Das Federwolken-Prinzip - Patricia Stutz - E-Book

Das Federwolken-Prinzip E-Book

Patricia Stutz

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Beschreibung

"Das Federwolken-Prinzip - Mein entspannter Umgang mit MS und anderen Kapriolen des Lebens" bietet Ihnen eine anschauliche und praktische Einführung in die Welt der Entspannungsverfahren, ohne Firlefanz und Hokuspokus. Mit persönlichen Gedanken zu meiner Lebenseinstellung und was mir dabei hilft, mit Stress und Schmerzen leichter umzugehen und eine optimistische Haltung zu bewahren! Ein bisschen mehr Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit wünschen wir uns im hektischen Alltag öfters mal! Atemtechniken, Imaginationsübungen, Autogenes Training und Meditation haben mich nicht nur im Umgang mit meiner MS (Multiple Sklerose), sondern ganz allgemein im Leben weitergebracht! Wichtig ist mir, dass die Verfahren, die ich anwende und weitervermittle, seriös, alltagstauglich, leicht und ideologisch entstaubt sind. Steigen Sie mit den Erfahrungen einer Nicht-Esoterikerin in die Welt der Entspannung ein!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Patricia Stutz

Das Federwolken-Prinzip

Ein bisschen mehr Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit wünschen wir uns im hektischen Alltag öfters mal! Atemtechniken, Imaginationsübungen, Autogenes Training und Meditation haben mich nicht nur im Umgang mit meiner MS (Multiple Sklerose), sondern ganz allgemein im Leben weitergebracht! Wichtig ist mir, dass die Verfahren, die ich anwende und weitervermittle, seriös, alltagstauglich, leicht und ideologisch entstaubt sind.

Patricia Stutz, 1965, verheiratet. Selbständig tätig als Coach in Solothurn.

Ich widme das Buch meinem Ehemann, der nicht lockergelassen hat, bis ich es geschrieben habe und mich zu jeder Zeit liebevoll unterstützt und ermutigt!

Patricia Stutz

Das Federwolken-Prinzip

Mein entspannter Umgang mit MS und anderen Kapriolen des Lebens

Impressum:

Das Federwolken-Prinzip - Mein entspannter Umgang mit MS und anderen Kapriolen des Lebens

2021 Copyright by Patricia Stutz

EntspannungsAtelier, Solothurn, Schweiz

www.entspannungsatelier.ch

1. Auflage 2021

Texte: © Copyright by Patricia Stutz

Umschlaggestaltung: © Copyright by Patricia Stutz

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-23370-6

e-Book:

978-3-347-23372-0

Das Werk, einschliesslich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. Warum echte Entspannung so wichtig ist

2. Mental stark -oder einfach nur schöngeredet?

2.1 Wahrnehmung

2.2 Psychische Widerstandskraft und mentale Stärke entwickeln

2.3 Hilfestellungen und Strategien

3. Atem - das A und O

4. Wenn das Leben zuschlägt -schöne Theorien im Härtetest

5. Meine eigene Methode

5.1 Überblick

5.2 Übungsablauf

5.3 Zusammenfassung

6. Was sonst noch gut tut und entspannt -und warum wir es trotzdem nicht tun

6.1 Einfache und nützliche Erweiterungen

6.2 Ziele erreichen

7. Zu guter Letzt

ANHANG

1. WARUM ECHTE ENTSPANNUNG SO WICHTIG IST

Entspannung - ist ja gut und recht. Wer die Zeit dazu hat und es sich leisten kann. Überhaupt, zum Entspannen braucht es doch keine Anleitung! Ob wir gemütlich auf dem Sofa lümmeln, eine Sportübertragung oder Lieblingsserie anschauen, schöne Musik hören, mit der Kollegin in die Stadt einkaufen gehen, uns ein exklusives Glas Wein oder eine Spa-Anwendung gönnen, wir wissen doch, was uns guttut, und gönnen uns das regelmässig. Oder ist es etwa doch nicht so einfach?

Und welche Dinge sind es denn wirklich, die uns guttun und entspannen? Vielleicht stresst es uns eher, heute noch etwas zu unternehmen, einen Ladenbummel zu machen oder auswärts essen zu gehen, weil wir die Zeit insgeheim lieber für uns haben möchten. Können wir uns die Netflix-Stunde(n) wirklich lustvoll gönnen, wenn wir sie doch auch produktiver oder sinnvoller einsetzen könnten? Dürfen und können wir das Nichtstun geniessen? Und wie fühlen wir uns dabei und danach? Sind wir auch wirklich entspannt, wohlig zufrieden, ruhig und gelassen? Sie haben es höchstwahrscheinlich in irgendeiner Form schon gehört: Wir reagieren auf eine Gefahr oder eine Bedrohung immer noch im Urzeit-Modus. Stresshormone werden freigesetzt, unser Körper schaltet blitzartig in einen Mobilmachungsprozess und greift auf alle Reserven zu. Alle verfügbaren Energien in Gehirn und Muskeln werden aktiviert, alle Systeme hochgefahren, Blutdruck, Puls, Atemfrequenz steigen; die Verdauungsarbeit hingegen wird beispielsweise eingestellt, weil diese Körperfunktion in einer solchen Lage keine Priorität hat. Und so sind wir innerhalb kürzester Zeit „flucht- oder kampfbereit“! Wir können nun die nötige Leistung erbringen, die in der jeweiligen Situation gefordert ist, reagieren blitzschnell und impulsiv, sind hellwach, aktiviert und höchst präsent. Auch wenn wir uns schon lange nicht mehr gegen wilde Tiere verteidigen müssen, sind diese tief verankerten Mechanismen grundsätzlich eine gute und nützliche Sache!

Die Stressforschung beschreibt neben dem „Flucht- oder Kampfmodus“ den Reflex des „Erstarrens“ als weitere mögliche Reaktion auf eine Bedrohung. Diese Stressreaktion ist weniger bekannt als die Kampf- oder Fluchtvariante und gerade Opfer von sexuellen Übergriffen machen sich später häufig Vorwürfe, dass sie in Panik erstarrt waren und sich nicht wehren konnten. Wenn aber in realen Gefahrensituationen weder Kampf noch Flucht möglich sind, kann es lebensrettend sein, sich „tot zu stellen“! Im Alltag kann sich dieser Instinkt in einer hoffnungslos scheinenden Situation auch als Resignation und Apathie äussern.

Die Stressmechanismeniv des Körpers werden aber nicht nur in akuten Gefahrensituationen aktiviert, sondern immer auch dann, wenn uns die Arbeit über den Kopf wächst, wir um unsere Stelle fürchten müssen, von Versagensängsten geplagt werden, in einer unglücklichen Beziehung verharren, uns über „die da oben“ ärgern, im Alltag frustriert oder in unseren Gefühlen gekränkt sind. Wenn der Druck, der auf uns lastet, einfach zu gross wird und wir mit unserem Leben unglücklich und unzufrieden sind. Dieses „Herauffahren“ des Systems verliert dann seinen eigentlichen Sinn, und dass die Auswirkungen dieser Dauerstress-Reaktionen unserem Körper schaden können, liegt auf der Hand und ist vielseitig belegt.v Wenig überraschend werden im Stressmodus übrigens auch Lust und das Bedürfnis nach Sexualität gehemmt.

Wenn dieser Zustand kurzzeitig ist, kann unser Körper die Auswirkungen gut auffangen, aber chronischer Stress kann sich negativ auf unsere Abwehrkräfte und unsere Gesundheit auswirken! Beschwerden wie Schlafstörungen, Magenprobleme, Bluthochdruck, Kopfschmerzen und vieles mehr können die Folge davon sein und sich zu noch ernsteren Problemen und Krankheiten entwickeln. Unter (Dauer-)Stress spannen sich auch die Muskeln an, was mit der Zeit das umliegende Gewebe verändern und Schmerzen und Erschöpfung verursachen kann.vi

Schmerzzustände wiederum wirken sich auf die Gefühlslage aus und eine sorgenvolle, ängstliche, pessimistische Haltung kann den inneren Stress verstärken. Ein Teufelskreis.

Zudem verlieren wir im Stressmodus immer mehr unsere Fähigkeit, überlegt zu handeln, angemessen und besonnen auf verschiedene Situationen zu reagieren und gute Entscheidungen zu treffen! Die Aktivitäten des „Angstzentrums“ im Gehirn (Amygdala) wirken sich auf die Funktionen des Stirn- oder Frontallappens (präfrontaler Cortex) aus, der für die Kontrolle der Emotionen wichtig ist. Er ermöglicht uns, logisch zu denken und unsere Impulse und Reaktionen zu steuern. Chronischer Stress kann diese Hirnregion so verändern, dass es immer schwieriger wird, sinnvolle, differenzierte Entscheidungen zu treffen!vii

Unter grossem Druck und Stress reagieren wir impulsiv und denken nicht mehr über unsere Handlungen nach! Wenn bei akuter Gefahr und Bedrohung keine Zeit zum Überlegen bleibt, kann das nicht nur nützlich, sondern sogar überlebenswichtig sein! In Ermangelung angriffslustiger, wilder Tiere in unseren Breitengraden, stellen Sie sich nur einmal vor, Sie überqueren einen Fussgängerstreifen und ein Lastwagen rast plötzlich auf Sie zu. Es würde sich nicht empfehlen, zuerst zu analysieren, ob der Fahrer Sie gesehen hat oder wie lange der Bremsweg sein könnte, nein, Sie retten sich im besten Fall mit einem schnellen Sprung zur Seite!

Als Dauerzustand hingegen ist reaktives, impulsives Handeln wenig hilfreich und Stress eskaliert im schlimmsten Fall gewalttätig, wenn wir Wut und Ärger ungefiltert und hochemotional an jemandem auslassen! Stress führt zu noch mehr Stress!

Haben Sie im Fitnesscenter oder Freibad auch schon diese Muskelprotze mit überentwickeltem Oberkörper und unglaublicher Armmuskulatur auf dünnen Beinchen umherstolzieren sehen? Bei körperlichem Training entwickeln sich die Muskelgruppen, die häufiger benutzt und trainiert werden, zu eindrücklichen Dimensionen; was hingegen vernachlässigt wird, verkümmert mit der Zeit! So ähnlich können sich auch viel beziehungsweise wenig benutzte Hirnregionen verhalten. Neue Erfahrungen und Eindrücke lassen neue Verbindungen entstehen, während sich ungenutzte Pfade abschwächen.vii Das ermöglicht Lernprozesse, und zwar das ganze Leben lang! Früher nahm man eher an, dass man im höheren Alter nicht mehr fähig sei, Neues zu lernen. „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, dem ist aber nicht so! Die Fähigkeit des Gehirns, sich zu verändern (Neuroplastizität), funktioniert glücklicherweise lebenslang und in die gewünschte Richtung, das heisst, wir können (z. B. mithilfe von Entspannungstechniken) dem Angstzentrum weniger Dominanz zugestehen und dadurch vermehrt entspannte, gute Entscheidungen für unser Leben treffen!

Was „stresst“ Sie denn in Ihrem Leben im Moment am meisten?

(Nachtrag: Als ich mit diesem Buch angefangen habe, war „Corona“ bei uns noch kein Thema. Heute vermute ich, dass es auf der „Hitliste“ weit oben steht!)

Ein bewusster und aktiver Umgang mit Stress und Stressfaktoren ist nicht nur darum sinnvoll, weil wir uns sonst im schlimmstmöglichen Szenario am Arbeitsplatz oder in der Familie die Köpfe einschlagen würden. Mit Entspannungstechniken in die innere Ruhe zu kommen kann bei verschiedenen Herausforderungen und Situationen unterstützend wirken und dazu beitragen:

• chronische Schmerzen zu lindernix

• kreative Prozesse in Gang zu setzen

• Lösungen zu finden

• Ziele zu erreichen

• effizienter zu lernen

• in Prüfungssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren

• zu erkennen, was der Körper braucht

• sein Wohlfühlgewicht zu erreichen

• besser zu schlafen

• Selbstbewusstsein zu entwickeln

Nicht zuletzt kann sich Entspannung positiv auf das Immunsystem auswirken.x