nachdenken über die eigene Erziehungsbiografie und Kenntnisse über die Verantwortung „Ihrer“ späteren Einrichtung geben Ihnen das nötige Rüstzeug, bevor Sie die ersten Bewerbungen schreiben. Im zweiten Modul begleiten wir Sie bei der Suche nach der für Sie passenden Einrichtung und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Bewerbungsschreiben verfassen und ein Bewerbungsgespräch erfolgreich gestalten können.
Das dritte Modul bietet konkrete Hinweise zur Gestaltung und Durchführung des Berufseinstiegs. Es beinhaltet Anregungen, die für eine erfolgreiche Probezeit hilfreich sind, unterstützt Sie dabei, Ihre Rolle als „Newcomer“ zu verstehen und auszufüllen und weist auf die Aufgaben von Gewerkschaften und Verbänden hin. Das vierte Modul beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung vom Neuling zum Profi. Sie erfahren, wie Sie sich weiterqualifizierten können, wo Sie sich professionelle Unterstützung holen und wie Sie mit gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz schon im Vorfeld umgehen können.
Zahlreiche, gut zu überblickende Checklisten dienen als Arbeitshilfen und erleichtern es, Struktur in Ihr Vorhaben „Berufsstart Kita“ zu bringen. Darüber hinaus finden Sie Übungen, die Ihnen helfen, Ihre Potenziale zu erkennen und die richtigen Schritte zu planen und zu gestalten.
Sie kennen sicher beim Schach den Begriff der Eröffnung. In dieser Phase ziehen die Spieler ihre Figur so, dass sie möglichst schnell die Mitte besetzen können, um Raum für ihre anderen Spielfiguren zu schaffen. Die Eröffnung bereitet das eigentliche Spiel vor, hier werden die Weichen für den gesamten weiteren Verlauf gestellt. Eine gute Eröffnung bedeutet oft bereits die halbe Miete.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem Berufseinstieg. Was Ewald Terhart für die Lehrerbildung schreibt, gilt auch für den Berufseinstieg sozialpädagogischer Fachkräfte: „Die Berufseinstiegsphase ist die entscheidende Phase in der beruflichen Sozialisation und Kompetenzentwicklung (…). Hier bilden sich personenspezifische Routinen, Wahrnehmungsmuster und Beurteilungstendenzen sowie insgesamt die Grundzüge einer beruflichen Identität. Die in dieser Phase gemachten und verarbeiteten Erfahrungen sind für die weitere Entwicklung (im Blick auf Stabilität wie Wandel) der Person in ihrer Berufsbiografie und Kompetenzentwicklung von großer Bedeutung“ (Terhart 2000, S.128).
Nachdem Sie die Fachschule, Fachhochschule oder Berufsfachschule abgeschlossen haben, verfügen Sie über eine Menge an Fachwissen und Kompetenzen, die Ihnen helfen, Ihre Eröffnung gut hinzukriegen. Sie haben in Praktika Erfahrungen gesammelt und viel theoretisches Wissen erworben – Sie können also schon sehr viel, haben aber gleichzeitig noch viel zu lernen. Ihre berufliche Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess, der sich positiv beeinflussen lässt, wenn die Eröffnung gut geplant und durchgeführt wird.
Die Anforderungen an Sie sind jedoch schon während der Eröffnung sehr hoch. Sie arbeiten wahrscheinlich gleich auf einer Planstelle mit hohem Stundenumfang oder haben eine Stelle mit reduziertem Stundenumfang und müssen einem Zweitjob nachgehen, weil das Geld einfach nicht reicht. Beide Möglichkeiten bedeuten, dass Sie in starkem Maße beansprucht werden und mit einer (subjektiv empfundenen) hohen Anfangsbelastung rechnen müssen. Außerdem sind Sie für eine große Anzahl von Kindern, manche davon nicht ganz einfach, verantwortlich. Auch für Eltern- und Teamgespräche sind Sie zuständig, und häufig müssen Sie unter Zeitdruck arbeiten. Als „Neue“ bzw. „Neuer“ werden Sie ausgetestet – von den Kindern und manchmal auch von Kolleginnen und Kollegen. Es kann passieren, dass Sie sich zu Anfang in einem ständigen Spagat befinden.
„Nebenbei“ werden Sie Ihre neue Rolle finden und einnehmen, und viele von Ihnen müssen gleichzeitig den Schritt vom lernenden Jugendlichen, der Anordnungen entgegennimmt und sich gerade von der Abhängigkeit des Elternhauses gelöst hat, zum Erwachsenen, der Kinder bilden und erziehen soll, vollziehen. Das ist ein gewaltiger Schritt, der bewältigt werden muss, obwohl Sie gleichzeitig damit beschäftigt sind, Ihre berufsrelevanten Kompetenzen und Fähigkeiten, Ihre berufliche Identität, Ihre pädagogischen Einstellungen und Werthaltungen in der Praxis zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Dieses Buch kann dabei helfen, mit allen diesen Anforderungen gelassen umzugehen. Es hält Tipps bereit, die Sie unterstützen, den mitunter Leichtigkeit zu meistern. Wir weisen den Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern einen Weg, der hilft, die Startphase zu planen und Weichen für die Zukunft zu stellen.
Sie erfahren, wie Sie herausfinden können, welche Einrichtung zu Ihnen passt, welches Alltagswissen Sie brauchen, um dort akzeptiert zu werden. Sie erhalten Tipps, die helfen, die Probezeit gut zu meistern und den Job zu sichern, und Sie erfahren, welche Möglichkeiten der Weiterqualifizierung und Professionalisierung es gibt.
Auch die Leitung der Einrichtung und erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die an der Einarbeitung der „Neuen“ beteiligt sind, erhalten Anregungen zur Einarbeitung und Integration in das Team. Der Leitfaden beschreibt wichtige Schritte bei der Einarbeitung, nennt Verantwortlichkeiten und bewährte Verfahrensweisen.
Für den Einstieg in einen anspruchsvollen und wunderschönen Beruf und bei der Unterstützung neuer Kolleginnen und Kollegen wünschen wir Ihnen gutes Gelingen.
Petra Stamer-Brandt
Frank Tofern
Sie haben eine umfangreiche Ausbildung absolviert, einige Erfahrungen und viel Fachwissen gesammelt. Trotzdem werden Sie sich erst in der Praxis richtig profilieren können und überprüfen, ob die Inhalte Ihrer Ausbildung mit der Realität des Kita-Alltags übereinstimmen. Die erste Entwicklungsaufgabe dient der Orientierung und der Vorbereitung auf die Berufsrolle. Im zweiten Entwicklungsschritt steht die Bewältigung des Berufsalltags im Mittelpunkt. Die dritte Entwicklungsaufgabe besteht darin, zunehmend Sicherheit im pädagogischen Handeln zu gewinnen und sich in allen Bereichen sozialpädagogischer Aufgabenfelder zu erproben (Professionalisierung).
Die beruflichen Anforderungen werden in der Regel in drei Stufen bewältigt:
1Orientierung
Die Pädagogin ist vorwiegend damit beschäfigt, ihren Alltag zu bewältigen und sich mit den Regeln und dem „heimlichen Lehrplan“ zu befassen. Sie verdrängt Schwierigkeiten gerne oder ist sich gewissermaßen selbst noch das größte Problem. Häufig ist diese Phase von Selbstzweifeln geprägt.
2Stabilisierung
Der Pädagogin gelingt es zunehmend, den Alltag zu beherrschen. Sie stellt sich mit ihren Belangen nicht mehr in den Mittelpunkt, sondern sieht den Situationsbezug.
3Routine
Die Pädagogin übernimmt selbstverständlich erzieherische Verantwortung und ist in der Lage, individuell auf Kinder einzugehen. Die Kinder stehen im Zentrum ihres Interesses. Sie hat eine individuell-pädagogische Perspektive entwickelt und ihre Selbstwirksamkeit entdeckt.
Die erste Stufe wird als besonders einschneidende Zeit beschrieben, weil das, was hier geschieht – egal, ob es gelingt oder misslingt – prägend für die weitere berufliche Entwicklung ist. Ein möglichst erfolgreich verlaufender Start ist eine Schlüsselvoraussetzung für eine positive Haltung gegenüber dem neuen (ersten) Arbeitsplatz, für die weitere berufliche Entwicklung und die künftige Leistungsbereitschaft.
Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger stehen vor einer ganzen Reihe neuer Anforderungen. In einem oder mehreren kurzen Praktika lassen sich alle diese Herausforderungen kaum erproben. Deswegen wird die Berufseinstiegsphase auch als die Phase des „Überlebens“ und Entdeckens bezeichnet.
Niemand wird als Meister seines Faches geboren. Das sollte Ihnen als Berufseinsteiger klar sein. Aber auch als Leitungskraft oder als erfahrene Kolerinnern und der Berufseinsteigerin viel Verständnis und Unterstützung entgegenbringen und ihr Zeit zur Einarbeitung gewähren. Der Weg zur Meisterschaft ist häufig ein langsamer. Er verläuft nicht gradlinig und ist neben vielen Höhepunkten auch mit Stolpersteinen gepflastert. Manchmal nimmt die „Novizin“ aber auch zwei Schritte auf einmal und erlebt Höhenflüge. Alles ist möglich – deswegen ist es wichtig, dieser Phase besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Die Weiterentwicklung der professionellen Fähigkeiten ist ein längerer Prozess. Wohl wissend, dass niemand von Ihnen Perfektion erwartet, sollten Sie sich vornehmen, viele Fragen zu stellen und auch Zeit für Reflexionen einzufordern.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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