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Nachdem ihr langjähriger Master Michael ermordet wird, und ihrer anschließenden qualvollen Gefangenschaft durch die russische Mafia, hat Larissa mit ihrem Trauma zu kämpfen. Sie vermisst die Sicherheit die sie als Michaels Sklavin empfunden hatte. Nach erfolglosem Selbstmordversuch weiß sie, sie muss sich ihren Ängsten ein für alle Mal stellen. Sie wendet sich an Nicholas Brighton, dem Besitzer des BDSM Clubs Darkest Sins und bittet ihn, ihr neuer Master zu werden, um ihr zu helfen, die Dämonen ihrer Vergangenheit zu bekämpfen. Zuerst scheint alles gut zu laufen, doch dann taucht der drohende Schatten ihrer Vergangenheit am Horizont auf und plötzlich schwebt nicht nur sie, sondern auch die Liebe ihres Lebens in großer Gefahr.
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Seitenzahl: 142
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Titel
Copyright
Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Epolog
Darkest Sins
Velvet Heart
Erotic Romance
Darkest Sins
Velvet Heart
Deutsche Erstausgabe 2019
Love & Passion Publishing
www.lpbookspublishing.com
copyright © 2019 by Velvet Hearts
© Cover Art by CMA Cover Designs
Alle Rechte vorbehalten.
Alle Personen und Gegebenheiten in diesem Buch sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Nachdem ihr langjähriger Master Michael ermordet wird, und ihrer anschließenden qualvollen Gefangenschaft durch die russische Mafia, hat Larissa mit ihrem Trauma zu kämpfen. Sie vermisst die Sicherheit die sie als Michaels Sklavin empfunden hatte. Nach erfolglosem Selbstmordversuch weiß sie, sie muss sich ihren Ängsten ein für alle Mal stellen. Sie wendet sich an Nicholas Brighton, dem Besitzer des BDSM Clubs Darkest Sins und bittet ihn, ihr neuer Master zu werden, um ihr zu helfen, die Dämonen ihrer Vergangenheit zu bekämpfen.
Zuerst scheint alles gut zu laufen, doch dann taucht der drohende Schatten ihrer Vergangenheit am Horizont auf und plötzlich schwebt nicht nur sie, sondern auch die Liebe ihres Lebens in großer Gefahr.
Prolog
18 Monate zuvor
Larissa
Mein ganzer Körper bebte, als ich darauf wartete, dass die Männer die mich hier in diesem Raum auf den Stuhl gebunden hatten, zurückkehren würden. Sie hatten Michael ermordet. Egal wie sehr ich versuchte, die Bilder aus meinem Kopf zu verdrängen, es wollte mir einfach nicht gelingen. Ich hatte keine Ahnung, warum sie es getan hatten. Ich wusste nicht, wer die Männer waren oder was sie nun mit mir wollten. Das Einzige was ich mit Sicherheit wusste war, dass es nichts Gutes sein konnte. Diese Männer waren brutal, ruchlos und ohne jegliches Gewissen. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie keine Skrupel hatten, einer Frau Gewalt anzutun. Tränen rannen über mein Gesicht. Ich wünschte, ich könnte meinem Leben hier und jetzt ein Ende bereiten, ehe diese Schweine mich vergewaltigen konnten. Ich wollte nicht sterben mit dem Wissen, dass einer oder gar mehrere dieser Bastarde ihren Schwanz in mir gehabt hatten. Gott! War es erst wenige Stunden her, dass ich Michaels Schwanz in mir gehabt hatte? Ich wollte, dass er der Letzte war, ehe ich starb. Doch es schien unwahrscheinlich. Ich war gefesselt und selbst wenn ich mich irgendwie befreien könnte, so gab es in diesem Raum nichts, was ich benutzen konnte um meinem Leben ein Ende zu setzen. Mehr Tränen flossen. Warum? Warum hatte das geschehen müssen? Wieso mussten diese Bestien den besten Mann umbringen den ich kannte? Michael war mein ein und alles gewesen. Mein Universum. Mein Master. Ich hatte ihm mit Liebe und Hingabe gedient und er hatte mir Geborgenheit und Sicherheit gegeben. Ich konnte und wollte nicht ohne ihn leben. Doch ich wollte auch nicht von diesen Kriminellen vergewaltigt und ermordet werden.
Die Tür ging auf und zwei meiner Entführer kamen mit einem dritten Mann in die Zelle, den ich zuvor nicht gesehen hatte. Wegen seinem teuren Anzug und der Aura von Autorität, die er ausstrahlte, vermutete ich, dass es sich um den Boss handeln musste. Er war etwa Ende Vierzig, Anfang Fünfzig. Groß gewachsen und für sein Alter gut in Form, war er eine durchaus attraktive Erscheinung, wären da nicht die Kälte in seinen Augen und der grausame Zug um seine Mundwinkel gewesen. Ich bekam automatisch eine Gänsehaut, als der Kerl seinen Blick über mich gleiten ließ.
„’das Deckers Mädchen?“, fragte er an die beiden anderen Männer gewandt.
„Ja, sie ist Deckers Pussy“, erwiderte einer der Männer.
„War, Igor!“, erwiderte der Boss. „Sie WAR Deckers Pussy. Jetzt ist sie MEIN.“
„Natürlich, Boss“, erwiderte Igor.
Der Boss trat näher, bis er direkt vor mir stand. Er legte seine Hand unter mein Kinn und zwang mich, zu ihm aufzusehen. Seine Augen waren so eisig, dass mir ein unangenehmer Schauer über den Leib lief. Ich wimmerte leise, als seine Finger sich schmerzhaft in meinen Kiefer bohrten.
„Sie ist hübsch, keine Frage. Aber sie braucht mein Mal, ehe ich sie ficke. Holt das Eisen!“
Purer Terror erfasste mich. Eisen? Mal? Was hatte der Hurensohn mit mir vor? Und würde er mich tatsächlich vergewaltigen?
„Bitte!“, flehte ich mit zittriger Stimme. „Bitte lass mich gehen.“
Ärger flammte in den Augen des Bosses auf, dann holte er plötzlich aus und schlug mir hart ins Gesicht. Schmerz explodierte in meinem Kopf und ich schrie gepeinigt auf.
„Hab ich dir erlaubt zu reden?“, brüllte der Mann mich an. „Du wirst nur dann reden, wenn ich dir eine Frage stelle. Verstanden?“
„J-jaa“, stammelte ich schluchzend.
„Das heißt: Ja, Master!“
Trotz meiner Angst flammte Ärger in mir auf. Michael war mein Master. Mein einziger Master.
„Du bist nicht mein Master!“, schrie ich zurück, ohne an die Konsequenzen zu denken.
Ein Faustschlag traf mich in den Magen, und ließ mich zusammen krümmen. Gott! Es tat so weh, und ich verspürte Übelkeit in mir aufsteigen. Der Boss krallte seine Finger in meine Locken und riss meinen Kopf schmerzhaft in den Nacken. Ich wimmerte.
„Du wirst lernen müssen, dass du zu gehorchen hast, wenn du überleben willst. Ich BIN ab jetzt dein Master und ich werde mit dir tun was mir beliebt. Unterwirf dich und du wirst es leichter haben. Sei respektlos und ich werde dir solche Schmerzen zufügen, dass du um deinen Tod bettelst. – Hast. Du das. Jetzt. Verstanden?!“
„J-jaa“, schluchzte ich. Angst und Verzweiflung erfüllten mich und die Hoffnungslosigkeit meiner Lage lag wie ein Betonklotz in meinem Magen.
Unerwartet traf mich erneut ein Faustschlag in den Magen und ein Laut, irgendwo zwischen einem Grunzen und Röcheln, kam über meine Lippen. Der Schmerz war so schlimm, dass ich Sterne vor den Augen flimmern sah, und ich befürchtete, jeden Moment ohnmächtig zu werden. Vielleicht wäre es sogar besser, wenn ich das Bewusstsein verlor. Nichts mehr zu empfinden erschien mir plötzlich sehr verlockend.
„Wie lautet die richtige Antwort, du kleine Schlampe?“, fuhr der Boss mich an. Verwirrung erfüllte mich. Was hatte ich falsch gemacht? Was hatte ich vergessen? Dann, als ich schon dachte, er würde mich erneut schlagen, fiel es mir siedend heiß wieder ein.
„J-j-jaaa, M-mas-master“, stammelte ich panisch, obwohl sich alles in mir dagegen wehrte, dieses Monster Master zu nennen.
„Gut! Merk dir das und ich werde dir nicht allzu sehr wehtun“, knurrte der Boss. Er zog ein Messer aus seinem Gurt und meine Augen weiteten sich in Panik. Mit einem fiesen Grinsen ließ der Boss die Spitze über meine Wange gleiten. Ich zuckte zusammen, als ein brennender Schmerz mir verriet, dass er mich tatsächlich geschnitten hatte. Ich schrie. Die Klinge verschwand, nur um wenig später gegen meine Kehle zu pressen. Ich versuchte mein Bestes, mich nicht ein zu pissen. Das Messer glitt tiefer, und der Boss schnitt in mein Fleisch oberhalb meiner Brüste. Von Schmerz und Panik erfüllt schrie ich schrill auf.
„Ja, schrei nur“, höhnte der Boss. „Ich werde dich noch viel mehr zum Schreien bringen.“
Einer der Männer kam zurück in den Raum und beim Anblick des Gegenstandes in seinen Händen, verlor ich endgültig die Kontrolle über meine Blase. Der Boss sah auf den feuchten Fleck, der sich auf meinem Stuhl ausbreitete und lachte verächtlich. Demütigung gesellte sich zu der Angst und den Schmerzen.
Bitte Gott, lass mich sterben, flehte ich innerlich. Ich konnte erahnen, was meine Zukunft für mich bereit hielt und der Gedanke war mir unerträglich. Ich wollte lieber tot sein, als diesem Monster als Spielzeug zum foltern und vergewaltigen zu dienen.
„Komm schon, Dimitri“, sagte der Boss. „Markiere sie endlich als mein Besitz!“
Dimitri kam mit einem glühenden Brandeisen näher und ich kreischte hysterisch, versuchte panisch, mich in meinen Fesseln zu winden. Igor schlang von hinten seine Arme um meinen Oberkörper und hielt mich still. Ich tobte und flehte, doch das Brandeisen kam näher und näher. Meine Schreie wurden schriller, als sich das heiße Eisen in meine Haut brannte und der Geruch von verbranntem Fleisch die Luft erfüllte. Mein Magen drehte sich mir um, dann wurde alles schwarz um mich herum.
Ich kam schlagartig zu mir, als ich in eiskaltes Wasser eintauchte und Wasser in meine Lungen drang. Jemand packte mich grob bei den Haaren und riss meinen Kopf über die Wasseroberfläche. Ich hustete und spuckte Wasser aus. Mein Blick traf auf ein Paar eiskalte, graublaue Augen. Sofort kamen die Erinnerungen zurück. Der Boss. Er hatte mich gebrandmarkt wie ein verdammtes Stück Vieh. Und er hatte mich gezwungen, ihn Master zu nennen. Hass und Angst kämpften in meinem Inneren um die Vorherrschaft.
Der Boss zwang mich, aus dem Wasser aufzustehen. Es handelte sich um eine Badewanne, wie ich mit einem Blick nach unten feststellte. Mein dünnes Nachthemd, in dem diese Schweine mich entführt hatten, klebte jetzt nass und durchscheinend an meinem Körper. Oberhalb meiner rechten Brust prangte das Brandzeichen des miesen Hurensohnes: S.O. Offenbar seine Initialen.
„Du gehörst jetzt mir!“, sagte der Boss. S.O. Wofür immer auch die Initialen stehen mochten. „Wird Zeit dass ich dir zeige, wer dein Master ist.“
S.O. hob mich aus dem Bad und riss das nasse Hemd vom Leib. Ich schrie und versuchte, mich von ihm los zu reißen. Ein Schlag ins Gesicht ließ buchstäblich meine Ohren klingeln. Ich kämpfte wie eine Furie. Es war mir lieber, der Mistkerl brachte mich um, als dass ich mich ihm ergeben würde. Doch ich wurde nicht mit dem Tod belohnt. Er prügelte und trat brutal auf mich ein, bis ich nichts anderes mehr tun konnte als wie ein Embryo zusammen gerollt auf dem Boden zu liegen und zu hoffen, dass ich endlich ohnmächtig werden oder sterben würde. Doch S.O. gab mir keine Chance dazu. Brutal zerrte er mich auf die Beine und in das angrenzende Schlafzimmer, wo er mich auf das Bett warf. Ich versuchte erneut, mich zusammen zu rollen, doch S.O. hatte sich auf mich geworfen und zwang mich zurück auf den Rücken. Ich schrie wie am Spieß als er sich in mich hinein rammte. Es fühlte sich an, als würde er mich in Stücke reißen. Er vergewaltigte mich wieder und wieder. Irgendwann, inmitten meines Martyriums, fiel ich endlich in gnädige Ohnmacht.
Kapitel 1
Gegenwart
Nicholas
Ich ließ meinen Blick über die beiden Frauen vor mir gleiten und seufzte innerlich. Ich hatte mit beiden Subs die eine oder andere Session gehabt, doch ich hatte keiner von ihnen jemals mehr als das versprochen. Ich hatte stets mit offenen Karten gespielt und keiner der Frauen etwas vorgemacht. Wenn ich mir jemals wieder eine Sklavin nehmen würde, dann eine, die sich in der Rolle zuhause fühlte. Die beiden Frauen die jetzt vor mir in meinem Büro saßen genossen es für ein paar Stunden die Woche die Kontrolle abzugeben, doch sie würden niemals in der Lage sein, dies 24/7 zu tun. Mein Blick glitt über Monicas aufgeplatzte Lippe und dem langen Kratzer auf ihrer Wange, dann zu Eves zerzausten Haaren und dem zu geschwollenen Auge. Was hatte diese beiden Frauen nur dazu bewogen, sich wie gewöhnliche Straßenhuren zu prügeln? Dan und Bobby, meine beiden Türsteher, hatten die Frauen getrennt und zu mir ins Büro gebracht. Das war vor zehn Minuten gewesen und ich hatte sie bis jetzt schmoren lassen, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Beide wichen meinem Blick aus, schauten zerknirscht, doch wenn immer sie sich gegenseitig ansahen, flackerte der Hass zwischen den beiden wieder auf und ich war darauf gefasst, dass die beiden jeden Moment erneut wie zwei Wildkatzen aufeinander losgehen würden. Ich hatte wirklich keine Lust mich mit diesen Frauen auseinander zu setzen, doch ich konnte es nicht einfach so stehen lassen. Ich würde mit ihnen dealen müssen, ob es mir gefiel oder nicht.
„Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen?“, fragte ich schließlich hart.
„Eve hat mir gesagt ...“, fing Monica an.
„Diese falsche Schlange versucht ständig zwischen ...“, fiel Eve ihr ins Wort.
„GENUG!“, brüllte ich und beide verstummten. „Eine nach der anderen. Monica! Fang an!“
Monica warf Eve einen triumphierenden Blick zu und ich rollte mit den Augen, als sie ihrer Rivalin tatsächlich die Zunge raus streckte. Waren wir hier im Kindergarten, oder was? Was hatte ich verbrochen, dass ich mit so einem Unsinn konfrontiert werden musste?
„Eve hat mir gesagt, dass ich meine Finger von dir lassen soll, Master. Sie hat gesagt, du wärst allein ihr Dom.“
„Sie versucht ständig, zwischen uns zu kommen, Master“, warf Eve ein.
„Und deswegen geht ihr euch gegenseitig an die Kehle?“, fragte ich kühl.
„Sie hat angefangen“, kreischte Eve.
„Das ist nicht wahr!“, erwiderte Monica aufgebracht.
Die beiden Frauen fingen an sich gegenseitig an zu kreischen und ich spürte, wie mein Kopf zu hämmern anfing. Ich hatte genug von dem Mist. Ich wollte beide Frauen aus meinem Büro, aus meinem Club und aus meinem Leben. Wenn es etwas gab was ich nicht tolerierte dann waren es hysterische Weiber.
„Schluss mit dem Unsinn!“, brüllte ich energisch und beide verstummten. „Ich will euch beide hier nie wieder sehen“, erklärte ich kalt. „Ich weiß nicht was in euch gefahren ist, doch ich dulde so einen Mist nicht in meinem Club. Ich habe keiner von euch jemals mehr versprochen als gelegentliche Sessions. Ich bin nicht an einer Beziehung interessiert. Und so wie ihr euch aufführt, will ich GAR nichts mehr mit euch zu tun haben. Packt euer Zeug zusammen und verschwindet. Ihr habt ab sofort Hausverbot!“
Beide Frauen fingen an zu weinen und zu flehen, doch ich hatte wirklich die Schnauze voll. Frauentränen hatten mich noch nie beeindrucken können und ganz bestimmt nicht in diesem Fall. Ich erhob mich und ging zur Tür, um sie zu öffnen. Dan und Bobby standen wie erwartet im Flur, bereit, meine Anweisungen auszuführen.
„Eskortiert die Beiden aus dem Haus. Sie haben ab sofort Hausverbot“, informierte ich meine Türsteher. „Ich will ihre Gesichter hier nie wieder sehen!“
„Klar doch, Boss“, sagte Dan und die beiden Türsteher betraten das Büro, um die Frauen zu schnappen, die sich lautstark wehrten und sich immer noch gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben. Als die Frauen außer Sicht- und Hörweite waren, atmete ich erleichtert auf. Fuck! Ich könnte jetzt wirklich einen Drink vertragen.
Am nächsten Morgen klopfte es an meiner Bürotür.
„Ja!“, rief ich.
Die Tür ging auf und Sue, meine Sekretärin steckte den Kopf ins Zimmer.
„Eine junge Dame würde dich gerne sprechen, Nick.“
„Worum geht es denn?“, wollte ich wissen. Nach dem Stress mit Monica und Eve gestern hatte ich genug von Frauendrama.
„Das wollte sie mir nicht sagen. Sie besteht darauf, es nur mit dir zu besprechen.“
Ich seufzte. Ich hatte einen Stapel Rechnungen für die Buchhaltung vor mir liegen, den ich zu bearbeiten hatte. Nicht gerade eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Doch ich weigerte mich, Geld für einen Buchhalter auszugeben, wenn ich die Arbeit selbst erledigen konnte. Was immer die junge Frau von mir wollte war vielleicht eine gute Ausrede, die unliebsame Arbeit noch ein wenig aufzuschieben.
„Schick sie rein, Sue.“
Sue nickte und verschwand. Kurz darauf klopfte es erneut und die Tür ging auf. Diesmal stand eine zierliche Frau neben Sue.
„Miss Blake für dich“, sagte Sue. „Soll ich Getränke ...“
„Nicht nötig“, fiel ich ihr ins Wort und winkte die junge Frau herein.
„Ruf mich, wenn du etwas brauchst“, sagte Sue und schloss die Tür hinter Miss Blake.
Meine Augen ruhten auf der zierlichen Frau. Sie war eine Schönheit. Sie wäre makellos, wäre da nicht die lange dünne Narbe auf ihrer Wange. Sie war nur dezent geschminkt, ganz wie ich meine Frauen bevorzugte.
„Danke, dass du dir Zeit für mich nimmst, Master“, sagte Miss Blake und ging auf ihre Knie, den Kopf leicht gesenkt haltend.
Mein Schwanz wurde augenblicklich hart, als ich auf die zierliche Schönheit starrte, die in perfekt unterwürfiger Haltung in meinem Büro kniete. Ich wusste, wenn ich eine Sklavin vor mir hatte. Sie unterschieden sich in ihrer Haltung und ihrem Verhalten von anderen Subs. Ich erhob mich aus meinem Sessel und ging um den Schreibtisch herum, bis ich vor ihr stand. Ich legte eine Hand unter ihr Kinn und hob es an, bis ihre blauen Augen zu mir auf starrten. Da war eine Schwermutigkeit in ihrem Blick und ich fragte mich, was diese Trauer hervorgerufen hatte.
„Dein Name?“
„Larissa, Sir.“
„Larissa“, ich ließ den Namen auf der Zunge zergehen. „Was kann ich für dich tun, Larissa?“
„Ich wollte dich bitten, mich als deine Sklavin anzunehmen, Master“, erwiderte sie mit angenehm klarer Stimme.
Ich hatte lange keine Sklavin gehabt. Nachdem meine letzte Beziehung in die Hose gegangen war, hatte ich einfach keine Frau mehr getroffen, die infrage gekommen wäre. Als ich auf die melancholische Schönheit hinab sah, die sich mir als Sklavin anbot, erwachte eine Sehnsucht in mir, wie ich sie lange nicht mehr verspürt hatte.
„Was bringt dich zu der Annahme, dass ich auf der Suche nach einer Sklavin bin?“
„Ich weiß nur, dass du seit längerem keine Sklavin hast, Sir“, antwortete Larissa. „Ich hatte gehofft, dass du es vielleicht in Erwägung ziehen würdest, mich zu akzeptieren. Ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen, Sir.“
