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Mit »Blaue Stunden« tritt Uwe Detemple den Beweis an, dass auch in moderner Form ein erhebender Kern stecken kann. Das Unmögliche, das Absurde wird Wirklichkeit und glänzt in wunderbaren sprachlichen Bildern. Vergänglichkeit und Hoffnung verdichten sich, alles Trennende ist aufgehoben. Am Ende aber bleibt nur die Erkenntnis: Eine Vergangenheit zu haben ist für das Überleben Grund genug. Diese lyrischen Spaziergänge durch die Zeit werden zu Begegnungen zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit, die trotz aller Fatalität dünne Strahlen von Optimismus zulassen.
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2015
Uwe Detemple ist Publizist, Blogger und Poet. Veröffentlichung eigener Texte – Betrachtungen, Reportagen, Berichte – und Übersetzungen aus mehreren Sprachen in Periodika und Anthologien sowie in genealogischen Zeitschriften. Seine Arbeit über die »Vorfahren der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller in Rumänien und Ungarn« fand grenzüberschreitende Beachtung. Erste Buchveröffentlichung 2008 über das Ende der Ceauşescu-Diktatur und Rumäniens demokratischen Neubeginn: »Mein Rumänien. Revolution & Poesie«. 2012 erschien »Banater in Südostrumänien 1951-1956«, eine Dokumentation, die sich der Bărăgan-Deportation aus genealogischer Sicht annimmt. Schließlich erweist sich Uwe Detemple mit vorliegendem Gedichtband auch als einfühlsamer Lyriker. Der Autor, geboren im rumänischserbischungarischen Dreiländereck des Banats – einem alt-österreichischen Siedlungsgebiet – und aufgewachsen in einer Familie mit französischen Wurzeln, lebt und arbeitet im Landkreis München.
—ldv
Begegnungen zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit
L’heure bleue
Schneeglöckchen, nun sprieße!
Wüstensturm
Daher die Tränen
Du bist die eine
Sommernacht
Havanna
Jenseits der Träume
Léocadie
Was war
Der Weg
Mit ihren Worten
Ninfas Tätowierung
Sehnsucht nach Sackelhausen
Rückspiegel
Mit Blaue Stunden tritt Uwe Detemple den Beweis an, dass auch in moderner Form ein erhebender Kern stecken kann. Das Unmögliche, das Absurde wird Wirklichkeit und glänzt in wunderbaren sprachlichen Bildern. Vergänglichkeit und Hoffnung verdichten sich, alles Trennende ist aufgehoben. Die blaue Stunde ist eine Zeit des Umbruchs, des Übergangs. Es ist die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit. Augenblicke, die jedoch in ihrem Vollzug bereits Erinnerung sind. Die blaue Stunde ist aber auch die Zeit kurz vor Sonnenaufgang, in der ein zaghafter Optimismus gerechtfertigt scheint. Doch diese Minuten können nicht beliebig verlängert werden und am Ende bleibt nur die Erkenntnis: Eine Vergangenheit zu haben ist für das Überleben Grund genug. Die Stunden wandern, Träume vergehen, und auf die letzte Frage, ob es noch einen Weg zurück gibt, keine Antwort mehr, nur Schweigen…
Uwe Detemple ist ein entwurzelter, aber integrierter Poet, ein Reisender auf der Suche nach Landschaften der Seele. Beeinflusst durch die magische Tristesse des poetischen Werks George Bacovias (1881-1957) charakterisieren Detemples neueste Gedichte zunehmend eine gewisse Fatalität, die von Anfang an als solche akzeptiert wird, aber dennoch dünne Strahlen von Optimismus zulässt. Diese lyrischen Spaziergänge durch die Zeit werden zu Begegnungen zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit.
Die große Münchner Buchhandlung Hugendubel erkor Daher die Tränen zum Gedicht des Tages (14. Juli 2008). Die neueren Gedichte fanden ihre Würdigung durch Aufnahme in Anthologien wie Frankfurter Bibliothek und
