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"Ein Buch für Querulanten, Quälgeister und Querdenker, Rebellen und Freidenker, gegen den Strom Schwimmer und sarkastische Ironiker."
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Seitenzahl: 58
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Über den Autor
Chris Heck ist ein altkluger Besserwisser.
Er mag keine Verantwortung, hat einen
„Master of Arts“ und arbeitet in einer
Videothek. Die Hochschule hat er nur
besucht, um jedem zu beweisen dass er
studieren kann, ohne sich Mühe zu geben.
Für Anna Bolko
Was bringt es, Bücher übers Leben
zu lesen, wenn man vor lauter Lesen vergisst zu leben?!
Traumaschiss
Das Schlimmste roch noch
Auf Anfang
Scheisshausweisheiten
Sexuhr
Der Krebs mit der Pflaume
Neurokopfschmerz
Endzeitphilosophie
Scheisssitz
Konformitäts-Krise
Das Ding mit dem Dünnschiss
Restkotbrennen
Nostradarmriss
Sollbruchstellenstücke
Die beste Geschichte aller Zeiten
Denkanstoss
Stoffwechselhaft
Teebeutel-Grand-Canyon-Titten
Pizzapobel und Bierschmalz
Verschwörungstheorien
Pflaumengefecht
Arschpisse
Falafel des Todes
Einszwanzig
Pipikackdilemma
Dachstuhl
Letzten Samstag es mal wieder geschafft mit einem Schiss die Rohre zu verstopfen. Dabei hatte ich mir wegen einer bösen Vorahnung noch nichtmal den Hintern abgewischt. Blöderweise war es keine von den Verstopfungen, die sich irgendwann von selbst auflösen. Das Zeug steckte bombenfest und auch alle Spülversuche meinerseits blieben vergebens. Also beschloss ich raus zu gehen und einen Plümpel zu kaufen. Ich kaufte ihn, lief nach Hause und steckte den Plümpel ins Klo. Dann fing ich an zu pumpen, aber es pumpte nichts. Der Kopf klappte einfach um und das wars. Wütend über so viel Pech versuchte ich es wieder, aber es half nichts. Also packte ich den Plümpel und schleppte ihn so wie er war zurück in den Laden aus dem er kam. Die Verkäuferin glotzte mich teilnahmslos an, als ich vom kaputten Plümpel erzählte. Also forderte ich sie auf das Ding selbst zu testen.
Inzwischen hatten sich auch andere Verkäufer um uns versammelt, die zusehen wollten. Zum Glück war der Plümpel immer noch kaputt und alle die sich versammelt hatten staunten. Konnte einer wirklich so grosses Pech haben? Ich konnte. Das wusste ich schon länger, denn es war nicht das erste Mal, dass mir so was Seltsames passierte. Ich bekam einen neuen Plümpel und lief wieder nach Hause. Ich war mir recht sicher, dass es diesmal hinhauen würde, aber es wurde nichts draus. Der Plümpel war in Ordnung, nur die Verstopfung löste sich nicht.
Ich stellte mir vor wie es wäre, wenn ich plötzlich noch einmal scheissen müsste und bekam Angst. Fieberhaft suchte ich im Internet nach einer Lösung. Was ich fand gefiel mir nicht. Nach dem Plümpeln blieb nicht mehr viel was man tun konnte. Nur mit der Hand unten rein fassen und damit Unterdruck erzeugen. Darauf hatte ich zwar keine Lust, aber am Ende blieb mir nichts übrig. Also tat ich es und es tat sich was. Das Wasser lief ab. Dann blubberte es hinter mir. Ich drehte mich um und sah eine braune Brühe, die aus dem Abfluss der Dusche kam. Kalter Schweiss lief mir den Rücken runter und in die Arschritze rein. Ich war mit meinem Latein am Ende und rief meinen Vermieter an, der was von Notdienst brummte. Also legte ich auf und rief dort an.
Als der Notdienst da war, stank schon die ganze Bude nach Scheisse. Keine Ahnung was alles aus dem Rohr zu mir in die Wohnung gekommen war. Wortlos stapften zwei Kerle herein und glotzten Klo und Dusche an, bis einer den Plümpel sah und anfing damit im Klo zu stochern. Es tat sich nichts. Der zweite Kerl brummte und ging hinaus. Der andere wartete und glotzte weiter das Klo an. Nach ein paar Minuten kam der erste mit einem Koffer zurück. Er stellte ihn ab und machte sich am Klo zu schaffen. Ich hatte eine schlimme Befürchtung und lag richtig. Er nahm die Schüssel von der Wand und alles was vorher im Klo war floss ins Bad. Der Kerl nuschelte irgendwas, das sich wie „Handtücher“ anhörte. Ich gab ihm eins und er versuchte damit die Scheisse aufzuhalten. Inzwischen stand die Sutte schon zwei Zentimeter hoch. Ich konnte das Schauspiel und den Geruch nicht länger ertragen und ging raus. Der Schweiss in meiner Ritze stank inzwischen. Ich hoffte, dass es schnell vorbei wäre und liess die Kerle weiter machen. Auch die stanken jetzt. Irgendwann war es soweit. Das Klo spülte wieder. Nur die Scheisse auf dem Boden war noch da. Ich bedankte mich, wechselte die Unterhosen und wartete auf die Rechnung.
Das hier ist kein Scheisse
von der Seele schreiben.
Es ist einfach nur Scheisse
über Scheisse.
Der Hotelkaffee, der vor mir stand und mich an Apfelsaft erinnerte, liess mich scheussliche Brötchen erwarten. Auf dem Kaffee schwammen weisse Brocken, die mal Milch gewesen waren und das Ei daneben sah auch nicht besser aus. Es ähnelte den unechten Lebensmitteln bei Ikea, die nach Langeweile, Sterilität und Konformismus aussehen. Das Ei hier war zwar echt, schmeckte aber trotzdem nach Holz und Plastik. Das Blöde war, dass ich Hunger hatte. Klar war das Ganze riskant, aber ich hatte sowieso noch nicht geschissen und wusste, dass etwas Unverträgliches gleich nach dem Essen wieder rauskommen würde. Also begann ich zu essen.
Das Brötchen, das zu Staub zerfiel als ich versuchte es zu bestreichen, besiegelte mein Scheissal. Schon nach den ersten paar Bissen kam der Druck. Vielleicht musste ich auf dem Klo fertig frühstücken. Ich hoffte, wenigstens nicht den ganzen Tag vom Dünnschiss geplagt zu werden und wünschte mir, dass es mit einem Schiss erledigt sein würde. Der Gedanke tat gut. Ich packte es sogar alles zu essen, ohne frühzeitig aufs Scheisshaus zu müssen. Aber kurz nach dem Essen ging es los. Eine Kotwehe war im Anflug. Bald würde ich scheissen müssen. Ich machte mich daran, den Tisch zu verlassen und flüchtete ins Hotelzimmer. Ich spürte schon den braunen Stift, der sich zwischen meine zusammengepressten Backen hindurch schob. Zum Glück hatte ich mir Hose und Unterhose schon im Hotelzimmer runtergezogen. Mit baumelnden Eiern lief ich zum Scheisshaus. Genau wie damals als ich klein war und mich im Wohnzimmer auszog, wenn ich ein grosses Geschäft erledigen wollte. Lange Zeit wusste ich davon nichts mehr, bis ich ein paar alte Filme meines Vaters sah, wo dieses Ereignis dokumentiert worden war. Beim Anschauen kam auch die Erinnerung wieder. Sogar dass ich es mindestens einmal nicht bis zum Klo schaffte und irgendwo hin geschissen hatte, fiel mir wieder ein. Zuerst schämte ich mich zwar, aber nachdem schon eine Wurst auf dem Boden gelandet war, gab ich nach und erledigte auch den Rest des Geschäftes an Ort und Stelle. Erst hinterher wurde mir richtig bewusst, was auf mich zukommen würde und ich versuchte schnell den Haufen einzusammeln. Da tauchte auch schon das rote Gesicht meiner Mutter hinter mir auf. Ich erschrak so sehr, dass ich mich auf den Haufen setzte. Peinlich war mir das aber nicht.
