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Bei der Anwendung der Dunkelfeld-Diagnostik ist zu beachten, dass nicht alle Erkrankungen definitiv zu erkennen sind. Zumeist lassen sich jedoch Hinweise finden, die für das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung sprechen. Es bedarf daher einer gewissen Erfahrung, um korrekte und zuverlässige Diagnosen stellen zu können. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass der Zeitpunkt der Feststellung einer Krankheit wichtig ist für die Therapie, den Therapieverlauf und die Heilungschancen. Im Hinblick auf die Dunkelfeldmikroskopie ist es wichtig zu erkennen, dass es sich hierbei nicht um ein absolutes Verfahren handelt, an dessen Ende ein unanfechtbares Ergebnis steht. Vielmehr sollte diese Untersuchungsmethode mit anderen Diagnoseverfahren kombiniert und als zusätzliche Option wahrgenommen werden, um eine möglichst umfassende Diagnose für den Patienten zu ermöglichen. Dieses kleine Handbuch bietet einen kompakten und verständlichen Einstieg in die Dunkelfeldmikroskopie und Endosymbiontentheorie nach Prof. Dr. Günther Enderlein.
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Seitenzahl: 73
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Inhaltsverzeichnis
Dunkelfeldmikroskopie
Ziel der Diagnose
Hintergrund und Einsatz
Grenzen der Diagnostik und Behandlung
Blutentnahme
Dunkelfeldmikroskopie
Blut
Histologie
Hämatopoese, die Blutbildung
Rote Blutkörperchen Erythrozyten
Das Geldrollenphänomen
Die Targetzellen
Hämoglobin und Hämanteil
Blutschatten, Ghosts
Schwarze Löcher
Stechapfelform der Erythrozyten
Bärentatzen
Birnenform der Erythrozyten
Zitronenform der Erythrozyten
Wabenform der Erythrozyten
Leberschollen
Erythrozyten - Vakuolen
Der Hämatokrit
Erhöhter Wert durch mehr Erythrozyten
Erhöhter Wert durch Wasserverlust
Verminderter Wert durch Blutarmut
Verminderter Wert durch Überwässerung
Leukozyten, weiße Blutkörperchen
Granulozyten
Granzyme
Basophile Granulozyten
Eosinophile Granulozyten
Monozyten
Lymphozyten
Thrombozyten, Blutplättchen
Fibrin
Filite
Bakterien, Freunde und Feinde
Mikrobiologische Therapie
Die Endosymbiontentheorie
Endosymbiose
Ohne Keime kein Leben
Symbionten
Unser Verhältnis zu den Mikroben
Der Endosymbiosekomplex
Die Symbionten in der Dunkelfeldmikroskopie
Enderleins Definition der Symprotite
Protite und Symprotite
Urpilze und ihre Verwandlung
Die Wuchsformen der Mikroben im Blut
Stadien des Endobionten
Modell der Enderleinschen Cyclogenie
Aus Kleinstmaterial bilden sich Urzellen
Die Endobionten und das Milieu
Die Mucor-Zyclode
Belastungen durch Mucor racemosus
Chondrine als Bioregulatoren
L(+)Milchsäure und Symbionten
Die Aspergillus-Zyclode
Acidum citricum, Zitronensäure
Candida albicans
Formen von Candida
Candida albicans
Candida parapsylosis
Candida sclerosis
Die Bedeutung der Säure-Basen-Regulation
Die Übersäuerung
Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes
Hydrogencarbonat
NemaBas
NemaBas Citrat
Hydrogencarbonat wirkt in unterschiedlicher Weise
Kristallbildungen
Der Säureschleier
Starre Zellmembranen
Das Immunsystem
Leptotrichia buccalis
Symbiose und Dysbiose
Schwermetallbelastungen
Blut, individueller Informationsspeicher einer Wesenheit
Stoffwechsel
Die Grundregulation nach Pischinger
Selbstheilungskraft
Informationsvernetzungen
Die fünf Säulen naturheilkundlicher Therapie
Literaturhinweise
Über den Autor
Bei der Dunkelfeldmikroskopie wird ein Präparat seitlich stark belichtet, so dass die gewöhnlichen Lichtstrahlen nicht in das Objektiv des Mikroskops eindringen können. Das Gesichtsfeld erscheint dunkel und nur die vom Objekt gebeugten Lichtstrahlen erzeugen ein Bild. Das Präparat erscheint hell auf dunklem Grund. Besondere Bedeutung hat die Beobachtung des vitalen, also lebenden Blutes, da sehr kleine Strukturen sichtbar werden, die bei Anwendung des konventionellen Hellfeldmikroskops nicht zu erkennen sind.
Ziel der Diagnose ist es, die Anzahl und den Wachstumsgrad der Mikroorganismen im Blut festzustellen, aber darüber hinaus auch den Zustand einzelner Organe, Organsysteme und Körperregionen zu erkennen. Dadurch ergibt sich sehr häufig ein Erkennen von Krankheiten, lange bevor diese ausbrechen und zu Beschwerden führen. Auch der Verlauf einer angewandten Therapie ist somit gut zu beurteilen.
Die Untersuchung mittels Dunkelfeldmikroskop erfolgt durch einen Tropfen Blut, der aus dem Kapillargebiet entnommen wird, z.B. aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen. Auf einem Objektträger wird in verschiedenen Vergrößerungen nun die Zusammensetzung genauer bestimmt. Sowohl die Mikroorganismen als auch spezifische Erscheinungsformen körperlicher Symptome können in bis zu 1000facher Vergrößerung dargestellt werden.
Ein Pionier der Vitalblut-Untersuchung im Dunkelfeld war der Zoologe und Bakteriologe Prof. Dr. Günther Enderlein (1872-1968), der im Blut lebende Mikroorganismen entdeckte und diese beschrieb. Enderlein stellte fest, dass die Mikroorganismen Symbionten seien und sich diese bei Veränderung des Körpermilieus zu höheren komplexen Wuchsformen weiterentwickeln könnten. Ab einem gewissen Entwicklungsschritt zeigen sich diese Symbionten als pathogen und parasitär womit die Tendenz zu spezifischen Erkrankungen zunehmen kann.
Bei der Anwendung der Dunkelfeld-Diagnostik ist zu beachten, dass nicht alle Erkrankungen definitiv zu erkennen sind. Zumeist lassen sich jedoch Hinweise finden, die für das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung sprechen. Es bedarf daher einer gewissen Erfahrung, um korrekte und zuverlässige Diagnosen stellen zu können. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass der Zeitpunkt der Feststellung einer Krankheit wichtig ist für die Therapie, den Therapieverlauf und die Heilungschancen.
Im Hinblick auf die Dunkelfeldmikroskopie ist es wichtig zu erkennen, dass es sich hierbei nicht um ein absolutes Verfahren handelt, an dessen Ende ein unanfechtbares Ergebnis steht. Vielmehr sollte diese Untersuchungsmethode mit anderen Diagnoseverfahren kombiniert und als zusätzliche Option wahrgenommen werden, um eine möglichst umfassende Diagnose für den Patienten zu ermöglichen.
Erfolg oder Misserfolg hängen bei der Dunkelfelddiagnostik von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die sorgfältige Anfertigung des Präparates sowie eine gezielte systematische Auswertung.
Die Blutentnahme erfolgt in der Regel im nüchternen Zustand. Das Blut wird aus der Fingerbeere des Patienten entnommen. Nach der Desinfektion der Haut und dem Einstich mit einer Stechhilfe und sterilen Lanzette wird der erste und der zweite austretende Blutstropfen mittels eines Tupfers abgewischt. Mit einem sauberen Deckglas nimmt man nun Blut von der Oberfläche des dritten Tropfens ab. Eine Berührung der Fingerbeere mit dem Deckglas ist möglichst zu vermeiden, um eventuellen Verunreinigungen des Präparates vorzubeugen. Das Deckglas wird vorsichtig auf den Objektträger gelegt. Die Menge des aufgetragenen Blutes ist wichtig für eine optimale Beurteilung des Blutbildes.
Das Blutbild ist sofort nach der Abnahme zunächst in der Übersicht mit 400facher Vergrößerung betrachten. Es empfiehlt sich, zuerst das ganze Präparat von oben nach unten bzw. von links nach rechts abzurastern, um einen Gesamteindruck zu erhalten. Mit der 400fachen Vergrößerung können bereits die ersten wichtigen Aussagen gemacht werden. Nach dem man sich einen Gesamteindruck gemacht hat, wechselt man in die 1000fache Vergrößerung um die einzelnen Zellen und Strukturen zu bewerten:
Beurteilung des Plasmas
Beurteilung der Erythrozyten
Beurteilung der Leukozyten und Lymphozyten
Beurteilung der Thrombozyten
Zerfallszeiten des vitalen Blutes beachten
Beurteilung höhervalenter Formen des Endobionten intra- und extrazellulär bis zum Symplastismus
Einbeziehung wichtiger zusätzlicher klinischer hämatologischer Parameter
Blut ist ein ganz besonderer Saft, das sagte schon Mephisto in Goethes Faust. Ohne die etwa fünf Liter Blut, die unser Herz unermüdlich durch den Körper pumpt, wären wir nicht lebensfähig, denn über diesen Blutkreislauf werden alle Organe des Körpers mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Zudem finden sich im Blut diverse Stoffwechselprodukte, was den roten Lebenssaft besonders interessant macht. Zahlreiche Laborwerte lassen sich aus dem Blut gewinnen und geben zum Beispiel Auskunft über die Funktion und den Zustand der verschiedenen Organe. Anhand der Blutwerte lassen sich dann Rückschlüsse auf Krankheiten ziehen.
Blut besteht aus festen und flüssigen Bestandteilen. Das flüssige Blutplasma, das etwa 60 Prozent des Blutes ausmacht, enthält Gerinnungsfaktoren, zahlreiche Stoffwechselprodukte, sowie Abwehrstoffe und Hormone. Bei den festen Bestandteilen des Blutes stellen die roten Blutkörperchen die Mehrheit. Ihre Aufgabe ist vor allem der Transport der Atemgase Sauerstoff und Kohlendioxid. Die weißen Blutkörperchen hingegen erfüllen wichtige Funktionen im körpereigenen Abwehrsystem. Blutplättchen und zahlreiche Gerinnungsfaktoren sorgen schließlich dafür, dass wir bei einer Verletzung nicht zu viel Blut verlieren, sie sind für die Blutgerinnung zuständig.
Blut ist ein Gewebe, das aus verschiedenen Blutzellen und einer flüssigen Interzellularsubstanz, dem Blutplasma besteht. Es erfüllt vielfältige Transport- und Regulationsfunktionen und erreicht über das Gefäßsystem nahezu alle Teile des Körpers.
Die zellulären Bestandteile des Bluts machen ungefähr 40-50% des Blutvolumens aus, der andere Teil wird vom Blutplasma gestellt.
Im Körper findet, von uns fast unbemerkt, ein ständiger Stoffwechsel statt. Es werden laufend Zellen auf- und abgebaut, Nährstoffe werden umgesetzt, Abfallprodukte des Stoffwechsels müssen entsorgt werden und ganz nebenbei werden ständig unerwünschte Mikroorganismen und potentielle Krankheitserreger bekämpft .
Diese komplizierten Vorgänge werden durch Hormone und andere Botenstoffe im Körper reguliert, damit alles geordnet ablaufen kann. Eigentlich sollten wir deshalb nicht erstaunt sein, wenn mal etwas in unseren Körper nicht mit der gewohnten Perfektion funktioniert, sondern wir sollten es als tägliches kleines Wunder betrachten, was unser Körper alles leistet.
Das Blut steht mit allen Organen unmittelbar in Kontakt und im Austausch, deswegen ist das Blut so etwas wie der Spiegel des momentanen Zustandes unseres Körpers.
Stoffwechselveränderungen können hier oft schon festgestellt werden, bevor wir sie sich als Gesundheitsstörungen bemerkbar machen.
Das Blut transportiert auf seiner Reise durch unser Gefäßsystem vor allem Sauerstoff zu den Zellen und nimmt im Austausch von dort Kohlendioxid mit. Neben dem Sauerstoff enthält und transportiert das Blut außerdem noch Gerinnungs- und Nährstoffe, Mineralien, Hormone, Enzyme und zahlreiche andere Eiweiße.
Histologisch kann man im Blut drei Zelltypen unterscheiden:
Erythrozyten (Rote Blutkörperchen)
Leukozyten (Weiße Blutkörperchen)
Thrombozyten (Blutplättchen)
Die Zellen haben zusammen einen Volumenanteil von rund 45 % am Gesamtblut (Hämatokrit). Den größten Anteil stellen mit etwa 4-5 Millionen Zellen pro μl Blut die Erythrozyten. An zweiter Stelle folgen mit rund 150.000-300.000 Zellen pro μl Blut die Thrombozyten. Der Volumenanteil der Thrombozyten beträgt aber nur etwa 0,3%. Die zahlenmäßig schwächste Fraktion stellen die Leukozyten mit nur 4.000-9.000 Zellen pro μl Blut.
Die Bezeichnung Zelle ist für Erythrozyten und Thrombozyten nur bedingt richtig, da beide Elemente keinen Zellkern besitzen.
Ein Blutstropfen sieht aus wie dunkelrote Tinte. Die Farbe stammt von den roten Blutkörperchen. Denn Blut besteht nicht nur aus Flüssigkeit. In dem flüssigen Blutplasma, das zu 90 Prozent aus Wasser besteht, schwimmen feste Teilchen: die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten).
Wenn das Blut an der Lunge vorbeifließt, beginnt die Hauptarbeitszeit der roten Blutkörperchen. Sie nehmen dort Sauerstoff auf, den der Mensch mit der Luft einatmet, und bringen ihn zu allen Zellen des Körpers.
Die Zellen verbrauchen den Sauerstoff und gewinnen dabei Energie. Als Abfallprodukt entsteht bei diesem Vorgang Kohlenstoffdioxid, das vom Blut zurück in die Lunge transportiert und ausgeatmet wird. Die roten Blutkörperchen werden im roten Knochenmark gebildet. Sie leben etwa vier Monate und werden dann in der Milz abgebaut.
