Das Insider-Buch für Minecraft-Spieler - Stephen O'Brien - E-Book

Das Insider-Buch für Minecraft-Spieler E-Book

Stephen O'Brien

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Beschreibung

Wenn du glaubst, du kennst dich schon in Minecraft aus, fängt der Spaß erst richtig an! Denn nach der schweißtreibenden Handarbeit im "Großen Minecraft-Buch" heißt es nun: Auftritt der Motoren, Maschinen und Automaten! Das Minecraft-Insider-Buch zeigt dir inkl. Version 1.9, wie du • deine eigenen Minecraft-Konfigurationen aufsetzt und verwaltest – zusammen mit Versionen, Welten, Ressourcen-Packs und Profilen • automatisiert Landwirtschaft betreibst, indem du Kolben, Wasser und Redstone für dich die Drecksarbeit machen lässt • Erze ohne Ende erzeugst – sogar Obsidian! • Mobs auf eigenen Farmen erzeugst, erntest und dir dabei gedroppte Beute und Erfahrungspunkte holst • dir deine eigene Pyramide, ein Wikingerhaus oder einen japanischen Tempel baust – was immer du willst • mit Project:Red alles aus Redstone-Schaltungen rausholst • deine Welt mit Mods wie MultiMC, BuildCraft, IndustrialCraft 2 und RailCraft neu gestaltest • eigene Abenteuerkarten für dich und deine Freunde erstellst und diese mit Kommandoblöcken interaktiv gestaltest • deine Schöpfungen auf YouTube oder Vimeo in hochwertigen Videos präsentierst • und vieles andere mehr! (Hinweis: dieses Buch ist eine unveränderte Neuauflage von "Das Minecraft-Insider-Buch". Dieses Buch ist kein offizielles Minecraft-Produkt, nicht von Mojang genehmigt oder mit Mojang verbunden.)

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Stephen O’Brien ist ein in Australien geborener Autor und Unternehmer, der nach vielen Jahren im Silicon Valley nun in Sydney lebt und arbeitet. Er hat bislang über 30 Bücher in mehreren Auflagen verfasst – darunter mehrere Bestseller – und mit Verlagen wie Prentice-Hall und Que zusammengearbeitet. Er hat darüber hinaus mit Typefi das weltweit eingesetzte, automatisierte Publikationssystem begründet, und in seiner Freizeit mit mypressi eine neue Art von Espressomaschine entwickelt. Er spielt Minecraft seit dessen frühesten Tagen und ist immer noch begeistert von der unvergleichlichen Kreativität, die es freisetzt. O’Brien hat auch den internationalen Bestseller „Das große Minecraft-Buch“ verfasst, das ebenfalls im dpunkt.verlag erschienen ist.

Zu diesem Buch – sowie zu vielen weiteren dpunkt.büchern – können Sie auch das entsprechende E-Book im PDF-Format herunterladen. Werden Sie dazu einfach Mitglied bei dpunkt.plus+:

www.dpunkt.de/plus

Das Insider-Buch für Minecraft-Spieler

Automatisiere deine Welt mit Plugins, Maschinen und Motoren

Stephen O’Brien

Stephen O’Brien

Lektorat: Boris Karnikowski

Übersetzung: Michael Schmithäuser

Copy-Editing: Petra Kienle, Fürstenfeldbruck

Herstellung: Susanne Bröckelmann

Satz: Michael Schmithäuser

Umschlaggestaltung: Helmut Kraus, www.exclam.de

Druck und Bindung: Stürtz GmbH, Würzburg

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN:

Print 978-3-86490-516-2

PDF 978-3-96088-301-2

ePub 978-3-96088-302-9

mobi 978-3-96088-303-6

1. Auflage 2017

Dieses Buch ist eine unveränderte Neuauflage von »Das Minecraft-Insider-Buch, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage«, ISBN 978-3-86490-346-5

Copyright der deutschen Übersetzung © 2016 dpunkt.verlag GmbH

Wieblinger Weg 17

69123 Heidelberg

Copyright der amerikanischen Originalausgabe: © 2016 by Que Publishing

Titel der Originalausgabe: The Advanced Strategy Guide to Minecraft, 2nd Edition

Published by Que Publishing

ISBN 978-0789755735

Minecraft ist eine Marke von Mojang AB. Dieses Buch ist kein offizielles Minecraft-Produkt, nicht von Mojang genehmigt oder mit Mojang verbunden.

Die vorliegende Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte und Abbildungen, auch auszugsweise, ist ohne die schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und daher strafbar. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die im Buch verwendeten Soft- und Hardware-Bezeichnungen sowie Markennamen und Produktbezeichnungen der jeweiligen Firmen im Allgemeinen warenzeichen-, marken- oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.

Alle Angaben und Programme in diesem Buch wurden mit größter Sorgfalt kontrolliert. Weder Autor noch Verlag können jedoch für Schäden haftbar gemacht werden, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Buches stehen.

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Inhaltsübersicht

Einleitung

KAPITEL 1        Los geht’s!

KAPITEL 2        Automatisierte Farmen

KAPITEL 3        Bergbau und Erzgeneratoren

KAPITEL 4        Mob-Farmen, -Fallen und Verteidigung

KAPITEL 5        Bauen für Fortgeschrittene

KAPITEL 6        Unter Strom

KAPITEL 7        Imperien errichten mit BuildCraft

KAPITEL 8        Faszination IndustrialCraft

KAPITEL 9        Unter Dampf mit Railcraft

KAPITEL 10      Aufnehmen und Teilen

KAPITEL 11      Dein eigenes Abenteuer bauen

ANHANG           Index

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Werde zum Minecraft-Experten!

Der Inhalt dieses Buchs

So verwendest du dieses Buch

Kapitel 1      Los geht’s!

Minecraft organisieren

Startkontrolle

Mod Management

Alternative Launcher

Mods zu MultiMC hinzufügen

Modpack Installers

Zusammenfassung

Kapitel 2      Automatisierte Farmen

Der BUD-Schalter

Automatische Zuckerrohrernte

Automatisch sammeln und transportieren

Automatisierte Kürbis- und Melonenfarmen

Automatische Getreide-, Kartoffel- und Karottenfarmen

Automatisches Sortieren

Zusammenfassung

Kapitel 3      Bergbau und Erzgeneratoren

Bruchstein erzeugen

Stein erzeugen

Obsidiangenerator

Zusammenfassung

Kapitel 4      Mob-Farmen, -Fallen und Verteidigung

Böse Mob-Farmen

Mob-Spawn-Chaos

Bau einer wasserbasierten Mob-Farm

Mobs töten und Beute einsammeln

Erfahrungspunkte grinden

Heimtückische Mob-Fallen

Hinterhältige Gräben

Killer-Kaktus

Wertvolle Werfer

Pulverisierende Kolben

Zusammenfassung

Kapitel 5      Bauen für Fortgeschrittene

Den richtigen Baustil wählen

Mittelalterlicher Stil

Viktorianischer Stil

Japanischer Baustil

Zeitgenössischer Stil und Vorstadtidylle

Wikingerstil

Ägyptischer Stil/Wüstenstil

Steampunk-Stil

Elfischer/märchenhafter Stil

Ein Iglu bauen

Dekorationstechniken für Profiarchitekten

Natürliche Landschaften und Bäume

2D-Pixelbilder malen

Eine 3D-Statue gestalten

Kugeln, Kreise und Bögen bauen

Bauen im Nether und im Ende

Zusammenfassung

Kapitel 6      Unter Strom

Kombinationsschloss

Intelligentes Verteilersystem

Project:Red

Eine Kürbisfarm automatisieren

Was kann man noch alles mit Project:Red anstellen?

Zusammenfassung

Kapitel 7      Imperien errichten mit BuildCraft

Grundkonzepte von BuildCraft

Raffinierte Rohre

Motoren

Ein Kraftwerk bauen

Minenbohrer

Verbrennungsmotoren

Öl raffinieren

Automatisierte Steinbrüche

Blaupausen und Schablonen für Gebäude

BuildCraft kann noch mehr

Zusammenfassung

Kapitel 8      Faszination IndustrialCraft

Grundkonzepte von IC2E

Landwirtschaft deluxe

Guide: Pflanzen kreuzen

Streifenfarmen für Profit

Quadratisch, praktisch, gut!

Verwendung des Samenanalysierers

Wachstum durch Dünger

IC2E: Rüstungen, Waffen und Werkzeuge

Energie (EU) erzeugen

Bergbau, Zerkleinern und mehr

Automatisierter Bergbau

Zerkleinerer und mehr

Aufbruch ins Atomzeitalter

Zusammenfassung

Kapitel 9      Unter Dampf mit Railcraft

Erste Schritte in Railcraft

Normale Schienen herstellen

Verstärkte Schienen

Tunnelbohrer

Ein Gleisbett wie in der realen Welt

Mehr Mods

Galacticraft

Forestry

ComputerCraft

Zusammenfassung

Kapitel 10    Aufnehmen und Teilen

Die richtige Software auswählen

Videoaufnahme mit FRAPS for Windows

Videoaufnahme mit Bandicam for Windows

Videoaufnahme mit QuickTime Player for Mac

Hardware-Aufnahmegeräte

AVerMedias Live Gamer Portable (ca. 125 Euro)

Elgato Game Capture HD Recorder (ca. 140 Euro)

Kamerafahrten und Animationen

Audio und Titel hinzufügen

Videobearbeitung mit iMovie – OS X

Videobearbeitung mit Movie Maker – Windows

Auf YouTube und Vimeo publizieren

Zusammenfassung

Kapitel 11    Dein eigenes Abenteuer bauen

Abenteuermodus

Planung und Umsetzung

Was ist deine Geschichte?

Befehlsblöcke meistern

So setzt sich die Befehlszeile zusammen

Selektoren

Befehle

Spezifikation

Der Komparator

Der Befehl tellraw

Werkzeuge und Hilfsmittel zur Weltgestaltung

Dein eigenes Abenteuer publizieren

Zusammenfassung

Anhang         Index

Widmung

Für Mika, der mich jeden Tag aufs Neue stolz macht.Die Zukunft, mein geliebter Sohn, gehört dir.

Danksagung

Das war ein interessantes Projekt. Nach einer überaus wechselhaften Karriere, die auch viele Bücher beinhaltet, kann ich mich an kein Projekt erinnern, das herausfordernder gewesen wäre. Der Markt für Minecraft-Mods explodiert förmlich mit einer wahren Flut an kreativen Erweiterungen, was fast schon an die Pionierzeit des Wilden Westens erinnert. Westen ist irgendwo am anderen Ende des Pazifik in irgendeiner Himmelsrichtung.

Es war eine gewisse Herausforderung, Ordnung in dieses Chaos zu bringen.

Auch für meinen stets so geduldigen Verleger war dieses Projekt eine große Herausforderung. Rock Kughen, danke für deine endlose Geduld. Du kannst das Beste aus jedem herausholen. Mein Dank gebührt auch Tim Warner, der zu meinem Komplizen wurde. Seth Kerney, du bist stets ruhig geblieben – auch dann, wenn alles den Bach runterzugehen drohte. Ich denke nicht, dass ich selbst solch ein Organisationstalent an den Tag legen könnte. Vielen Dank auf an Mark Sheirar für das Coverdesign.

Last but not least ein Dank an Preeti Davidson. Deine Liebe und Unterstützung ist großzügiger, bedachter und hilfreicher, als ich es mir je hätte vorstellen können.

Dankeschön an alle. Lieber Leser, ich hoffe, du genießt die Lektüre und hast große Freude an diesem Buch.

Einleitung

In den letzten Jahren hat sich Minecraft zu einem der bekanntesten Spiele gemausert – quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. Und inzwischen ist es sogar dabei, an Schulen und Orten Fuss zu fassen, wo andere Spiele gar nicht hinkommen.

Doch was machst du selbst, wenn du Minecraft einmal durchgespielt hast? Du hast überlebt, geplündert und dir deinen Weg durch Hügel, Verliese und Tempel gebahnt. Du hast den Enderdrachen bezwungen und das Drachenei als Hauptgewinn mit nach Hause genommen. Was folgt als Nächstes?

Ganz einfach: man spielt Minecraft nicht einfach durch – der Spaß geht jetzt erst so richtig los! Das ist eine der Quellen des enorm hohen Wiederspielwerts von Minecraft.

Viele Features der Standardinstallation von Minecraft – Redstone-Verkabelungen, komplexe automatisierte Farmen und die Möglichkeit, Standardfunktionen auf unerwartete, kreative Weise zu nutzen – machen Minecraft zum ultimativen Sandbox-Spiel. Hinzu kommen handgemachte Abenteuerkarten zum Herunterladen, riesige Mehrspieler-Server mit angepassten Handelssystemen, Mini-Games und riesige Communities, die das Spiel zu einer wahrhaften Parallelwelt machen.

Doch damit nicht genug: Fantastische Add-ons erweitern das Standardrepertoire von Minecraft um jede Menge neue Ziele und kreative Fertigkeiten. Damit wird Minecraft in das industrielle Zeitalter katapultiert – inklusive Atomkraft, Hochgeschwindigkeitszüge, automatisierte Herstellung mit Röhrensystemen und vielem mehr. Allein diese kostenlosen Add-ons verleihen Minecraft einen Wiederspielwert, der weit über das Original hinausgeht.

Doch wie alles in Minecraft lassen sich all diese Dinge nur sehr schwer entdecken. Die nötigen Infos sind als Mischmasch von YouTube-Videos und Fan-Wikis über das ganze Internet verteilt und damit alles andere als konsistent. Obwohl das natürlich nicht die Schuld dieser Websites ist, findet sich im ganzen Netz kein einziger Guide, der den Spieler schnell, sicher und vor allen Dingen komplett durch all die Features führt, die über die Grundlagen von Minecraft hinausgehen und dieses Spiel so wundervoll machen.

Aus diesem Grund soll dir dieses Buch beim Entdecken all dieser Features helfen, dich auf den richtigen Weg bringen und dir zeigen, wie weit du noch gehen kannst in einem Spiel, von dem du dachtest, dass du es eigentlich schon durchgespielt hättest.

Werde zum Minecraft-Experten!

Dieses Buch führt dich weit über das grundlegende Minecraft-Spiel hinaus. Du wirst lernen, die Standard-Features auf überraschend neue Art und Weise zu nutzen, und vieles mehr:

Installiere Mods und verwalte Versionen, Spiele und Profile von Minecraft.

Automatisiere Bergbau, Landwirtschaft und Bauprojekte – und zwar komplett!

Erzeuge unendliche Mengen von Erzen ganz nach Bedarf.

Baue Mob-Spawner und -Fallen für schnelle Erfahrungspunkte und Beute.

Zeichne faszinierende 2D- und 3D-Grafiken.

Gestalte Bauwerke noch ästhetischer.

Baue spannende Redstone-Schaltkreise – z.B. zeitgesteuerte Maschinen, Kombinationsschlösser und andere interessante Gerätschaften.

Führe Minecraft ins industrielle und atomare Zeitalter und erreiche damit neue Ziele, Werkzeuge und Fähigkeiten.

Errichte ein Schienennetz mit Signalen für eine perfekte Streckenführung.

Präsentiere deine Kreationen der Welt und lerne, wie du professionelle YouTube-Videos mit Soundtrack und gesprochenen Kommentaren anfertigst.

Der Inhalt dieses Buchs

Eine Vielzahl neuer Tipps, Tricks und Strategien führen dich weit über die Grundlagen von Minecraft hinaus. Jedes Kapitel in diesem Buch beschäftigt sich mit einem wichtigen Aspekt des Spiels – vom Installieren der nötigen Mods bis hin zum Bau eines Imperiums. Hole noch heute das meiste aus deiner Minecraft-Welt heraus:

Kapitel 1, „Los geht’s“, blickt hinter die Kulissen des Minecraft-Launchers, um dir beim Installieren von Mods für erweiterte Funktionalität zu helfen.

Kapitel 2, „Automatisierte Farmen“, beinhaltet die besten Techniken für selbst laufende Systeme zur Produktion von Gütern, die ich in vielen GameplayStunden perfektioniert habe. Mit Loren, Schienen und ein paar pfiffigen Tricks kannst du Kisten sortieren und einlagern lassen.

Kapitel 3, „Bergbau und Erzgeneratoren“, macht manuellen Bergbau obsolet. Endloser Nachschub an Bruchsteinen ist ebenso möglich wie der Bau von Netherportalen ohne die umständliche Suche nach Diamanten.

Kapitel 4, „Mob-Farmen, -Fallen und Verteidigung“, beschreibt, wie Mob-Grinder für endlosen Nachschub an Gegenständen und Erfahrungspunkten sorgen.

Kapitel 5, „Bauen für Fortgeschrittene“, versorgt dich mit faszinierenden Tipps für ästhetischere Gebäude. Erschaffe 2D- und 3D-Kunstwerke, stilvolle Dekorationen und lebensechte Gärten. Mit Terraforming-Werkzeugen veränderst du die Spielwelt von Grund auf.

Kapitel 6, „Unter Strom“, fördert die Kreativität im Umgang mit Redstone – baue ein Kombinationsschloss für deine Festung, statte deine Schienenwege mit Weichen aus und bringe die Energie auf das nächste Level.

Kapitel 7, „Imperien errichten mit BuildCraft“, beleuchtet einen der komplexesten Mods. Lerne, wie man Dinge sortiert, riesige Steinbrüche ausbeutet, Ölpumpen errichtet, Treibstoff destilliert und kraftvolle Motoren baut.

Kapitel 8, „Faszination IndustrialCraft“, zeigt dir, wie du neue Pflanzenarten kreierst, mächtige Waffen und Werkzeuge und sogar ein Atomkraftwerk baust.

Kapitel 9, „Unter Dampf mit Railcraft“, verbessert das Minenlorensystem in vielen Belangen – damit du immer schön in der Spur bleibst.

Kapitel 10, „Aufnehmen und Teilen“, hilft dir dabei, deine Inhalte der ganzen Welt mitzuteilen. Drei der besten zehn YouTube-Channels werden von Minecraftern betrieben. Du erfährst Wissenswertes über die richtige Hard- und Software, wie man Kamerafahrten unternimmt, Audiokommentare einfügt und das Ergebnis wie ein Profi publiziert.

Kapitel 11, „Dein eigenes Abenteuer bauen“, ist dein eigenes Spiel im Spiel. Lerne, wie du Karten selbst erstellst, diese mit jeder Menge versteckter Extras füllst (inklusive Teleportation) und das Ergebnis an andere übermittelst. Das ist der perfekte Weg, Neulinge zu verschrecken.

Wie du siehst, erwarten dich jede Menge interessante Informationen, Tipps, Tricks und coole Add-ons, die Minecraft auf überraschende Art und Weise erweitern.

So verwendest du dieses Buch

Auf den folgenden Seiten wirst du immer wieder auf folgende drei Elemente stoßen: „Info“, „Tipp“ und „Achtung!“:

INFO

Infokästen versorgen dich mit interessanten Zusatzinformationen, die jedoch nicht entscheidend für das Spiel selbst sind.

TIPP

Tipps sind wertvolle Informationshappen, die dir beim Lösen diverser Problemstellungen helfen können. Ideal, wenn du im Spiel nicht mehr weiterkommst.

ACHTUNG!

Diese Meldungen warnen dich vor typischen Fallen und Problemstellen. Nicht ignorieren!

1 Los geht’s!

In diesem Kapitel

richtest du angepasste Profile ein,

startest du frühere Versionen für Abwärtskompatibilität,

separierst du Minecraft-Installationen, um Spielwelten zu schützen,

startest du mit einem kompletten Set von zusammengefassten Mods,

legst du Sicherheitskopien von gespeicherten Welten an.

Minecraft ist weniger ein Spiel als ein System mit zahllosen beweglichen Teilen, die eng zusammenspielen. Wenn du lediglich das Standardspiel spielst, wird dich das nicht weiter tangieren. Doch wenn du, wie in diesem Buch beschrieben, damit beginnst, Minecraft auf, sagen wir, interessantere Art und Weise zu nutzen, benötigst du Zugriff auf verschiedene Versionen des Spiels, auf Sicherheitskopien deiner Welten und vielleicht auch einen komplett neuen Launcher für den Spielstart.

Die Lektüre dieses Kapitels ist nicht zwingend, doch du findest hier einige wertvolle Tipps für die Installation und den problemlosen Betrieb von Minecraft mit all den Mods, die ich weiter hinten im Buch vorstelle.

Ich setze in diesem Kapitel voraus, dass du Minecraft erworben und installiert sowie deine Login-Daten eingegeben hast, um gleich loslegen zu können.

Minecraft organisieren

Anders als viele andere Spiele, die (abgesehen von gelegentlichen Patches) als fertige Produkte auf den Markt kommen, handelt es sich bei Minecraft um „Work in Progress“: Es verändert sich andauernd. Das schwedische Entwicklerstudio Mojang hat nie aufgehört, die Funktionen und die Architektur der Software zu erweitern. Zugleich entwickelten die Fans des Produkts Tausende von Mods (Abkürzung für „Modifikationen“ – Zusatzcode, der Minecraft so erweitert, wie es von Mojang nie vorgesehen war) sowie komplexe Mehrspielerserver und Abenteuerkarten, für deren Nutzung auf der Clientseite ganz eigene Anforderungen erfüllt sein müssen.

INFO

Was muss ein Mod können?

Ganz einfach gesagt (wirklich stark vereinfacht, denn Mods sind alles andere als einfach): Ein Mod kann dem Spiel eine riesige Bandbreite an Features, Funktionalität und GameplayElementen hinzufügen. Einige Mods verändern die Landschaft, während andere neue Tiere oder Charakteranimationen hinzufügen. Einige bringen eine Kartenfunktion mit, verändern die Funktionsweise des Inventars oder integrieren neue Gebäude und Ruinen ins Spiel. Die komplexesten Mods fügen komplett neue Gegenstände, Systeme und Interaktionen hinzu – vom mächtigen Redstone-Ersatz bis hin zur Implementierung des Industrie- und Atomzeitalters. Mehr dazu in der zweiten Hälfte dieses Buchs.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Bestandteile von Minecraft ist also sehr komplex. Da das Spiel regelmäßige Updates erfährt, hinken die Mods in Sachen Aktualität stets hinterher, was über die Jahre hinweg zu Inkompatibilitäten führen kann. Auch Abenteuerkarten sind nur zu bestimmten Versionen von Minecraft kompatibel. All diese Mods mit unterschiedlichen Spielversionen zusammenarbeiten zu lassen, ist wahrlich kein leichtes Unterfangen. Außerdem kann die Verwendung bestimmter Mods (z.B. solchen, die helfen sollen, Schummeleien zu verhindern) bei unbedarften Spielern ganz schnell zu einem Bann führen. Oftmals kommen sich verschiedene Mods auch ins Gehege, beschädigen gespeicherte Spiele oder verhindern gar den Start von Minecraft.

Doch nicht jeder nutzt mehrere Mods – bevor ich ins Detail gehe, möchte ich dir noch ein paar nette Tricks mit dem Standard-Minecraft-Launcher präsentieren, damit du zumindest die richtige Version für das Spielen auf einem Mehrspielerserver oder mit bestimmten Mods einstellen kannst.

Startkontrolle

Der Launcher von Minecraft bietet viele Funktionen und einige von ihnen sind überaus wichtig. Seine wichtigste Aufgabe umfasst die Speicherung der Login-Informationen für dein Minecraft-Konto sowie die Aktualisierung der Spielinhalte und den Start des Spiels. Darüber hinaus erlaubt der Launcher die Erstellung individueller Profile mit einigen angepassten Parametern, um unterschiedliche Versionen des Spiels zu starten. Des Weiteren kannst du damit auf die sogenannten Snapshots zugreifen – Vorabversionen zukünftiger Updates, die wöchentlich von den Entwicklern bei Mojang eingespielt werden.

Wenn du den Launcher startest, siehst du einen ähnlichen Screen wie in Bild 1.1, natürlich mit deinem persönlichen Login-Namen. Sicherlich bist du bereits mit diesem Prozess vertraut. Nun nehmen wir dein aktuelles Profil und stellen einige interessante Dinge damit an.

GECRACKTE LAUNCHER

Eine Online-Suche fördert ohne Probleme einige gehackte Minecraft-Launcher zu Tage, die das Spielen ohne Lizenz und ohne Konto bei Mojang erlauben. Solche Launcher solltest du unbedingt meiden, da sie Malware, Viren und sonstige Schadsoftware enthalten können. Minecraft prüft die Zugangsdaten nur beim ersten Start und danach kannst du es auch offline spielen. Die Verwendung gecrackter Launcher ist wie ein Spiel mit dem Feuer in einer Lavagrube, aus der du nicht entkommen kannst.

BILD 1.1 Der Standard-Minecraft-Launcher ermöglicht mehrere Profile für unterschiedliche Spielinstanzen.

Wähle ein vordefiniertes Profil aus.

Erstelle ein neues Profil (basierend auf den Parametern des aktuell ausgewählten Profils).

Bearbeite das ausgewählte Profil.

Betrachte, bearbeite und lösche alle Profile.

Zum Aufwärmen erstellen wir ein Profil, das stets die neuesten experimentellen Versionen herunterlädt. Dabei handelt es sich um die Snapshots, die beinahe wöchentlich von Mojang veröffentlicht werden. Da sie immer Bugs enthalten und gespeicherte Spiele beschädigen können, solltest du deine Welten sichern. Die folgenden Schritte sowie Bild 1.2 zeigen, wie es geht:

Klicke auf New Profile. Es erscheint der Dialog aus Bild 1.2, wobei als „Copy of ...“ dein Login-Name zu sehen ist.

Ändere den Profile Name zu Snapshots.

Wähle Game Directory und füge, falls du OS X verwendest, „/saves/snapshots“ am Ende des dargestellten Dateipfads hinzu. Unter Windows fügst du „\saves\snapshots“ hinzu. Ändere keinesfalls den kompletten Pfad zum im Screenshot 1.2 dargestellten Pfad. Der Anhang erzeugt ein Verzeichnis namens „snapshots“ im Unterverzeichnis von Minecraft, in dem auch gespeicherte Welten und Ressourcenpakete abgelegt werden. Würdest du lediglich „/snapshots“ als Verzeichnis angeben, würde dieses im Hauptverzeichnis von Minecraft landen und eventuell zu Problemen führen. Vergiss nicht, beim Anlegen eines neuen Verzeichnisses stets „/saves/“ hinzuzufügen (oder „\saves\“ unter Windows).

Aktiviere Enable experimental development versions („snapshots”) und bestätige die nun erscheinende Warnung mit Yes.

Stelle sicher, dass das Dropdown-Menü für Use version auf Use Latest Version steht. Beim Anklicken werden dir die neuesten Snapshots angezeigt. Diese sind nach Jahr und Woche des Jahres benannt und alphabetisch sortiert. Ein Beispiel: 16w25b bedeutet 2016 und Woche 25, wobei das b für den zweiten Release in dieser Woche steht. Ist Enable experimental deaktiviert, erscheinen in diesem Feld die Versionsnummern des jeweiligen finalen Release.

BILD 1.2 Ein angepasstes Profil

Des Weiteren gibt es noch einige optionale Einstellungen:

Resolution – setzt die Breite und Höhe des Spielfensters. Im Spiel kannst du das auch mit den Standardfensterkontrollen erledigen. Diese Einstellung wirkt sich nicht auf den Vollbildmodus aus, den du in den Optionen unter Videoeinstellungen aktivierst (ich bevorzuge diesen Modus, da er mich mehr in die Spielwelt hineinzieht).

Automatically ask Mojang for assistance with fixing crashes – diese Option schickt Bugmeldungen an Mojang, allerdings ohne dass man dort antwortet, geschweige denn Hilfestellungen anbietet. Immerhin hilfst du so den Entwicklern, künftige Versionen des Spiels stabiler zu machen.

Launcher Visibility – hier wähle ich stets Keep the launcher open, damit ich ein Spiel schneller verlassen und mit einem anderen Profil neu starten kann. Auch beim Spielen auf einem Laptop ist diese Option sinnvoll – Minecraft saugt den Akku regelrecht leer, sodass schnelles Beenden und Neustarten des Spiels der Batterielebensdauer zugute kommt.

Allow use of old „Beta” and „Alpha” versions – du kannst Minecraft in allen früheren Versionen bis hin zur allerersten Ausgabe spielen. Diese Option eignet sich allerdings höchstens für Nachforschungen oder einen nostalgischen Touch, sodass sie deaktiviert bleiben sollte.

Java Settings (Advanced) – du kannst Minecraft unter einer anderen Java Virtual Machine laufen lassen, doch davon rate ich ab. Während du das hier liest, lädt das Spiel womöglich schon seine eigene Java-Engine (auch „Runtime“ genannt) herunter, wodurch eine separate Installation von Java obsolet wird. Dennoch kann der Einsatz von JVM Arguments Sinn machen, da sich damit die Speicherzuweisung für das Spiel verändern lässt. Die Grundeinstellung -Xmx1G reserviert 1 GB RAM für das Spiel (siehe das „1G“ am Ende). Wenn du mit Mods oder hochauflösenden Ressourcenpaketen spielst, möchtest du diesen Wert vielleicht erhöhen, wobei du allerdings nie mehr als die Hälfte des Gesamtspeichers reservieren solltest. Bei 8 GB Speicher sollte deshalb maximal -Xmx4G für 4 GB reservierten Speicher eingegeben werden, wobei 2 GB durch -Xmx2G in den meisten Fällen ausreichend sind.

Wenn du alle Einstellungen vorgenommen hast, klicke auf Save Profile, um zum Hauptfenster des Launcher zurückzukehren. Nachdem du das Snapshots-Profil im Pulldown-Menü ausgewählt hast, klicke auf Play.

Wenn du diesen Snapshot noch nie gespielt hast, wird der Launcher alle nötigen Dateien herunterladen, bevor das Spiel gestartet wird. Erstelle eine beliebige neue Welt mit einem einprägsamen Namen (z.B. „Neuester Snapshot“) und verlasse das Spiel nach dem Laden.

Die gespeicherte Welt findest du unter Edit Profile und Open Game Dir. Im ausgewählten Snapshot-Verzeichnis siehst du die Dateien deiner neuen Welt.

INFO

Ressourcen horten

Ressourcenpakete werden im selben Verzeichnis abgelegt wie gespeicherte Spiele. Um Pakete für ein Profil verfügbar zu machen, musst du entweder ein bestehendes Verzeichnis in dieses Verzeichnis kopieren oder ein neues, leeres Verzeichnis erstellen. In jedem Fall sollte der Verzeichnisname „resourcepacks“ lauten, sodass sie vom Button im Spiel korrekt geöffnet werden. Kopiere die entsprechenden Dateien einfach in diesen Ordner.

Hast du die Wahl zwischen einem Texturpaket und einem Ressourcenpaket, entscheide dich für Letzteres. Ressourcenpakete verfügen über eine verbesserte Struktur mit weit mehr Anpassungsmöglichkeiten als das ältere Texturpaket-Format.

Dieses Weltverzeichnis kannst du an beliebiger Stelle sichern, um später wieder Zugriff auf die ursprünglichen Daten zu erhalten. Auch das Kopieren auf einen anderen PC ist damit möglich. Du kannst das Verzeichnis ebenso auf einen Mehrspielerserver kopieren und es durch Umbenennen auf „world“ für alle Spieler zugänglich machen, die sich auf dem Server einloggen.

Der Launcher enthält noch zwei weitere Sektionen. Hinter dem Reiter Profile Editor verbirgt sich eine Liste mit allen vorhandenen Profilen. Per Doppelklick auf ein Profil öffnet sich der Profil-Editor, den du auf den vorangegangenen Seiten kennengelernt hast. Per Rechtsklick erscheint ein Schnellzugriffsmenü zum flinken Hinzufügen, Bearbeiten und Löschen von Profilen.

Der Reiter Game Output erscheint erst nach dem Start des Spiels und versorgt dich mit einem Log der Nachrichten von Server und Client. Der Minecraft-Client – also der Teil, den du benutzt – läuft über einem darunterliegenden Server, selbst wenn du nicht mit einem anderen Server verbunden bist. Da die Konsole nicht interaktiv ist, eignet sie sich nur als Debugging-Werkzeug für Mod-Entwickler.

Mod Management

Wie du gesehen hast, kannst du schon mit dem Standard-Launcher angepasste Konfigurationen anlegen, jede mit ihrem eigenen Set an gespeicherten Welten und Ressourcenpaketen. Doch das löst längst nicht alle Probleme beim Mod Management, da jedes Profil (auch mit eigenem Verzeichnis) dieselbe Instanz von Minecraft startet (du könntest genauso versuchen, einen Sack Flöhe zu hüten). Dies lässt sich manuell verhindern. Detaillierte Anweisungen findest du unter http://minecraft.gamepedia.com/Mods/Installing_mods. Doch das ist jede Menge Arbeit – deshalb hat die Community zwei alternative Lösungswege ersonnen:

Alternative Launcher – spezielle Minecraft-Launcher erleichtern den Umgang mit mehreren Installationen (als Instanzen bezeichnet) der Software inklusive Ressourcenpaketen und Mods. Damit kannst du unter spezifischen Mods wählen, die du in verschiedenen Instanzen verwenden möchtest. Du erstellst sozusagen deine eigene angepasste Version des Spiels, ohne Konflikte mit der Standardversion (laut Fachjargon „Vanilla-Minecraft“) befürchten zu müssen.

EINFACHES VANILLE ODER DOCH ETWAS AUSGEFALLENES?

Der Begriff „Vanilla“ meint in der IT eine Software, die in keiner Weise modifiziert wurde. In anderen Worten: Sie läuft so, wie es von den Entwicklern gedacht war. Mods und Ressourcenpakete verändern Minecraft und können das Gameplay komplett verändern. Dann spricht man nicht mehr von „Plain Vanilla“, sondern von einer ganz speziellen Sorte ...

Modpack Installers – Modpacks enthalten sorgfältig aufeinander abgestimmte Komponenten inklusive der richtigen Minecraft-Version, um die Kompatibilität sicherzustellen. Das führt zu Spielversionen, die für ein bestimmtes Gameplay maßgeschneidert sind. Ein Modpack kann beispielsweise für das Spiel auf einem bestimmten Server optimiert sein, während ein anderes perfekt mit einer Abenteuerkarte zusammenarbeitet. Andere Mods können das Handwerk verändern, auf bestimmte technische oder magische Elemente abzielen oder verschiedene Überlebensspielstile unterstützen.

Lass’ uns einen Blick auf beide Varianten werfen.

INFO

Terminologie für Minecraft-Addons

Minecraft unterstützt das Hinzufügen von Ressourcenpaketen, Texturpaketen und Mods. Während Ressourcen- und Texturpakete meist auf optische Änderungen abzielen, nehmen Mods tiefgreifende Änderungen an der Spielmechanik vor.

Alternative Launcher

Alternative Launcher helfen beim Umgang mit Mods in bestimmten Instanzen von Minecraft. Gründe für mehrere Instanzen gibt es viele:

Sandboxing – jede Minecraft-Instanz verfügt über ihre eigenen Ressourcenpakete und Mods, um versionsübergreifende Probleme zu verhindern.

Komfort – Mods mit einem Klick laden sowie ein- und ausschalten

Flexibilität – auch dieselbe Version von Minecraft kann mehrere Instanzen vorweisen. Eine konzentriert sich z.B. auf einen bestimmten Spielstil wie technisches Bauwesen, während eine andere auf Überlebenstraining mit neuen Gegnern und NPCs setzt.

Es gibt zahllose alternative Launcher. Einige davon, wie beispielsweise Magic Launcher, sind überaus beliebt und bilden den Standard-Launcher mit zusätzlichen Optionen nach. Andere verfolgen einen ganz anderen Ansatz, wie beispielsweise MultiMC, den ich wärmstens empfehlen kann. (Die nachfolgend aufgeführten Launcher erlauben ebenfalls die Anlage einer einzelnen Vanilla-Minecraft-Instanz, doch ihre Interfaces sind bei weitem nicht so ausgefeilt wie das von MultiMC.)

Wie in Bild 1.3 zu sehen ist, lassen sich Instanzen mit MultiMC auf elegante und einfache Art und Weise erzeugen. Die überaus intuitive Software funktioniert unter Windows, OS X und Linux.

BILD 1.3 Das Programmfenster von MultiMC

Eine neue Instanz hinzufügen

Du kannst MultiMC unter http://multimc.org herunterladen. Nach der Installation siehst du ein leeres Fenster, das auf neue Instanzen wartet. (Unter OS X kann es sein, dass du zum Öffnen während des Klickens die crtl-Taste gedrückt halten und Öffnen wählen musst. Siehst du ein Fenster mit einer Liste von virtuellen Java-Maschinen, ignoriere diese ganz einfach und klicke erneut auf Öffnen.)

Zunächst solltest du dein Mojang- oder Minecraft-Konto hinzufügen:

Öffne das Menü Accounts in der oberen rechten Ecke des Fensters und wähle Manage Accounts, um den Dialog aus Bild 1.4 zu erhalten.

Klicke auf Add, gib deine Kontodetails ein und bestätige mit OK. MultiMC versucht nun, auf dein Konto zuzugreifen, und fügt es bei Erfolg zur Liste hinzu. Mit Close gelangst du zurück zum Hauptbildschirm.

BILD 1.4 Das Kontenfenster von MultiMC

In der oberen linken Ecke der Werkzeugleiste klickst du nun auf Add a new instance.

Im nächsten Dialog gibst du einen Namen für die Instanz ein und wählst die gewünschte Version aus dem Popup-Menü. Die Liste enthält sowohl normale Release-Versionen als auch Snapshots. Refresh aktualisiert die Liste mit den neuesten Snapshots.

Nach einem Klick auf OK lädt MultiMC die benötigten Dateien vom Mojang-Server herunter.

Das war’s dann auch schon!

Die wichtigsten Funktionen befinden sich im rechten Abschnitt des Hauptfensters. Wenn du nicht alle Einträge sehen kannst, klicke auf den Doppelpfeil am unteren Ende des Bereichs:

Play – spiele die Instanz im Standard-Online-Modus mit Zugriff auf Mehrspieler-Server.

Play Offline – starte Minecraft im Offline-Modus. Du kannst dabei immer noch Spiele über das LAN oder dein lokales Wi-Fi-Netzwerk starten. Der Offline-Modus funktioniert nur, wenn Minecraft mindestens einmal im Online-Modus gestartet wurde.

Change Group – definiere einen neuen Gruppennamen für diese Instanz oder weise sie einer anderen Gruppe zu. Mit dieser Funktion kannst du Vanilla-Versionen von Minecraft von Versionen mit Mods getrennt halten.

Edit Notes – füge zur späteren Referenz Notizen zur Instanz hinzu.

Manage Screenshots – mit der Taste F2 (oder fn+F2 unter OS X) kannst du in Minecraft Bildschirmschnappschüsse anfertigen. Diese werden im Ordner Screenshots gespeichert, den du im Instanzordner findest (siehe weiter unten). MultiMC ermöglicht den bequemen Upload von Screenshots auf Imgur.com (siehe Bild 1.5), was die Weitergabe über soziale Netzwerke oder die Integration in Blogs deutlich erleichtert.

BILD 1.5 MultiMC kann Screenshots auf Imgur hochladen.

Edit Instance – öffnet das Fenster zum Bearbeiten der Instanzen. Von hier aus kannst du eine Instanz auf eine neue Version von Minecraft umschalten, was bei der Verwendung von Snapshots häufig vorkommt. Vergiss nicht, die Liste mit Refresh zu erneuern, denn MultiMC sucht nicht selbsttätig nach Updates. Du kannst auch Forge, LiteLoader oder jeden anderen Typ von Mod laden. Mehr dazu im Abschnitt „Mods zu MultiMC hinzufügen“. Alle Einstellungen hier sind auch über das Hauptfenster oder das Bearbeitungsfenster erreichbar.

Instance Settings – hier nimmst du Feineinstellungen wie Bildschirmgröße, Speicherreservierung und mehr vor. Bereits bei der ersten Definition der Instanz hast du diese Werte gesehen, doch wenn du das Hinzufügen großer Mods planst und/oder Minecraft nicht flüssig läuft, solltest du hier reinschauen.

Instance Folder – damit öffnest du den Hauptordner der Instanz und hast Zugriff auf die Unterverzeichnisse mit Screenshots, gespeicherten Spielen, Ressourcenpaketen und Mods.

Config Folder – hier finden sich die Konfigurationsdateien eines Mods, üblicherweise Textdateien mit der Endung .cfg. Du kannst die Dateien mit einem Texteditor bearbeiten und damit das Verhalten des Mods beeinflussen. Bild 1.6 zeigt ein Beispiel anhand der Konfigurationsdatei des Railcraft-Mods. Das Erforschen dieser Dateien lohnt sich, da sie weitreichende Möglichkeiten zur Anpassung bieten. Wenn du noch keinen Mod installiert hast, ist dieses Verzeichnis leer.

Delete – entfernt die Instanz inklusive aller Downloads, gespeicherten Welten, Mods und Screenshots. Aus diesem Grund ist diese Option mit größter Vorsicht zu genießen, da die Dateien permanent verloren gehen.

Damit haben wir alle Grundfunktionen von MultiMC abgehandelt – bis auf die wichtigste von allen: Mods hinzufügen.

BILD 1.6 Die Konfigurationsdatei von Railcraft in einem Texteditor

Mods zu MultiMC hinzufügen

Eines Tages werden die Minecraft-Entwickler einen Weg finden, alle Mods reibungslos miteinander funktionieren zu lassen. In der Zwischenzeit bietet Forge ein API-System, das hervorragend funktioniert (siehe Kasten „Kompatibilität dank Forge“). Da die meisten Mods mit v1.8 geändert werden, liste ich Links für die Version 1.7.10 auf. Erzeuge deshalb eine Instanz für v1.7.10 und behalte folgende Sites in Bezug auf Neuigkeiten und Updates im Auge:

BuildCraft — http://mod-buildcraft.com/pages/download.html

Industrial Craft 2 (IC2) — http://wiki.industrial-craft.net/index.php?title=Download

Railcraft — http://www.railcraft.info/releases/

Öffne das Fenster Edit Instance und klicke auf Install Forge. Aus der dann erscheinenden Liste wählst du die neueste Version von Forge, die mit deiner Instanz kompatibel ist. Sollte keine passende angezeigt werden, versuche es mit einem Klick auf Refresh. Mit OK startest du den Download-Prozess.

Du wirst auch noch ein weiteres API-System namens LiteLoader kennenlernen. Dieses wird für Mods benutzt, die das Gameplay nicht ändern, aber den Minecraft-Client mit neuen Funktionen versorgen, wie etwa einer Landkarte im Spiel. Es arbeitet perfekt mit Forge zusammen und kann daher bedenkenlos installiert werden, doch ohne entsprechende Mods ist es sinnlos. So verwenden z.B. viele Mods aus dem VoxelModPack den LiteLoader. Überprüfe einfach die Abhängigkeiten der Mods beim Download und installiere LiteLoader bei Bedarf. Das VoxelModPack im Technic Launcher, das ich im nächsten Kapitel vorstelle, installiert seine eigene Instanz zusammen mit dem LiteLoader.

Nachdem du Forge geladen hast, kannst du die Mods installieren, indem du auf den Reiter Loader Mods klickst (siehe Bild 1.7).

INFO

Kompatibilität dank Forge

Der Code von Minecraft wird regelmäßig überarbeitet, um den Moddern eine Standard-methode zum Ersetzen oder Erweitern von Minecraft-Kerncode mit einem Applications Programming Interface (API) zu ermöglichen. Obwohl das Projekt schon seit 2010 läuft, haben die meisten Entwickler von Mods immer noch erhebliche Probleme, sich mit den teilweise enormen Änderungen unter der Haube von Minecraft vertraut zu machen. Das führt zu spürbaren Verzögerungen bei der Anpassung von Mods auf neuere Minecraft-Versionen.

Forge dient mit seinem eigenen API als unabhängige Schnittstelle zwischen Mods und Minecraft. Auf Forge basierende Mods zeichnen sich durch eine höhere Kompatibilität aus, da sie keine Eingriffe in den Minecraft-Code selbst vornehmen. Versuche stets, Forge-Mods zu verwenden, dann hast du weniger Probleme und mehr Zeit zum Spielen.

BILD 1.7 Das Mod-Management-Fenster von MultiMC

Nun ist es an der Zeit, sich ein paar Mods zu holen. Es gibt Tausende davon, doch im Moment installieren wir lediglich einige besonders wichtige Mods sowie ein Ressourcenpaket. Stelle sicher, dass die Versionen zu deiner Minecraft-Instanz passen. Unter den verkürzten URLs in Klammern kannst du die entsprechenden Dateien herunterladen:

Optifine – dieser Mod verbessert die Grafik von Minecraft erheblich und erlaubt die Nutzung von hochauflösenden Texturpaketen. Download unter http://optifine.net/downloads (http://goo.gl/ztGSVs).

VoxelMap – Dieser Mod zeigt eine Ingame-Karte mit Wegpunkten für die leichtere Navigation und feindlichen Mobs an. Verwende die Funktion Edit Instance von MultiMC, um LiteLoader zu installieren. Dann lade VoxelMap unter folgendem Link herunter: http://minecraft.curseforge.com/mc-mods/225179-voxelmap.

NotEnoughItems – NEI erweitert das über die Taste E erreichbare Standard-inventar um eine Vielzahl neuer Funktionen für eine einfachere Gegenstandsauswahl im kreativen Modus und für die leichtere Entdeckung von Handwerksplänen im Überlebensmodus. Neben NEI selbst musst du auch eine unterstützende Bibliothek namens CodeChickenCore herunterladen. Beide Dateien gibt’s unter http://www.chickenbones.craftsaddle.org/Files/New_Versions/links.php (goo.gl/lBeYCl).

Die Mods werden in deinem Download-Verzeichnis abgelegt. Wenn dich die Download-Website zu AdFly führt, warte einfach die fünf erforderlichen Sekunden ab und klicke dann auf Skip Ad in der oberen rechten Ecke der Seite.

Zurück in MultiMC, klickst du auf Add im Ladefenster und wählst die entsprechenden Dateien aus. Nach einem Klick auf Close führst du einen Doppelklick auf die jeweilige Instanz aus, um Minecraft zu starten.

Sollte Minecraft bei diesem Vorgang abstürzen, versuche, eine neue Welt zu starten, gehe zurück zu den Einstellungen (Settings) der Instanz, öffne den Reiter Java und wähle unter Java Settings die Option Auto-Detect. Stelle sicher, dass die Java-Version8 oder höher ist (in der Liste als „1.8“ angezeigt), und versuche es nochmals. BuildCraft benötigt zum Beispiel mindestens die Version 1.7 von Java – bei einer niedrigeren Version stürzt Minecraft ab. Halte auf http://java.com Ausschau nach einem Update und starte einen neuen Versuch. Um herauszufinden, welcher Mod Probleme bereitet, kannst du immer nur einen Mod laden, bis du den Übeltäter aufgespürt hast. Dann führst du ein Update durch oder deaktivierst den betreffenden Mod.

Zu guter Letzt installierst du noch ein Ressourcenpaket, das alle Texturen im Spiel ändert. Eines der umfangreichsten seiner Art ist das ChromaHills-Ressourcenpaket, das du unter http://www.chromahills.com/forum/downloads.php (http://goo.gl/oHB6iX) herunterladen kannst. So installierst du es:

Öffne die Instance Settings einmal mehr, klicke auf den Reiter Ressource packs und auf Add. Wähle die ZIP-Datei von ChromaHills aus, um diese in den Ordner zu kopieren.

Starte Minecraft aus MultiMC heraus neu und klicke auf Options, gefolgt von Resource Packs...

Wenn das ChromaHills-Paket nicht wie in Bild 1.8 aufgeführt ist, öffne den Ressources-Ordner und stelle sicher, dass die Dateien entpackt wurden. Anschließend aktivierst du das Paket und bestätigst mit Done.

Nach der Installation von Optifine findest du nun in den Videoeinstellungen jede Menge neue Optionen. Schau dir die Gruppen Details, Animations, Quality, Performance und Other näher an und schalte sie per On ein oder per Fancy in den besonders attraktiven Grafikmodus. Auf diese Weise stellst du eine Balance her zwischen den Anforderungen von ChromaHills und der Leistung deines Rechners.

Übrigens gibt es noch ein hervorragendes Ressourcenpaket, das die Grafik verbessert, ohne die typische Minecraft-Anmutung zu verändern: Faithful 32×32. Wie der Name schon sagt, verdoppelt es die Standardtexturgröße von 16×16, was einer Vervierfachung der Grafikqualität gleichkommt.

Faithful bietet auch Variationen zur Unterstützung der Gegenstände und Blöcke der beliebtesten Mods. Darüber hinaus gibt es eine Version, die für den Einsatz mit Optifine optimiert wurde. Ich mag dieses Paket sehr gern – du kannst es unter http://goo.gl/9Ex4ne herunterladen.

BILD 1.8 Mit dem Pfeil auf der linken Seite kopierst und aktivierst du das Ressourcenpaket, sodass es im rechten Bereich angezeigt wird.

BILD 1.9 Minecraft mit installiertem ChromaHills-Ressourcenpaket

TIPP

Mehr Mods

Es existieren so viele Mods für Minecraft, dass eine Auswahl der besten von ihnen schwierig ist. Weiter hinten im Buch gehe ich auf einige sehr interessante Mods ein, die das Spiel noch faszinierender machen. Darüber hinaus bietet die Modding-Szene eine Vielzahl hilfreicher Programme oder auch nur winzig kleine Änderungen, die mehr Spaß und Funktionalität bringen oder einfach nur sehr beliebt sind. Eine der besten Sites zum Herunterladen von Mods ist http://www.planetminecraft.com/resources/mods/. Diese erlaubt das Filtern nach bestimmten Minecraft-Versionen und die Sortierung nach den beliebtesten Downloads. Achte stets auf die Unterstützung von Forge, um Kompatibilitätsprobleme von vornherein zu vermeiden.

Modpack Installers

Auch wenn MultiMC einen Weg bietet, angepasste Minecraft-Versionen mit jeder Menge Mods zu installieren, muss nicht jeder Mod einzeln geladen werden. Modpack Installer laden alle erforderlichen Mods zusammen mit einer passenden Version von Minecraft und bieten einen komfortablen Launcher mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten.

Du kannst so viele Modpack Installer installieren, wie du willst, ohne das Risiko von Inkompatibilitäten einzugehen. Probiere Folgende aus:

ATLauncher – ATL ist mein Lieblings-Modpack-Installer. Er bietet neben einer übersichtlichen Oberfläche auch viele Modpacks mit detaillierten Beschreibungen (Bild 1.10), unterstützt mehrere Konten und erleichtert die Installation von Forge und Optifine. Das Beste daran: Der Client kann mit nur einem Tastendruck zusammen mit einem Server eingerichtet werden, der über alle notwendigen Mods verfügt – einfacher geht es nicht! Vergiss nicht, deine Zugangsdaten unter dem Reiter Account abzulegen und deine originalen Minecraft-Daten zu sichern. ATLauncher kannst du unter http://www.atlauncher.com/downloads/herunterladen. Wenn du unter OS X spielst, musst du im Bereich Security & Privacy in den Systemeinstellungen die Option Allow apps downloaded from auf Anywhere einstellen, da ansonsten eine Fehlermeldung beim Öffnen von ATL erscheint. Diese Änderung musst du lediglich vor dem ersten Start von ATL vornehmen, anschließend kannst du die Einstellung wieder auf den vorherigen Wert zurücksetzen.

Feed the Beast – dieser nett gemachte Launcher (siehe Bild 1.11) enthält eine Vielzahl von Modpacks sowie herunterladbare Karten und Texturpakete. Du findest das Paket unter http://feed-the-beast.com/launcher. Probiere das VoxelPack aus, wenn du ein möglichst originalgetreues Minecraft mit einigen nützlichen Werkzeugen spielen möchtest – z.B. eine eingebaute Karte mit Wegpunkten, damit du dich nie wieder verläufst, sowie der Möglichkeit, zwischen den Wegpunkten zu teleportieren.

BILD 1.10 ATLauncher lässt sich als bester derzeit erhältlicher Modpack-Launcher bezeichnen.

BILD 1.11 Feed the Beast geht den ungewöhnlichen Weg der Bereitstellung von Karten mit darauf angepassten Modpacks.

Technic Launcher – dieses Mod-Paket (Bild 1.12) ist die Basis für eine Vielzahl von Mods. Anfangs handelte es sich um ein einzelnes Paket names Tekkit, doch mittlerweile sind zahllose Mods hinzugekommen – heute sind es 109 Mods, die perfekt zusammenarbeiten. Hier ein kleiner Eindruck von den überwältigenden Änderungen und Erweiterungen: Tekkit selbst enthält Galacticraft (Flug zum Mond und Mars, Bau einer Raumstation etc.), Railcraft (siehe