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Das Buch enthält 12 Kurzgeschichten. Die Grundideen dieser Geschichten basieren auf der Fantasie meines Sohnes. Alle Geschichten handeln von fantasievollen Abenteuern eines Jungen und seinem unsichtbaren Freund, ein fliegendes magisches Einhorn. In den Geschichten wurden Themen wie Freundschaft, Achtsamkeit, Empathie und Naturverbundenheit eingebracht. Meine Intension ist es, Eltern, Pädagogen/innen, Betreuer/innen und Kinder zu motivieren gemeinsam wieder mehr Fantasie, Achtsamkeit, Empathie und Natur in ihren Alltag zu bringen.
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2020
“Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Fantasie bestickt hat.” -Voltaire-
Coco & GlitzerfußDer Platz der Fantasie
Ines UngerColin Unger
.© 2020 Ines Unger
Autor: Ines Unger
Illustration: Bernd Plöger (Titelbild), Ines Unger
Lektorat, Korrektorat: Britta Daniel-Tonn
Verlag & Druck:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN:
978-3-347-15712-5(Paperback)
978-3-347-15713-2 (e-Book)
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Dieses Buch widme ich meinem Sohn Colin.
Bewahre Dir Deine Gabe der Fantasie und Deine offene, freundliche Art.
Du bist ein wundervoller, besonderer Mensch. Ich liebe Dich„tausend Meter weit und noch viel mehr“ !Deine Mama
Ps: Leon und Chali,Euch liebe ich auch sehr, sehr, sehr !
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Glitzerfuß, das unsichtbare Einhorn
Die Goldsuche
Der falsche Polizist
Reiten ist wie Fliegen
Die fliegenden Kaninchen
Der schwarze Zauberer
Der Wohlfühl-Tag
Die Reise in die Playmobil- Welt
Die Wölfin und das Amulett
Das Blumenwiesen-Fest
Navaljo, das Wildpferd
Das Dorf der Deisterwichtel
Danksagung
Schlusswort
„Nur weil du etwas nicht sehen kannst,bedeutet dies nicht, dass es nicht existiert.Du kannst es fühlen, denken und träumen !“- Ines Unger
Einleitung
Es ist Mai 2020 und seit Wochen steht alles irgendwie Kopf. Die Kinder dürfen nicht mehr in die Schule oder in den Kindergarten. Die Eltern sollen möglichst von zu Hause aus arbeiten. Wir dürfen unsere Freunde und Verwandten nicht treffen, und es gibt noch viele andere solcher Einschränkungen. Die ganze Welt ist von einem Virus befallen. Alles ist anders als vorher. Doch in diesem Chaos wächst bei meinem Sohn und mir die Fantasie. Er erzählt mir immer wieder von seinen Abenteuern mit seinem imaginären Freund „Glitzerfuß“. Ich finde es wundervoll und mache ein gemeinsames Projekt daraus. Mein Sohn erzählt, ich schreibe auf und schmücke aus. So entstand dieses Buch. Wir hoffen, viele von euch Eltern und Kindern lassen sich durch unser „Homeschooling & Homeoffice“- Projekt anregen, wieder mehr Fantasie in ihr Leben zu lassen. Für mich als Mutter war diese Zeit mit meinem Sohn ein sehr wertvolles Geschenk und einzigartige Erfahrung, die ich euch nun gern ans Herz legen möchte. Kuschelt euch ein und reist gemeinsam mit uns zum Platz der Fantasie.
Glitzerfuß, das unsichtbare Einhorn
Am Platz der Fantasie, ein wunderschöner Ort mitten im Wald in einem Naturschutzgebiet mit einem sagenumworbenen „Hexenteich“, trafen Coco und Glitzerfuß zum ersten Mal aufeinander.
Coco spielte gerade an der großen uralten Buche, als Glitzerfuß dort seine Runde durch die Luft drehte.
Sofort wusste er: Dieser Junge dort unten ist etwas besonderes. Er sprach doch tatsächlich mit der uralten, weisen Buche! Glitzerfuß wurde sehr neugierig, ob dieser Junge auch ihn sehen konnte. Für die meisten Menschen war er unsichtbar. Nur ganz wenigen, meistens Kindern, konnte er sich zeigen. Nämlich denjenigen, die ihre Fantasie noch nicht verloren hatten.
So wie scheinbar auch Coco. Glitzerfuß landete direkt neben der Buche, und Coco erschrak zunächst ein wenig. Dann fragte er : „Oh, hast du mich jetzt aber erschreckt. Wo kommst du denn so plötzlich her ?“
Das fliegende kleine Einhorn, das ungefähr so groß ist wie Coco´s Hand, antwortete: „Bitte entschuldige, das war nicht meine Absicht. Ich habe mitbekommen, wie du mit der Buche gesprochen hast. Das können nur Kinder mit Fantasie. Deshalb möchte ich mich vorstellen.
Mein Name ist Glitzerfuß. Siehst du meinen glitzernden Huf ? Daher kommt mein Name. Ich kann fliegen und bin für die meisten Menschen unsichtbar.“
„Herzlich willkommen an meinem Lieblingsplatz, Glitzerfuß. Schön, dass ich dich kennenlernen darf. Ich heiße Coco und bin 8 Jahre alt. Möchtest du mit mir spielen?“, stellte auch Coco sich vor.
„Hast du denn gar keine Freund, mit denen du spielen kannst ?“ , fragte Glitzerfuß.
Bei dieser Frage wurde Coco ein wenig traurig und antwortete : „Doch schon, aber die spielen lieber mit ihren Spielkonsolen, als mit mir den Wald zu erkunden. Dabei ist das hier doch viel spannender. Ich hätte sonst ja nie ein fliegendes, unsichtbares Einhorn kennengelernt oder die alte Buche, die immer so tolle Geschichten erzählt.“
Glitzerfuß konnte Coco sehr gut verstehen, auch er hatte nicht viele Freunde.
„Schau mal hier“ sagte er, „dies ist ein Zauberstock. Ich schenke ihn dir, damit du mich rufen kannst, wenn du einen Freund zum spielen brauchst. Klopfe damit drei mal auf den Boden und rufe meinen Namen. Dann komme ich angeflogen. Am besten, du lässt mich dann auf deiner Handfläche landen.“
Coco staunte nicht schlecht. So etwas hatte er nicht erwartet. Nach dem ersten erstaunten Moment freute er sich: „Oh Glitzerfuß, das ist so toll! Dankeschön! Das werde ich gern tun. Ich freue mich darauf, mit dir zu spielen. Wollen wir jetzt gemeinsam Goldgräber spielen?“
Glitzerfuß sah zum Himmel hinauf. Die Dämmerung ließ nicht mehr lange auf sich warten.
Also sagte er zu Coco: „Das würde ich liebend gern, aber sieh dir mal den Himmel an. Es wird gleich dunkel. Besser wir verabreden uns für morgen wieder hier. Ich wünsche dir eine traumhafte Nacht und komm sicher nach Hause. Bis morgen.“
Und noch bevor Coco antworten konnte, war Glitzerfuß verschwunden. Fragend sah er die alte Buche an.
Diese flüsterte: „ Er hat recht, mein kleiner Freund. Es ist Zeit, sich auf den Weg nach Hause zu machen. Wir sehen uns morgen.“
