Brennnessel - Matthias Felder - E-Book

Brennnessel E-Book

Matthias Felder

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Beschreibung

Ein außergewöhnlich vielseitiges und umfassendes Wirk- und Indikationsspektrum besitzt die Brennnessel. Die Brennnessel wirkt auf alle Organe und Gewebe, ist ein allgemeines Stärkungsmittel und Adaptogen und erhöht die körperliche und seelische Widerstandskraft. Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper ausspült. Beschreibung der Heilkräfte der Brennnessel für Körper, Geist und Seele.

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Urtica dioica Brennnessel

Inhaltsverzeichnis

Brennnessel – Vorkommen

Brennnessel – Besonderheit

Brennnessel – Volksheilkunde

Brennnesselgewächse – Urticaceae

Verwendete Pflanzenteile

Brennnessel – Inhaltsstoffe

Brennnessel und Eisen

Blutuntersuchung, Dunkelfeldmikroskopie

Der hohe Vitamingehalt der Brennnessel

Vitamin A, B1, B2, B3, B5, B6, B7 B9, C, E und K

Die Brennnessel enthält Cholin, Acetylcholin und Serotonin

Brennnessel und Ameisensäure

Similia similibus curantur

Brennnessel – Wirkungen allgemein

Niere und Blase

Männliche Geschlechtsorgane und Prostata

Weibliche Geschlechtsorgane

Herz und Gefäße

Blut und Immunsystem

Magen

Dünndarm und Dickdarn

Leber und Gallenblase

Bauchspeicheldrüse

Milz

Lunge und Atemwege

Nervensystem

Haut, Haare und Nägel

Bewegungsapparat

Äußere Anwendung der Brennnessel

Zubereitungen der Brennnessel

Darreichungsformen der Brennnessel

Heilpflanzensaft der Brennnessel

Brennnessel Smoothie

Tinktur aus Brennnessel

Tee aus Brennnessel

Urtinktur aus Brennnessel

Spagyrische Essenz der Brennnessel

Der Säure-Basen-Haushalt

Tee zur Entsäuerung

Blutuntersuchung, Dunkelfeldmikroskopie

Entsäuerung mit Spagyrik

Brennnessel und Aggression

Das Prinzip der Analogie

Feinstofflichkeit und Energie

Die Aura

Brennnessel Blütenessenz

Brennnessel, Quelle der Lebens- und Heilenergien

Brennnessel, verkanntes Kräulein

Energetische Wirkung der Brennnessel

Brennnessel – Mythologie

Brennnessel zum Räuchern

Äußerer Anschein und innerer Wert

Brennnessel – die Kraft des Feuers

Über den Autor

Literaturhinweis

Fotonachweis

Urtica dioica Brennnessel

Brennnessel – Vorkommen

Die Brennnessel findet man auf gepflegten Park- und Rasenflächen ebenso wie in der Naturwiese, am Waldesrand, in Auen oder anderen Feuchtgebieten. Ihre Anwesenheit ist ein Indikator dafür, dass der Boden besonders fruchtbar und nährstoffreich ist. Die Brennnessel ist ein echter Kosmopolit, denn sie kommt überall auf der Erde vor. Sie zeigt auf jedem Kontinent an, wo der Boden besonders stickstoffreich ist. Deshalb zählt man sie zu den Zeiger-Pflanzen an denen man Rückschlüsse auf die Bodenverhältnisse schließen kann.

Die Brennnessel ist an Wegen, Böschungen, Flussufern, im Garten, an Waldrändern und auf Wiesen quasi allgegenwärtig. Ein Jäten ist im Falle der Brennnessel eher unwirksam, da dabei ihr weit verzweigtes Wurzelwerk weitgehend im Erdreich verbleibt und dafür sorgt, dass schnell wieder junge Triebe empor sprießen. Sie können die widerstandsfähige Pflanze mit einer Blütezeit zwischen Juli und Oktober auf über anderthalb Meter anwachsen lassen. Gewöhnlich bleibt die Wuchshöhe aber unter einem Meter.

Brennnessel – Besonderheit

An ihren markanten, gezackten Blättern erkennt man die Brennnessel mit ihrer eigentümliche Behaarung auf den Blättern. Die sogenannten Brennhaare, kleine Härchen auf der Unterseite der Brennnesselblätter, sorgen für den brennenden Schmerz bei Berührung der Pflanze. Die menschliche Haut reagiert darauf mit juckenden Quaddeln. Diese Härchen sind es, die bei Berührung das schmerzhafte Brennen sowie die darauffolgenden Schwellungen verursachen. Sie bestehen aus einer kleinen Röhre, die aus dem Blatt ragt und einer äußerst zerbrechlichen sowie scharfen Spitze aus verhärteter Kieselsäure.

Die Röhrchen sind zum Bersten gefüllt mit einem Cocktail aus Acetylcholin, Ameisensäure, Histamin, Serotonin und Natriumformiat, dem Salz der Ameisensäure. Die Kieselsäure-Spitzen der Brennnessel sind so zerbrechlich, dass die kleinste Berührung ausreicht, sie zum Splittern zu bringen. Dabei verletzen sie die obere Haut sehr leicht aber doch so, dass das herausspritzende Brennnessel-Sekret ungehindert eindringen kann. Die Reaktion erfolgt in Bruchteilen einer Sekunde: Die Ameisensäure wirkt ätzend und der Entzündungsbotenstoff Histamin setzt eine Schwellungen in Gang und löst Juckreiz aus. Das Gewebshormon Serotonin aktiviert das Schmerzempfinden, während Acetylcholin, ein weiterer Neurotransmitter, als Schmerzverstärker wirkt. Zum brennenden Jucken kommen Quaddeln, die über Tage erhalten bleiben können.

So stellt das Brennnessel-Sekret einen wirksamen Selbstschutz der Pflanze gegen Fressfeinde dar, ist jedoch für den Menschen zwar unangenehm aber mit keiner ernsthaften Gesundheitsgefährdung verbunden.

Acetylcholin

Histamin

Serotonin

Ameisensäure

Natriumformiat, Salz der Ameisensäure

Brennnessel – Volksheilkunde

Die Nutzung der Brennnessel geht gewiss auf die Anfangstage der Menschheit zurück. Kunde davon tun zahlreiche Mythen, in denen der Genuss der Pflanze eine Rolle bei der Abwehr von Geistgestalten und der Sicherung einer guten Zukunft spielt. Auch findet die Brennnessel bereits in der Medizin der Antike beispielsweise als Mittel zur Blutreinigung bei Hippokrates von Kos im fünften vorchristlichen Jahrhundert ebenso Erwähnung wie in der mittelalterlichen Heilkunde unter anderem bei Hildegard von Bingen. Sie empfahl das Gewächs neben anderen Anwendungen als Mittel gegen rheumatische Beschwerden.

Aufgrund ihres weiten Verbreitungsgebietes ist die Brennnessel außerdem der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), der tibetischen Heilkunde, der indischen Gesundheitskunde Ayurveda sowie der Heilkunde indianischer Völker in Nordamerika bekannt.

Brennnesselgewächse – Urticaceae

Die Brennnessel – Urtica dioica gehört zur Familie der Brennnesselgewächse – Urticaceae. Die Gattung der Brennnesseln – Urtica aus der Familie der rosenartigen Brennnesselgewächse – Urticaceae, umfasst etwa 45 Arten. Die weiteste Verbreitung in Mittel-, Nord- und Osteuropa aber auch im Norden Asiens und Amerikas erfahren davon die Große Brennnessel – Urtica dioica sowie die Kleine Brennnessel – Urtica urens. Zu Tee, Tinktur, Pulver und Extrakt wird aber im Wesentlichen, wohl aufgrund des ungleich höheren Ertrages, nur die Große Brennnessel verarbeitet.

Ihrer allen bekannten Eigenschaft, auf der Haut zu brennen, hat die Brennnessel den deutschen und wissenschaftlichen Namen Urtica, die Brennende zu verdanken. Urtica wird von dem lateinischen Wort für brennen „urere“ abgeleitet und bezieht sich auf die hautreizende Wirkung, die durch den Inhalt der Brennhaare ausgelöst wird.

Schon von den alten Griechen wurde die Pflanze wegen ihrer harntreibenden Wirkung geschätzt. Bekannt ist auch der Verzehr der jungen Blätter als Spinat, die gezielte Hautreizung bei Rheumatikern und die stoffwechselanregende, entgiftende Brennnessel-Kuren im Frühjahr.

Verwendete Pflanzenteile

Als Heilmittel werden frisch oder getrocknet

Brennnesselblätter – Urticae folium

Brennnesselkraut – Urticae herba

Brennnesselwurzel – Urticae radix

Brennnesselsamen – Urticae semen

verwendet.