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Welche Signale bekommt man von außen, und wie bearbeitet das Bewusstsein diese Signale? Die Antworten sind unterschiedlich von Individuum zu Individuum. Keine gute Zeit für solche Frage? Das fünfte Bändchen in der "Tropfen-Reihe" führt poetisch bearbeitete persönliche Überlegungen als Gedankenzeilen und Bilder fort.
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Seitenzahl: 14
Veröffentlichungsjahr: 2024
„Und Gott vermag das Gute nur so zu tun, dass er dadurch
das Böse als das Nicht-Gute als Möglichkeit ausschlieβt.”
F. W. J. Schelling, Gott und der Ursprung des Bösen
Ach-Aich-Blei-Tröpfle
Bleigieβen
Krisenzeit
Die Geburt des Bösen
Nur zehn Minuten
Schmerzgedächtnis
Alle Beseelte warten
Von Zufall und Wahrscheinlichkeit
Der Garten Eden
Scham
Wanderung
Erkenntnis
Auf dem Balkon
Wie ein Winter
Im Garten des Kleist-Museums
Die schöne Landschaft
Ein sattes Grün tragen die Felder
Das strahlende Gelbe zwischen den Wäldern,
Bunt bemalt sind die hügeligen Wellen.
Ich wandere durch die kräftigen Farben umher.
Darunter im Tal glitzern die silbernen Folien,
gezogen über die Erddämme zum Schutz
des versteckten weiβen Goldes.
Bald kommen die Silhouetten, die ohne Namen,
aus fernem verarmtem Süd-Osten, billig gekaufte,
die Silhouetten ohne Namen,
um nach der begehrten Waren zu stechen.
Eine knochenharte Arbeit, man muss sich ständig bücken.
Das Elend und die Armut macht sie aber biegsam;
Armut bedeutet Unfreiheit und Abhängigkeit.
Hier drängt sich keiner nach solchen Jobs.
Der Abend
Das Wetter schlägt um, es wird kalt
Die schwarzen Wolken schweben tief über die Köpfe
Abends, wenn das märchenhafte schwarze Loch der Nacht
In Dunkelheit alle erschreckten Wesen leblos umarmt,
Verwandelt sich das alte Weib, vergnügt mit “Monaco Franze“
Und betäubt von Rotwein, in eine böse Hexe —
Sie heiβt die „Wieder-Geborene“.
Im Kessel wird ihr voller Neid und Hass gallig gekocht,
Besonders gegen die erstaunliche fremde Kreativität —
Ach-Aich-Blei-Tröpfle! — Das ist wahrhaftig.
Aus ihrem bösen blinden Blick blinken die Todesschatten,
Gegen ihr pestilenzisches Kläffen hilft nicht einmal
