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Caro Sodar

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Beschreibung

Ilias hat AIDS. Damit ist sein Leben so gut wie beendet. Ausgerechnet sein Vater - der selber im Sterben liegt - will das nicht akzeptieren. Er erzählt Ilias von einer Insel, auf der man tödliche Krankheiten heilen kann und dass er sein ganzes Vermögen hergegeben hat, um seinem Sohn das Leben zu retten. Er wünscht sich, dass Ilias glücklich wird und endlich jemanden findet den er liebt und der diese Gefühle erwidert.

Im Gegensatz zu seinem Vater, der fest an die Heilung auf der wundersamen Insel glaubt, hält sein Sohn das Ganze für Betrug, um an das Geld reicher Leute zu kommen, denn Ilias glaubt weder an ein Heilmittel noch an die Liebe.

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Veröffentlichungsjahr: 2019

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Caro Sodar

Das geheime Paradies

Gay Fantasy Romance

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Das geheime Paradies

 Sämtliche Personen und Ereignisse sind frei erfunden. Ähnlichkeiten wären rein zufällig.

 

Der Inhalt dieses Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung der Covermodels aus.

 

Alle Rechte vorbehalten.

 

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Inhalt

Ilias hat AIDS. Damit ist sein Leben so gut wie beendet. Ausgerechnet sein Vater - der selber im Sterben liegt - will das nicht akzeptieren. Er erzählt Ilias von einer Insel, auf der man tödliche Krankheiten heilen kann und dass er sein ganzes Vermögen hergegeben hat, um seinem Sohn das Leben zu retten. Er wünscht sich, dass Ilias glücklich wird und endlich jemanden findet den er liebt und der diese Gefühle erwidert.

 

Im Gegensatz zu seinem Vater, der fest an die Heilung auf der wundersamen Insel glaubt, hält sein Sohn das Ganze für Betrug, um an das Geld reicher Leute zu kommen, denn Ilias glaubt weder an ein Heilmittel noch an die Liebe.

1| Ja, ich habe es weggeworfen

„Hast du es endlich geschafft, Ilias, dein Leben wegzuwerfen? Ich bin nur froh, dass deine arme Mutter nicht mehr miterleben muss, wie du jämmerlich vor die Hunde gehst. Dass dich dein Lebenswandel irgendwann umbringen wird, habe ich dir schon immer gesagt, aber du wolltest ja nicht auf mich hören. Ausgelacht hast du mich. Ich wäre rückständig und hätte keine Ahnung von der Gegenwart, hast du gesagt. Ha, ha, aber eine Zukunft haben wir nun beide nicht mehr.“

 

Ein röchelnder Husten schüttelt den ausgemergelten Leib meines Vaters, während er mir mit gehässigem Unterton seinen Vortrag hält. Die Angst kriecht meinen Rücken hinauf, als ich mir vorstelle, dass es tatsächlich nicht mehr lange dauert, bis mein Körper wie der des alten Mannes aussehen wird.

Während ihn der Krebs hinwegrafft, versagt bei mir gerade - trotz der regelmäßigen Einnahme meiner Medikamente - das Immunsystem. Mein Status ist von HIV-positiv zu AIDS gewechselt, was einem Todesurteil gleichkommt.

 

In meiner Lebensplanung kam so einiges vor, mit Ende dreißig abzukratzen, gehörte allerdings nicht dazu. Bis vor fünf Jahren surfte ich auf der sogenannten Sonnenseite des Lebens. Im Gegensatz zu meinem Vater, der nur für seine Arbeit und die Vermehrung seines Vermögens lebte, bestritt ich die meiste Zeit damit, dasselbige unter die Leute zu bringen. Ich nannte mich einfach Dauerstudent, dümpelte in meiner Eigentumswohnung in den Tag hinein und wurde zumeist erst in der Nacht aktiv.

Die bekannten Gay-Clubs der Stadt waren meine Bühne, eine Horde von Speichelleckern das Publikum und viele willige, nackte Ärsche meine persönlichen Statisten, die ich Nacht für Nacht gegen neue austauschte.

 

Es gab nur einen Freund an meiner Seite, der die Jahre überdauert hatte. Warum Michael seit der Schulzeit in Kontakt mit mir blieb, weiß nur er selbst. Ich behandelte ihn selten besser als meinen Hofstaat und ich packte ihn noch nicht mal an, weil er mich als Mann in keinster Weise reizte.  

Über seine Versuche, mir die schönen Dinge des Lebens - wie er sie nannte - zu zeigen, schüttelte ich jedes Mal nur lachend den Kopf. Anstatt ihm zuzuhören oder auf einen seiner Vorschläge einzugehen, wenn er mich bat, ein Museum mit ihm zu besuchen oder eine Fahrradtour zu machen, drückte ich ihm entweder ein Bier in die Hand oder hetzte einen meiner Statisten auf ihn, der Michael dann mit einem Blowjob zum Schweigen brachte.

 

Als ich wegen einer hartnäckigen Erkältung, die einfach nicht verschwinden wollte, zum Arzt ging, stellte man schließlich fest, dass ich mich mit dem tödlichen Virus angesteckt hatte. Keine Ahnung, wo oder durch wen das passiert sein konnte. Ohne Kondom lief bei mir normalerweise nichts und ich hatte keine Erinnerung daran, dass ein Gummi beim Sex mal geplatzt wäre.

Da ich jedoch unzähligen Orgien in all den Jahren beiwohnte … Wer weiß schon, wo da vielleicht infiziertes Sperma oder Blut gelandet war oder ob ich völlig zugedröhnt einmal auf Präservative verzichtet habe?

Wo auch immer es herkam, ich hatte es und musste zusehen, wie ich damit klarkam. Die Prognosen für eine lange Lebenserwartung waren ja gar nicht mal so schlecht und sobald ich mich an die Medikamente gewöhnt hatte, fühlte ich mich fast genauso wie vorher auch. Mein Vater und Michael waren die einzigen Menschen, denen ich davon erzählte, und im Gegensatz zu meinem Freund, der mir seine uneingeschränkte Unterstützung zusagte, bekam ich von meinem alten Herrn zu hören, dass er nur auf so etwas gewartet und man im Leben für alles einen Preis zu zahlen hätte.