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Eben noch friedlich beim Joggen im Wald. Ein kleiner Sturz und im nächsten Moment in einer urzeitlichen Umgebung und zu allem Überfluss wartet, nur wenige Meter entfernt, ein gigantischer Tausendfüssler, der zufällig auch noch Hunger hat. Erleben Sie den Kampf des Titelhelden CLIFTON DANGER, der unerwartet und ohne Vorwarnung mit dem Kampf ums Überleben konfrontiert wird und diesen meisterlich, männlich und mit unverwechselbarem Humor annimmt. CLIFTON DANGER ist eine Serie von CARL A. IRON. Ursprünglich als TV-Adaption geplant, verhindert eine komplizierte rechtliche Situation die Veröffentlichung von CLIFTON DANGER in den vereinigten Staaten in Buchform. Für Deutschland gilt diese rechtliche Komplexität allerdings nicht, weswegen deutsche Leser in den Genuss von CLIFTON DANGER kommen dürfen. CLIFTON DANGER ist für alle, die immer noch Männer sind oder gerne werden wollen. CLIFTON DANGER ist nicht politisch korrekt und wird aus auch nicht sein. Die ersten 4 Bänden werden bereits im Jahr 2017 erscheinen: Band 1: Willkommen in der Urzeit (1. März 2017) Band 2: Insektenkrieger (1. Juni 2017) Band 3: Herr des Tals (1. September 2017) Band 4: Urmenschen (1. Dezember 2017)
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Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2017
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Wie fühlt man sich so, wenn sich ein gut drei Meter langer Tausendfüßer vor einem aufrichtet und bedrohlich näherkommt? Einer mit schrecklich vielen Beinchen und noch mehr Zähnchen. Waren es überhaupt Zähne? Ein kluger Gedanke, aber im Moment schien nicht die Zeit zu sein, sich Gedanken über die Mundwerkzeuge von Myriapoden, wie die Tausendfüßer auch genannt werden, zu machen. Was für ein riesiges Vieh! Eine Gefahr und Bedrohung! Direkt vor ihm! Wie man sich fühlt, wenn ein gigantisches Insekt sich vor einem aufrichtet? Clifton Danger wusste es nun.
Was er nicht wusste, war, wie er in diese Lage gekommen war und natürlich auch nicht, dass Tausenfüßer in Wirklichkeit keine Insekten waren, sondern nur ein Unterstamm der Gliederfüßer. Joggte er nicht noch vor wenigen Minuten friedlich im Wald? Lockere 25 Kilometer sollten es sein. Vorbei an den blühenden Wiesen, an den Feldern. Im Höchsttempo in Richtung Wald.
Doch was geschah dann? Die Erinnerung ließ Clifton Danger im Stich. Oder doch nicht? Der Boden öffnete sich. Ein Loch? Ein Sturz. Alles ging so schnell, dass eine Orientierung unmöglich war. Nur noch Dunkelheit. Dann Stimmen. Kurz darauf Licht.
Erwachen an einem völlig anderen Ort. Hier. Wo war er? Wie war er nur hierhergekommen? Erste Blicke – und darauf folgte die große Irritation. Da war ein Wald. Doch nicht der, den er beim Joggen angelaufen hatte. Es erinnerte an einen Urwald und doch auch nicht. Danger hatte in seinem Leben manches gesehen, aber derartige Bäume oder Sträucher noch nie.
Hohe Luftfeuchtigkeit. Hitze. Subtropisches Klima. Verwirrung. Ein Traum? Was war geschehen? Doch er hatte keine Zeit mehr, die Umgebung weiter zu analysieren, denn da krabbelte auch schon das ungeheure Ungeziefer herbei. Gigantisch. Unzählige Füßchen bewegten den schweren Körper fort. Schreckliches Geräusch. Zischen. Trippeln. Leichtes Vibrieren des Bodens. Das Insekt näherte sich. Hielt einige Meter vor dem verdutzten Mann und richtete sich auf.
„Sehr gelenkig“, dachte Clifton Danger bei sich und nahm instinktiv eine Abwehrhaltung ein. „Ich nehme an, das ist keine freudige Begrüßung?“
Obwohl von der ganzen Situation sichtlich überrascht, versuchte er, die Situation zu bewerten. Wo er war? Unbekannt. Wie er hergekommen war? Für den Moment egal. Unmittelbare Gefahr? Ein gigantischer Tausendfüßer mit widerlichen Fühlern, Tausenden wackelnden Füßen und sehr scharf wirkenden Mundwerkzeugen. Umgebung? Hinter und unter ihm Felsgestein, das ein Ausweichen unmöglich machte. Links und rechts exotische Bäume und teilweise hohe Gräser. Dorthin ausweichen? Fliehen? Kämpfen? Waffen? Hatte er nicht. Mittel, welche die Natur hergaben? Nichts, außer Steinen. Schweiß rann über seine Stirn. Das Herz pulsierte. Unzweifelhaft war sein Leben bedroht. Rasender Puls. Trotzdem galt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nein, er würde nicht als Insektenmahlzeit enden. Nein!
„Du weißt, dass ich wahrscheinlich schon mehr als genug deiner kleinen Freunde zertreten habe? Und zwar mit großem Genuss!“
Der Tausendfüßer zeigte sich erwartungsgemäß wenig beeindruckt und näherte sich mit aufgerichtetem Körper immer mehr. So viele kleine Bewegungen. Zischen. Aggressivität. Offenbar ein Weibchen.
„Dabei hatte ich bei den Weibchen immer so gute Karten. Du stinkst, aber das interessiert dich vermutlich nicht?“
Clifton Danger war kein Biologe, hatte aber als Kind eifrig ein Lexikon auswendig gelernt. Zudem hatte ihn das Leben so manches Weitere lehren können. Der Geruch, den er wahrnahm, stammte nicht etwa von den Fleischresten am Mundwerkzeug des Insekts. Vielmehr roch es nach Blausäure. Unzweifelhaft produzierten schon die winzigen Varianten des Motyxia eine aggressive Form von Zyanid. Warum sollte es bei der sehr viel größeren Variante anders sein?
„Zerschneiden oder verätzen? Keine guten Optionen“, sinnierte Danger und wartete angespannt auf den Angriff des Insektes.
„Na, komm schon, Liebling! Komm schon!“
Urplötzlich fuhr der riesige Tausendfüßer nach vorne. Clifton Danger konnte ausweichen, wurde jedoch von den Schneidwerkzeugen am Arm erwischt. Blut, aber offenbar keine Wunde, welche die Körperfunktion einschränkte. Nach der ersten Attacke wich das Insekt zurück in seine ursprüngliche Angriffsposition.
„Nicht einmal dumm. Offensichtlich kennst du so ein Tier wie mich nicht. Also willst du herausfinden, wie stark ich bin. Ob ich mich wehren kann. Dein Fehler, dass du mir die Zeit gibst und dass du mir die Stellen anbietest, an denen du keinen Panzer hast!“
