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Lassen Sie sich mitreißen von dem Reisebericht einer jungen Frau, die aufbricht, um das australische Outback mit dem Fahrrad zu durchqueren. Als Frau möchte sie sich allein durch eine der lebensfeindlichsten Regionen der Welt schlagen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und ist frei von Fiktion. Auf ihrer Reise sieht sie sich vielen Hindernissen gegenüber. Sie zeltet allein in der Wildnis und muss technische Probleme selbst lösen. Auch Verletzungen und Niederlagen erschweren das Abenteuer und stellen ihr Ziel infrage. Die Sportlerin lässt sich jedoch nicht aufhalten, obwohl ihre behandelnden Ärzte überzeugt waren, dass sie nie wieder Fahrrad fahren könnte. Sie leidet an einer chronischen Schmerzerkrankung CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom). Es dauerte Jahre, aber sie kämpfte sich zurück ins Leben und aufs Fahrrad. Ob die Anforderungen einer mehrmonatigen Tour bei dieser Erkrankung möglich sind und die Schmerzen erträglich bleiben, ist ungewiss. Dieses Buch soll Mut machen, für seine Ziele zu kämpfen, egal wie ausweglos manche Situationen erscheint!
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Caroline Pasedach
Caro goes bush
Caroline Pasedach
Caro goes bush
Ein Fahrradabenteuer durch das australische Outback
Reisebericht
Texte: © 2026 Copyright by Caroline Pasedach
Umschlaggestaltung: © 2026 Copyright by Caroline Pasedach
Verlag:
Dr. Caroline Anna Pasedach
Chr.-Kröwerath-Str. 136
67071 Ludwigshafen
Herstellung: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Köpenicker Straße 154a, 10997 Berlin
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]
Inhalt
1. Am Tiefpunkt des Lebens
2. Countdown
3. Packliste
4. Queensland
5. Northern Territory
6. Western Australia
7. Schlusswort
Absturz
Ich sah Sterne. Plötzlich wurde alles dunkel. Was war hier eigentlich los? Ich wusste es nicht. Es ging alles so schnell. Dann merkte ich plötzlich, wie ich nach unten gerissen wurde. Ich stürzte einen Abhang auf einer steilen Wiese hinunter. Die Geschwindigkeit verlangsamte sich. Da lag ich auf dem Grünstreifen. Ich merkte, dass mit meiner rechten Hand etwas nicht in stimmte, und zwar so gar nicht. Ich brauchte kein Röntgenbild, um zu wissen, dass sie richtig kaputt war. Das merkte ich. Der Schmerz war der schlimmste, den ich je gespürt hatte. Was war eigentlich passiert?
Ich besuchte gerade ein Seminar in Mayrhofen und ein paar der Teilnehmer wollten Gleitschirmfliegen gehen. Voller Vorfreude fuhren wir in der Mittagspause mit der Gondel auf den Berg. Die Wetterlage war instabil und der Wind hatte gedreht. Wir hatten aber erfahrene Piloten dabei und hielten uns an ihre Einschätzung.
Dennoch ist es schiefgegangen. Der Pilot, der hinter mir am Gleitschirm befestigt war, sagte mir, ich solle rennen. Wir rannten. Wir hoben ab, aber der Gleitschirm konnte sich nicht vollständig entfalten, da anscheinend während der Startphase eine Windböe kam. Auf jeden Fall stürzten wir beide zu Boden. Aus welcher Höhe, wusste ich nicht. Es könnten 20 cm oder zwei Meter gewesen sein, wirklich hoch war es sicherlich nicht.
Aber nun stand ich da, voller Schmerzen und wünschte mir einfach, dass es aufhörte. Einen Rettungshubschrauber benötigte ich jedoch nicht, da ich nicht lebensgefährlich verletzt war und laufen konnte.
Ich nahm die Gondel ins Tal, rief einen Kollegen im Dorf an, der an der Talstation bereits mit dem Auto wartete und mich in die nächste Klinik fuhr.
Was ich dort erlebte, entsprach leider nicht dem medizinischen Standard. Ich erhielt keine Schmerztherapie, obwohl ich darum bat. Im Röntgen zeigte sich eine komplexe Fraktur des Unterarms mit Zertrümmerung des Handgelenks. Diese wurde mittels Mädchenfänger und Gewichten reponiert - weiterhin ohne Analgetika. Die Schmerzen waren unerträglich, ich schrie. Mir standen die Tränen in den Augen und ich konnte es nicht fassen, wie brutal diese Ärzte waren!
Als Anästhesistin weiß ich, wie einfach es ist, eine adäquate Schmerztherapie zu gewährleisten. Ich fühlte mich so hilflos.
Ich hätte die Ärzte verklagen können, aber das würde mir jetzt auch nicht weiterhelfen. Außerdem bin ich kein rachsüchtiger Mensch. Die Ironie bei der Geschichte war, dass das Dorf aufgrund des Seminars wahrscheinlich mehr Anästhesisten als Einwohner hatte, ich aber keine angemessene Schmerztherapie bekam.
In meinem Leben hatte ich schon viele Unfälle und Knochenbrüche, aber diese Schmerzen waren ungewöhnlich stark. Vor vielen Jahren hatte ich mir beim Downhill-Weltcup-Rennen in Österreich 16 Knochen auf einmal gebrochen. Unter anderem war die Brustwirbelsäule neun Mal frakturiert. Ich wusste, was Schmerzen sind. Aber hier passierte etwas auf einem ganz anderen Level. Ich bin überzeugt, dass sich das Schmerzsyndrom bereits von Anfang an manifestierte.
Nach diesem Prozedere wurde mir eine Schachtel Ibuprofen in die Hand gedrückt. Das konnte doch nicht ihr Ernst sein! Als ob mir das jetzt weitergeholfen hätte! Ich nahm die Packung, aber ich hätte genauso gut Bonbons lutschen können. Natürlich bekämpfte es nicht den Hauch eines Schmerzes.
Zum Glück besorgte mir ein Kollege stärkere Medikament, die mir halfen, die Nacht zu überstehen.
Zertrümmertes Handgelenk rechts und gerissener Diskus links
Direkt nach dem Unfall bestand bei mir der Verdacht auf ein Schmerzsyndrom. In der ersten Computertomographie sagte der Radiologe, dass ich ein sehr hohes Risiko hatte, ein CRPS, also ein komplexes regionales Schmerzsyndrom, zu entwickeln.
Die folgenden Wochen waren grausam. Ich konnte vor Schmerzen kaum schlafen und hoffte jeden Morgen, dass alles nur ein Alptraum war und ich endlich aufwachen würde. Trotz angepasster Schmerzmedikation hatte ich starke Schmerzen. Nach der Operation besserte sich nichts.
Wenige Tage nach dem Eingriff bekam ich plötzlich starke einschießende Schmerzen. Durch das Einbringen einer Schraube in die Elle war der dort verlaufende Nerv beschädigt worden. Glücklicherweise wartete ich nicht lange und eine entsprechende Medikation half, die Nervenschmerzen zu bändigen.
Die Finger waren steif, obwohl sie nicht verletzt waren. Die Schwellung der Hand war so stark, dass ich erst mit deutlicher Zeitverzögerung einen geschlossenen Gips bekam. Dieser drückte immer, wenn die Hand stärker anschwoll. Die Finger liefen blau an und waren kalt.
Als der Gips abgenommen wurde, zeigten sich alle Diagnosekriterien für ein CRPS, doch die Chirurgen wollten dies zunächst nicht wahrhaben. Es wurde eine Notfall-Computertomografie gemacht, aber es fand sich kein mechanisches Hindernis, das die geringe Beweglichkeit erklärt hätte.
Ein befreundeter Anästhesist und Schmerztherapeut hatte wenige Tage nach der Gipsabnahme bei mir die Diagnose CRPS gestellt. Wenige Wochen später bekam ich professionelle Unterstützung durch eine Schmerzambulanz. In der Zwischenzeit begann ich eigenständig mit der leitliniengerechten Therapie.
Meine Hand gehörte nicht mehr zu mir. Sie fühlte sich fremd an. Ich hatte ständig starke Schmerzen und konnte deshalb kaum schlafen. Mit der Diagnose kam auch die Angst, vielleicht nie wieder arbeiten zu können.
Ich war an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem es mir gar nicht gut ging. Ich war stark übergewichtig. Das Schichtsystem in der Klinik mit den vielen Nachtdiensten hatte mich aus dem Gleichgewicht gebracht. Durch die Nachtdienste fehlte mir die Energie, um Sport zu machen. Ich war unglücklich mit mir, meinem Körper und meinem Leben. Und dann kam auch noch die Diagnose CRPS hinzu!
Das hatte mir jetzt gerade noch gefehlt! Der Arzt musste mir nicht erklären was ein CRPS, das komplexe regionale Schmerzsyndrom, ist. Ich wusste, was es bedeutete, und ich war am Ende! Meine rechte Hand war unbrauchbar. Wie sollte mein Leben als Rechtshänder ohne rechte Hand weitergehen? In mir steckte ein Abenteurer! Ein Leben wie früher war unvorstellbar.
Es war, als wäre ein Teil von mir gestorben. Man sagte mir, dass ich nie wieder Fahrrad fahren könnte. Ich liebte alles, was mit Radsport zu tun hatte, und nun sollte mein Leben vorbei sein?
Ohne Fahrradfahren würde mir das Salz in der Suppe fehlen. Ich lebte zwar, konnte aber keine Freude mehr empfinden.
komplexes regionales Schmerzsyndrom
Name: Ein CRPS (Complex Regional Pain Syndrom) auf Deutsch ein komplexes regionales Schmerzsyndrom, ist eine chronische Erkrankung. Früher wurden die Begriffe „Morbus Sudeck“, „sympathische Reflexdystrophie“ und „Algoneurodystrophie“ benutzt.
Ursache: Es handelt sich um ein Schmerzsyndrom mit unterschiedlichen Auslösern. Meist wird es durch einen Unfall oder eine Operation ausgelöst. Es wird eine Autoimmunerkrankung vermutet, die zu einer neurogenen Fehlregulation führt.
Risikofaktoren: Frauen, schwere Verletzung, hohe Schmerzintensität, anderweitige chronische Schmerzen, Angst, Depressionen, Vermeidungsverhalten.
Symptome/Beschwerden: Die Betroffenen klagen über starke Schmerzen, Schwellungen Durchblutungsstörungen, Sensibilitätsstörungen in der betroffenen Gliedmaße. Die Körperwahrnehmung sowie die Funktion sind beeinträchtigt.
Diagnose: Die Diagnose basiert auf klinischen Befunden und wird anhand der Budapest-Kriterien gestellt. Diese beinhalten unverhältnismäßige Schmerzen in Kombination mit weiteren Beschwerden, wie Überempfindlichkeit, unterschiedliche Hauttemperatur und -farbe, vermehrtes Schwitzen, Schwellungen, Bewegungsstörungen und verändertes Nagel- bzw. Haarwachstum. Meistens wird die Diagnose erst verzögert gestellt. Es existiert kein Labormarker, der die Erkrankung eindeutig nachweist. Auch können Knochenveränderungen im Röntgenbild oder in der Szintigraphie sichtbar sein, müssen es aber nicht.
Therapie: Die Behandlung ist schwierig und basiert auf intensiver Physiotherapie und Ergotherapie zur Wiederherstellung der Funktionen. Zusätzlich helfen psychologische Therapien, Ängste und Vermeidungsverhalten zu reduzieren. Für Medikamente fehlt meist der wissenschaftliche Nachweis einer Wirkung. Es werden Entzündungshemmer und Schmerzmittel verschrieben. Hilfsmittel dienen der Entlastung bei Alltagstätigkeiten. In ausgewählten Fällen kommen invasive Therapien, wie die Implantation von Nervenstimulatoren, zum Einsatz.
Prognose: Eine komplette Heilung ist selten. 50 % der Betroffenen haben dauerhaft Schmerzen. Ein Drittel der Patienten bleibt arbeitsunfähig.
Hilfestelle:
CRPS Netzwerk
Melanie Jeschke
Weiße Breite 2437603 Holzminden
Telefon: 02563 915 340
E-Mail: [email protected]
Neuanfang
Ich möchte kein Krüppel sein! Ich war am Boden zerstört. So wollte ich nicht mehr leben! Die Schmerzen zermürbten mich. Es war Weihnachtszeit, als ich die Diagnose schwarz auf weiß bekam. Meine Stimmung war am Tiefpunkt. Der Tod wäre jetzt ein Segen gewesen. Ich dachte darüber nach, mir das Leben zu nehmen. Dann würde dieser Alptraum sofort aufhören.
Als Ärztin kannte ich vor allem die schweren Verläufe dieser Erkrankung. Mir war bewusst, dass meine Sichtweise auf diese Erkrankung verzerrt war, aber abgesehen davon war die Wahrscheinlichkeit gering, dass ich jemals wieder ein unbeschwertes Leben führen könnte.
Ich war aber nicht depressiv und eigentlich wollte ich leben! Manchmal musste man einfach nach den Sternen greifen! Und so fasste ich den Entschluss, gegen diese Erkrankung zu kämpfen und mir ein neues Leben aufzubauen. Ich gab mir eine Chance, denn wer es nicht versucht, hat bereits verloren. Sollte ich scheitern, konnte ich immer noch überlegen, ob dies ein lebenswertes Leben war. Ich hatte ohnehin nichts mehr zu verlieren.
Es war so vieles aus dem Gleichgewicht geraten. Da ich in der Akutphase meiner Erkrankung nur langsam mit den Therapien für meine Hand vorankam, stellte ich zeitgleich meine Ernährung um. Ich war unglücklich mit meinem starken Übergewicht und startete mit einer Ernährungsumstellung, bei der ich mich auf kohlenhydratarme Nahrungsmittel konzentrierte. Solche einseitigen Diäten sind jedoch nicht gesund und nicht zu empfehlen.
Ratsam ist es, auf hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte zu verzichten. Meiner Ansicht nach sind sie die Killer der Menschheit und für viele Zivilisationskrankheiten verantwortlich. Ich esse aber durchaus auch mal gerne einen Burger. Verbote sind keine Lösung. Strenge Diäten führen oftmals nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme. Man darf und soll sich auch bewusst etwas gönnen.
Die Pfunde purzelten nur sehr langsam. Ich habe fast fünf Jahre gebraucht, um 50 Kilogramm abzunehmen. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas fehlte.
Dem CRPS hatte ich den Kampf angesagt. Es würde mich nicht kleinkriegen! Ich ging fleißig zur Physiotherapie und Ergotherapie. Ich fand meine persönliche Schmerzgrenze. Es war ein schmaler Grat zwischen Über- und Unterforderung. Wenn ich mir in der Therapie zu viel zumutete, wurden die Schmerzen stärker. Wenn ich die Hand nicht genug forderte, verschlechterte sich die Funktion. Es war ein zäher und mühsamer Weg. Aber es wurde stetig besser.
Leider erlitt ich einen Sehnenriss am Daumen, sodass eine chirurgische Intervention notwendig wurde. Da ich mich jedoch in einer akuten Entzündungsphase befand, musste die Operation warten.
Ein invasiver Eingriff birgt ein hohes Risiko für einen Rückfall bzw. eine Verschlechterung der Schmerzerkrankung und sollte bei einem CRPS vermieden werden. Nach Rücksprache mit den Ärzten waren wir uns jedoch einig, dass eine zweite Operation stattfinden sollte, um die Funktion des Daumens wiederherzustellen.
Trotz perfekter anästhesiologischer Betreuung vor, während und nach der Operation kam es leider zu einem Rückfall. Ich hatte damit gerechnet und war bereit, es wieder zu schaffen!
Die Schmerzambulanz bestätigte den Rückfall des CRPS, weshalb ich meine Arbeitsstelle in der Klinik kündigte. Ich hatte monatelang wieder mit dem CRPS gearbeitet, aber ich hatte Schmerzen, wenn ich Patienten umlagern musste oder beim handschriftlichen Dokumentieren. Aufgrund der Erfahrung mit dem ersten Schub wusste ich, dass ich Monate brauchen würde, um wieder arbeitsfähig zu sein. Ich wollte meiner Hand mehr Zeit geben und dachte darüber nach, zwischenzeitlich eine andere Tätigkeit auszuüben.
Ich bekam die Möglichkeit zu einer stationären Schmerztherapie, die ich dankend annahm. Dadurch erlangte ich fast die komplette Funktion der Hand zurück. Tatsächlich habe ich danach nie wieder Physio- oder Ergotherapie für das CRPS erhalten.
Weniger als drei Wochen nach Beendigung meines stationären Aufenthalts nahm ich eine neue Anstellung als Impfärztin in einem neu eröffneten Impfzentrum an. Diese Arbeit war nicht so körperlich anstrengend und somit genau das Richtige für meine Hand.
Im weiteren Verlauf fand ich eine Stelle als Schiffsärztin bei AIDA. Die Dokumentation erfolgte am Computer und ich hatte vorwiegend mit wachen Patienten zu tun, dementsprechend wurde ich körperlich nicht gefordert. Zudem musste ich weder kochen noch einen Haushalt führen. So konnte sich meine Hand langsam erholen. Zwischen den Einsätzen auf See arbeitete ich über eine Zeitarbeitsfirma in verschiedenen Kliniken als Anästhesistin.
Während der Behandlung sagte man mir, dass ich nie wieder Fahrrad fahren könnte. Ich sollte mir eine andere Sportart suchen oder es mit einem Liegerad ausprobieren. Tatsächlich kam aber auch ein Liegefahrrad für mich nicht infrage, da es für meine Zwecke ungeeignet war. Ich fuhr gerne Radrennen, insbesondere 24-Stunden-Rennen, bei denen Liegeräder nicht erlaubt sind. Zudem möchte ich auch außerhalb von Europa reisen. Es ist aber nicht möglich ein Liegefahrrad mit ins Flugzeug zu nehmen, da es das Packmaß überschreitet.
Da zunächst an Radfahren nicht zu denken war, ich meiner Abenteuerlust aber ausleben wollte und die Reisebedingungen nach der Corona-Pandemie es gerade zuließen, lief ich den Jakobsweg.
Ich wollte Frieden mit meinem neuen Leben schließen und akzeptieren, dass ich womöglich wirklich nie wieder Fahrrad fahren könnte. Im Laufe der fünf Wochen besserte sich meine Hand deutlich. Was der Grund dafür war, kann ich nicht genau sagen. Ich denke aber, dass die moderate Bewegung an der frischen Luft einen entzündungshemmenden Effekt ausgelöst hat. Vielleicht hat auch etwas Camino-Magie geholfen. Denn auf dem Jakobsweg entstehen Wunder.
Als ich nach Hause kam, startete ich einen Versuch auf dem Mountainbike. Es funktionierte! Ich konnte die Schmerzen tolerieren. Und ich wollte so sehr wieder mit dem Fahrrad fahren, dass ich bereit war, einen gewissen Grad an Schmerzen zu ertragen.
Das Problem war das Abstützen auf dem Lenker. Am besten konnte ich auf dem Ergometer trainieren, da ich den Lenker so erhöhte, dass die Belastung auf den Händen geringer war. Auch heute ist dies meine bevorzugte Trainingsmethode.
Am besten kam ich auf dem Mountainbike zurecht, da es Unebenheiten abfederte. Auch das Trekkingrad wurde zu einer Option, da es eine Mountainbike-Bereifung besaß. Mit dem CRPS konnte ich diverse mehrtätige Touren, darunter zwei Alpenüberquerungen, bewältigen.
Mit dem Rennrad habe ich tatsächlich noch heute Probleme, sodass ich damit leider keine längeren Touren fahren kann. Ich hoffe jedoch, dass auch das nur eine Frage der Zeit ist.
Mit dem Trekkingrad konnte ich mehrtätige Touren beschwerdearm absolvieren. In einem Testlauf fuhr ich zwei Wochen durch Texas und fühlte mich nun bereit, ein neues Abenteuer zu planen.
Australien
Vielleicht Australien? Wirklich? Meine letzte Radreise führte mich durch Neuseeland, und es war unglaublich schön. Seitdem hatte ich Australien als Reiseziel im Hinterkopf.
Ich öffnete den Internet Explorer, um Informationen über eine mögliche Radreise durch Australien zu sammeln. Ich las die ersten drei Zeilen eines Reiseratgebers für Australien. Sie warnten vor Schlangen und Skorpionen. Ich bekam Angst und schloss das Programmfenster gleich wieder. Australien war nichts für mich! Ich sollte mir eine andere Reise suchen.
Wenige Wochen später suchte ich erneut im Internet, diesmal in anderen Quellen. Auch hier wurde vor den gefährlichen Tieren und den klimatischen Bedingungen gewarnt. Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss man wild campen. Bei diesem Gedanken schauderte es mich und ich verwarf den Plan erneut.
Australien ließ mir dennoch keine Ruhe. Wäre es möglich, mit dem Fahrrad durch Australien zu fahren? Ich müsste mich nur trauen! Ich recherchierte weiter und stellte fest: Es war möglich! Es würde nicht einfach werden und ich müsste, um es mit der englischen Redewendung zu sagen, „jumping through hoops“ „durch viele Reifen springen“ müssen. Ich hatte Angst, aber davon durfte ich mich nicht abschrecken lassen. Ich muss es trotzdem wagen! Down Under ich komme!
Doch wie konnte ich mich vor den Giftschlangen schützen? Meine Angst kam durch Unsicherheit. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr Zuversicht bekam ich. Tiere fallen Menschen normalerweise nicht grundlos an. Sie attackieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Ich dürfte ihnen also keinen Grund dazu geben. Respektiere die Natur, und sie respektiert dich! Eine Restunsicherheit blieb, aber die gibt es immer im Leben.
Wie kann ich der Hitze entkommen? In Australien werden über 50°C erreicht, was bei sportlicher Betätigung lebensgefährlich sein kann. Hier war die zeitliche Planung entscheidend. In den Wintermonaten herrschten hier gemäßigte Temperaturen. Im Norden ist das Wetter tropisch. Es gibt dort weder Sommer noch Winter, sondern Regen- und Trockenzeit. Ideal zum Fahrradfahren scheinen der australische Winter und die Trockenzeit zu sein. Ich plante meine Tour demnach für Juli und August.
Die Fahrradratgeber empfahlen eine Routenplanung an der Küste wegen der besseren Infrastruktur. Aber das kann ja jeder! Ich wollte durch das Outback. Ich war überzeugt, dass ich diese Herausforderung nicht nur organisatorisch, sondern auch körperliche meistern kann.
Ursprünglich wollte ich den Stuart Highway von Adelaide nach Darwin fahren. Freunde von mir hielten das jedoch für keine gute Idee. Auch das Auswärtige Amt warnte ausdrücklich davor, nicht um Alice Springs wild zu campen, da dort Sexualstraftäter frei herumliefen. Da ich gezwungen gewesen wäre, in der Wildnis zu zelten, sollte ich den Bereich um Alice Springs besser meiden. Ein neuer Plan musste her.
Ich habe einen Bekannten in Brisbane. Das wäre doch ein toller Startpunkt! Die Strecke von Brisbane nach Darwin war gut! Sie führte durch das Outback, aber nicht über Alice Springs. Leider würde ich dann nicht am Ayers Rock vorbeikommen, aber die Sicherheit war mir wichtiger.
Sollte ich besser auf Nebenstraßen oder auf dem Highway fahren? Natürlich sind Nebenstraßen zum Radfahren angenehmer. Wenn ich einen Defekt habe oder mich verfahren sollte, käme vielleicht tagelang keine Hilfe vorbei. Da meine technischen Fertigkeiten sich auf das Wechseln von Mänteln und Schläuchen beschränken, sollte ich besser auf dem Highway bleiben. Hier könnte ich immer Hilfe bekommen. Wenn gar nichts mehr ginge, könnte ich mich von Campern ein Stück mitnehmen lassen.
Je mehr ich mich in die Materie eingelesen habe, desto stärker wurde mein Wille, dieses Abenteuer zu meistern. Warum ich durchs Outback fahren möchte? Weil ich es kann! Ob ich keine Angst habe? Doch, aber ich tue es trotzdem!
Noch drei Tage bis zum Abflug. Mir war schon etwas mulmig zumute. Genau diese Reise hatte ich letztes Jahr drei Tage vor Abflug abgesagt. Nein, ich hatte keine kalten Füße bekommen.
Meine Mutter war schwer krank und ist kurz nach dem geplanten Abreisetag gestorben. In so einer Situation konnte ich nicht ans andere Ende der Welt fliegen. Es war richtig, die Reise abzusagen.
Die Tour konnte ich auch nicht um ein paar Monate verschieben, da ich einerseits berufliche Verpflichtungen hatte und andererseits die klimatischen Bedingungen beachten musste. Im Norden wird es im australischen Sommer bis zu 50 Grad Celsius heiß. Es wäre Selbstmord, zu dieser Zeit mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Deswegen kamen für mich nur die kalten Monate Juli und August infrage. Ich wartete also ein komplettes Jahr und nutzte die Zeit für eine erneute Planung.
Ich bin davon überzeugt, dass alles aus einem guten Grund passiert. Am Ende wird alles besser!
In dem zusätzlichen Jahr hatte ich noch einmal viel recherchiert und Lösungen gefunden, wie ich doch einige Ziele erreichen könnte, die ich zunächst für nicht machbar gehalten hatte.
Im letzten Jahr hätte ich nicht gewusst, wie ich zum Great Barrier Reef oder zum Ayers Rock hätte kommen können. Die Distanzen wären mit dem Fahrrad viel zu weit gewesen. Aber nur, weil ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, muss ich nicht auf andere Verkehrsmittel verzichten. Ich könnte trotzdem den Bus oder ein Leihauto nehmen und Ruhetage in Erlebnistage verwandeln. Im Nachhinein ahnte ich vor dem Abflug nicht im Entferntesten, wie einzigartig Australien werden würde und dass ich tatsächlich weit mehr erleben durfte, als ich zu träumen gewagt hatte.
Ich erstellte mir eine Liste mit meinen fünf Top-Erlebnissen, die ich unbedingt erleben wollte:
Wildcampen im Outback
Tauchen im Great Barrier Reef
Uluru aus der Luft betrachten
In einem Swag (einem australischen Schlafsack) schlafen
Bier in einem Outback-Pub trinken
Eine weitere Liste umfasste meine Top 5 der australischen Tiere, die ich sehen wollte:
Kängurus
Krokodile
Emus
Giftschlangen
Koalas
Plötzlich hatte ich eine zündende Idee und fragte mich: Warum schreibe ich meine Urlaubserlebnisse nicht einfach auf? Ich könnte ein Buch daraus machen! Mir war klar, dass es kein Besteller werden würde. Ich bin schließlich nicht J. K. Rowling und meine Geschichte wird nicht so faszinierend sein wie Harry Potter. Dafür handelt es sich um die Realität und nicht um Fiktion.
Ich möchte von meinen Erfahrungen, Zweifeln und Ängsten erzählen. Ich möchte die Höhen und Tiefen aufzeigen. Dadurch lasse ich andere Menschen an meinen Erlebnissen teilhaben und ermutige sie, ihre Träume zu verwirklichen, auch wenn diese beängstigend sind.
Ich möchte die Leser mit auf ein Abenteuer durch Australien nehmen, das nicht dem normalen Urlaub entspricht. Zu guter Letzt möchte ich Betroffenen mit CRPS Mut machen, dass mehr möglich ist, als man denkt.
Die letzten Vorbereitungen waren im Gange, es wurde ernst. Eine abschließende Ausfahrt mit meinem Tourenrad stärkte mein Selbstbewusstsein. Eigentlich wollte ich nur um den „Block fahren“ und austesten, ob nach den letzten Reparaturen alles funktionierte.
Die Bremse schleifte auf den ersten Metern. Aber ich löste das Problem allein, denn im Outback konnte ich nicht auf Hilfe hoffen. Letztendlich musste nur der Schnellspanner festgezogen werden. Im Vergleich zu meinem leichten Carbon-Rennrad fuhr sich das Trekkingradschon sehr schwerfällig, es war auch doppelt so schwer. Kamen dann noch die Packtaschen hinzu, wurde das Fahren sehr mühsam.
Ich weitete die Tour spontan auf die Lindemannsruhe aus. Bergab ließ ich es krachen und ließ die Rennradfahrer alt aussehen. In einem meiner früheren Leben war ich Downhillrennen gefahren. Diese Zeiten liegen zwar lange hinter mir, aber auf dieser Abfahrt brach das Downhill-Tier in mir heraus. Strava bestätigte meine Einschätzung mit meiner Bestzeit für dieses Segment. Es war auch ein guter Test, um das neue Kettenblatt zu prüfen. Leider benötige ich kurzfristig noch ein neues großes Kettenblatt. Meine Größe war aber so kurzfristig nicht zu bekommen, sodass mir nun zwei Zacken fehlen. Aber für Australien würde es reichen. Test abgeschlossen!
Es waren 30 Grad und ich hatte weder Wasser noch Geld dabei. Eigentlich wollte ich nur zehn Minuten unterwegs sein, aber es wurden 2 ½ Stunden. Es war ein großartiger Test, bei dem ich gesehen habe, dass ich auch ohne Wasser auskomme, und er hat mir gezeigt, dass ich bereit für das Outback bin.
Nach der Testfahrt stand gründliches Schrubben auf dem Programm. Es durfte kein Staubkorn zu sehen sein. Das Problem war jedoch nicht der Staub, sondern die Erde. Australien besitzt wie Neuseeland strenge Einreisebestimmungen. Die Ausrüstung musste frei von Erde sein, damit keine unbeabsichtigte Einschleppung von Krankheitserregern erfolgte. Dies wird normalerweise bei der Einreise streng kontrolliert. Als ich vor sieben Jahren nach Neuseeland flog, wurden meine Zelthaken sowie die Reifen bei der Einreise auf Erdrückstände begutachtet.
Da das Fahrrad glänzte, verpackte ich es in einer Transportbox. Hierfür nehme ich bei Gabelflügen eine Box aus Pappe. Diese kann man nach dem Hinflug entsorgen und vor dem Rückflug in einem Fahrradladen neu organisieren.
Bei Qatar Airways wird das Fahrrad ohne zusätzliche Gebühren mitgenommen, sofern man keine weitere Tasche aufgibt. Alles, was nicht ins Handgepäck passte oder durfte, steckte ich zum Fahrrad in den Karton. Damit wog mein aufgegebenes Gepäck 27 kg und ich überschritt das zulässige Gewicht um 2 kg. Ich überlegte hin und her, entschied mich aber, nichts auszusortieren. Ich hatte mir wochenlang Gedanken über die Ausrüstung gemacht und es gab nichts, auf das ich guten Gewissens verzichten konnte. Ich würde den Aufpreis durch die Fluggesellschaft in Kauf nehmen.
Ich habe mir für die sozialen Netzwerke das persönliche Hashtag #Carogoesbush generiert. Die Idee kam mir, als ich ein Buch mit australischem Slang las. Ich fand, das passt perfekt! „In den Busch gehen“ ist die australische Art zu sagen, dass man die Zivilisation hinter sich lässt und in die australische Wüste zieht.
Ich bastelte mir ein Nummernschild mit dem Hashtag für mein Fahrrad. Das Hashtag würde sich auch gut auf meiner Radkappe machen. Zunächst versuchte ich, dies mit Aufbügelfolie allein zu verwirklichen, scheiterte aber kläglich.
Trotz der knappen Zeit konsultierte ich einen professionellen Druckshop. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ich erhielt eine weiße Radkappe mit pinkem Schriftzug für den pinken Helm sowie eine pinke Kappe mit weißem Schriftzug für die restliche Zeit. Ich empfand Stolz, nun personalisierte Sachen zu besitzen.
Was wäre aber, wenn der Flieger nicht fliegen würde? Die Nachrichten überschlugen sich am Tag vor dem Abflug. Der Flugverkehr in Doha war zum Erliegen gekommen. Der Iran hatte US-Truppen in Katar angegriffen. Mein Flug mit Qatar Airways führte über Doha als Transferflughafen. Es war möglich, dass der Flug nicht stattfand. Dann wäre die Reise wieder beendet gewesen, bevor sie angefangen hätte. Die politische Situation war angespannt. Die USA zogen gegen den Iran in den Krieg. Ich verstehe diesen Krieg nicht, obwohl ich kein dummer Mensch bin. Gewalt ist aber nie eine Lösung.
Ich konnte nur hoffen, dass ich sicher nach Brisbane käme; der Rest würde sich finden. Wenn ich spontan bei einer anderen Fluggesellschaft hätte buchen müssen, hätte ich es getan. Ich war so kurz davor und würde alles geben!
Endlich war der Tag des Abflugs angebrochen. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte große Angst, dass wieder etwas dazwischenkommen könnte. Wer wusste schon, ob es nicht doch zu weiteren Raketenangriffen kommen würde? Ich wollte unbedingt nach Australien und mein Vorhaben umsetzten, weshalb ich schon fast panische Angst vor einer erneuten Absage hatte.
Mein Vater fuhr mich zum Flughafen. Dort verlief alles unproblematisch. Qatar war sehr hilfsbereit und zuvorkommend mit dem Fahrrad. Der Karton wurde sogar mit „Vorsicht zerbrechlich“-Aufklebern versehen. So gut wurde mein Fahrrad noch nie behandelt. Ich war optimistisch. Die zwei Kilo zu viel habe ich ehrlich kommuniziert, aber ich musste keinen Aufpreis zahlen. Solange die Box das Gesamtgewicht von 30 kg nicht überschritt, war alles in Ordnung.
Der erste Flug nach Doha verlief ohne Zwischenfälle. Ich hatte jedoch ein mulmiges Gefühl, mich in Doha aufzuhalten. Ich war an einem Ort, an dem weniger als 48 Stunden zuvor ein Raketenangriff stattgefunden hatte.
Der zweite Flug mit 14 Stunden verging mit Essen, Schlafen und Filmeschauen schneller als gedacht und ich landete in Brisbane. Meine Glücksträhne hielt an: An der Sperrgutausgabe nahm ich mein Fahrrad in Empfang und begab mich zur Biosicherheitskontrolle. Wie damals in Neuseeland wurden die Mäntel und das Zelt inklusive Zelthaken kontrolliert. Der Sicherheitsbeamte war mit der Sauberkeit äußerst zufrieden und mein Equipment wurde als „makellos“ bewertet. Damit wurde meine Einreise genehmigt und ich betrat australischen Boden.
Ich hatte es geschafft! Ich war in Australien - und mein Fahrrad auch. Alle meine Sorgen fielen von mir ab! Jetzt konnte es wirklich losgehen! Ich verspürte ein unglaubliches Glücksgefühl, gepaart mit großer Abenteuerlust.
Am Flughafen nahm mich mein Bekannter in Empfang. Es tat so gut, nicht immer alles allein bewältigen zu müssen. Das Fahrrad passte gerade so in seinen Kofferraum, und er fuhr uns in seine Wohnung.
Vor sieben Jahren war ich bereits hier, aber dieses Mal war alles anders. Damals hatte ich mit dem Gedanken gespielt, eine Fahrradreise durch Australien zu machen und nun war ich tatsächlich hier! Aus dem Fenster seines Appartements konnte man die Skyline von Brisbane bestaunen, die atemberaubend wirkte. Ich lebte meinen Traum! Das war ein hervorragender Start.
Ich war in Brissie, wie es die Einwohner Australiens ihre Hauptstadt des Bundesstaates Queensland nennen. Jetzt konnte mich nichts und niemand mehr aufhalten! Ich war dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, das zu tun, was ich wollte. Auch wenn ein Wellnessurlaub durchaus in meinem Budget lag, wollte ich in die Wildnis! Wenn ich in diesem Moment einen Wunsch frei gehabt hätte, wäre es eine Reise durch das Outback gewesen! Mir war bewusst, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.
Blick auf die Skyline von Brisbane
Trekkingrad von Velotraum mit Gepäckträgern vorne und hinten (bereits 7 Jahre alt) und 26-Zoll-Laufrädern, damit man Ersatzteile auch im Ausland bekommt und das Gewicht der Gepäcktaschen weiter unten liegt.
Kein Narbendynamo: Hatte nicht wirklich funktioniert, um Handy oder Powerbank zu laden, und wurde daher ausgebaut.
Mäntel Schwalbe Marathon Mondial: Für die Pannensicherheit ist ein Marathon-Reifen immer eine gute Wahl.
Fahrradtaschen von Ortlieb: 2 große für hinten, 2 kleine für vorne.
Keine Lenkertasche: Fand ich bei dem Fahrrad aufgrund des hohen Schwerpunkts sehr unangenehm.
Drei Fahrradflaschen: mit 1 l, 750 ml und 500 ml Fassungsvermögen
Ein Ersatzreifen Billy Bongers: Ein leichter Faltreifen mit nur 500 g. Eine tragbare Notlösung für den Fall, dass ein Mantel nicht mehr fahrbar wäre.
Zwei Ersatzschläuche: Sonst hatte ich immer nur einen dabei, da ich selten Platten habe. Diesmal entschied ich mich jedoch für zwei Reifen, da ich wusste, dass ich wahrscheinlich mit Dornen konfrontiert werden würde. Außerdem wollte nicht in der Wüste fest sitzen, sollte es zu einem Materialdefekt kommen. Zwei weitere Ersatzschläuche kaufte ich mir in Mount Isa.
Sehr viele Flicken, Reifenheber, Multitool, Kettenöl, Putzlappen, manuelle Luftpumpe.
Drei Ersatzspeichen für vorne und drei Ersatzspeichen für hinten.
Drei stabile Kabelbinder und ein Reparaturset für Zeltstangen.
Dichtmilch: Vor Ort in Cairns gekauft und für Australien empfehlenswert.
Ein kompakter Gaskocher von MSR und Gaskartusche (vor Ort gekauft).
Vier faltbare Wasserkanister (2 x 5 l, 2 x 2 l: Lieber Ersatz einplanen, mir sind zwei kaputtgegangen. Vor Ort habe ich mir einen 10l-Kanister gekauft.
Ein Wasserfilter.
Ein faltbarer Kochtopf, ein faltbarer Becher, Plastikbesteck, ein kleines Handtuch, eine Schere, ein Salz-/Pfefferstreuer, Spülmittel, ein Küchenmesser, ein Feuerstein, ein Feuerzeug und Ziploc-Beutel.
Ein Rucksackofen: Nicht benutzt und auf halber Strecke verschenkt.
