Blut der Vampire - Fiona Waldner - E-Book

Blut der Vampire E-Book

Fiona Waldner

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Beschreibung

Ein junges Mädchen verliebt sich in ihren Lehrer, doch der ist ein Vampir. Übersiegt die Liebe, oder die Lust auf Blut? Ein spannendes Spiel beginnt...

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Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Blut der Vampire

Sommer 2007. Eine Hitzewelle überschwemmte ganz Deutschland mit Höchsttemperaturen von bis zu 43°C, sodass sich fast alle Einwohner an kühle Gewässer flüchteten. Auch der Leistungskurs Japanisch mit seinem Lehrer Shosove Yamato des Yutaka – Gymnasiums. Sie hatten die wohl effektivste Art ausgesucht, vor der Hitze zu fliehen: Sie würden zwei Wochen auf der von Japanern entdeckten und benannten Insel Aimurai im Mittelmeer in der Nähe Kroatiens verbringen. Der Leistungskurs bestand aus gerade mal vier Mitgliedern: Zwei Frauen von 18 Jahren, Freundinnen, und zwei Männern, ebenfalls 18 und untereinander befreundet. Nun wird man sicherlich denken, dass das nichts Besonderes ist, aber zu dieser Zeit war es eine Neuheit. Seit vier Jahren hatte sich eine neue Rasse unter den Menschen erhoben, deren ‚Mitgliederanzahlen’ stetig wuchsen: Vampire. Die Zahl dieser Wesen hatte in einem alarmierenden Tempo zugenommen. Da Regierung wie Menschen diese ‚Seuche’ zuerst im Keim ersticken wollten, hatten sie den Vampiren jegliche Rechte genommen. Doch nun galt das alles nicht mehr. Vampire sah man jetzt überall: in der Regierung, in Supermärkten und sogar in Schulen als Lehrer. Doch diese Wesen waren anders als herkömmliche Vampire, wie man sie aus so manchen Gruselgeschichten kennen mag: Sie konnten im Dunkeln wie in Sonnenlicht überleben und sahen von Außen aus wie gewöhnliche Menschen. „Beeilung!“, befahl Yamato-sensei am Steg der Fähre, die den Kurs soeben sicher nach Aimurai gebracht hatte. „Wow!“, kam es von den beiden jungen Männern, die ans Deck des Schiffes kamen und gleich darauf das Festland betraten. „Ist ja der Wahnsinn hier!“ „Kommt mal wieder runter!“, meinte Hitomi lachend, als sie ebenfalls das Deck erreichte. Die junge Frau war 1,70m groß, war erst vor kurzen 18 Jahre alt geworden und hatte schulterlange, flammenrote Haare, die sie immer offen trug. Sie war die beste Freundin der anderen Frau des Kurses, aber auch mit den gutaussehenden Männern Hirokatsu und Akihito. Hirokatsu war der Größere von Beiden mit 1,85m, hatte kurze, blonde Haare und feine, beinahe weibliche Gesichtszüge, was ihm viele Verehrerinnen beschwerte. Akihito war hingegen der Schlauere und der Größenunterschied von gerade mal zwei Zentimetern viel im Punkto Frauen überhaupt nicht auf, da sie auch ihm hinterher rannten. „Wo ist Kiyomi?“, wollte Yamato wissen. „Ich bin hier, Sensei!“, hörte man aus dem Schiffinneren eine wohlklingende Stimme. Gleich darauf betrat auch die Gesuchte den Steg. Kiyomi war 1,77m groß, hatte hüftlange, goldblonde Haare, die sie meist zu einem hochgesteckten Pferdeschwanz trug, eine leichte Bräune und sehr feine, feminine Gesichtszüge. Auch sie hatte viel Verehrer, aber sie lehnte sie alle ab. Wie sie schon richtig erkannte, wollten alle immer nur das Eine, und weil sie das schlicht noch nicht so übereilt machen wollte, gingen die ‚Beziehungen’ meist schnell in die Brüche. Ihre blauen Augen hatten schon so manchen Kerl in den Bann gezogen, ohne, dass Kiyomi das beabsichtigt hatte, da sie einen so seltenen Blau-Ton hatten, der der Farbe von metertiefem Meereswasser ungewöhnlich ähnlich war. Der knielange Faltenrock Kiyomis bauschte sich im aufgekommenen Seewind, ebenso wie der Hitomis, und schenkte allen Anwesenden eine sanfte Kühlung. Lachend schulterte Kiyomi ihren randvoll gefüllten, großen Rucksack. Sie wusste, dass das nicht unbedingt das Schlaueste war, wo sie doch nur ein einfaches Top trug, aber das interessierte sie nicht. Neugierig besah sich die kleine Gruppe die Insel, wobei Yamatos Blick eine geraume Zeit nur auf Kiyomi lag. „Also dann, gehen wir zu unserem Hotel!“, unterbrach der Lehrer die entstandene, für ihn peinliche Stille. „Ja!“, kam die einstimmige Antwort. Obwohl auch Shosove Yamato zu den Vampiren zählte, vertrauten seine Schüler ihm blind, sodass es ihn so manches Mal schmerzte. Wer konnte schon einem Vampir, von dem so viel Schlechtes gesagt wurde, so bedingungslos vertrauen? Und doch wischte er immer wieder diese Bedenken fort. Sie vertrauten ihm zu Recht, denn Yamato war einer der wenigen Vampire, die es verstanden, sich überall Freunde zu machen und seine Triebe, die von Zeit zu Zeit zutage treten konnten, zurückzuhalten. So etwas fand man nur selten, wofür ihn seine Schüler noch mehr schätzten. Es verlangte einer Menge Selbstbeherrschung niemanden anzufallen, wenn ‚Die Zeit’, wie sie unter Vampiren beschrieben wurde, kam. Unter der ‚Zeit’ verstand man simple die Nacht, an der ein Vampir Blut zu trinken hatte. Natürlich hatten die Länder für medizinisches Blut gesorgt, aber den traditionellen Vampiren genügte das nicht, sodass sie trotzdem hilflose Menschen anfielen. Zur größten Überraschung aller ging die Zahl der Angriffe jedoch zurück, wofür ein jeder dankbar war.