Cloudpoesie - Andreas Bülhoff - E-Book

Cloudpoesie E-Book

Andreas Bülhoff

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Beschreibung

Cloudpoesie zeigt, was passiert, wenn das Gedicht seine gedruckte Form verliert, wenn es sich vom Schreibtisch aufmacht ins Mediale, Dialogische, zu Leuten und Künsten. Ist Poesie neu denkbar im permanenten Flow der Zeichen, Kontexte und Horizonte? Ein Experiment. Mit Textflächen. GIFs. Fluider Dichtung. KOOK hat sechs AutorInnen eingeladen, Wege kollektiven Dichtens speziell für E-Books auszutesten: Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer, Charlotte Warsen. Unter Mitarbeit des Publikums wurden ihre Texte in einer literarischen Jam-Session weitergeschrieben, geremixt, gemeinsam performt. Eine erste Version des E-Books wurde von Andrea Nienhaus live am Performance-Abend gebaut, die vorliegende Version wurde leicht von Tristan Marquardt überarbeitet.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer, Charlotte Warsen Cloudpoesie

Dichtung für die vernetzte Gesellschaft

E-Book-Erstellung/Cover: Andrea Nienhaus, Peter Dietze

Covertypo: PTL Attention, Viktor Nübel

2. Version

www.mikrotext.de

www.cloudpoesie.kookverein.de

In Kooperation mit KOOK e.V..

ISBN 978-3-944543-34-5

Alle Rechte bei den Autoren und Kookverein.

© mikrotext/KOOK e.V.

Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer, Charlotte Warsen

Cloudpoesie Dichtung für die vernetzte Gesellschaft

Ein Projekt des KOOK e.V. in Kooperation mit mikrotext Projektleitung: Alexander Gumz, Karla Montasser, Peter Dietze 

Version 1: live-Version vom 22. November 2015 (→Download)

Version 2: Bearbeitung von Tristan Marquardt

Contents

Impressum

Titelseite

Cloudpoesie – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft

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Weitersagen

Über die Autoren

Über den Verlag

Katalog

Kontakt

Cloudpoesie – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft

Was passiert, wenn das Gedicht seine gedruckte Form verliert, wenn es sich vom Schreibtisch aufmacht ins Digitale, Dialogische, zu anderen Leuten/ Menschen und Künsten? Welche Möglichkeiten des digitalen Schreibens und Publizierens von Gedichten gibt es heute, wie wird Poesie neu denkbar im medialen Flow der Zeichen?

Mit der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert sich auch die Entstehung und Verbreitung von Lyrik. Das eBook im Speziellen kann verhältnismäßig günstig produziert, auf unterschiedliche Medien geladen und aufbewahrt, es kann einfach geteilt und kommentiert werden. Symbolisch steht es für einen anderen Umgang mit Literatur in einer kulturell und technologisch dynamisierten Umgebung, da es, als Medium ernst genommen, neue Prozesse von social reading und social writing ermöglicht.

In anderen Ländern hat das eBook längst einen festen Platz neben dem weiterhin verfügbaren gedruckten Buch gefunden. In der Regel liefert das konventionelle eBook jedoch inhaltlich und formal nichts Anderes als was in der jeweiligen Druckfassung auch zu finden ist. Seine inhärenten Möglichkeiten werden hierzulande bislang kaum genutzt, obwohl wir wissen, dass noch jede technologische Entwicklung – sei es der Buchdruck, die Erfindung von Hörspiel oder Fernsehformaten, von Computerspielen oder Apps – unsere Sicht auf Funktion und Inhalt von Literatur grundlegend geändert hat.

Cloudpoesie versteht sich als Forschung nach zwei Seiten: erstens die Erkundung einer neuen Technologie, zweitens das Ausloten gegenwärtiger Literatur unter den Vorzeichen von cloudification: der Kollektivierung kognitiver und kreativer Prozesse, der Umwertung des Materiellen, nicht zuletzt einer gemeinwohlorientierte shareconomy als Herausforderung des Statuskapitalismus. Die Fluidität schnellerer Feedbackmöglichkeiten auf Schreibprozesse verändern – das ist der künstlerische Aspekt des Projekts – ebenso die Haltung von Schreibenden zu ihren Texten wie deren Produktionsbedingungen.

Diskutiert und im Schreiben ästhetisch bearbeitet wurden während der Workshops und auch am Präsentationsabend philosophisch-poetologische Fragen, die sich an die Öffnung der „Idee Buch“ hin zu Community und Netzwerk anschließen:

Wie verändert solch ein Medienwandel die Rezeption von Literatur – von Lyrik speziell –, wie aber auch die Konzeption dessen, was ein „Autor“, ein „Text“, ein „Leser“ ist? Wie kann man in Gedichten auf die Fragmentierung der Gegenwart reagieren, bei gleichzeitig zunehmender Verknüpfung von On- und Offline-Welten, von Wahrnehmung und teilender Formulierung in Sprache, Bild, Ton? Und wie kann man das daraus erwachsende Bedürfnis nach Partizipation auch an kreativen Prozessen in Gedichten künstlerisch produktiv machen?

Auf technischer Ebene gehen diese Fragen einher mit eBook-spezifischen Problemen: Wie geht man konkret um mit der fehlenden Möglichkeit von Zeilenbrüchen im Sinne eines gedruckten Buches? Kann man sie etwa durch das Denken in Absätzen („Paragraphs“ sind die Grundlage aller elektronischen Textverarbeitung) ersetzen? Wie schöpfen wir Möglichkeiten zur fluiden Gestaltung der „Seiten“ und des Textes selbst aus, und wie die multimedialen Einbindungen, die das eBook-Format anbietet?