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Harun (Haren) im Jahr 715 n.Chr. - Der Fürstensohn Edo entdeckt im Wald den Leichnam seines Bruders. Doch er kann ihn nicht bergen, denn vor dem Wall des kleinen Schifferdorfes, lauert ein Heer feindlicher Soldaten, das die schöne Chrodigildis aus den Händen ihrer Entführer befreien will. Mit einem Mal gilt es nicht nur, den eigenen Stamm und ein Dorf zu schützen, sondern auch die vielen Rätsel zu lösen: Wer tötete den Sohn des Friesenfürsten? Wie gelangte seine Leiche in die Hände des Feindes? Und welche Rolle spielt die Geisel Chrodigildis, die dem Toten versprochen war und mit ihrem undurchsichtigen Verhalten immer mysteriöser erscheint? Die Novelle „Chrodigildis“ ist eine rasante Mischung aus Krimi, Thriller und mittelalterlicher Abenteuergeschichte – mit der Garantie für einen spannenden Leseabend.
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Seitenzahl: 166
Veröffentlichungsjahr: 2017
1. Auflage | 2013
ISBN 978-3-943531-05-3 (Taschenbuch-Ausgabe)
ISBN 978-3-943531-13-8 (EPUB)
© Burgenwelt Verlag | Jana Hoffhenke
Alfred-Nobel-Str. 39 | 28207 Bremen
Alle Rechte vorbehalten
Lektorat | Korrektorat: Jana Hoffhenke
Satz | Gestaltung: Jana Hoffhenke
Historische Beratung: Dr. Bernd Tessmann
Coverillustration | Umschlaggestaltung: Diana Isabel Franze
Printed in Germany
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Im Jahr 714 n. Chr. stirbt der Frankenkönig Pippin. Während der darauffolgenden innenpolitischen Wirren im Frankenreich erobert der Friesenherzog Radbod vormals verlorene Gebiete des südwestlichen Frieslands zurück.
Zur selben Zeit verkündigen angelsächsische Missionare den heidnischen Friesen das Evangelium. Unter ihnen sind Willibrord, der schon seit den 690er Jahren auf dem Kontinent unterwegs ist, und Wynfreth, der später als Bonifatius berühmt wird und erstmals im Jahr 716 n. Chr. zu den Friesen reist. Deren eiserne Resistenz gegen die christliche Botschaft sowie die kriegerischen Erfolge des heidnischen Radbod führen jedoch in den meisten Fällen zu Misserfolgen der Missionare.
Nachfolgende Geschichte spielt im Jahr 715 n. Chr. in der am Fluss Eems (heute: Ems) gelegenen Siedlung Harun (heute: Haren), deren Existenz allerdings erst um das Jahr 800 n. Chr. urkundlich erwähnt wird.
Eine aus historischer Sicht belastbare politische Zuordnung des Gebietes ist kaum möglich, da sich die Grenzen zwischen Friesland im Norden, Franken im Süden sowie Sachsen im Osten in jener Zeit immer wieder verschieben und hilfreiche Quellen fehlen. Nachfolgende Erzählung geht davon aus, dass Harun eine Grenzsiedlung im äußersten Westen des Sachsenreiches ist.
Heute verbindet eine Brücke jene beiden Uferstellen in Haren, von denen hier die Rede ist. Und auf dem Gebiet des hier auf fiktive Weise gegründeten Dankern befindet sich ein altes Schloss mit einem modernen Ferienzentrum.
Ein laues Lüftchen raschelte in den Baumkronen, Vögel zwitscherten und der Wachposten schnarchte. Davon abgesehen war es still. Edo stand auf dem Wall und sah einem Buchfink nach, der seinen Schiss auf der filzigen Haarpracht des schlafenden Kriegers hinterlassen hatte und jetzt aufgeregt über das Dorf hinweg davonstob.
Harun lag verschlafen in der Morgensonne, die schon zu dieser frühen Stunde Schwüle über das Flachland breitete und den Dunst aus Wiesen und Wäldern trieb. Eine mächtige Eiche stand inmitten des Dorfes und überragte mit prächtigem Grün alle Bauten und Wälder. Östlich der Siedlung zog die Eems vorbei, doch der riesige Baum und zwanzig bis dreißig große, gepflegte Häuser, die sich bis nah ans Ufer erstreckten, verdeckten die Sicht auf den Fluss. Edo war beeindruckt. Die Siedlung schien wohlhabender zu sein, als er zunächst gedacht hatte.
Er drehte sich um. Landeinwärts bot der Wall dem Dorf Schutz. Die Sonne warm im Rücken, blickte er über die Palisaden, hinter denen eine feuchte Wiese lag, an die sich ein Wald anschloss.
Zwischen den Bäumen stand eine Leiche. Sie sah gespenstisch aus, weil der Boden dampfte und den Körper in einen leichten Nebel hüllte. Aber es war eindeutig eine Leiche und sie stand zwischen den Bäumen. Edo sah die hässliche Wunde am Hals. Auch das Gesicht wirkte geschunden. Um alles ganz genau betrachten zu können, hätte er das Dorf verlassen und sich dem Toten nähern müssen. Doch im Unterholz des Waldes lagerten die Verfolger und denen wollte er nicht allein begegnen. Immerhin war ziemlich klar, wer die Leiche an den Waldrand gestellt hatte.
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