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Eine verlassene Anstalt und drei verschwundene Jugendliche. Eigentlich kein so schwieriger Einsatz, dachte sich Chris, als er mit seinen Teamkollegen zur Lorwood-Klinik fuhr. Als jedoch das erste Blut sichtbar wurde und man auf Mord schließen wollte, erschien auch noch eine Kamera, die noch mehr Rätsel um den Verblieb der Jungs aufgab.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Arukai The Third
Cyras Magan
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Regen
Station Sechs
Der Schwarze Dorn
Nacht
Wahrheit
Epilog
Danksagung und Letzte Worte
Impressum neobooks
„Ich sehe das Gebäude!“, sagte Fred, der bullige Polizist, der neben mir auf dem Rücksitz saß. Ich konnte von meinem Blickwinkel aus das Gebäude nicht erkennen. Stattdessen sah ich nur den endlosen, immergrünen Wald, durch den wir schon seit fünfzehn Minuten fuhren. Unser Ermittlungsort war sehr abgelegen, und aus historischer Sicht war das auch besser so.
Wir wurden als vierköpfiges Team zur Lorwood-Anstalt geschickt. Das war eine Einrichtung für Psychisch Erkrankte, die wegen „Merkwürdigen Ereignissen“ geschlossen wurde. Was das für Geschehnisse waren gingen aus den Berichten nicht hervor. Aus einem der späteren Untersuchungen des Ortes ging jedoch hervor, dass das Gebäude akut einsturzgefährdet war. Trotz des möglichen Risikos fuhren wir zu dem Gebäude, weil drei junge Erwachsene in einer Nachricht angegeben hatten, in dieser Klinik gewesen zu sein.
„Aufpassen, wir kommen zur Absperrung“, sprach Scott Wern, der leitende Kommissar dieses Einsatzes. Er steuerte auch den Wagen, in welchem wir saßen. Wir sahen, dass das Tor der Absperrung offen stand und stark verbogen war. „Da muss ja jemand mit einem großen Wagen durchgebrettert sein, was meint ihr?“, sprach Fred. Ich nickte, genauso wie die beiden Polizisten, die vorne saßen. Ohne weitere Worte darüber zu verlieren passierten wir das Tor und kamen dem Klinikgebäude immer näher, ein großer, siebenstöckiger Turm, der sich dunkel vom eintönig grauen Himmel hervorhob. Es regnete leicht, und die kleinen Tropfen rieselten auf das Auto, während wir zum etwas bewachsenen Gästeparkplatz fuhren. Ich war in dem Gedanken vertieft, zu meiner kleinen Familie, vor einer Woche hatte meine Frau unser erstes Kind geboren, zurückzukehren und endlich meinen Urlaub zu beginnen, auch wenn das Wetter nicht so toll für einen Sommerurlaub war.
„Da, ein Fahrzeug!“, sagte Helen und riss mich aus meinen Gedanken. Sie saß auf dem Beifahrersitz und zeigte auf einen pechschwarzen Pickup, der vor dem Haupteingang der Klinik stand. Scott hielt das Auto an und wir stiegen aus. Der sanfte Regen rieselte auf uns hinab, was uns aber nicht störte.
„Okay, dann lasst uns mit der Suche anfangen. Schauen wir uns den Wagen mal genauer an“, sprach er und wir gingen zu dem Fahrzeug. Ich öffnete die Tür auf der Fahrerseite und blickte hinein. Im Inneren fand ich einen blutgetränkten Fahrersitz vor und ein metallischer Duft stieg mir in die Nase. Neben dem Fahrersitz war auch die Armatur des Fahrzeugs und der Boden mit Lebensflüssigkeit bespritzt. Es sah danach aus, als ob jemand da drin geschlachtet wurde. „Lecker“, sprach Fred als er die Szenerie sah. Ich konnte an seinem Sarkasmus - oder war es doch Ironie? - nichts abgewinnen. Ich wurde wegen diesem beunruhigenden Anblick etwas angespannter, und auch die Stimmung der restlichen Gruppe wurde nach dem grausigen Fund etwas ernster.
„Chris“, wandte sich Scott an mich, „Du bleibst hier während wir hineingehen. Suche nach Hinweisen, verstanden?“ Er wies daraufhin Helen und Fred an, ihm in das Innere der Klinik zu folgen. Ich blieb wie angewiesen beim Wagen, vielleicht würde ich ja etwas finden.
