Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Episol. Macht aus Ihrer Depression eine Episode. – Und manchmal macht es einen Albtraum… Ein Medikament, das Mord&Totschlag fördert, statt die Krankheit zu heilen, für die es entwickelt wurde. – – Ein Pharmakonzern, der leugnet, um sein Flagschiff nicht zu verlieren. – – Ein ermittelnder Journalist und eine zweifelnde Wissenschaftlerin. – – Morde aus chemiegepuschter Mordlust und Morde aus Gier… … Stefan will endlich sein großes Ding als Enthüllungsjournalist an Land ziehen und nutzt seinen Bruder, der im Werkschutz eines großen Pharmakonzerns auf irgendein kritisches Ding gestoßen ist, liebend gerne hierfür aus. Ein Jugendlicher dreht ein Ding, bei dem Menschen umkommen und behauptet hinterher, er sei gar nicht da gewesen. Eine Pharmazeutin gewinnt unliebsame Erkenntnisse über das Hauptmedikament ihres Konzerns. Doch es ist nicht ihr Ding: das firmeninterne Gebot, zu schweigen. "Das Ding 1 – Simon" ist der Auftakt zum Serienroman "Das Ding"!! Weitere Teile erscheinen in Folge!
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 43
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Sheila Esch
Das Ding 1 - Simon
Psychothriller - Serial "Das Ding" Teil 1
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Das Ding
Das Ding 1 – Simon
Simon
Stefans Vorfall
Simon
Guten Morgen. Gute Nacht
Simon
Die Ratten
Simon
Die anderen
Serial 1
Impressum neobooks
Episol. Macht aus Ihrer Depression eine Episode.
– Und manchmal macht es einen Albtraum…
Ein Medikament, das Mord&Totschlag fördert, statt die Krankheit zu heilen, für die es entwickelt wurde. –
Ein Pharmakonzern, der leugnet, um sein Flagschiff nicht zu verlieren. –
Ein ermittelnder Journalist und eine zweifelnde Wissenschaftlerin. –
Morde aus chemiegepuschter Mordlust und Morde aus Gier…
…
Stefan will endlich sein großes Ding als Enthüllungsjournalist an Land ziehen und nutzt seinen Bruder, der im Werkschutz eines großen Pharmakonzerns auf irgendein kritisches Ding gestoßen ist, liebend gerne hierfür aus.
Ein Jugendlicher dreht ein Ding, bei dem Menschen umkommen und behauptet hinterher, er sei gar nicht da gewesen.
Eine Pharmazeutin gewinnt unliebsame Erkenntnisse über das Hauptmedikament ihres Konzerns. Doch es ist nicht ihr Ding: Das firmeninterne Gebot, zu schweigen.
„Das Ding 1 – Simon“ ist der Auftakt zum Serienroman „Das Ding“!!
Weitere Teile erscheinen in Folge!
Sämtliche Personen, Ereignisse und im Besonderen auch Produkte, die im Roman vorkommen, sind alleine der Fantasie entsprungen.
Sollte es Übereinstimmungen mit der Realität geben, so sind diese rein zufällig.
Ich träume.
Es ist Nacht. Schummrige Beinahe-Nacht. Draußen orangefarbenes Dämmerlicht, und in diesem Supermarkt grelles Neon. Warum hat der noch auf, obwohl er doch um acht schließt? Ich weiß nicht, dass er wegen mir noch auf hat. Dass es an mir liegt.
„Bitte! Bleiben Sie ruhig!“ sagt diese Frau vor mir, und sie macht ein groteskes Gesicht dabei. Verzerrt wie eine Maske in der Geisterbahn. Noch nie habe ich so ein Gesicht gesehen. Nie habe ich solche Leute vor mir gehabt. Ich habe nicht gewusst, dass man sich die Kirmes schenken kann, es reicht, im März in einen Supermarkt zu gehen.
„Bitte, bitte, bleiben Sie doch ruhig?“
Bin ich’s nicht? Ich kratze mich mit dem Ding in meiner Rechten – es ist eine Pistole, kann das sein – am Kopf und frage mich, warum sie so daherredet. Was will die von mir?
„Das ist doch“, flüstert die eine Frau bei den Keksen und begibt sich nebenbei hinunter auf ihre aufgeschürften Knie, „der Junge von dieser Frau Gehler im neunten Stock rechts, erkennen Sie ihn nicht? Das kann doch nicht sein, was macht der da bloß…?“
Die Frau daneben knickst synchron mit ihr und schielt glubschäugig zu mir rüber.
„Ruhe bei den Keksen“, sage ich und ziele auf die Dame. „Und runter! Ganz runter!“
Sie sieht mich mit ihrem abstrus verformten Gesicht an und macht dann, dass sie runterkommt: flach auf den Boden, die Hände ausgestreckt wie zu einer bizarren Gymnastik. Musik spielt keine.
Dennoch tripple und tanze ich ein bisschen auf und ab und sehe mir dann das Ding in meiner Rechten an. Tatsächlich, eine Pistole. Irgendeinen Sinn wird das wohl haben, denke ich mir.
Ich fahre herum zu einem Geräusch und lege auf eine Frau an. Sie trägt den Kittel, der sie als Supermarktbedienstete markiert. Sie hebt ihre Hände U-förmig in die Höhe und macht auch mit bei der Hausfrauengymnastik: Runter auf die Knie. Runter auf den Boden.
„Soll ich nicht“, fragt sie und sieht willig zu mir hoch, echt hilfsbereit, diese Supermarktsklaven, blaue Kittelschürze, „… was wollen Sie denn?“
Ich runzele die Stirn. Was soll sie?
„Die Kasse“, fährt sie fort. „Soll ich Ihnen nicht die Kasse aufmachen?“
Die Kasse.
Klar, dass so ein Supermarkt eine Kasse hat, mehrere sogar, Kassen mit Pfefferminzgeschmack und Schokoriegel und Kinderüberraschung – Überraschung! das liebe Kind greift zu! – und Zigaretten und Gummibärchen und ganz vorne so ein Klimperding, in das Geld reingeht. Klingeling! Achtzehn fünfundneunzig, bitte. Klingeling. Kein Wunder, dass ab und zu ein Räuber hereinschneit. Überraschung! Klingeldiding, und nun mal Geld in die andere Richtung!
Die Kasse. Bin ich wegen der hergekommen? Ich kichere. Ich weiß es nicht. Irgendjemand muss mir was ins Wasser getan haben, in den Zahnputzbecher oder den Sprudel. Sie vergiften das Leitungswasser, ehe sie es zu mir hinaufführen, das muss es sein.
Kann mir jemand sagen, was ich will?
Die Kasse?
Ich weiß es nicht!
(Ich träume.)
Draußen pustet der Wind dicke Schneeflocken im Neonlicht vorbei, dabei ist es März.
„Nehmen Sie doch einfach die Kasse mit“, redet die blaue Frau mir gut zu, „es ist schon in Ordnung. Ehrlich.“
Ich glaube nicht, denn die kann ich doch gar nicht tragen!
„Wir haben da auch gar nichts dagegen. Nicht wahr, Frau Schmidt, Ihnen ist es doch auch recht. Oder?“
„Ja, ja“, pustet die Angesprochene aufs Linoleum und wirbelt dabei Staub auf, der im Licht der Leuchtstoffröhren aufsteigt und herumkreist. „Uns ist das recht. Wenn Sie uns nur gehen lassen! Ach bitte! Bitte!“
„Sie müssen mich nur aufstehen lassen!“ drängelte die Blaufrau. „Verstehen Sie? Ich muss an den Schlüssel!“
Klar, der Schlüssel, das kennt man. Der Schlüssel und dann klingelt es auf dem Polizeirevier.
