Betrachtungen eines Hundes - Sigrid Hamann - E-Book

Betrachtungen eines Hundes E-Book

Sigrid Hamann

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Beschreibung

In diesem Buch komme ich "der Hund Philo" zu Wort. Ich lasse Euch, mit einem Augenzwinkern, teilhaben an meinem Leben.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 47

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Die Welt mit den Augen eines Vierbeiners gesehen.

Heiteres bis nachdenkliches aus Philos Leben.

Eine Lektüre für alle diejenigen, die das Zusammenleben mit einem Gefährten auf vier Pfoten zu schätzen gelernt haben, oder erst noch kennenlernen möchten.

Dieses Buch ist meinen Hunden gewidmet, die über einen langen Zeitraum meines Lebens mich begleitet haben.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Eine Frage der Herkunft

Notwendiges Übel

Erziehung tut Not

In freier Wildbahn

Unfreiwillige Fitness.

Der leidige Tierarztbesuch

Besuchszeiten

Träumereien

Schlafgewohnheiten

Erbauliche Abendstunden

Zarte Bande

Bote aus dem All

Spiel gegen alle Regeln

Ein Hoch auf die Langsamkeit

Vorwort

Das Zusammenleben mit einem Vierbeiner, in diesem Fall der Hund, ist etwas Wunderbares und bereichert unseren Alltag. Uns Menschen geben sie ein Vielfaches von dem zurück, was wir ihnen an Zuwendung jemals haben zukommen lassen. Sie rechnen nicht gegen und sind dankbar für jede liebevolle Geste. Wie auch der Mensch beschaffen sei, ob arm, reich, vital oder gebrechlich, macht für sie keinen Unterschied.

Überaus interessant ist zu sehen, wie vielfältig auch die Charaktere unserer Weggefährten sind. Da gibt es jene mit stark ausgeprägten Wesenszügen und viel Charisma sowie ausgesprochen verspielte und neugierige Hunde. Aber auch sensible und zurückhaltende sind unter ihnen zu finden – ähnlich den Menschen.

Man bescheinigt unseren Freunden auch eine blutdrucksenkende Wirkung auf uns Zweibeiner. Ihre Anwesenheit ist das Therapeutikum par exellence.

Unser ständiger Begleiter verfügt außerdem über die Fähigkeit, unsere Stimmungslagen zu erkennen und uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, in den Momenten, in denen uns nicht gerade zum Lachen ist.

Dadurch, dass er seine Spaziergänge einfordert, fördert er gleichzeitig auch unsere Gesundheit.

Nicht nur unser Vierbeiner genießt dabei die sozialen Kontakte die sich ergeben, sondern auch wir knüpfen durch ihn ständig neue.

Dass die Hunde sehr vielen Menschen über ihre Einsamkeit hinweg helfen, darf ebenfalls nicht vergessen werden.

Daher, mögen sie noch so unterschiedlich sein, ob groß oder klein, mit kurzen oder langen Beinen:

Sie alle verdienen unseren Respekt und unser Wohlwollen. Es ist der Mensch, der ihnen Gehorsam und stete Zuneigung abverlangt. Im Gegenzug schenken wir ihnen Fürsorge und gemeinsam verbrachte Freizeit.

Eine Frage der Herkunft.

Bevor ich vom gemeinsamen Leben mit meinen Menschen erzähle, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich trage den Namen Philo, doch wie das immer auch bei Menschenkindern ist, sie und auch ich, wir können es uns nicht aussuchen, wie wir genannt werden möchten. Manche Eltern investieren recht viel Zeit, um den richtigen Namen für ihr Kind zu finden. Um uns Hunde machte man bislang nicht so viel Aufheben.

Wie mir seit einiger Zeit auffällt, sind unsere Besitzer in der Namensfindung ihrer anvertrauten Vierbeiner um ein Wesentliches erfinderischer geworden. Bei den Kontakten mit meinen Artgenossen höre ich oft sehr phantasiereiche Namen. Hätte man sich da bei mir nicht auch etwas mehr Mühe geben können?

Ich vernahm, dass im Internet seitenlange Namensvorschläge zu sichten sind.

Diese enorme Auswahl kann einen fast erschlagen. Es gibt aber die, die dem Ganzen sich widersetzten und ihren Hund einfach nur „Hund“ rufen, aus welchen Gründen auch immer.

Ich bin ein inzwischen ca. fünf Jahre alter Rüde, so genau weiß niemand mein wirkliches Alter, weil ich ein so genanntes Findelkind bin. Doch alles ist, wie oft im Leben, relativ. Was sagt schon eine fiktive Zahl aus.

Über meine Vita hat man nicht allzu viel in Erfahrung bringen können. Habe ich meiner damaligen Bleibe freiwillig den Rücken gekehrt? Dann müsste ich nicht gut behandelt worden sein. Oder wurde ich von meinen früheren Besitzern aus dem Haus gejagt, vielleicht gar irgendwo in einer einsamen, gottverlassenen Gegend ausgesetzt? Es ist mir wirklich nicht mehr in Erinnerung.

Das negative Erleben, so heißt es doch von Seiten der Psychologen, allerdings in Hinsicht auf den Menschen, werde allzu gerne verdrängt. Ob dies auch auf uns Hunde zutrifft? Zumindest habe ich keine weitere Kenntnis darüber.

So lebte ich denn eine Weile auf der Straße und schlug mich mehr schlecht als recht durch, lief wahrscheinlich ziellos durch Wälder und Felder auf der Suche nach Nahrung.

Eines Tages wurde ich, wie man später berichtete, von der Polizei aufgegriffen und in einem Tierasyl untergebracht. Aus diesem konnte ich, dem Himmel sei Dank, recht bald von einer Tierschutzorganisation abgeholt werden, um mich bei einer Pflegefamilie zur Weitervermittlung unterzubringen.

Da ich ein ansprechendes Äußeres besitzen soll, ist es diesem Umstand wohl zu verdanken, dass ihre Vermittlungsbemühungen schon bald Erfolg zeigten. Weil die Gattung Mensch, so bemerkte ich inzwischen, sehr viel Wert auf ein gutes Aussehen legt und dies oft auch von uns Vierbeinern gewünscht wird, liegt die Vermutung nahe, dass eben das meine Haut gerettet haben könnte.

Bislang war mir noch nicht die Gelegenheit gegeben, mich von außen zu betrachten, was sich auch etwas schwierig gestalten sollte, oder um es anders zu sagen, wohl kaum machbar ist. Doch gehe ich davon aus, ein hübsches Exemplar zu sein.

Es gab allerdings ein paar Dinge von denen man glaubte, sie würden meiner Vermittlung im Wege stehen.

Das Gravierende war anscheinend meine nicht vorhandene Leinenführigkeit. Am Telefon wurde deshalb dem Paar, dass für mich sich entschieden hatte mitgeteilt, dass das Gehen an der Leine mit mir sehr schwierig sei, der genauere Wortlaut war: „Es ist „katastrophal.“ Doch das Ehepaar ließ sich nicht abschrecken.

Es hatte mich so erfuhr ich, ausgesucht, da ihm meine souveräne Art mit meinen Artgenossen umzugehen, gefallen hatte. Dieses sollte von einem friedvollen Wesen meinerseits zeugen.

Nach Ankunft der Eheleute in meinem „Übergangszuhause“ wurde beschlossen, mit mir einen Spaziergang zu machen. Vermutlich sollten sie einer Prüfung unterzogen werden.

Mein Gastvater reichte diesem Fremden, der mein zukünftiges Herrchen werden wollte, die Leine. Jetzt kam das ans Tageslicht, was schon zuvor erwähnt wurde.